Jutta Heine

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Jutta Heine (* 16. September 1940 in Stadthagen) ist eine ehemalige deutsche Leichtathletin und Olympiateilnehmerin, die als Sprinterin erfolgreich war.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom gewann Jutta Heine die Silbermedaille über 200 Meter hinter der US-Amerikanerin Wilma Rudolph (Gold) und vor der Britin Dorothy Hyman (Bronze). Ebenfalls die Silbermedaille gewann sie in der 4-mal-100-Meter-Staffel zusammen mit ihren Teamkolleginnen Martha Langbein, Anni Biechl und Brunhilde Hendrix. Sie startete bei diesen Olympischen Spielen für die Bundesrepublik in einer gemeinsamen deutschen Mannschaft.

Bei den Europameisterschaften 1962 in Belgrad gewann sie den Titel über 200 Meter und wurde über 100 Meter Zweite hinter Dorothy Hyman; eine weitere Silbermedaille gewann sie mit der 4-mal-100-Meter-Staffel. Im selben Jahr wurde Jutta Heine zur Sportlerin des Jahres gewählt.

Jutta Heine gewann die Deutschen Meisterschaften im 200-Meter-Lauf in den Jahren 1959, 1961, 1962 und 1963. Im Jahr 1960 wurde sie Zweite und 1964 Dritte. Über 100 Meter wurde sie 1962 Deutsche Meisterin und belegte 1959 und 1961 den zweiten Platz. Mit der 4 × 100 m-Staffel des ASV Köln wurde sie 1962 Deutsche Meisterin, 1963 Dritte und 1964 Zweite, mit der Staffel von Hannover 96 gewann sie 1965 die Vizemeisterschaft.

Auch als Mehrkämpferin war sie erfolgreich: 1960 und 1962 wurde sie Deutsche Meisterin im Fünfkampf. 1962 kam noch der Titel der Mannschaftsmeisterin im Fünfkampf mit dem Team des ASV Köln hinzu.

Jutta Heine startete auch bei den Olympischen Spielen 1964, jedoch ohne Medaillenerfolg (mit der 4-mal-100-Meter-Staffel Platz 5 in 44,7 s; im 200-Meter-Lauf mit zwei Fehlstarts im Vorlauf ausgeschieden).

Sie startete bis 1961 für DHC Hannover, von 1962 bis 1964 für den ASV Köln und ab 1965 für Hannover 96. In ihrer aktiven Zeit war sie 1,82 m groß und wog 71 kg. Für ihre Verdienste um den Sport in Niedersachsen wurde sie in die Ehrengalerie des Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte aufgenommen. Seit 1974 ist sie Chefin eines Hotels und Reiterhofs in Burglahr im Westerwald.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]