Juni 2005

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Dieser Artikel behandelt aktuelle Nachrichten und Ereignisse im Juni 2005.

Tagesgeschehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittwoch, 1. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Donnerstag, 2. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freitag, 3. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • La Paz/Bolivien: Proteste gegen die Regierung von Präsident Carlos Mesa halten an, nachdem ein von diesem vorgeschlagenes Referendum über erweiterte Autonomie für die Provinzen des Landes von den Protestierenden zurückgewiesen worden war. Die Opposition fordert die Verstaatlichung der Erdgasvorkommen.
  • Prien/Deutschland: In Bayern weitet sich ein rätselhafter Virus weiter aus. Erst am Dienstag (1. Juni 2005) waren 37 Kinder und zwei Lehrer, die in einer Jugendherberge untergebracht waren, mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall und weiteren Symptomen in Krankenhäuser eingeliefert worden. Nun wurden weitere 21 Schüler und 10 Sanitäter mit den gleichen Symptomen in Krankenhäuser gebracht. Salmonellen konnten als Ursache ausgeschlossen werden, die eigentliche Ursache bleibt weiter ungeklärt.

Samstag, 4. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonntag, 5. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beirut/Libanon: In der zweiten Runde der libanesischen Parlamentswahlen gewinnt die gemeinsame Liste von Hisbollah und Amal nach inoffiziellen Angaben alle 23 zu vergebenden Sitze im Südlibanon. Eine Woche zuvor hatte der oppositionelle Block von Saadeddine Hariri alle 19 Sitze in Beirut gewonnen.
  • Bern/Schweiz: Die Bürger der Schweiz beschließen in einer Volksabstimmung den Beitritt zu den Abkommen von Schengen und Dublin. 54,6 % der CH-Stimmbürgerinnen und Stimmbürger stimmten für die Annahme, trotz Ablehnung der EU-Verfassung in Frankreich und den Niederlanden in der Woche zuvor.
  • Lorsch/Deutschland: Während des ersten bundesweiten Tag der deutschen UNESCO-Welterbe-Stätten nehmen an der zentralen Feier im hessischen Kloster Lorsch rund 3000 Besucher teil.

Montag, 6. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Addis Abeba/Äthiopien: Nach massiven Protesten wegen mutmaßlichen Wahlbetrugs bei den Wahlen zum äthiopischen Parlament Ende Mai werden hunderte Studenten festgenommen.
  • Bagdad/Irak: US-Soldaten erschießen einen Fahrer des irakischen Wohnungsbauministeriums. Augenzeugenberichten zufolge beschossen sie das Auto des Mannes von hinten, als dieser an einer Ampel wartete. Der Tote wurde den Berichten zufolge von seinem Beifahrer, der den Beschuss unversehrt überstanden hatte, ins Krankenhaus gebracht.
  • Budapest/Ungarn: Das Budapester Parlament beginnt mit den Wahlen für die Nachfolge von Staatspräsident Ferenc Mádl, dessen Amtszeit im August 2005 ausläuft. Im dritten Wahlgang gewählt wird der am 3. Januar 1942 in Pécs geborene Verfassungsjurist László Sólyom von der rechten Opposition.
  • Den Haag/Niederlande: Der Internationale Strafgerichtshof in den Haag kündigt die Aufnahme eines Verfahrens zur Aufklärung von Menschenrechtsverstößen in der sudanesischen Region Darfur an.
  • Helsinki/Finnland: Beginn der 8. Unterwasserrugby-Europameisterschaft in Helsinki (bis zum 10. Juni 2005) – Heute beginnt die EM in Pirkkola’s Sport Park in Finnlands Hauptstadt. Es nehmen 6 Damen- und 11 Herrenteams teil, die bis zum kommenden Samstag um die Titel kämpfen.
  • Kathmandu/Nepal: Bei einem Bombenanschlag auf einen Verkehrsbus im Süden Nepals nahe der Hauptstadt Kathmandu sterben mindestens 38 Menschen.
  • Moskau/Russland: Erstmals wird in Russland eine Grünpartei gegründet; Galionsfigur der russischen Grünen ist Alexej Jablikow, der ehemalige Berater des früheren russischen Präsidenten Boris Jelzin.
  • Vatikanstadt: Papst Benedikt XVI. verurteilt in einer Stellungnahme homosexuelle Lebensgemeinschaften als „Pseudo-Ehen“. Außerdem sprich er sich sowohl gegen die Gentechnik als auch gegen die Abtreibung aus.

