Julius von Wartensleben

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Julius Caesar Leopold Carl Wilhelm Emil Bernhard Graf von Wartensleben (* 11. Juni 1809 in Klein-Wirsewitz bei Guhrau; † 12. Januar 1882 in Berlin); Dr. iur., war Stadtgerichtsrat in Berlin, Rechtsritter des Johanniterordens und als Freimaurer Mitglied des Bundesdirektoriums der Großen National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“.

Julius von Wartensleben war der erste Präsident der 1859 gegründeten Juristischen Gesellschaft zu Berlin, der er bis 1881 vorstand. Daneben gehörte er unter dem Vereinsnamen „Niebuhr“ der literarischen Gesellschaft „Tunnel über der Spree“ in Berlin an. Er ist der Verfasser der 1858 erschienenen, zweibändigen Familiengeschichte der Grafen von Wartensleben.

Er stammte aus dem magdeburgischen Uradelsgeschlecht von Wartensleben, das 1703 in den Grafenstand erhoben wurde. Sein Vater war der Obristlieutenant Caesar Scipio Alexander Graf von Wartensleben (1785–1851), seine Mutter dessen erste Ehefrau Friederike von Gfug. Der preußische Generalfeldmarschall Alexander Hermann von Wartensleben (1650–1734) ist sein Ururgroßvater.

1847 heiratete Julius von Wartensleben in Berlin Luise von Schmeling.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nachrichten von dem Geschlechte der Grafen von Wartensleben. Band 1 und Band 2, Albert Nauck & Comp. 1858 Digitalisat
  • Die Geschichte und die Grundverfassung der Groß-Logen von England, Frankreich und Schweden. Als Manuscript gedruckt, E. S. Mittler und Sohn, Berlin 1871
  • Geschichte der grossen Nationalmutterloge in den preußischen Staaten genannt zu den drei Weltkugeln. Nebst Bericht über die Gründung und Wirksamkeit der Wohlthätigkeitsanstalten für die Jahre 1875-1889. Nach der Revision vom Jahre 1890. Büxenstein Verlag, Berlin 1890

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Hupp: Münchener Kalender 1921. Buch u. Kunstdruckerei AG, München / Regensburg 1921.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Gotha 1883, S. 1025.
  • Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XV, Band 134 der Gesamtreihe, S. 466–467; C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2004, ISSN 0435-2408
  • Bruno Peters: Berliner Freimaurer. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte Berlins. Edition Louisenstadt, Berlin 1994.
  • Andreas Fijal: Die Juristische Gesellschaft zu Berlin in den Jahren 1859 bis 2009, De Gruyter Recht, Berlin 2009