Juri und Miranha

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Isabella aus dem Volk der Miranha, Bild aus dem Atlas zum Reisebericht von Spix und Martius

Juri und Miranha sind zwei Indianerkinder aus Brasilien, die 1820 von den beiden Naturwissenschaftlern Johann Baptist Spix und Carl Friedrich Philipp Martius nach München gebracht wurden. Die wirklichen Namen der beiden Kinder sind nicht überliefert, Juri (= Yuri) und Miranha sind die Namen der indigenen Völker von denen sie stammten. Sie wurden auf die Namen Johannes (Juri) und Isabella (Miranha) getauft. Die beiden waren der Schaulust der Bevölkerung ausgesetzt und sind schon bald verstorben, Juri am 11. Juni 1821, Miranha am 20. Mai 1822 (beide in München).[1] Das Schicksal der beiden Kinder wurde auch in einer romanhaften Erzählung aufgegriffen.[2]

Die Brasilienreise von Spix und Martius[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes aus dem Volk der Juri, Bild aus dem Atlas zum Reisebericht von Spix und Martius

Der Zoologe Spix und der Botaniker Martius unternahmen 1817 bis 1820 eine bedeutende Forschungsreise durch Brasilien.[3] Auf dieser Reise sammelten sie jegliche Art von naturkundlichen Objekten (Tiere, Pflanzen, Gesteinsproben, Ethnographica etc.). Ihrem Auftrag[4] entsprechend waren sie auch besonders um die Erforschung der indigenen Kulturen bemüht und berichteten über die Völker, die sie kennen gelernt hatten, brachten Gegenstände des täglichen Lebens ebenso wie Kultgegenstände, Wortlisten, Skizzen und Berichte mit. Nach Zerries[5] haben Spix und Martius über 39 indigene Völker berichtet bzw. von ihnen Ethnographica mitgebracht.

Man kann annehmen, dass es auch dem Auftrag des Königs entsprach, lebendige Kinder aus Brasilien mitzubringen.[6] Dafür spricht, dass dies dem damaligen allgemeinen Usus entsprach.[7][8] Schon im ersten Teil ihrer Reise schrieben Spix und Martius in einem Brief (Villa Rica, 26. April 1818) an den Gesandten von Steinlein, der in München auszugsweise in der Zeitung gedruckt wurde "Wir haben einen wilden Coroaden […] mitgenommen, und solchen auch glücklich nach Villa Rica gebracht. Wenn er nicht noch auf der Reise durchgeht, so gedenken wir ihn mit nach Europa zu bringen."[9][10] Königin Caroline schrieb in einem Brief, dass der König sich noch so viel von Juri erwartet hätte („[...] le Roi était bien affecté hier de la crainte de perdre ce pauvre Schouri [= Juri] don’t il se promet beaucoup de satisfaction [...]“)[11][12] außerdem waren Spix und Martius direkt nach ihrer Rückkehr zu einer längeren Audienz am Königshof.[13]

Spix und Martius hatten geplant acht Kinder von Brasilien mitzubringen, die anderen sind jedoch schon auf der Reise (zwei davon auf der Überfahrt nach Europa, siehe weiter unten) verstorben.[14][15] In der Presse wurde damals geschrieben: „... als Beleg und Gegenstand weiterer Forschung waren beyde Gelehrte darauf bedacht gegen acht Individuen von verschiedenen Stämmen und Sprachen mit sich nach Europa zu bringen.“[15] An anderer Stelle ist von sechs Eingeborenen die Rede, die die beiden mitbringen wollten.[16]

Wie kamen die Kinder zu Spix und Martius?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martius erhielt die beiden Kinder als er sich von Spix im Amazonasgebiet getrennt hatte und mit Kapitän Zani (ein ortskundiger Weißer, der Martius unterstützte) reiste.

Porto dos Miranhas
Originalskizze des Ortes wo die indigene Miranha (später Isabella genannt) zu Martius kam. Diese Skizze von Martius wurde später auch für den Atlas des bekannten Reiseberichtes verwendet.
Miranha oder Isabella, Zeichnung von P. Lutz (?). Die Beschriftung von der Hand Martius' entspricht nicht den sonst überlieferten Fakten. Sowohl die Herkunft von Miranha als auch das Sterbedatum stimmen nicht.

Miranha (Isabella): Martius musste in „Porto do Miranhas“ einen unfreiwilligen Halt von einigen Tagen machen, um dort ein neues Boot bauen zu lassen und da sein Begleiter, Kapitän Zani schwer krank war. Der Häuptling der kleinen Ortschaft nannte sich Joâo Manoel und erbot sich Rudersklaven und Kinder für Martius einzufangen, er hatte zu diesem Zweck stets Krieger bereit.[17] Offensichtlich hat Martius ihm dazu den Auftrag gegeben. In einem Bericht an den König verglich Martius den Häuptling Joâo Manoel mit „Negerfürsten, die im Kriege gemachten Gefangenen an die Weißen zu verkaufen“.[18] Auch in seinem Buch über den "Rechtszustand unter den Ureinwohnern" beschreibt er, dass Miranhas und andere Völker im Amazonasgebiet Kriegsgefangene zu Sklaven machen und an die "Weissen" verkaufen.[19] Spix und Martius haben auch Sklaven zu ihrer Unterstützung gekauft und darüber berichtet.[20][21]

Später jedoch hat Martius in dem bekannten Reisebericht die Ereignisse so dargestellt, als hätte er Isabella vom Häuptling Manoel geschenkt bekommen und nur angenommen um sie vor dem sichern Tod zu retten.[22][23] Warum Martius später unter der großformatigen Zeichnung von Miranha schreibt, dass er sie von „Sr. Man. Joaq. do Pacu Governador von Rio Negro erhalten“ habe erscheint völlig unklar.[24][23] Dass sich diese Angabe auf die Erstellung der Zeichnung bezogen hätte, erscheint schon alleine unwahrscheinlich wegen des großen Formates (47,5 × 38 cm).

Juri oder Johannes, Zeichnung von P. Lutz. Handschriftliche Legende von Martius mit falschem Todesdatum

Juri (Johannes): Im Reisebericht schreibt Martius nur ganz kurz: „[...] kam ich glücklich nach Manacapurú, [...] Hier stieß ein junger Juri, von der Familie Comá-Tapuüja, zu der Mannschaft, welcher uns nach München begleitet, leider aber, wie seine Gefährtin, die junge Miranha, den Wechsel des Klima und der übrigen Aussenverhältnisse mit dem Leben bezahlt hat.“[25] Der Ort dürfte in bzw. nahe dem heutigen Manacaparu (etwas oberhalb von Manaus) sein. Aus einem Brief der bayerischen Königin Karoline an ihre Mutter über die beiden Kinder kurz nach ihrer Ankunft in München können wir entnehmen, dass Juri für zwei Äxte gekauft worden sei,[26][27] und, dass sein Vater ein Häuptling gewesen sei, der im Kampfe umgekommen sei (siehe auch[16]). Näheres erfahren wir aus einem Eintrag im Tagebuch von Martius viele Jahre später, das nicht zur Veröffentlichung gedacht war: „Als ich aus dem Yapurá nach Maracaprú zurückkehrte, [...] führte mir der Factor auf seines Herrn Befehl die Indianer vor, aus den ich einen auswählen durfte, den ich in Europa zeigen und dann zur europäischen Menschlichkeit zu erziehen mich vermaß. Am Morgen vor der Abreise stellte sich im Hofe, vor dem Wohnhaus die Reihe der männlichen Indianer auf und ich wählte.“[28][29][30] Martius schreibt darin auch, dass ihm der Blick des Vaters von Juri folgte, dass er diesen Blick nicht vergessen habe und dass er Gewissensbisse hatte, insbesondere als Juri dann starb. „Als [. . .] der Knabe in München an der Lungensucht starb, da kam es wie ein schweres Gewicht über mich! [. . .] Durch eine Übelthat bin ich zum Menschenfreund geworden.“[30]

