Jura-Marmor

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Muster von Jura-Marmor, Typ Jura-Gelb, poliert, Größe des Bildausschnittes ca. 8 × 12 cm. Das Stück zeigt einen Bereich ohne Makrofossilien, in dem allerdings zahlreiche Exemplare von Tubiphytes (bzw. Crescentiella) morronensis erkennbar sind (die etwas dunkleren, „wolkigen“ Bereiche mit den weißen Sprenkeln, vor allem links oben und rechts im Bild).

Jura-Marmor, auch Jura oder Jurakalk bzw. Jura-Kalkstein genannt, ist der Handelsname eines hellgelben bis blaugrauen fossilreichen Kalksteins aus dem oberen Weißjura der Fränkischen Alb im Raum Eichstätt, Treuchtlingen und Petersbuch-Erkertshofen.[1] Frühere Abbaugebiete des Jura-Marmors liegen bei Treuchtlingen und Pappenheim – er wird deswegen auch Treuchtlinger Marmor genannt. Heute (2010) wird dieser Naturstein extensiv im Raum Titting und Kaldorf abgebaut.

Das Abbaugebiet des Jura-Marmors dürfte das größte aktive Abbaugebiet für Naturstein in der Bundesrepublik sein.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein nahezu kompletter Längsschnitt eines Belemniten mitsamt des Phragmokons in der Jura-Gelb-Fassade der Kopenhagener Oper.
Ammonit in der Jura-Gelb-Fassade der Kopenhagener Oper; Durchmesser ca. 15 cm.

Der Name Jura-Marmor ist eine Handelsbezeichnung, deren Namensbestandteil Marmor aus petrographischer (gesteinskundlicher) Sicht unzutreffend ist. Petrographisch handelt es sich um einen fossil­reichen Kalkstein (genauer: „einen Bioklasten-reichen tuberolithischen Schwamm-Biostrom-Kalk“[2]) mit feinkörniger Matrix. Im Natursteingewerbe werden jedoch, da dessen Kunden gewöhnlich nur Granit und Marmor dem Namen nach kennen, aus Marketing- und Vereinfachungsgründen alle mit Kleesalz (Bitterklee) polierbaren Carbonat­gesteine „Marmore“ genannt. Allerdings ist die Bezeichnung Jura-Kalkstein aus geologischer Sicht nicht besser, da sie potenziell für jeden Kalkstein, der im Zeitalter des Jura entstanden ist, stehen kann und somit uneindeutig ist. In geologischer Literatur wird dieser Naturwerkstein deshalb oft unter der Bezeichnung „Treuchtlinger Marmor“ (mit oder ohne Anführungszeichen) erwähnt.

Lithostratigraphisch bilden die im Mittel 1 m mächtigen Bänke des Jura-Marmors (Lokalbezeichnung „Farbschichten“) zusammen mit den Mergel­lagen, durch die sie voneinander getrennt sind, die Petersbuch-Subformation der Treuchtlingen-Formation des Weißjura der Fränkischen Alb.[2] Ihr Alter ist daher bei ca. 155 Millionen Jahren (Kimmeridgium, Oberjura)[3] anzusetzen. Die Mächtigkeit des nutzbaren Vorkommens innerhalb des Weißjura beträgt ca. 50 m.

Häufig vorkommende, mit bloßem Auge (makroskopisch) sichtbare Fossilien sind Kieselschwämme, Ammoniten und Belemniten. Ebenfalls augenfällig sind Massenvorkommen des systematisch unsicher einzustufenden Mikrofossils Tubiphytes (oder Crescentiella) morronensis, die sich auf polierten Anschnitten in Form dunklerer, „wolkiger“ Bereiche mit charakteristischer weißer Sprenkelung äußern.[4] Die dichte Matrix des Gesteins wurde von Mikroorganismen erzeugt (daher als Mikrobialith bezeichnet), jedoch wahrscheinlich nicht vorwiegend, wie es in der Literatur mitunter angedeutet wird, durch Kolonien von einzelligen Algen und/oder Cyanobakterien („Blaualgen“), sondern unter lichtarmen Bedingungen.[5] Zwar weist die Matrix eine teils thrombolithische, teils stromatolithische Mikrostruktur auf, die typisch für Kalkkrusten von (Blau-)Algenmatten sind, jedoch muss aufgrund palökologischer Überlegungen angenommen werden, dass der Jura-Marmor, unter anderem wegen der deutlichen Dominanz von Schwämmen gegenüber riffbauenden Korallen, in relativ tiefem Wasser, unterhalb von mindestens 50 Metern, unter lichtarmen Verhältnissen gebildet wurde.[5] Der Nachweis sogenannter kryptischer Mikrobialithe, d. h. unter lichtarmen Bedingungen in Kavernen rezenter Korallenriffe mikrobial gebildeter Kalkkrusten, mit sehr ähnlicher Mikrostruktur und Isotopenkomposition (δ18O, δ13C) stützt diese These.[5] Die gräulichen Varianten des Jura-Marmors enthalten Pyrit, teils in Form von makroskopisch sichtbaren, typisch goldglänzenden Einschlüssen – in den gelblichen Varianten ist der Pyrit zu „Limonit“ oxydiert.

Der Jura-Marmor ist nicht mit dem Solnhofener Plattenkalk zu verwechseln, der geologisch nur wenig jünger ist und geographisch in der gleichen Region verbreitet ist wie der Jura-Marmor. Der Solnhofener Plattenkalk ist ein in dünne Platten spaltbarer, sehr feinkörniger Kalkstein, der vor allem durch seine detailreich erhaltenen Fossilien – speziell durch die allgemein populäreren Wirbeltier­fossilien und insbesondere durch den „Urvogel“ Archaeopteryx – und seine Eignung als Druckplatte in der Lithografie (Steindruck) bekannt ist. Jura-Marmor hingegen ist unter anderen Umweltbedingungen entstanden, weist deshalb eine anders zusammengesetzte Fossilfauna und -erhaltung auf und kann auch nicht in dünne Platten gespalten werden.

Jura-Marmor als Kulturgut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den Anfängen der menschlichen Besiedlung wird Jura-Marmor als Baustoff verwendet. Die leichte Abbaubarkeit des Gesteins war in früheren Zeiten für den Bau von Burgen und Häusern der Oberschicht ein wichtiges Siedlungskriterium.
Früher wurden deshalb vor allen Dingen massive Stücke gebrochen, um daraus Mauersteine zu gewinnen. Die Bedeutung als Dekormaterial für den Innenraum war noch relativ selten. Erst die Technik, die Oberflächen des Steines mit Bitterklee zu polieren, führte dazu, dass Jurakalk in Sakralbauten verstärkt für Säulen oder Altäre im Innenbereich verwendet wurde.
Zahlreiche historische und moderne Bildhauer schufen Bildwerke aus diesem Kalkstein. Insbesondere der Eichstätter Dom zeigt hervorragende historische Bildwerke und gestaltete Werksteine von europäischem Rang aus Jura-Marmor.

Abbau- und Wirtschaftsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wird angenommen, dass der erstmalige großflächige Abbau von Jura-Marmor beim Bau der Willibaldsburg (1351–1365) stattfand. Ende des 18. Jahrhunderts waren auf Karten von Eichstädt Steinbrüche im Stadtgebiet eingezeichnet. Ein erster Beleg für einen Steinbruchbetrieb findet sich in einem Vertrag von Leo von Klenze mit dem Eichstätter Steinbruchbesitzer und Steinmetzmeister Anton Wagner für den Bau der Regensburger Walhalla aus dem Jahre 1825.

Als die Treuchtlinger Marmorwerke AG im Jahr 1911 gegründet wurde, begann der industrielle Abbau des Jura-Marmors für Brückenbauten, Denkmäler, Futtertröge, Zaunpfosten und Pflastersteine. Die Weltwirtschaftskrise von 1929 wirkte sich auch in der Steinindustrie in sinkenden Absätzen und Freisetzung von Arbeitskräften aus und der danach folgende Aufschwung hielt lediglich bis 1939 mit Lieferungen für Monumentalbauten der Nationalsozialisten an, wie mit Bauten auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände aus Jura-Marmor. Im Zweiten Weltkrieg ging die Werksteinproduktion darnieder und nach dem Kriegsende wurden die Firmen, die früher vor allem Solnhofener Plattenkalk verarbeiteten, auch im Abbau von Jura-Marmor aktiv. Die Steinbruchgebiete in Petersbuch-Erkersthofen wurden Mitte der 1950er Jahre erschlossen und später diejenigen im Gemeindegebiet von Titting.

