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Köln

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Dieser Artikel behandelt die deutsche Großstadt. Zu weiteren Bedeutungen siehe Köln (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Köln Deutschlandkarte, Position der Stadt Köln hervorgehobenKoordinaten: 50° 56′ N, 6° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Höhe: 53 m ü. NHN
Fläche: 405,02 km²
Einwohner: 1.046.680 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 2584 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 50667–51149
Vorwahlen: 0221,
02203 (Porz ohne Poll),
02232 (Meschenich),
02233 (Hochkirchen, Rondorf),
02234 (Lövenich, Weiden, Marsdorf),
02236 (Godorf, Hahnwald, Immendorf, Gewerbegebiet Rodenkirchen, Sürth, Weiß)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: K
Gemeindeschlüssel: 05 3 15 000
Stadtgliederung: 9 Stadtbezirke, 86 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 2
50667 Köln
Webpräsenz: www.stadt-koeln.de
Oberbürgermeisterin: Henriette Reker[2] (parteilos)
Lage der Stadt Köln in Nordrhein-Westfalen und im Regierungsbezirk Köln
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen Mülheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann Düsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis Düren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna Märkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln Städteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Kreis Euskirchen Münster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis Gütersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-Lübbecke BielefeldKarte
Über dieses Bild
Das Wahrzeichen Kölns ist der Kölner Dom.
Blick über das Zentrum Kölns. Von links nach rechts: Kölner Altstadt, Kölner Philharmonie, Museum Ludwig, Kölner Dom, Hohenzollernbrücke, Kölner Hauptbahnhof, Musical Dome. Im Hintergrund der Fernmeldeturm Colonius und der Kölnturm im Mediapark (Juli 2006)
Blick über das Zentrum Kölns am späten Abend (August 2015)
Kölner Rheinufer bei Nacht

Köln ist mit mehr als einer Million Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die viertgrößte Kommune der Bundesrepublik Deutschland. Die Stadt gehört zum Regierungsbezirk Köln und zur Region Köln/Bonn. Die heutige Metropole am Rhein wurde in römischer Zeit unter dem Namen Oppidum Ubiorum gegründet und im Jahr 50 n. Chr. als Colonia Claudia Ara Agrippinensium (kurz CCAA) zur Stadt erhoben.

Köln besitzt als Wirtschafts- und Kulturmetropole internationale Bedeutung und gilt als einer der führenden Standorte des weltweiten Kunsthandels. Die Karnevalshochburg ist außerdem Sitz vieler Verbände und Medienunternehmen mit zahlreichen Fernsehsendern, Musikproduzenten und Verlagshäusern. Darüber hinaus zählt sie vor allem aufgrund des Kölner Doms, einer über 2000-jährigen Stadtgeschichte, zahlreicher international bedeutender Veranstaltungen sowie ihrem kulturellen und kulinarischen Erbe zu den wichtigsten Reisezielen innerhalb Europas. Dank der Universität zu Köln (ca. 50.000 Studenten), der Technischen Hochschule Köln (ca. 25.000 Studenten) und zahlreicher weiterer Hochschulen stellt sie des Weiteren den größten Bildungs- und Forschungsstandort innerhalb der Metropolregion Rhein-Ruhr dar.

Die günstige Lage am Rhein mit der Querung bedeutender West-Ost-Handelsstraßen und dem Sitz weltlicher sowie insbesondere kirchlicher Macht trug im Heiligen Römischen Reich zur überregionalen Geltung Kölns bei. Als Hansestadt wurde sie durch Freihandel zu einem wichtigen Handelsstandort. Ihre Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt zeigen heute der umfangreiche Schienenpersonenfernverkehr sowie der Bahnhof Eifeltor, der zu den größten Containerumschlagbahnhöfen für den Frachtverkehr gehört. Ergänzt wird die Infrastruktur durch vier Binnenhäfen und den internationalen Flughafen Köln/Bonn.