Reise nach München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spix, Martius und die beiden Kinder fuhren den Amazonas abwärts bis Belem, von wo sie am 14. Juni 1820 mit einem Schiff nach Europa aufbrachen. Die Reise stand nach Martius unter einem schlechten Stern wegen eines tyrannischen Kapitäns, der Spix und Martius nicht gestattete die Indianerkinder sowie die mitgebrachten lebenden Pflanzen und Tiere mit Wasser und Nahrung zu versorgen.[31] Nach dem Reisebericht starben auch zwei weitere Indianerkinder auf der Reise, von denen wir sonst nichts erfahren. Laut Martius war der Kapitän dafür verantwortlich. Spix, Martius und die Indianerkinder kamen am 23. August in Lissabon an und begaben sich auf dem Landweg über Madrid, Barcelona, Lyon und Straßburg nach München,[31][32] welches sie am 8. Dezember erreichten.[33] Die ersten Tage übernachteten die beiden Wissenschaftler mit den Indianerkindern im Gasthof zum Goldenen Hahn in der Weinstraße.[34]

Leben in München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herzog Max Burg
Herzog-Max-Burg, Blick vom heutigen Lenbachplatz; hier wohnten Juri und Miranha mit Spix und Martius in München. Das Gebäude wurde im 2. Weltkrieg zerstört.

Bald nach ihrer Ankunft in München lebten Juri und Miranha gemeinsam mit Spix, Martius, einer Witwe, die den Haushalt führte, sowie Dienstboten (zwei Dienstmädchen und einem Diener) in der Maxburg, einem Gebäude, das ihnen der König zur Verfügung stellte. Die Indianerkinder schliefen im selben Zimmer wie Spix und Martius.[35][36] Juri lebte vermutlich bis zu seinem Tod bei Spix und Martius in der Maxburg, Miranha war später wohl zeitweise bei der Hofpfistermeisterswitwe Kreszenz Jacobi untergebracht, die Räume vermietete.[37] Berichte, nach denen Juri bei Herzog Max untergebracht wurde, beruhen wohl auf einem Missverständnis.[38]

Anfangs, sowohl im Gasthof zum Goldenen Hahn als auch in der Maxburg, kamen viele Münchner Bürger um die Kinder zu sehen.[34] Die Kinder wurden verschiedentlich in den Tageszeitungen erwähnt und beschrieben. Besondere Aufmerksamkeit erregte die Tätowierung im Gesicht von Juri, die schwarzen Haare, die braune Haut, der kräftige Körperbau und die Tatsache, dass die Kinder nicht miteinander kommunizieren konnten, da sie verschiedene Muttersprachen hatten.[39] Juri wurde als lebhafter und hübscher als Miranha beschrieben. Das Alter der Kinder wurde meistens zwischen 10 und 15 Jahre geschätzt, Miranha wurde meist etwas jünger geschätzt.[40] Das Volk der Miranhas wurde meist als sehr negativ („Menschenfresser“) bezeichnet, während dass Volk der Juri als stärker zivilisiert dargestellt wurde.[15][41]

Schon am Tag nach ihrer Ankunft in München waren Spix, Martius und die Kinder am königlichen Hof zu einer längeren Audienz bei der königlichen Familie.[33]

Da die Reisenden im Winter nach München kamen ist es nicht verwunderlich, dass die Kinder sehr an der Kälte litten und bald Husten und Brustinfektionen hatten. Juri wurde mehrfach zur Ader gelassen, was der damaligen medizinischen Praxis entsprach, dabei schien er teils Angst zu haben, dass die Ärzte ihm nach dem Leben trachteten indem sie ihm immer wieder Blut abzapften. Aber dann gewann er angeblich Vertrauen.[42] Auch Spix und Martius litten an den kalten Wintertemperaturen, sie mussten mehrfach um Holz ansuchen.[43]

Johann Andreas Schmeller, besuchte die beiden Wissenschaftler und die Kinder am 27. Dezember 1820. Juri, den Schmeller als einen Knaben „mit recht einnehmenden Zügen“ beschrieb, war zu diesem Zeitpunkt krank und reagierte kaum auf seine Umgebung, Miranha dagegen „lächelte recht herzlich dazu“, als Schmeller sie ansprach, und gab auch eine Antwort, die Schmeller aber nicht verstehen konnte. Er vermutete, sie habe nur versucht, seine Worte zu wiederholen.[44] Eine weitere Begegnung Schmellers mit den Kindern fand am 1. Mai 1821 statt, dabei erwähnt er nur Spix, nicht Martius. Er schildert das Ritual des Gutenachtsagens mit Abendsegen, das Spix mit den Kindern absolvierte, und berichtete, dass Spix die beiden an diesem Tag in die Kirche von Maria Eich mitgenommen hatte, wo Juri sich aus Unwissenheit in der Kirche falsch benommen hatte.[44] Auch die Mutter von Martius schien der Meinung zu sein, dass die Kinder für Martius eine Belastung sind und dieser sich wohl nicht so sehr um die Kinder kümmerte (Brief vom 11. Januar 1821).[36]

Es wird berichtet, das beide mit Puppen spielten, und dabei scheinbar nicht verstanden, dass die Puppen eigentlich leblos waren. Miranha verstand mehr portugiesisch als Juri, aber Juri sprach mehr als Miranha und erschien den Erwachsenen gegenüber offener. Von ihr wird berichtet, dass sie sich ihrer Umgebung gegenüber „gefühllos“ verhielt. Sie war sehr geschickt in Handarbeiten, dazu hatte die Königin ihr Leinwand geschenkt.[42]

Nach einem Zeitungsbericht wurden die beiden Indianerkinder vom König unterhalten: „Durch die Großmuth Sr. Majestät des Königs und Ihrer Majestät der Königin werden die beyden jungen Indianer mit Allem, was sie bedürfen, vollständig versehen, und durchaus erhalten.“[42] Aber die Mutter von Martius sorgte sich, dass diesem die entstandenen Kosten nicht ausreichend erstattet würden. Sie schrieb im Februar 1821 an ihren Sohn: „Mache nur, daß Du die Indier vom Halse bekommst [...] Solltest Du für die diesen beiden Fratzen bisher gegebene Kost nicht auf eine andere Weise entschädigt werden; so würde ich solche sauber berechnen und dadurch käme es auch an den Tag, daß Ihr die Kost nicht auf Königl. Rechnung erhieltet [...] in allen Zeitungen steht [...]“[45]

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juri starb am 11. Juni 1821[46][47], also nur ein halbes Jahr nach seiner Ankunft in München. Als Todesursache wurde chronische Lungenentzündung und Lungenvereiterung genannt. Sein Leichnam wurde seziert und von seinem Gesicht wurde ein Wachsabdruck gemacht um eine Totenmaske zu erstellen.[47] Es wurde verschiedentlich behauptet, dass der Kopf von Juri in der Anatomie ausgestellt wurde,[48][49] was jedoch nicht belegt ist und vermutlich auf Missverständnissen beruht.[50]

Sterbebuch, Eintrag im Matrikel: Tod von Miranha

Miranha starb am 20. Mai 1822 an „allgemeiner chronischer Entzündung der Eingeweide des Unterleibs“.[46] Warum Martius auf der großformatigen Zeichnung von Miranha eigenhändig ein falsches Todesdatum (Okt. [1]822) notiert hat ist unverständlich (siehe Abb.).

Grabrelief für Juri und Miranha, von J.B. Stiglmair. Heute im Stadtmuseum München

Beide, Juri und Miranha, wurden im Alten Münchener Südfriedhof beerdigt. Das Grab existiert jedoch nicht mehr.[51][49] Das Grabrelief wurde um 1824 von Johann Baptist Stiglmaier geschaffen. Es befindet sich mittlerweile im Münchner Stadtmuseum. Verschiedentlich wurde darauf hingewiesen, dass die Indianerkinder das kalte Klima nicht vertragen konnten, so stand auch auf dem Grab: „Der Heimat entrückt fanden sie Sorgfalt und Liebe im fernen Welttheile, jedoch unerbittlich des Nordens rauher Winter.“[52]

Die indigenen Völker Yuri und Miranha[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Juri (= Yuri auch Yurí) galten als ausgestorben, es könnten aber noch einzelne Nachkommen dieses Volkes isoliert am Rio Puré im heutigen Kolumbien leben.[53] Ihre Sprache ist denen der Ticuna verwandt,[54] nach Kästner gehört sie zur Aruak-Sprachfamilie, oder, „in manchen Quellen werden die Juri als isoliertsprachiger Stamm bezeichnet.“[55]

Miranha (= Mirana, Miraña) leben heute im Gebiet von Brasilien am mittleren Solimoes und am Japura sowie in Kolumbien. Die beiden Populationen sind nicht in direktem Kontakt aber sie betrachten sich als das gleiche Volk.[56] Die Miranhas in Brasilien sprechen ihre ursprüngliche Sprache kaum noch (sie verständigen sich auf portugiesisch), in Kolumbien wird die ursprüngliche Sprache noch häufiger gesprochen.[56] Sehr ähnlich ist die Sprache der Bora, teilweise werden diese beiden Völker auch als eine Ethnie bezeichnet.[57] Die heutigen Bora leben unter anderem in der Nähe von Iqitos in Peru.[58]

Martius hat eine Liste von Wörtern der Sprachen der beiden Völker publiziert.[59]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. K. Schönitzer: From the New to the Old World. Two indigenous children brought back to Germany by Johann Baptist Spix and Carl Friedrich Philipp Martius. In: Journal Fünf Kontinente. Band 1. München 2015, S. 78–105 (schoenitzer.de [PDF]).
  2. H. Leonhardt: Unerbittlich des Nordens rauher Winter. Eine Geschichte. Weismann Verlag, München 1987, ISBN 978-3-88897-027-6.
  3. Hier nur soweit für das Verständnis dieses Artikels von Bedeutung. Weiteres siehe: Spix und Martius.
  4. J. B. Spix und C. F. P. Martius: Reise in Brasilien auf Befehl Sr. Majestät Maximilian Josef I. König von Baiern in den Jahren 1817 - 1820 gemacht. Band 1. Lindauer, München 1823, S. 5–7.
  5. O. Zerries: Unter Indianern Brasiliens. Sammlung Spix und Martius1817-1820. Innsbruck 1980.
  6. K. Schönitzer: From the New to the Old World. 2015, S. 87.
  7. H. Thode-Arora: Für Fünfzig Pfennig um die Welt. Die Hagenbeckschen Völkerschauen. Frankfurt/M. 1989.
  8. A. Dreesbach: Gezähmte Wilde: Die Zurschaustellung „exotischer“ Menschen in Deutschland 1870 bis 1940. Frankfurt/M. 2005.
  9. Dr. Spix und Dr. Martius: Briefe aus und über Südamerika. Auszug aus dem Schreiben des Dr. Spix und Dr. Martius, an den Königl. Baier. Gesandten am WienerHofe Feldherrrn von Stainlein. In: EOS. Nr. 94. München 1818, S. 378–379.
  10. J. B. Spix, C. F. PH. Martuius: Fünfter Bericht aus Brasilien. In: EOS. Nr. 88, 1818, S. 355.
  11. Übersetzung des Zitats: „Gestern war der König sehr bewegt, dass zu befürchten war, dass der arme Schouri [Juri] sterben könnte, von dem er noch so viel Genugtuung erwartet hätte.“
  12. Königin Caroline, Brief vom 18. Dezember 1820. Siehe Schönitzer 2014 Endnote 20, S. 102
  13. K. Schönitzer: From the New to the Old World. 2015, S. 92–93.
  14. K. Schönitzer: From the New to the Old World. 2015, S. 88.
  15. a b c Anonymus: Über Brasilien. In: EOS, eine Zeitschrift aus Baiern, zur Erheiterung und Belehrung. Nr. 23, 1821, S. 93–95.
  16. a b Anonymus: Miszellen. In: Münchner Politische Zeitung. 12. Dezember 1820, S. 1459–1460.
  17. J. B. Spix und C. F. P. Martius: Reise in Brasilien auf Befehl Sr. Majestät Maximilian Joseph I. König von Baiern in den Jahren 1817–1820 gemacht. Band 3, 1831, S. 1241 ff.
  18. J. B. Spix und C. F. P. Martius: Letzter Bericht der Akademiker Dr. v. Spix und v. Martius aus Brasilien, Lissabon, 8. Oktober 1820. In: Kunst und Literaturblatt aus Bayern, Eine Beilage zur EOS, 1821. Nr. 5. München 1821, S. 19.
  19. C. F. P. von Martius: Von dem Rechtszustande unter den Ureinwohnern Brasiliens. München 1832, S. 26.
  20. K. Schönitzer: Ein Leben für die Zoologie. Die Reisen und Forschungen des Johann Baptist Ritter von Spix. Allitera Ver., München 2011, ISBN 978-3-86906-179-5, S. 68.
  21. J. B. Spix, C. F. Ph. Martius: Fünfter Bericht aus Brasilien. In: EOS. Nr. 84, 1818, S. 338.
  22. C. F. P. Martius: Reise in Brasilien auf Befehl Sr. Majestät Maximilian Joseph I. König von Baiern in den Jahren 1817–1820 gemacht. Band 3, 1831, S. 1264–1265.
  23. a b K. Schönitzer: From the New to the Old World. 2015, S. 86 Endnote 15, 17.
  24. Jörg Helbig (Hrsg.): Brasilianische Reise. 1994, ISBN 3-7774-6550-X, S. 183.
  25. C. F. P. Martius: Reise in Brasilien auf Befehl Sr. Majestät . . . Band 3. München 1831, S. 1277.
  26. Karoline von Baden: Brief an die Mutter. In: Abschrift des Briefes von Prinz Adalbert von Bayern (Hrsg.): Geheimes Hausarchiv München, Nachlass Prinz Adalbert. Band 17, 18. Dezember 1820, S. 384.