Dienstag, 7. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Detroit/Vereinigte Staaten: Der amerikanische Autohersteller General Motors kündigt für seine Werke in den USA Stellenkürzungen im Umfang von 25.000 Beschäftigten bis 2008 und Werksschließungen an.
  • München/Deutschland: Der deutsche Siemens-Konzern überlässt dem taiwanesischen Elektronikhersteller BenQ seine defizitäre „Handy“-Sparte. Die etwa 6.000 Beschäftigten werden von BenQ übernommen.
  • Taipeh/Taiwan: Die taiwanesische Nationalversammlung beschließt eine Reform der Verfassung des Landes, über die ein Referendum abgehalten werden soll. Die Reform würde die Unabhängigkeitsbestrebungen gegenüber der Volksrepublik China entscheidend stärken.

Mittwoch, 8. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Donnerstag, 9. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freitag, 10. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der WASG

Samstag, 11. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bagdad/Irak: Terroristen töten bei Mordanschlägen landesweit etwa 30 Menschen, größtenteils Zivilisten, darunter zahlreiche Kinder. US-Soldaten erschießen zwei irakische Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma. Ein Sprecher des US-Militärs sagte, die Soldaten hätten Warnschüsse abgegeben, weil es zu langsam vor dem Führungsfahrzeug eines Konvois hergefahren war. Die Iraker eröffneten daraufhin das Feuer auf den Konvoi und wurden im anschließenden Gefecht getötet.
  • London/Vereinigtes Königreich: Die G-8-Staaten einigen sich auf einen Schuldenerlass für die ärmsten Länder der Welt. Die betroffenen 18, zum Großteil afrikanischen Staaten, werden somit von insgesamt 40 Milliarden US-Dollar Schulden befreit. Ziel dieses bisher größten Schuldenerlasses ist es, Hungersnot, Armut und Krankheit v. a. in Afrika zu bekämpfen.

Sonntag, 12. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montag, 13. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • München/Deutschland: Dieter Rampl, Aufsichtsrats-Vorsitzender der HypoVereinsbank, unterzeichnet den Vertrag, der die Übernahme der HypoVereinsbank durch UniCredit (Italien) beinhaltet.
  • Pakistan: Pakistanisches Militär und Polizisten haben am Wochenende rund 250 Mitarbeiter der Pakistan Telecommunication Company (PTCL) festgenommen, denen illegale Streikaktionen vorgeworfen werden. Die Mitarbeiter streiken gegen die geplante Privatisierung ihres Unternehmens und für mehr Lohn.
  • Santa Maria/Vereinigte Staaten: Popstar Michael Jackson wurde von der Jury im Kindesmissbrauchsprozess in allen Anklagepunkten freigesprochen.
  • Washington, D.C./Vereinigte Staaten: Der US Supreme Court hat ein gegen einen Schwarzen in Texas verhängtes Todesurteil wegen Rassendiskriminierung aufgehoben, weil die Staatsanwaltschaft bei der Auswahl der Jury im zugrundeliegenden Prozess zehn von elf schwarzen potenziellen Geschworenen ohne weitere Begründung abgelehnt hatte.

Dienstag, 14. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Südafrika: In einer Sondersitzung des südafrikanischen Parlaments wird Vizepräsident Jacob Zuma wegen Korruptionsverdachts durch Präsident Thabo Mbeki seines Amtes enthoben.
  • Zürich/Schweiz: Bei einer Pressekonferenz im Universitätsspitals Zürich (USZ), gibt der Chirurg Marko Turina zu, bei der Patientin Voser in einem Telefongespräch die Blutgruppe eines Spenderherzen falsch verstanden zu haben. Die darauf erfolgte Transplantation endete mit dem Tod der Patientin. Sämtliche Sicherheitsüberprüfungen haben versagt.

Mittwoch, 15. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Confed Cup: Deutschland gegen Australien

Donnerstag, 16. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paris/Frankreich: Bei der seit Montag stattfindenden 46. Internationalen Luftfahrtausstellung in Le Bourget bei Paris erreicht das Gesamtvolumen der Neubestellungen bei den beiden Großkonzernen Airbus und Boeing die Marke von 40 Milliarden US-Dollar.

Freitag, 17. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ramadi/Irak: Ein Bombenanschlag in der Stadt Ramadi tötet fünf US-Soldaten. Als Reaktion darauf, so berichten Einheimische, schießt die US-Armee Granaten auf einen Minibus. Dabei kommen acht Frauen und Mädchen zu Tode.
  • Teheran/Iran: Die Wahlberechtigten im Iran wählen einen neuen Präsidenten, der die Nachfolge des seit 1997 amtierenden Reformers Mohammad Chatemi antreten wird. Chatemi darf nach zwei vierjährigen Amtszeiten nicht mehr antreten. Die größten Aussichten auf einen Erfolg werden Ali-Akbar Hāschemi Rafsandschāni zugesprochen, der das Präsidentenamt bereits 1989–1997 innehatte. Mehrere Reformkandidaten wurden nicht zur Wahl zugelassen.


Sonntag, 19. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montag, 20. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beirut/Libanon: Das demokratisch-nationalistische Wahlbündnis unter Führung von Saad Hariri, dem Sohn des im Februar 2005 ermordeten früheren Premiers Rafiq al-Hariri, gewinnt nach Auszählung aller Stimmen eine absolute Mehrheit von 72 Sitzen im 128 Sitze umfassenden libanesischen Parlament. Hisbollah und Amal erreichen 35 und die Partei von Ex-General Michel Aoun 21 Sitze.

Dienstag, 21. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beirut/Libanon: Bei einem weiteren Bombenanschlag auf einen prominenten libanesischen Politiker kommt der frühere Chef der kommunistischen Partei, George Hawi, ums Leben.

Mittwoch, 22. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Donnerstag, 23. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Yaren/Nauru: Der nauruische IWC-Abgesandte Marcus Stephen dementierte die Vorwürfe Australiens, Naurus Stimme bei der Abstimmung über die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs am IWC-Kongress in Ulsan an Japan verkauft zu haben. Australien hatte am Vortag mit diplomatischen Konsequenzen gedroht.

Freitag, 24. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mahmud Ahmadinedschad

Samstag, 25. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klagenfurt/Österreich: Den Ingeborg-Bachmann-Preis gewinnt Thomas Lang für den Text Am Seil.
  • Kunduz/Afghanistan: Bei einer Explosion in einem Munitionslager im Nordosten Afghanistans kommen zwei Angehörige des ISAF-Kontingents der deutschen Bundeswehr und fünf Zivilisten ums Leben, weitere Personen wurden teils schwer verletzt.
  • Sofia/Bulgarien: Bei den Parlamentswahlen in Bulgarien gehen die oppositionellen Sozialisten Prognosen zufolge mit etwa 32 % der Stimmen als stärkste Kraft hervor. Die bisherige Regierungspartei „Nationale Bewegung“ fällt auf rund 20 % zurück.

Sonntag, 26. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montag, 27. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Italien: Italienische Ermittler fordern die Auslieferung von 13 CIA-Agenten, die 2003 den islamischen Geistlichen Osama Mustafa Hassan aus Italien entführt und nach Ägypten verschleppt haben sollen. Der Geistliche, der 2004 wieder entlassen wurde, wurde während seiner Entführung mit Elektroschocks gefoltert.

Dienstag, 28. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittwoch, 29. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Donnerstag, 30. Juni 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spanien im Juni 2005
(Bougainvillea spectabilis)
 Commons: Juni 2005 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rapid Wien − Austria Wien 1:3 (1:1). In: austria-archiv.at, Franz E. Frania. Abgerufen am 3. August 2017.
  2. Europa bekommt das Musterkraftwerk. In: Zeit Online. 29. Juni 2005, abgerufen am 17. September 2016.
  3. Seligsprechungsprozess (2005–2011) − Heiligsprechungsverfahren (2011–2014): Papst Johannes Paul II. In: vaticanhistory.de, Martin Marker. Abgerufen am 17. September 2016.
  4. Bank of America to Acquire MBNA. In: bankofamerica.com. 30. Juni 2005, abgerufen am 23. April 2017 (englisch).