Die erste große Rezession in der Nachkriegszeit in der Bundesrepublik in den Jahren 1966/1967 führte zu einem starken Rückgang der Umsätze von Naturstein. Im darauf folgenden Bauboom gegen Ende der 1960er Jahre prosperierten die steinverarbeitenden Betriebe im Juragebiet. Ab Mitte der 1970er Jahre standen sie jedoch zunehmend in Konkurrenz mit der italienischen Steinindustrie, die mit Marmor auf dem bundesdeutschen Markt erfolgreich war. Durch den Zusammenbruch des sozialistischen Lagers durchlebten die Jura-Betriebe bis Mitte der 1990er Jahre einen Absatz-Aufschwung. In den 1990er Jahren war Jura-Marmor in arabischen Ländern, vor allem in Saudi-Arabien, in Großprojekten nachgefragt. Im Zuge der globalisierten Wirtschaft stellte sich eine verstärkte Konkurrenz aus Indien und China ein, die durch ihre Billigpreis-Politik im Wettbewerb zu wirtschaftlichen Problemen der steinverarbeitenden Betriebe nicht nur im Jura-Gebiet führte.

Die Finanzkrise von 2008 wirkt sich zum heutigen Tage (2010) auf die steinverarbeitenden Betriebe aus und Betriebe im Raum des Jura-Gebietes gerieten durch die mangelnde Exportnachfrage in finanzielle Schwierigkeit bis hin zur Insolvenz.[6]

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bekannteste Variante des Jura-Marmors ist Jura-Gelb. Die gelbe Farbe kommt durch den Anteil an Limonit zustande. Die zweithäufigste Variante ist Jura-Grau. Wie der Name sagt, herrschen hier graue Farbtöne vor. Mit Jura-Bunt wird Material, das aus den Grenzflächen von zwei Gesteinsbänken zwischen den grauen und gelben Varietäten abgebaut wird, bezeichnet. Seltenere Farben sind Jura-Nussbraun, eine eher bräunliche Variante, und Jura-Rahmweiß, die aus einer hellgelben Zone gewonnen wird. Als Jura-Travertin wird dieses Gestein bezeichnet, wenn es gegen das Lager aufgesägt wird und dabei eine Struktur zeigt, die dem Gestein Travertin ähnelt.

Oft werden sogenannte „Risse“ im Jura-Marmor bemängelt, die aber aus natürlichen transparenten Calcitadern bestehen und keinen technischen Mangel darstellen. Wie bei vielen anderen Organokalken ist eine 100%ig homogene Politur nicht möglich.

Eigenschaften als Baustein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jura-Marmor wird im großen Umfang als Baustein im Innenbereich und selten als Außenfassade verwendet.

Innenbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Werk-, Mauer- und Bausteinen, wurde Jura-Marmor früher in herrschaftlichen Häusern auch für den dekorativen Innenausbau von klerikalen und profanen Bauwerken benutzt. Es wurden Verblendungen, Waschtische, Treppengeländer und Skulpturen daraus hergestellt.

Die Herstellung von Boden- und Treppenbelag war in vorindustriellen Zeiten allerdings äußerst mühsam. Die gebrochenen Platten wurden grob vorbearbeitet und dann mit einem Eisenklotz und feinem Sand per Hand geschliffen. Abschließend wurde entweder poliert oder der Boden wurde mit Schmierseife „satt“ eingelassen.

Mit Beginn der industriellen Revolution fand der mittlerweile maschinell bearbeitete Jura-Marmor Einzug in den „Baualltag“. Fensterbänke, Bodenbeläge und Wandverkleidungen wurden im großen Umfang hergestellt. Noch heute assoziieren viele Jura-Marmor mit dem typischen Fensterbankmaterial der Nachkriegszeit.

Mittlerweile ist der in Deutschland etwas aus der Mode gekommene Jura-Marmor ein Gestein, das im Ausland durch seine Fossilien und mediterrane, warmtonige Optik immer beliebter geworden ist. Durch den üblicherweise geringen Anteil an tonigen Lagen, die nur in den Grenzen der einzelnen Gesteinsschichten auftreten, ist Jura-Marmor sehr gut für Fußbodenheizungen geeignet.

Außenbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht jede Bruchlage des Jura-Marmors eignet sich für den Einsatz in Außenbereichen und hierfür sind bestimmte Bruchlagen auszuwählen.

Bei einer Außenverwendung können bei Jura-Marmor keine so genannten Imprägnierungen, Steinsiegel oder Nanobeschichtungen verwendet werden, da sie i. d. R. die kapillare Leitfähigkeit zerstören und zu einer drastischen Verschlechterung der Frostbeständigkeit führen. Auf diese Tatsache wird mit einem ausdrücklichen Haftungsausschluss durch Fachfirmen hingewiesen. Abplatzungen treten nicht sofort auf, sondern meist erst nach drei bis fünf Jahren.