  27. K. Schönitzer: From the New to the Old World... In: J. Fünf Kontinente. Band 1, 2015, S. 87 (Endnoten 20, 22, 29, 49).
  28. H. Leonhardt: Unerbittlich des Nordens rauher Winter. 1987, S. 255–257.
  29. K. Schönitzer: From the New to the Old World. 2015, S. 96, Endnote 64.
  30. a b C. F. Ph. Martius: Tagebuch (handschriftlich). In: Bayer. Staatsbibliothek München, Martiusiana II.A.3.4. 1862.
  31. a b C. F. P. Martius: Reise in Brasilien auf Befehl Sr. Majestät . . . Band 3, 1831, S. 1377, 1381, 1383.
  32. K. Schönitzer: Ein Leben für die Zoologie. Allitera, München 2011, S. 143 f.
  33. a b K. Schönitzer: From the New to the Old World. 2015, S. 90 (Endnote 29).
  34. a b Anonymus: Miszellen. In: Münchner Politische Zeitung. 12. Dezember 1820, S. 1460–1461.
  35. Anonymus: Aktennotiz. In: Bayerisches Hauptstaatsarchiv. Fm. 15,530. München 25. März 1821.
  36. a b H. Leonhardt: Unerbittlich des Nordens rauher Winter. 1987, S. 119 ff.
  37. H. Leonhardt: Unerbittlich des Nordens rauher Winter. 1987, S. 179.
  38. K. Schönitzer: From the New to the Old World. 2015, S. 92.
  39. K. Schönitzer: From the New to the Old World. 2015, S. 90.
  40. K. Schönitzer: From the New to the Old World. 2015, S. 89.
  41. Anonymus: Miszellen. In: EOS, Zeitschrift zur Erheiterung und Belehrung. Nr. 7 - 8, Januar 1821, S. 31–32, 35 - 36.
  42. a b c Anonymus: Miszellen. In: EOS, eine Zeitschrift aus Baiern, zur Erheiterung und Belehrung. Nr. 7-8, 25. Januar 1821, S. 31–32, 35–36.
  43. K. Schönitzer: From the New to the Old World. 2015, S. 91.
  44. a b J. A. Schmeller: Tagebücher. In: R. Bauer & U. Münchhoff (Hrsg.): Lauter gemähte Wiesen für die Reaktion. München 1990.
  45. H. Leonhardt: Unerbittlich des Nordens rauher Winter. 1987, S. 184.
  46. a b P. Pfister: Münchner Kindl. Ungewöhnliche Lebensläufe aus dem alten München im Spiegel der Pfarrmatrikel. In: Ausstellungen im Bistum München Freising, Kataloge. (Sterbebuch der der Pfarrei zu unserer Lieben Frau). Band 7, 2008, S. 20.
  47. a b Anonymus: Miszellen. In: EOS, eine Zeitschrift aus Baiern, zur Erheiterung und Belehrung. Nr. 48, 14. Juni 1821, S. 194.
  48. Eva Bahl: Juri und Miranha – begierigen Blicken ausgesetzt, vermessen und vergessen. (academia.edu [abgerufen am 2. Oktober 2019]).
  49. a b Z. Pfeiffer: Die Erforschung der Anderen. In: Hinterland. Band 23, 2013, S. 34–40.
  50. K. Schönitzer: From the New to the Old World. 2015, S. 93.
  51. B. Huber & W. Huber: Dr. Johann Baptist Ritter von Spix - eine berühmte Münchner Persönlichkeit. In: Spixiana. Band 16, 1993, S. 97–104.
  52. Münchener Conversations-Blatt: 1829. Rösl, 1829 (google.de [abgerufen am 3. Oktober 2019]).
  53. Harald Hammarström: The status of the least documented language familiesin the world. In: Language Documentation & Conservation. Band 4, 2010, S. 177 - 212 (hawaii.edu [PDF]).
  54. Glottolog 4.0 - Ticuna-Yuri. Abgerufen am 18. November 2019.
  55. Klaus-Peter Kästner: Kulturgeschichtliche und ethnohistorische Betrachtungen zur ethnographischen Sammlung von J. B. von Spix und C. F. Ph. von Martius. In: Jörg Helbig (Hrsg.): Brasilianische Reise 1817-1820. 1994, ISBN 3-7774-6550-X, S. 117–144.
  56. a b Miranha - Indigenous Peoples in Brazil. Abgerufen am 18. November 2019.
  57. Wolfgang Müller: Die Indianer Amazoniens. Völker und Kulturen im Regenwald. C. H. Beck, München 1995, ISBN 3-406-39756-5, S. 263.
  58. Bora Indians - Survival of a Native Culture | Page 4. Abgerufen am 18. November 2019.
  59. C. F. Ph. Martius: Beiträge zur Ethnographie und Sprachenkunde Amerika's zumal Brasiliens. Leipzig : F. Fleischer, 1863 (archive.org [abgerufen am 19. November 2019]).