Julius von Lautz

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Julius von Lautz (* 4. November 1903 in Erstein, Elsass; † 13. August 1980 in Saarbrücken) war ein deutscher Politiker (CDU).

Leben[Bearbeiten]

Er wuchs im Saarland auf, studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten in Heidelberg und Göttingen. 1921 trat er dem Corps Guestphalia Heidelberg bei.[1] Frankonia Prag verlieh ihm 1972 das Band.[2]

1929 legte er das Zweite juristische Staatsexamen nach dem Referendariat ab und wurde zum Regierungsassessor ernannt. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg, an dem er ab 1939 teilnahm, wurde er Oberregierungsrat im Reichswirtschaftsministerium. Nachdem er aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrte war er 1946 bis 1950 in der Landwirtschaft beschäftigt und trat 1950 in den Verwaltungsdienst des Saarlandes ein und brachte es bis zur Stellung eines Oberverwaltungsgerichtsrates.

Politik[Bearbeiten]

Früh schloss sich von Lautz der Saar-CDU an, die – wie er selbst – die Rückkehr des Saargebietes nach Deutschland anstrebte. Nach der Volksabstimmung am 23. Oktober 1955 wurde er Abgeordneter im dritten Landtag des Saarlandes. 1957 berief ihn Egon Reinert als Innenminister ins Kabinett. Er amtierte als Innenminister bis zum 21. Januar 1959. 1959 wurde er dann Präsident des Saarländischen Landtages. Unter Franz-Josef Röder wurde er im Jahr 1961 Justizminister. Dieses Amt hatte er bis 1968 inne. Am 27. November 1973 legte er sein Landtagsmandat nieder.

Ehrungen[Bearbeiten]

Er wurde mit dem Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband ausgezeichnet. 1986 wurde ein Gedenkstein für Julius von Lautz in Medelsheim aufgestellt. In Blieskastel wurde die Julius-von-Lautz-Straße nach ihm benannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1930, 64, 1058
  2. Kösener Corpslisten 1996, 42, 214

Weblinks[Bearbeiten]