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtgebiet erstreckt sich über 405,17 km²[3] (linksrheinisch 230,25 km², rechtsrheinisch 174,87 km²). Ein größeres Stadtgebiet haben in Deutschland die Stadtstaaten Berlin und Hamburg sowie vier Klein- und Mittelstädte in Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Der topographische Referenzpunkt der Stadt, die Spitze des nördlichen Domturms, liegt auf 50° 56′ 33″ nördlicher Breite und 6° 57′ 32″ östlicher Länge. Der höchste Punkt liegt 118,04 Meter (Monte Troodelöh im Königsforst); der niedrigste 37,5 Meter (im Worringer Bruch) über dem Meeresspiegel.[4][5]

Die Stadt liegt in der Kölner Bucht, einer trichterförmigen, durch den Rhein geprägten Flusstallandschaft zwischen den stufenartig ansteigenden Hängen des Bergischen Landes und der Eifel unmittelbar nach Austritt des Rheins aus dem Rheinischen Schiefergebirge.[6] Diese geschützte, günstige Lage bewirkt für Köln ein mildes Klima, das sich durch mehrere Besonderheiten auszeichnet:[7]

  • Durch die Barriere der Eifel liegt die Stadt, insbesondere deren linksrheinischer Teil, im Schutz und Regenschatten von Westwinden, die außerdem einen Föhneffekt bewirken können.
  • Gleichzeitig wird durch den geringen Luftaustausch mit dem Umland eine Erwärmung begünstigt. Die Innenstadt Kölns, in der zusätzlich innerstädtische Überwärmung auftritt, gilt als der wärmste Ort Deutschlands, noch vor Freiburg im Breisgau.
  • Damit verbunden ist aufgrund der Verdunstung des Rheinwassers bei geringem Luftaustausch regelmäßig eine hohe Luftfeuchtigkeit, die insbesondere im Sommer für belastendes, schwüles Wetter sorgt und für zahlreiche Gewitter verantwortlich ist.
Köln
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
60
 
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47
 
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6
 
 
63
 
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3
 
 
71
 
6
1
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: DWD, Daten: 1971–2000[8]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Köln
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 5,2 6,6 10,5 14,2 19,0 21,3 23,7 23,7 19,6 14,6 9,0 6,2 Ø 14,5
Min. Temperatur (°C) −0,7 −0,9 1,7 3,6 7,7 10,7 12,8 12,3 9,6 6,2 2,5 0,6 Ø 5,5
Niederschlag (mm) 60,4 46,6 62,5 50,5 72,4 87,6 86,0 65,3 69,3 61,7 63,2 70,7 Σ 796,2
Regentage (d) 11,9 9,3 12,5 10,2 10,4 11,6 11,2 9,4 10,7 10,5 11,9 12,9 Σ 132,5
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
5,2
−0,7
6,6
−0,9
10,5
1,7
14,2
3,6
19,0
7,7
21,3
10,7
23,7
12,8
23,7
12,3
19,6
9,6
14,6
6,2
9,0
2,5
6,2
0,6
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
60,4
46,6
62,5
50,5
72,4
87,6
86,0
65,3
69,3
61,7
63,2
70,7
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: DWD, Daten: 1971–2000[8]

Köln liegt im Großraum der Übergangszone vom gemäßigten Seeklima zum Kontinentalklima mit milden Wintern (Januarmittel: 2,4 °C) und mäßig warmen Sommern (Julimittel: 18,3 °C). Die mittleren Jahresniederschläge betragen 798 Millimeter, liegen damit im Deutschlandmittel und wesentlich höher als im westlich angrenzenden Rhein-Erft-Kreis (Erftstadt-Bliesheim: 631 mm) oder der Jülich-Zülpicher Börde (Zülpich: 582 mm), was bei Pendlern den Eindruck eines „Regenlochs“ erweckt.[9] Laut Eurostat[10] war Köln mit 263 Regentagen (Bezugsjahr 2004) die europäische Stadt mit den zweitmeisten Regentagen, 2001 dagegen lag Köln mit 206 im Mittelfeld von 40 deutschen Städten (Durchschnitt: 194 Regentage).[11][12]

