Jungen (St. Niklaus)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jungen
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis (VS)
Bezirk: Visp
Politische Gemeinde: St. Niklaus VSi2w1
Postleitzahl: 3924
Koordinaten: 627810 / 11605446.195377.798891960Koordinaten: 46° 11′ 43″ N, 7° 47′ 56″ O; CH1903: 627810 / 116054
Höhe: 1'960 m ü. M.
Website: www.st-niklaus.ch
Blick vom Jungtal (2'387 m ü. M.) auf die Siedlung Jungen (1'960 m ü. M.)

Blick vom Jungtal (2'387 m ü. M.) auf die Siedlung Jungen (1'960 m ü. M.)

Karte
Jungen (St. Niklaus) (Schweiz)
Jungen (St. Niklaus)
www
Blick von Jungen ins hintere Nikolaital. Links Riedgletscher mit (von rechts) Dom, Dürrenhorn, Hohberghorn, Stecknadelhorn, Nadelhorn und Ulrichshornn. Im Hintergrund von rechts Klein Matterhorn, Breithorn, Pollux und Castor. Häusergruppe rechts Sparren.

Jungen (walliserdeutsch Jungu) ist ein Weiler bzw. eine Alp der Gemeinde St. Niklaus (walliserdeutsch Zaniglas) im Walliser Bezirk Visp.

Geographie[Bearbeiten]

Jungen liegt auf 1'960 m ü. M. an der linken Talflanke oberhalb von St. Niklaus Dorf (1'120 m ü. M., walliserdeutsch Zaniglas) und ist auf dem Landweg über den Jungerweg zu Fuss zu erreichen.

Jungen liegt auf mehreren Felsbuckeln über einer steil ins Nikolaital abfallenden Felswand nördlich des stark abschüssigen Jungtals (2'387 m ü. M.) mit dem vom Jungtaljoch (3'220 m ü. M.) und Junggletscher (2'993 m ü. M.) herabströmenden Jungbach.

An der südlichen Grenze der Siedlung liegt auf einem Felsvorsprung die Kapelle Jungen. Nahe der Kapelle befindet sich ein Restaurant. An der nördlichen Grenze liegt die eigentliche Alp, die 140 ha Weideland nutzt. Zu Jungen gehört unter anderem auch die kleinere Siedlung Wintergadmen (walliserdeutsch Wintergadmu) auf 1'809 m. Zwischen den beiden Siedlungen liegen im Hang verstreut einzelne Gebäude und Gebäudegruppen (Dili, Biel, Lerchji und Egga).

Von Jungen aus sind bis zu vierzehn Viertausender und bei guter Sicht sogar der Aletschgletscher zu sehen.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis zum Einbruch der Kleinen Eiszeit war Jungen eine ganzjährig bewohnte Siedlung.

Die heute noch bestehende Kapelle Jungen wurde im Jahre 1762 errichtet. Bei ihrer Renovation in den 1950er Jahren gefundene Tierknochen lassen darauf schliessen, dass Jungen bereits im Mesolithikum besiedelt war.

Personenseilbahn[Bearbeiten]

Von St. Niklaus Dorf führt eine Personenseilbahn zur Siedlung auf 1'990,5 m ü. M., deren Talstation (1'138,8 m ü. M.) unweit oberhalb des Bahnhofs St. Niklaus (1'126,7 m ü. M.) der Strecke der Brig-Visp-Zermatt-Bahn der Matterhorn-Gotthard-Bahn liegt. Die Genossenschafts-Bahn wurde am 11. September 1983 eingeweiht und ist ganzjährig in Betrieb. Die zwei verbundenen Kabinen der zweispurigen Pendelbahn mit Trag- und Zugseil können je vier Personen befördern.

Wanderwege und Hochtouren[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Christian Imboden: Berge: Beruf, Berufung, Schicksal. Die St. Niklauser Bergführer als Wegbereiter des internationalen Alpinismus. Rotten Verlag, Visp 2013, ISBN 3-907624-48-3.
  •  Christian Imboden: Tourismus in der Gemeinde St. Niklaus. Rückblick, Gegenwartsanalyse und Grundlagen für ein zukunftsgerichtetes Tourismuskonzept. Universität Bern, 1992.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Bilder[Bearbeiten]