Köditz

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Köditz im Landkreis Hof in Bayern, für weitere Bedeutungen siehe Köditz (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Köditz
Köditz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Köditz hervorgehoben
Koordinaten: 50° 20′ N, 11° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Hof
Höhe: 510 m ü. NHN
Fläche: 31,47 km²
Einwohner: 2505 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95189
Vorwahl: 09281
Kfz-Kennzeichen: HO, MÜB, NAI, REH, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 75 141
Gemeindegliederung: 16 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Talstraße 2
95189 Köditz
Webpräsenz: www.gemeinde-koeditz.de
Bürgermeister: Matthias Beyer (FWV)
Lage der Gemeinde Köditz im Landkreis Hof
Schwarzenbach an der Saale Zell im Fichtelgebirge Weißdorf Trogen (Oberfranken) Töpen Stammbach Sparneck Selbitz (Oberfranken) Schwarzenbach am Wald Schauenstein Rehau Regnitzlosau Oberkotzau Naila Münchberg Lichtenberg (Oberfranken) Konradsreuth Köditz Issigau Helmbrechts Geroldsgrün Gattendorf (Oberfranken) Feilitzsch Döhlau Berg (Oberfranken) Bad Steben Landkreis Kronach Hof (Saale) Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Kulmbach Landkreis Bayreuth Martinlamitzer Forst-Nord Geroldsgrüner Forst Gerlaser Forst Forst Schwarzenbach a.Wald Sachsen Thüringen TschechienKarte
Über dieses Bild

Köditz ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Hof und liegt im Bayerischen Vogtland etwa fünf Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Hof an der Bundesstraße 173. Die Gemeinde gehört zum Naturpark Frankenwald.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Köditz ist in[2] 16 Ortsteile eingeteilt (Einwohnerzahlen in Klammern):

  • Brunn (38)
  • Brunnenthal (315)
  • Heroldsgrün (8)
  • Hohbühl (8)
  • Joditz (350)
  • Köditz (1378)
  • Lamitz (90)
  • Lamitzmühle (3)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Köditz stammt aus dem Jahre 1359 mit dem Verkauf eines Hofes an einen Ritter von Weißelsdorf. Weitere Lehen gehörten den von Lüchau, Wildenstein und dem Klarissenkloster Hof. Der Ort geriet zunehmend in das Spannungsfeld der Vögte von Weida und Gera und der Burggrafen von Nürnberg samt den jeweiligen Gefolgsleuten. 1402 wurde der Ort in der Auseinandersetzung zwischen den Vögten und Burggraf Johann III. zerstört. Das heutige Gemeindewappen erinnert an die Familie von Falkenstein. Das ehemalige Amt des Fürstentums Bayreuth gehörte ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis und fiel im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die ehemals selbstständigen Gemeinden Brunnenthal, Joditz und Schlegel eingemeindet.[3]

Ausgliederungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1976 wurden Gebietsteile mit weniger als 50 Einwohnern an die Stadt Selbitz abgetreten.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2411, 1987 2209 und im Jahr 2000 2814 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Matthias Beyer (Freie Wählervereinigung). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Werner Haas (Freie Wählervereinigung).

Der Gemeinderat hat 14 Mitglieder:

Stand: Kommunalwahl 2008

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Köditz mit Triebzug nach Bad Steben

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köditz hat einen Anschluss an die Bahnstrecke Hof–Bad Steben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kunsthistorisch bemerkenswert ist die Leonhardskirche, eine kleine Wehrkirche mit Wehrmauer, brückenartigem Übergang und Dachreiter im Zentrum des Kernortes. Die Kirche ist ortsbildprägende Dominante des Kernortes. Eine kunsthistorische Rarität ist der barocke Taufengel der Kirche, der seit einer Kirchenrenovierung Ende der 1970er Jahre wieder an der Decke hängt und anlässlich von Taufen herabgelassen werden kann.
  • Schloss Köditz

Liste der Baudenkmäler in Köditz

Auensee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Joditz liegt der Auensee. Rund um den See mit guten Bademöglichkeiten gibt es große Liegewiesen. Direkt am See liegt ein Campingplatz mit Gaststätte.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean Paul (* 1763; † 1825), deutscher Schriftsteller, verbrachte seine Jugendjahre in Joditz
  • Hans Hofner (* 1908; † 1982), Heimatpfleger, Schulleiter in Köditz
  • Margarete Wiggen (* 1923; † 1999), Bildhauerin, sie fertigte zahlreiche Brunnen und Skulpturen aus Bronze in der Stadt Hof und im Landkreis

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1228&attr=590&modus=automat&tempus=20100828/153306&hodie=20100925/234122
  3. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 687.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Köditz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien