Jun Märkl

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Jun Märkl (* 11. Februar 1959 in München) ist ein deutscher Dirigent.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn eines deutschen Geigers und einer japanischen Pianistin wurde schon im Alter von vier Jahren von seinen Eltern in Klavier und Geige unterrichtet. 1978 begann er an der Hochschule für Musik und Theater Hannover Klavier und Geige sowie Dirigieren zu studieren. Nach dem Diplom ging er nach München zu Sergiu Celibidache und später an die University of Michigan, wo einer seiner Mentoren Gustav Meier war. 1986 war er Preisträger des Dirigentenwettbewerbs des Deutschen Musikrates. 1987 erhielt er ein Stipendium des Boston Symphony Orchestras, um in Tanglewood bei Leonard Bernstein und Seiji Ozawa Dirigieren zu studieren.

Von 1991 bis 1994 war Märkl Generalmusikdirektor des Saarländischen Staatstheaters in Saarbrücken. Von 1993 bis 2000 war er Generalmusikdirektor und Operndirektor am Nationaltheater Mannheim. In den USA gab er sein Debüt im Februar 1999 an der Metropolitan Opera mit Il trovatore und kehrte dorthin nochmals im Dezember 2000 mit Turandot zurück.

2005 begann Märkl seine Amtszeit als Musikdirektor des Orchestre national de Lyon. Diese endete 2011. Im September 2007 wurde er Chefdirigent des MDR Sinfonieorchesters in Leipzig. Der Vertrag lief zum Ende der Saison 2011/2012 aus. Im Jahr 2012 wurde er zum Chevalier des Arts et des Lettres ernannt.

Er arbeitete u.a. mit Orchestre Philharmonique de Radio France, Chicago Symphony Orchestra, Boston Symphony Orchestra, NDR Sinfonieorchester, Münchner Philharmonikern und Orchestre symphonique de Montréal zusammen. Seit 1997 ist er regelmäßig Gastdirigent beim NHK-Sinfonieorchester in Tokio.

Literatur[Bearbeiten]

  • Unterwegs zu neuen Horizonten. In: TAKT, Magazin der Bayerischen Staatsoper Mai/Juni 2002, S. 12–15 (PDF-Version)
  • Märkl, Jun. In: Brockhaus-Riemann Musiklexikon. CD-Rom, Directmedia Publishing, Berlin 2004, ISBN 3-89853-438-3, S. 13466.
  • Märkl, Jun. In: Julia Spinola: Die großen Dirigenten unserer Zeit. Mit ausführlichem Lexikonteil. Henschel, Berlin 2005, ISBN 3-89487-480-5, S. 249 f.

Weblinks[Bearbeiten]