Köln-Panorama von der Deutzer Brücke nach Norden gesehen, Januar 2005

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln liegt am Südrand der Niederrheinischen Bucht zum größten Teil im Bereich der Niederterrassen, die vom Rhein aus terrassenartig leicht ansteigen. Der geologische Unterbau wird im Stadtgebiet aus bis zu 35 Meter mächtigen Ablagerungen des Eiszeitalters (Quartär) gebildet. Sie bestehen aus Kiesen und Sanden des Rhein-Maas-Systems.[13] Ausläufer des Rheinischen Braunkohlereviers reichen bis Köln-Kalk: Um 1860 wurde dort das Braunkohlenbergwerk Gewerkschaft Neu-Deutz gegründet. Auf dem Gelände befindet sich heute die Brauerei der Gebrüder Sünner, die das in den Stollen eindringende Grundwasser verwenden konnte.[14] Im tieferen Untergrund folgen Schichten des Tertiär und des Devon.[15]

Die Bodenbeschaffenheit ist geprägt durch die fruchtbaren Böden der Schwemmland-Ebene am Rhein.[16][17] In den westlichen Stadtteilen werden sie von Löss überdeckt, der zu ertragreichen, ackerbaulich genutzten Lehmböden (Parabraunerden) verwittert ist. Sie sind oft mit fruchtbaren Kolluvien vergesellschaftet, die in Senken aus abgeschwemmtem Bodenmaterial entstanden. In der östlich anschließenden Rheinebene, die durch verlandete Altarme gegliedert wird, lagerte der Rhein zum Ende der letzten Eiszeit sandige bis lehmige Sedimente ab. Daraus bildeten sich ertragreiche Parabraunerden und Braunerden, die ebenfalls ackerbaulich genutzt werden. In der Rheinaue entstanden durch periodische Überflutungen aus angeschwemmtem Bodenmaterial fruchtbare Braune Auenböden. Der äußerste Osten des Stadtgebietes zählt bereits zum Sockel des rheinischen Schiefergebirges. Hier sind geologisch ältere Terrassensande und Flugsande verbreitet, aus denen meist ärmere Braunerden, saure Podsol-Braunerden und bei dichtem Untergrund staunasse Pseudogleye hervorgingen. Diese eher minderwertigen Böden werden als Heiden beziehungsweise waldwirtschaftlich genutzt. An Bachläufen und in Rinnen bildeten sich dort ebenso wie in der Rheinaue Grundwasser beeinflusste Gleye. Die Verschiedenheiten in Mikroklima und Bodenbeschaffenheit sind durch die große Fläche der Stadt erklärbar.

Durch tektonische Bewegungen des Rheingraben-Bruchs[18] entstanden um Köln ausgeprägte Geländekanten, wie etwa die Ville bei Frechen. Unmittelbar westlich davon schließt sich Deutschlands aktivste Erdbebenzone an, deren Epizentrum im Kreis Düren liegt.[19] Zur Erdbebenvorsorge wurde 2006 von der Abteilung Erdbebengeologie der Universität zu Köln ein Messnetz mit 19 „Strong-motion“-Stationen zwischen Aachen, Bensberg, Meckenheim und Viersen installiert.[20] Mehrmals im Monat ereignen sich in der Kölner Bucht Mikroerdbeben, die nicht wahrnehmbar sind, zum Beispiel am 3. März 2010 um 16:45 Uhr (Stärke 1,6 nach der Richterskala) in zehn Kilometer Tiefe bei Mützenich in der Eifel.[21]

Köln und der Rhein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochwasser, April 1983; Pegel: 9,65 m über Pegel 0[22]

Der Rhein, nach dem Austritt aus dem südlich von Köln gelegenen Schiefergebirge als Niederrhein bezeichnet, tritt bei Godorf in die Stadt ein und verlässt sie bei Worringen. Das Gefälle des Rheins beträgt etwa 0,2 Promille. Sein aktueller Pegel lässt sich an der Pegeluhr des Pegel Köln ablesen. Der Normalpegel beträgt 3,48 Meter, was für eine Wassertiefe in der Fahrrinne von ca. 4,48 steht.[23]

Mehrfach war Köln von Hochwassern des Rheins betroffen. Das schlimmste aufgezeichnete Hochwasser ereignete sich im Februar 1784, als nach dem extrem langen und kalten Winter 1783/84 ein Temperatursprung einsetzte. Der Rhein war zu diesem Zeitpunkt fest zugefroren und die Schneeschmelze sowie das aufbrechende Eis sorgten für einen Rekordpegel von 13,55 Meter. Die Fluten, auf denen schwere Eisschollen trieben, verwüsteten weite Teile der Uferbebauung und alle Schiffe. Einzelne Gebäude, darunter Befestigungsbauten, stürzten aufgrund des Schollengangs ein; es gab 65 Tote. Die rechtsrheinisch gelegene bergische Kreisstadt Mülheim am Rhein, heute ein Kölner Stadtteil, wurde vollständig zerstört.

