Junge Nationalisten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Junge Nationaldemokraten)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
ein bei einer derartig alten Organisationen obligatorischer Absatz "Geschichte" fehlt
Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst.
Logo
Jn-Logo.gif
Basisdaten
Vorsitzender: Christian Häger
Stellvertretender
Vorsitzender:
n/a
Bundesgeschäftsführer: n/a
Weitere
Vorstands-
mitglieder:
n/a
Ausrichtung: rechtsextremistisch
neonazistisch
völkisch-nationalistisch
Mitglieder: 280 (Stand: 2017)[1]
Gliederung: 12 Landesverbände
Website: www.aktion-widerstand.de

Die Jungen Nationalisten (kurz: JN) bis 13. Januar 2018 Junge Nationaldemokraten, ist die 1967 gegründete offizielle Jugendorganisation der rechtsextremen NPD. Die JN sind laut NPD-Satzung „integraler Bestandteil“ der Partei.[2]

Ideologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die JN bekennen sich zum Grundsatzprogramm der NPD, vertreten diese Standpunkte aber wesentlich aggressiver, was sich sowohl während Demonstrationen als auch im politischen Stil zeigt. Sie werden vom Verfassungsschutz beobachtet und als rechtsextrem eingestuft. Ihre regelmäßig erscheinende Publikation heißt Der Aktivist. In diesem Zentralorgan bezeichnen sie sich unter der Überschrift „Der Bundesführer hat das Wort“ als „Vertreter des nationalrevolutionären Flügels innerhalb der NPD“. Die Jugendorganisation kritisiert diejenigen in der NPD, die den „Kampf um die Parlamente“ zum „wichtigsten Kampfziel“ gemacht hätten. Stattdessen seien „Widerstand und Kritik angebracht, da in diesen Entwicklungen die Gefahr der schrittweisen Anpassung und Verbürgerlichung“ bestehe.[3] Die JN bezeichnet sich selbst als antiimperialistisch. Unter anderem fordert sie den Abzug deutscher Truppen aus Afghanistan[4] und unterstützt den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, die iranische Regierung sowie weitere Vertreter des Antizionismus oder Antiamerikanismus.[5]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 13. Januar 2018 benannten sich die Jungen Nationaldemokraten in „Junge Nationalisten“ um und gaben sich ein neues Statut.[6]

Die Jungen Nationalisten gliedern sich in einen Bundesverband und einige Landesverbände. Der Vorsitzende der JN ist kraft seines Amtes automatisch Vorstandsmitglied der NPD. Unter anderem waren der spätere NPD-Vorsitzende Günter Deckert und der ehemalige Parteivorsitzende und Chef der sächsischen Landtagsfraktion Holger Apfel früher Bundesvorsitzende der Jungen Nationalisten und nutzten dies zum Sprungbrett in die Führungsetage der NPD. Die JN sind nicht in allen Bundesländern vertreten. Aktiv ist die Organisation vor allem im Süden und Osten der Bundesrepublik: In Baden-Württemberg existierten Mitte 2008 zehn, in Sachsen neun, in Bayern acht, in Sachsen-Anhalt sieben und in Thüringen fünf Stützpunkte. Rekrutiert werden meist Mitglieder der Freien Kameradschaften. Schwerpunkt liegt in der Jugendarbeit durch „Formung und Schulung“ der Mitglieder zwischen 14 und 35 Jahren.

Generell leistet die NPD intensive Jugendarbeit. Sie gibt Nachhilfestunden, organisiert Feste und Freizeiten und besitzt eine eigene Fußballmannschaft. Zielsetzung der Partei und der JN ist es, über zunächst unpolitisch erscheinende Aktivitäten Jugendliche und Kinder an rechtsextremistisches Gedankengut heranzuführen. Unter Vorspiegelung einer jugendpflegerischen Tätigkeit betreibt sie eine gezielte Ideologisierung der Teilnehmer. Hier gibt es starke Ähnlichkeiten zu der Hitler-Jugend (HJ) und damit zu der Zeit des Dritten Reichs. Mit dem Nationalen Bildungskreis (NBK) verfügt die JN zudem über eine Hochschulorganisation, die auch teilweise bei Hochschulwahlen, wenngleich bisher erfolglos, antritt.

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meist einmal jährlich führt die JN den „Europäischen Kongress der Jugend“ durch. Diese Veranstaltung stellt ein wichtiges Treffen innerhalb der rechtsradikalen Szene dar und wird als Möglichkeit der internationalen Vernetzung genutzt. Die Teilnehmerzahlen bewegen sich in den letzten Jahren im Bereich von mehreren Hundert. In führenden Positionen wie dem Bundesvorstand der JN sind immer wieder einflussreiche Personen des Neonazi-Spektrums zu finden. Frühere Abgrenzungsbeschlüsse der JN-Führung gegenüber dem Neonazi-Lager waren lediglich taktisch motiviert.

Vorsitzende der Jungen Nationalisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Amtszeit Wichtige politische Ämter und Mandate
Alfons Hueber 1971–1973
Günter Deckert 1973–1975 Parteivorsitzender der NPD 1991–1996
Winfried Krauß 1975–1977
Gösta Thomas 1977–1980
Rainer Vogel 1980–1983
Claus Kruse 1983
Hermann Lehmann 1983–1987
Karl-Heinz Sendbühler 1987–1989 Bundesvorsitzender des NHB 1983–1985
Thilo Kabus 1989–1990
Frank Kolender 1990–1991
Erhard Hübchen 1991–1992
Andreas Storr 1992–1994 Bundesschatzmeister der NPD seit 2011
Mitglied des sächsischen Landtags 2009–2014
Holger Apfel 1994–1999 Parteivorsitzender der NPD 2011–2013
Fraktionsvorsitzender im sächsischen Landtag 2004–2013
Sascha Roßmüller 1999–2003
Stefan Rochow 2003–2007
Michael Schäfer 2007–2012
Andy Knape 2012–2014
Sebastian Richter 2014–2018
Christian Häger 2018–

Printmedien / Periodika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verfassungsschutzbericht 2017. Bundesamt für Verfassungsschutz, 24. Juli 2018, S. 84, abgerufen am 24. Juli 2018 (pdf; 3,7 MB).
  2. Satzung der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands, § 23. Bundeswahlleiter, 18. November 2010, S. 12, archiviert vom Original am 16. Juni 2011; abgerufen am 25. Januar 2018 (pdf; 2,7 MB).
  3. Verfassungsschutzbericht 2007. (Nicht mehr online verfügbar.) Bundesamt für Verfassungsschutz, S. 82, ehemals im Original; abgerufen am 25. Januar 2018.@1@2Vorlage:Toter Link/www.verfassungsschutz.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. Verteidigungsarmee statt Söldnertruppe – Holt unsere Jungs da raus! JN Niedersachsen, 21. Juli 2011, abgerufen am 25. Januar 2018.
  5. Malte Hansen: Der nächste imperialistische Ausflug: Syrien! Junge Nationaldemokraten, 8. Juni 2012, abgerufen am 25. Januar 2018.
    Malte Hansen: Fokus Iran. Junge Nationaldemokraten, 14. Januar 2012, abgerufen am 25. Januar 2018.
  6. Wir sind Junge Nationalisten! Website der Jungen Nationalisten, 14. Januar 2018, abgerufen am 25. Januar 2018.
  7. „Jugend-wacht“ geht online. In: Webseite des Verfassungsschutzes Brandenburg. Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg, abgerufen am 25. Februar 2015.