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Köglmühlbach

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Köglmühlbach vor der Bayerischen Staatskanzlei

Der Köglmühlbach in München ist einer der noch erhaltenen Münchner Stadtbäche.

Der Köglmühlbach, auch Kegelmühlbach oder Eyselsbach genannt, bildete die Fortsetzung des Pfisterbachs nach der Einmündung des Westlichen Stadtgrabenbachs. An ihm lag die Köglmühle. Zur Erweiterung des Hofgartens wurden 1618 Bach und Mühle weiter nach Osten verlegt.[1] Der Bach floss an der Ostseite des Hofgartens nach Norden. Zwischen Bach und Hofgarten wurde ab 1801 die Hofgartenkaserne errichtet, an deren Stelle ab 1900 das Gebäude für das Armeemuseum. Nördlich des Hofgartens flossen Köglmühlbach und Kainzmühlbach zusammen und bildeten den Schwabinger Bach.[1]

1922 wurde die Köglmühle geschlossen. Im Rahmen der Trockenlegung der meisten Stadtbäche wurde der Köglmühlbach 1968 aufgelassen. Anlässlich des Baus der Bayerischen Staatskanzlei wurde der Bach 1992 in einem verschmälerten, mit Beton gefassten Gerinne neu angelegt.[1]

Teich mit Fontäne vor dem Prinz-Carl-Palais

Seit seiner Neuanlage bezieht der Köglmühlbach sein Wasser aus dem Westlichen Stadtgrabenbach. Er fließt für etwa 250 m östlich der Staatskanzlei am Franz-Josef-Strauß-Ring entlang und speist vor dem Prinz-Carl-Palais einen runden Teich mit Fontäne. Von dort fließt er unterirdisch ab und unterquert die Von-der-Tann-Straße in einem offenen, mit einem Gitter abgedeckten Trog. Am Ende der Unterführung wird ihm das Wasser des Hofbrunnwerkkanals zugeführt. In einem runden Wasserfall tritt er aus dem Trog aus und fließt als Schwabinger Bach durch den Englischen Garten.[1]

Der Schwabinger Bach fließt in einem Bogen hinter dem Haus der Kunst durch einen kleinen Teich, in dem auf einer Insel das Japanische Teehaus steht, zum Eisbach hinüber und verlässt diesen direkt wieder über einen künstlichen Wasserfall nach Norden. In manchen Quellen[2] wird der Verlauf zwischen Von-der-Tann-Straße und Eisbach noch dem Köglmühlbach zugerechnet, der Schwabinger Bach beginnt dann erst am Eisbach.

Commons: Köglmühlbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b c d Christine Rädlinger: Geschichte der Münchner Stadtbäche 2004 S. 170.
  2. siehe beispielsweise diese Karte im BayernAtlas