Im 20. Jahrhundert erreichten die drei Jahrhunderthochwasser von 1926, 1993 und 1995 Pegelstände von bis zu 10,69 Meter. Seit 2005 wird ein Hochwasserschutzkonzept umgesetzt, das durch feste oder mobile Wände die Stadt bis zu einem Pegelstand von 11,90 Metern schützt. Mehrfach führte der Rhein Niedrigwasser. Am 20. September 2003 um 8 Uhr erreichte der Rhein am Pegel Köln die Marke von 0,80 Meter. Damit wurde der niedrigste aufgezeichnete Wert aus dem Jahr 1947 unterschritten. Jedoch bedeutet der Pegel 0,00 Meter, dass die 150 Meter breite Fahrrinne in der Mitte des Flusses noch einen Meter Wassertiefe hat. Die Binnenschifffahrt musste starke Einschränkungen hinnehmen und wurde nicht, wie auf der Elbe, ganz eingestellt.

Welche Wassermengen sich je nach Pegelstand durch die Stadt bewegen, macht folgende Aufstellung deutlich: 0,80 m (niedrigster Wasserstand): 630 /s; 3,48 m (Normalwasserstand): 2000 m³/s; 6,20 m (Hochwassermarke I): 4.700 m³/s; 8,30 m (Hochwassermarke II): 7200 m³/s; 10,0 m (Hochwasserschutz in Altstadt, Rodenkirchen und Zündorf): 9700 m³/s; 10,69 m (Hochwasser im Januar 1995): 11.500 m³/s.

Panorama Altstadtufer. In der Mitte Groß St. Martin, rechts Kölner Philharmonie und Museum Ludwig, ganz außen Hohenzollernbrücke mit Einfahrt in den Kölner Hauptbahnhof, Juli 2006

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln ist Zentrum eines Ballungsraums, der etwa zwei Millionen Einwohner umfasst. In einem geschlossenen Siedlungsraum grenzen folgende Städte im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten, unmittelbar an das Stadtgebiet an: Leverkusen (kreisfreie Stadt), Bergisch Gladbach und Rösrath (Rheinisch-Bergischer Kreis), Troisdorf und Niederkassel (Rhein-Sieg-Kreis), Wesseling, Brühl, Hürth, Frechen und Pulheim (alle Rhein-Erft-Kreis), Dormagen (Rhein-Kreis Neuss) und Monheim (Kreis Mettmann).

Die Stadt Wesseling war zum 1. Januar 1975 nach Köln eingemeindet worden, erhielt nach einem Gerichtsentscheid am 1. Juli 1976 ihre Selbständigkeit zurück.

Stadtgliederung[Quelltext bearbeiten]

Stadtbezirke und -teile Kölns

Die Stadt Köln gliedert sich in 86 Stadtteile, die zu 9 Stadtbezirken zusammengefasst sind. Die Stadt Köln nummeriert die Stadtbezirke von 1–9 und die Stadtteile von 101–105, 201–213, 301–309, 401–406, 501–507, 601–612, 701–716, 801–809 und von 901–909, wobei die Hunderterstelle der Nummer des Stadtbezirks entspricht. Die Stadtteilnummer hat jedoch nichts mit der Postleitzahl zu tun.

Innerhalb der Stadtteile unterscheiden die Kölner in der Regel noch zwischen verschiedenen „Veedeln“ (Kölsch für Stadtviertel), deren Bewohner häufig an dörfliche Gemeinschaften erinnernde soziale Bindungen und Kontakte pflegen. Die Grenzen und Benennungen der Veedel schwanken jedoch je nach Sichtweise der Einwohner teils erheblich. Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik hat für statistische Auswertungen 371 Stadtviertel – genau genommen Teile von Stadtteilen inklusive der Stadtteile selbst – definiert, die sowohl Wohnplätze mit wenigen Einwohnern und Siedlungen als auch Gewerbegebiete umfassen.

Stadtgliederung Kölns
Nr. Stadtbezirk Wappen Einwohner
31. Dez. 2014
Stadtteile
1 Innenstadt 127.088 Altstadt-Süd, Neustadt-Süd, Altstadt-Nord, Neustadt-Nord, Deutz
2 Rodenkirchen
Wappen von Rodenkirchen
104.184 Bayenthal, Marienburg, Raderberg, Raderthal, Zollstock, Rondorf, Hahnwald, Rodenkirchen, Weiß, Sürth, Godorf, Immendorf, Meschenich
3 Lindenthal 146.505 Klettenberg, Sülz, Lindenthal, Braunsfeld, Müngersdorf, Junkersdorf, Weiden, Lövenich, Widdersdorf
4 Ehrenfeld
Wappen von Ehrenfeld
105.647 Ehrenfeld, Neuehrenfeld, Bickendorf, Vogelsang, Bocklemünd/Mengenich, Ossendorf
5 Nippes 114.604 Nippes, Mauenheim, Riehl, Niehl, Weidenpesch, Longerich, Bilderstöckchen
6 Chorweiler 81.013 Merkenich, Fühlingen, Seeberg, Heimersdorf, Lindweiler, Pesch, Esch/Auweiler, Volkhoven/Weiler, Chorweiler, Blumenberg, Roggendorf/Thenhoven, Worringen
7 Porz
Wappen von Porz
110.902 Poll, Westhoven, Ensen, Gremberghoven, Eil, Porz, Urbach, Elsdorf, Grengel, Wahnheide, Wahn, Lind, Libur, Zündorf, Langel, Finkenberg
8 Kalk
Wappen von Kalk
116.962 Humboldt/Gremberg, Kalk, Vingst, Höhenberg, Ostheim, Merheim, Brück, Rath/Heumar, Neubrück
9 Mülheim
Wappen von Mülheim
146.623 Mülheim, Buchforst, Buchheim, Holweide, Dellbrück, Höhenhaus, Dünnwald, Stammheim, Flittard


63,1 Prozent aller Einwohner der Stadt Köln wohnen linksrheinisch (Stand 2012).[24] Da das historische Stadtzentrum linksrheinisch liegt, wird die rechte Rheinseite mundartlich herablassend als „Schäl Sick“ bezeichnet.

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Worringer Bruch im Spätsommer

Köln verfügt über ausgedehnte Grünflächen, die im städtischen Bereich als Parks gestaltet, in den Außenbezirken zumeist bewirtschaftete Forste sind. Daneben gibt es 22 Naturschutzgebiete, beispielsweise der Worringer Bruch im äußersten linksrheinischen Norden Kölns, ein ehemaliger, heute verlandeter Seitenarm des Rheins. Er bietet eine Heimat für seltene Tier- und Pflanzenarten und eine charakteristische Auen- und Waldlandschaft. Rechtsrheinisch finden sich hauptsächlich offene Wald- und Heidelandschaften wie beispielsweise die Wahner Heide, das Naturschutzgebiet Königsforst und der Dünnwalder Wald. Insgesamt hat Köln von allen Großstädten des Landes Nordrhein-Westfalen mit etwa 6000 Hektar Wald (15 % des Stadtgebiets) die größte Waldfläche und in Bezug auf die Einwohnerzahl die höchste Walddichte.[25]

Die Fauna weist eine sehr hohe Zahl an Kulturfolgern auf. Neben Tauben, Mäusen und Ratten, die allgegenwärtig sind und oft als Plage wahrgenommen werden, sind Rotfüchse in bedeutender Zahl in das Stadtgebiet eingewandert. Sie sind mittlerweile in der Innenstadt zu finden, in der sie Kleingärten und Parks als Revier nutzen. Der durch Köln fließende Rhein ist infolge der Verbesserung der Wasserqualität wieder Heimat vieler ehemals vorhandener und neu eingewanderter Arten geworden.

