Julius von Grawert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Julius August Reinhold von Grawert (* 28. Dezember 1746 in Königsberg; † 18. September 1821 in Oberthalheim/Landeck) war ein preußischer General der Infanterie.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Julius war der Sohn von Johann Benjamin von Grawert (1709–1759) und dessen Ehefrau Christiane Sophie, geborene von Schollenstern (1717–1796).

Militärkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grawert trat am 1. Mai 1759 als Gefreiterkorporal in das Infanterieregiment „von Tauentzien“ der Preußischen Armee ein. Als Kommandeur des Infanterieregiments „Herzog von Braunschweig“ und Amtshauptmann von Wetter in der Grafschaft Mark erhielt Grawert am 27. Mai 1789 den Orden Pour le Mérite. Grawert war Mitglied der Militärischen Gesellschaft. Nachdem er am 20. Mai 1805 Generalleutnant geworden war, fungierte er ab 1. August 1807 als Kommandierender General in Schlesien und war Gouverneur dieser Provinz. In dieser Stellung schlug ihn König Friedrich Wilhelm III. am 9. September 1810 zum Ritter des Schwarzen Adlerordens.

Am 24. März 1812 folgte seine Beförderung zum General der Infanterie. Als solcher hatte er den Oberbefehl über das preußische Hilfskorps während Napoleons Russlandfeldzug im Jahr 1812 inne. Im selben Jahr wurde er krankheitsbedingt durch den General Yorck abgelöst. Er zog sich auf seinen Landsitz bei dem Kurort Bad Landeck im niederschlesischen Kreis Habelschwerdt zurück, wo Grawert am 24. März 1820 mit einer jährlichen Pension von 4.000 Talern in den endgültigen Ruhestand versetzt wurde.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grawert war seit 1776 mit Franziska Elisabeth Freiin von Chlum[1] (1745–1825)[2] verheiratet, deren Grabstein an der Kirchhofsmauer in Bad Landeck erhalten ist.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karlheinz Gerlach: Die Freimaurer im Alten Preussen 1738-1806: die Logen in Pommern, Preussen und Schlesien. Studienverlag, 2009, S. 590.
  2. Karlheinz Gerlach (s. o.) gibt die Lebensdaten an mit 1746-1825. In der Grabinschrift, die an manchen Stellen unleserlich ist, steht eindeutig geboren den [?] August 1745.
  3. Photo des Grabsteins der Elisabeth Freiin von Chlum an der Kirchhofsmauer in Bad Landeck