Steinseife hingegen hat einen patinierenden Effekt ohne die oben genannten Nachteile. Es bildet sich zwar auch eine abdeckende Schicht aus Kalkseife, diese ist aber „weich“ und macht bei „Druck“ von unten einfach Platz.

Bodenbeläge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jura gelb ist nur bedingt frostfest. Das bedeutet, dass die Unterkonstruktion beim Einbau eine große Rolle spielt. Terrassenplatten, die in Splitt verlegt werden, oder auf Anker freihängende Fassadenplatten frieren nicht auf. Sollte aber Jura-Marmor im Mörtelbett verlegt werden, ist an der Grenzfläche zum Mörtel generell mit Abplatzungen zu rechnen. Ursache hierfür ist die Alkalität des Mörtels, der an der Grenzfläche die (zwar geringe) Eisenbindung zerreißt. Zu beachten ist, dass die Prüfung der Frostfestigkeit nur das Gestein betrifft, nicht die Gesamtkonstruktion (siehe DIN EN 1341-44).

Massivbauteile im Garten- und Landschaftsbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Verwendung als Massivbauteil ist Jura Gelb besonders geeignet. Wie bei jedem Kalkstein ist eine polierte Oberfläche bei Regen nicht beständig. Blockstufen und Pflasterplatten wurden seit Jahrhunderten im Eichstätter Gebiet erfolgreich eingebaut. Zahlreiche Burgen, Schlösser, Kirchen und weitere Bauwerke wurden aus massiven Werksteinen aus Jura-Marmor gebaut und trotzen der Verwitterung, dabei spielt die Materialstärke eine entscheidende Rolle.

Reinigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kalkstein, insbesondere der Jura-Marmor, ist gegenüber einer Reihe von Reinigungsmitteln und -verfahren empfindlich. Es ist deshalb besondere Sorgfalt geboten, um den Stein vor Beschädigungen zu bewahren.

Absolut ungeeignet sind saure Reinigungsmittel, wie beispielsweise Essigreiniger, WC–Reiniger oder andere entkalkende Mittel, da sie den im Stein enthaltenen Kalk zersetzen. Hochalkalische Produkte, wie z. B. Grüne Seife oder professionelle Grundreiniger, die auf Natronlauge oder Kalilauge basieren, sind ebenfalls generell nicht zugelassen, weil sie die im Stein eingelagerten Bestandteile der Fossilien angreifen. Hochgradige Lösemittel, wie Benzin oder Terpentin entfernen unter Anderem die Pflegeschichten und können daher zu einer starken Aufhellung führen.

Eine saubere Verlegung ist die einfachste Möglichkeit, eine Bauabschlussreinigung zu vereinfachen. Die bei Graniten üblichen Zementschleierentferner sind sauer und deshalb für Jura-Marmor nicht geeignet. Um allgemeine Bauschmutz zu entfernen, können alkalische Universalgrundreiniger auf Ammoniakbasis (pH-Wert 7–10,5) verwendet werden. Wichtig ist, dass die Gesamtkonstruktion (Mörtel und Naturstein) ausgehärtet ist, bevor mit der Reinigung begonnen wird. Der Bodenbelag ist vor Reinigung mit Wasser bis zur Sättigung vorzunässen. Überschüssiges Wasser ist mit einem Gummiabzieher zu entfernen. Danach kann die Reinigungsflotte z. B. mit einer Gießkanne auf den Boden gegeben werden. Mit einer weichen Bürste ist mechanisch zu unterstützen. Nach ca. 5 Minuten nochmals bürsten. Danach ist die Schmutzflotte aufzunehmen und mindestens zweimal mit klarem Wasser nachzuspülen.

Die älteste Methode, Jura-Marmor zu pflegen, ist die Verwendung eines klassischen Seifenreinigers, wie er schon bei den Sumerern verwendet wurde. Der langsame Aufbau von sogenannten Kalkseifen ist die beste Möglichkeit, eine seidenmatte und farbtonintensive Optik zu erlangen. Durch den leichten Schichtaufbau ist der Stein mit natürlichen Mitteln gut geschützt. Allerdings dauert es einige Zeit, bis der Jura-Marmor die notwendige Patina bekommt.

