Kökar

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Kökar kommun
Wappen Karte
Wappen Kökar Lage von Kökar in Finnland
Basisdaten
Staat: Finnland
Landschaft: Åland
Verwaltungsgemeinschaft: Åländer Schären
Geographische Lage 59° 56′ N, 20° 53′ OKoordinaten: 59° 56′ N, 20° 53′ O
Fläche: 2.165,05 km²[1]
davon Landfläche: 63,55 km²
davon Binnengewässerfläche: 0,39 km²
davon Meeresfläche: 2.101,11 km²
Einwohner: 246 (31. Dez. 2016)[2]
Bevölkerungsdichte: 3,9 Ew./km²
Gemeindenummer: 318
Sprache(n): Schwedisch
Website: www.kokar.ax

Kökar [ˈtɕøːkar] ist eine Gemeinde in der autonomen finnischen Provinz (finnisch: Lääni) Åland. Kökar hat 246 Einwohner (Stand 31. Dezember 2016), davon etwa 95 Prozent schwedischsprachig, und eine Fläche von 63,94 Quadratkilometern, davon 0,39 Quadratkilometer Binnengewässer. Wie auf ganz Åland ist Schwedisch die offizielle Sprache.

Gemeindename[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeindename erscheint zum ersten Mal in einem Text dänischer Segler des 13. Jahrhunderts. Damals dürfte das Franziskanerkloster auf Kökar bereits existiert haben, das zur Ordensprovinz Dacia gehörte. Der Name wurde als Thiyckækarl geschrieben, was sich auf die dicken Inselbewohner beziehen könnte.[3]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kökar erreicht man mit der Ålandstrafiken-Fähre, die von Galtby (auf Korpo) nach Långnäs (auf Lumparland) fährt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche und Friedhof von Kökar auf Hamnö
  • St. Anna Kirche wurde im Jahre 1784 an die Stelle des Franziskanerklosters gebaut. Im Zusammenhang mit der Kirche gibt es ein Museum.
  • Otterböte ist eine Bronzezeitsiedlung, die ungefähr 1150–1050 v. Chr. gebaut wurde. Sie wurde 1918 entdeckt.
  • Källskär ist eine kleine Insel und bekannte Sehenswürdigkeit südlich von Kökar.

Ortschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu der Gemeinde gehören die Orte Finnö, Hellsö, Karlby (Karls Dorf), Kyrkogårdsö, Österbygge und Överboda.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schriftstellerin Ulla-Lena Lundberg wurde 1947 auf Kökar geboren, ihr Roman Is (deutsch: Eis) spielt auf der Insel (die im Buch allerdings Örar genannt wird).[4]

Quellenangaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maanmittauslaitos (finnisches Vermessungsamt): Suomen pinta-alat kunnittain 1. Januar 2010 (PDF; 199 kB)
  2. Statistisches Amt Finnland: Bevölkerung der finnischen Gemeinden am 31. Dezember 2016.
  3. Ålands museum
  4. Ulla-Lena Lundberg: Eis, Roman, Mare 2014 inkl. Einführungstext

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kökar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien