Junkers K 30

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Junkers K 30 / R 42 / JuG-1
Typ: Bombenflugzeug
Entwurfsland: Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich
Hersteller:

Junkers Flugzeugwerke

Erstflug: 1925
Indienststellung: 1926
Produktionszeit:

1925–1927

Stückzahl: 30

Bei der Junkers K 30 handelt es sich um die militärische Variante des Verkehrsflugzeugs Junkers G 24.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spanien, Chile und die Sowjetunion zeigten Interesse an einem solchen Typen. Die K 30 wurde in Limhamn, Schweden von der AB Flygindustri zusammengebaut aus Teilen, die von Dessau geliefert wurden. Lediglich der Prototyp wurde in Dessau komplett hergestellt und auch eingeflogen, weil der Bau von militärisch einsetzbaren Flugzeugen 1925 in Deutschland noch verboten war.

Von den in Limhamn gefertigten 30 Exemplaren wurden 23 in die UdSSR verkauft, wo sie im Montagewerk Fili zum Teil auch bewaffnet wurden. Dieses Modell erhielt die Typenversion R 42 und wurde ab 1926 von den sowjetischen Streitkräften als JuG-1 geflogen, 1931 ausgemustert und als ziviles Passagier- und Frachtflugzeug weiterverwendet. Im Sommer 1928 beteiligte sich die JuG-1 „Krasni Medwed“ als Bordflugzeug des Eisbrechers Krasin an der Rettung der Besatzung des im Polargebiet verunglückten Luftschiffes Italia.

Sechs Exemplare gingen nach Chile, eines erhielt Spanien.

Die K 30 war mit je 228 kW starken Junkers L 5 ausgerüstet und konnte als K 30w statt des normalen Fahrgestells auch mit Schneekufen oder Schwimmern ausgerüstet werden. Die Besatzungsstärke betrug um die vier Mann. Es gab insgesamt drei MG-Stände, zwei in Zwillingsausführung jeweils vorn und hinten auf dem Rumpfrücken, der dritte befand sich auf der Rumpfunterseite und war einziehbar ausgelegt. Jedes MG verfügte über 500 Schuss. Es konnten 500 kg an Bomben oder alternativ ein 45-cm-Torpedo mitgeführt werden.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße K 30[1] JuG-1 JuG-1 (Schwimmerausführung)
Besatzung 5 3–4
Spannweite 29,4 m 29,87 m
Länge 15,7 m 15,10 m 15,50 m
Höhe 5,9 m 5,50 m 6,00 m
Flügelfläche 96,4 m² 94,6 m²
Leermasse 3780 kg 3860 kg 4400 kg
Startmasse 6.500 kg
Antrieb drei wassergekühlte Reihenmotoren Junkers L 5 mit je 228 kW (310 PS) Startleistung
Höchstgeschwindigkeit 200 km/h 190 km/h 175 km/h
Steigzeit 14 min auf 2000 m 7,6 min auf 1.000 m
17 min auf 2.000 m
25 min auf 3.000 m
8 min auf 1.000 m
18 min auf 2.000 m
32 min auf 3.000 m
Gipfelhöhe 5000 m 4500 m
Reichweite 1200 km 850 km
Bewaffnung je ein 7,62-mm-Zwillings-MG in zwei Ständen auf der Rumpfoberseite
ein 7,62-mm-MG im ausfahrbaren Waffenstand an der Rumpfunterseite
Bombenlast 500 kg an Außenlaststationen unter den Flügeln

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helmut Stützer: Die deutschen Militärflugzeuge 1919–1934. E. S. Mittler & Sohn, Herford 1984, ISBN 3-8132-0184-8, S. 188.