Die mechanische Unterstützung ist mit einem klassischen Baumwollmob gut durchführbar. Mikrofasersysteme sind bei dieser pflegenden Reinigung leider nicht geeignet. Bei Bedarf kann dann der Naturstein mit einer Bürstenmaschine aufpoliert werden. Mit dem bei der Bauabschlussreinigung beschriebenen System ist die Patina i. d. R. wieder entfernbar.

Nachteilig ist jedoch, dass mit dieser Methode Schichten aufgebaut werden können, die im ungünstigsten Fall die eingestellte Rutschsicherheit überdecken. Deshalb ist nach endlicher Zeit auf einen synthetischen Seifenreiniger zu wechseln.

Polymerwischpflegemittel enthalten Kunststoffanteile, die redispergierbar sind. Sie sollten erst nach Abschluss aller chemischen Vorgänge in der Unterkonstruktion verwendet werden, da es durch kontaminiertes Wasser zu Abmehlvorgängen kommen kann.

Die rationellste und gründlichste Reinigung erfolgt mit einem Scheuer-Saug-Automaten. Die mechanische Unterstützung ist mit einer „Hoch-Tief-Bürste“ mit Borsten von 0,3 und 0,5 mm durchzuführen. Pads sind nicht zu empfehlen.

Theoretisch können die gleichen Reinigungsmittel eingesetzt werden wie im Innenbereich. Allerdings ist vor dem Einsatz von Chemikalien im Außenbereich grundsätzlich bei der örtlichen Gewässerschutzbehörde zu erfragen, was erlaubt ist, da üblicherweise Oberflächenwasser anderen Vorschriften unterliegen als die Abwässer aus Gebäuden.[7][8][9]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jura-Marmor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friedrich Müller: INSK kompakt. Die aktuelle Naturwerksteinkartei für den aktuellen Markt. Blatt 69.1 und 67.5. Ebner Verlag Ulm. 1. Auflage 1997.
  2. a b Birgit Niebuhr, Thomas Pürner: Plattenkalk und Frankendolomit – Lithostratigraphie der Weißjura-Gruppe der Frankenalb (außeralpiner Oberjura, Bayern). Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, Nr. 83. Schweizerbart (in Kommission), Hannover 2014, ISBN 978-3-510-49232-9 (Abstract)
  3. Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.; Koordination und Gestaltung: Manfred Menning, Andreas Hendrich): Stratigraphische Tabelle von Deutschland 2016. Deutsches GeoForschungsZentrum, Potsdam 2016, ISBN 978-3-9816597-7-1 (online)
  4. Baba Senowbari-Daryan, Ioan I. Bucur, Felix Schlagintweit, Emanoil Săsăran, Jacek Matyszkiewicz: Crescentiella, a new name for “Tubiphytesmorronensis CRESCENTI, 1969: an enigmatic Jurassic – Cretaceous microfossil. Geologia Croatica. Bd. 61, Nr. 2–3, 2008, S. 185–214, (online); Anmerkung: In dieser Arbeit ist mit Bezug auf süddeutsche Vorkommen bisweilen von „Plattenkalk“ die Rede (z. B. in der Bildunterschrift zu Abb. 1), jedoch geht aus den Angaben im Abschnitt „Material and Methods“ (S. 186) relativ klar hervor, dass aus Deutschland ausschließlich Proben aus „Treuchtlinger Marmor“ untersucht wurden.
  5. a b c Helmut Keupp, Angela Jenisch, Regina Herrmann, Fritz Neuweiler, Joachim Reitner: Microbial Carbonate Crusts – a Key to the Environmental Analysis of Fossil Spongiolites? Facies. Bd.29, Nr. 1, 1993, S. 21–54, doi:10.1007/BF02536916 (alternativer Volltextzugriff: GoeScholar); siehe auch darin zitierte Literatur.
  6. Die Wirtschaftsgeschichte von Solnhofener Platten und Jura- Marmor auf solnhofen-fossilienatlas.de. Abgerufen am 17. Juli 2010
  7. Herbert Fahrenkrog: Naturstein im Alltag. Fragen & Antworten. In: Magna Newsletter komplett, S. 84–89. 1. Aufl. 2007. Hrsg. v. d. Firma Magna. Callwey Verlag München, o. A.
  8. Behandlung von Jura-Kalkstein. Merkblatt 48. Hrsg. v. der Firma Lithofin, abgerufen am 15. Dezember 2014
  9. Pflegeanleitung von Naturstein und Fliesen auf fleckstop.de, abgerufen am 15. Dezember 2015