Junglinster

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Junglinster
Wappen Karte
Wappen von Junglinster Gemeinde Junglinster (Kanton Grevenmacher)
Basisdaten
Staat: Luxemburg
Koordinaten: 49° 43′ N, 6° 15′ OKoordinaten: 49° 42′ 45″ N, 6° 15′ 9″ O
Kanton: Grevenmacher
Einwohner: 7613 (1. Januar 2018)[1]
Fläche: 55,4 km²
Bevölkerungsdichte: 137,5 Einw./km²
Gemeindenummer: 00007005
Website: www.junglinster.lu
Politik
Bürgermeister: Romain Reitz (CSV)
Wahlsystem: Proporzwahl

Junglinster (luxemburgisch Jonglënster) ist eine Gemeinde im Großherzogtum Luxemburg und gehört zum Kanton Grevenmacher.

Zusammensetzung der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Junglinster besteht aus den Ortschaften:

  • Altlinster (frz. Altlinster, lux. Allënster),
  • Beidweiler (frz. Beidweiler, lux. Beidler),
  • Blumenthal (frz. Blumenthal, lux. Blummendall),
  • Burglinster (frz. Bourglinster, lux. Buerglënster),
  • Eisenborn (frz. Eisenborn, lux. Eesebur),
  • Eschweiler (frz. Eschweiler, lux. Eeschweller),
  • Godbringen (frz. Godbrange, lux. Guedber),
  • Gonderingen (frz. Gonderange, lux. Gonnereng),
  • Graulinster (frz. Graulinster, lux. Grolënster),
  • Imbringen (frz. Imbringen, lux. Amber),
  • Junglinster (frz. Junglinster, lux. Jonglënster) und
  • Rodenburg (frz. Rodenbourg, lux. Roudemer).
24 Rue Village in Junglinster
Sender Junglinster
Muttergottesaltar
Église Saint-Martin

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet der Gemeinde Junglinster war schon seit den frühesten Zeiten besiedelt, wovon zahlreiche Funde zeugen. Nahe der Straße von Altlinster nach Godbringen befindet sich ein sog. „Heidenstein“, genannt Häerdcheslee.[2]

Lincera wird urkundlich schon 867 erwähnt. Von der „Herrschaft Linster“ wird zum ersten Mal im Schöffenweistum von Esch an der Sauer vom Jahre 1201 gesprochen. Das Wasserschloss der Herren von Linster stand in Altlinster.[3]

Am 20. Juli 1944 erschoss ein Luxemburger den Ortsgruppenleiter der nationalsozialistischen Volksdeutschen Bewegung in Junglinster. Zur Vergeltung ordnete Heinrich Himmler die Hinrichtung von zehn unbeteiligten Luxemburgern in deutschem Gewahrsam an. Drei von ihnen wurden auf dem Uhlrather Hof erschossen, die restlichen sieben in Lingen.[4]

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1987 besteht eine Partnerschaft mit der rheinland-pfälzischen Gemeinde Üdersdorf.

Sendeanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe von Junglinster befindet sich seit 1932 eine große Sendeanlage für das auf Langwelle ausgestrahlte französischsprachige Programm der RTL Group (Lage). Als Antenne kommt seit 1954 eine aus drei freistehenden, gegen Erde isolierten Sendetürmen (Selbststrahlender Sendemast) mit dreieckigem Querschnitt und einer Höhe von 215 Metern (bis 1980: 250 Meter), bestehende Richtantenne (Hauptstrahlrichtung: Südwest) zum Einsatz.

Der Sender in Junglinster ist seit Inbetriebnahme des stärkeren Langwellensenders Beidweiler (auch auf 234 kHz) im Jahr 1974 nur noch aktive Betriebsreserve. Koordinaten: 49° 43′ 4″ N, 6° 15′ 38″ O.[5] Bis Mai 2011 wurden aus Junglinster auf der Kurzwellenfrequenz 6095 kHz im DRM-Modus Programme von RTL Radio, KBS World Radio und religiösen Programmanbietern gesendet. Am 1. Mai 2011 wurde dieser Kurzwellensender abgeschaltet.

Bekannte Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Junglinster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. STATEC Luxembourg – Population par canton et commune 1821–2018 (franz.)
  2. Les lieux. (Memento des Originals vom 24. März 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/webplaza.pt.lu L'Institut Archéologique Liègeois. Bulletin 1904.
  3. Die Gemeinde Junglinster. (Memento des Originals vom 25. Januar 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.junglinster.lu (PDF; 978 kB)
  4. Geiselmord an drei jungen Luxemburgern. Abgerufen am 1. August 2018.
  5. Junglinster. In: Structurae (Sendetürme Junglinster)