Junarmija

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Formation der Junarmija bei der Parade zum Tag des Sieges am 9. Mai 2017 auf dem Roten Platz

Junarmija (deutsch Jugendarmee) ist die Kinder- und Jugend-Militär-Erziehungsorganisation Russlands. Im Jahr 2016 durch einen Präsidentenerlass gegründet, gehören ihr heute bis zu rund 200.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mädchengruppe der Junarmija

Die Freiwillige Gesellschaft für die Unterstützung der Armee, Luftfahrt und Flotte Russlands (DOSAAF) war eine sowjetische Massenorganisation, welche bis 1991 bestand. Im Jahr 1992 wurde die Organisation in ROSTO umbenannt, im 2009 wurde diese vorübergehend private Organisation wieder verstaatlicht und erhielt ihren alten Namen zurück.

In den gesamten 2000er Jahren waren in Russland mehr als 6000 Gruppen und militärisch-patriotische Bewegungen entstanden. Der Höhepunkt dieser Bewegung wurde nach der Annexion der Krim beobachtet.

Präsident Wladimir Putin erließ am 29. Oktober 2015 ein Dekret, dass eine nationale, patriotische Jugendorganisation zu bilden sei. Er veröffentlichte den Erlass am Gründungstag des ehemaligen kommunistischen Sowjet-Jugendverbandes Komsomol. In seinem Aufbau sollte der neue Verband an diesen angelehnt sein. Durch den Erlass sollten tausende, bereits bestehende militärisch-patriotische Gruppen zu einem landesweiten „Junarmija“-Verband zusammengeschlossen werden und laut Beobachtern auch Ordnung in die bis dato uneinheitliche Masse nationalistischer Jugendgruppen in Russland bringen.[1][2] Die „Junarmija“ entstand auf Initiative von Verteidigungsminister Sergei Kuschugetowitsch Schoigu und arbeitet in vollem Umfang seit dem 1. September 2016, wobei die ersten Kinder schon im Mai 2016 aufgenommen wurden. Erklärtes Ziel der ist es, Jugendliche für die russische Armee zu begeistern. Die „Junarmija“ ist Teil eines Staatsprogramms zur „patriotischen Erziehung“ von Jugendlichen. Zwischen 2016 und 2020 will die russische Regierung 1,6 Milliarden Rubel dafür aufwenden.[2]

Aufbau und Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fototermin mit General im Frühjahr 2019 bei einer Wanderausstellung zum Syrienkrieg in Jekaterinburg.

Die Angaben zur Stärke der Junarmija liegen zwischen 140.000 und 200.000 in der gesamten Russischen Föderation.[1][3] Die Gruppen unterstehen dem Russischen Verteidigungsministerium und werden teilweise an Schulen gebildet. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums schlossen sich über 2.500 Schüler in Sewastopol auf der besetzten Halbinsel Krim der Junarmija an.[4]

Die Organisation ist in die Infrastruktur der DOSAAF und des Zentralen Sportklubs der Armee eingebunden und an den Stationierungsorten russischer Streitkräfte präsent. Verteidigungsminister Schoigu sagte, dass die „Junarmija“-Mitglieder lernen würden, alle Arten von Waffen zu benutzen mit Ausnahme von Raketen.[2]

Die Aktivitäten der Jugendarmee können als „militärische Früherziehung“ beschrieben werden: Die Kinder und Jugendlichen werden an Waffensysteme der russischen Streitkräfte herangeführt, pflegen Kriegerdenkmale, bewachen Plätze mit der „Ewigen Flamme“ und nehmen an Kultur- und Sportveranstaltungen teil.[3] Ein regionaler Ableger der Junarmija feierte den Milizenführer Arsen Sergejewitsch Pawlow (Kampfname „Motorola“), der im Ukraine-Krieg gekämpft hatte, als Helden.[2]

Ausrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spiegel schreibt über die Jugendarmee, sie „dient zum einen der Kontrolle der nationalen Bewegung, zum anderen aber auch der Staatspropaganda.“[5] Die Militarisierung der russischen Gesellschaft wird von verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppen kritisiert. „Das ist ein Verbrechen an den Rechten der Kinder“, sagte Valentina Melnikowa vom Komitee der Soldatenmütter.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Yunarmiya – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Klaus-Helge Donath: Schukowskij: Russland rekrutiert eine Jugendarmee. In: Rheinische Post, 18. Juli 2017.
  2. a b c d Как «Моторола» победил Марата Казея (dt. Wie «Motorola» Marat Kasej besiegte). In: Nowaja Gaseta, 28. Oktober 2018.
  3. a b Youth Army takes Russia with a storm. In: The Independent Barents Observer. (thebarentsobserver.com [abgerufen am 27. Februar 2018]).
  4. В Севастополе более 2500 школьников приобщили к российскому движению «Юнармия» – Минобороны России (dt. In Sewastopol sind mehr als 2500 Schüler der russischen Bewegung «Junarmija» beigetreten – Verteidigungsministerium). In: Radio Free Europe, 10. Dezember 2017.
  5. Christina Hebel: Russische Nachwuchs-Armee: Putins junge Patrioten. In: Spiegel Online. 24. Februar 2018 (spiegel.de [abgerufen am 26. Februar 2018]).