In den Kölner Grünanlagen haben sich, begünstigt durch das milde Klima, diverse nicht einheimische Tiere angesiedelt. Größere Populationen von Halsbandsittichen und dem Großen Alexandersittich leben unter anderem auf dem Melaten-Friedhof und dem Gelände der Riehler Heimstätten. Ursprünglich aus asiatischen Bergregionen (Indien, Afghanistan) für die Zoo- und Wohnungshaltung nach Deutschland eingeführt, haben sich diese Papageien/Sittiche als Neozoen etabliert. Die Angaben über die Größe der Populationen reichen von einigen 100 Exemplaren bis zu über 1000 Stück.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Colonia Claudia Ara Agrippinensium, Rekonstruktion des römischen Köln, 3. Jahrhundert

Der Name Köln, zur Römerzeit Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA), geht auf die römische Kaiserin Agrippina zurück. Die Gattin von Claudius war am Rhein geboren und ließ das Oppidum Ubiorum (Ubiersiedlung) im Jahre 50 n. Chr. zur Stadt erheben;[26] die Stadtrechte wurden offiziell am 8. Juli 50 verliehen. In der Römerzeit war es Statthaltersitz der Provinz Germania inferior. Um 80 n. Chr. erhielt Köln mit der Eifelwasserleitung einen der längsten römischen Aquädukte überhaupt. Aus dem lateinischen Colonia, das in den meisten romanischen und einer größeren Zahl anderer Sprachen weiterhin als Name für Köln fungiert (beispielsweise italienisch und spanisch Colonia, portugiesisch Colônia, katalanisch Colònia, polnisch Kolonia, türkisch Kolonya, arabisch كولونيا beziehungsweise Kulunia; niederländisch Keulen), entwickelte sich über Coellen, Cöllen, Cölln und Cöln der heutige Name Köln (siehe Abschnitt französische und preußische Herrschaft). Im Kölner Dialekt Kölsch wird die Stadt Kölle genannt.

Frühmittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln. Holzschnitt aus der Chronica van der hilligen stat van Cöllen. Cöllen 1499, (Ausschnitt) gedruckt durch Johann Koelhoff der Jüngere

Im Frühmittelalter war Köln eine bedeutende Stadt. Um das Jahr 455 eroberten die Franken die zuvor römische Stadt. Bis Anfang des 6. Jahrhunderts war Köln Hauptort eines selbständigen fränkischen Teilkönigreiches, ging anschließend im Reich Chlodwigs I. auf, bewahrte sich starke Eigenständigkeit im Gebiet der Ripuarier. Die romanische Bevölkerung lebte lange Zeit parallel zu den fränkischen Eroberern in der Stadt. Im Laufe des 6. bis 8. Jahrhunderts kam es zu einer vollständigen Akkulturation zwischen den beiden Bevölkerungsteilen. Die wechselseitige Beeinflussung der fränkischen und lateinischen Dialekte ist anhand von Quellen nachweisbar. Die Franken übernahmen rasch kulturelle Errungenschaften der römischen Stadtbevölkerung, zum Beispiel im Bereich der Bautechnik oder der Glasherstellung. Gegen Ende der Merowingerzeit war Köln Residenzstadt. Spätestens ab karolingischer Zeit war der Bischof beziehungsweise Erzbischof von Köln eine der bedeutendsten Personen im Reich.

862 wurde Köln das erste Mal von Wikingern überfallen, die auf Schiffen anreisten. Es kam zu Verwüstungen und Plünderungen. Die Wikinger siedelten sich nachfolgend an Waal und Lek dauerhaft an, und es entstand ein reges Handelswesen zwischen den Normannen und den Rheinländern. Im Winter 881 endete die friedliche Zeit. Die Wikinger fielen in das Maasgebiet ein und plünderten zahlreiche Ortschaften und Städte. Ende Dezember tauchten mindestens drei ihrer Schiffe vor Köln auf und die nordischen Krieger verlangten Wegegeld. Im Januar 882 zahlte Köln nach zähen Verhandlungen ein hohes Danegeld in Silber an die Normannen. Die Stadt wurde deshalb zunächst verschont. Die Wikinger fuhren dann im Februar den Rhein aufwärts, plünderten und brandschatzten Bonn, Andernach und Trier.

Auf der Rückreise oder während ihres Sommerfeldzuges 882 forderte die Raubhorde von den Kölnern erneutes Danegeld, das die ausgepressten Kölner nicht aufbringen konnten. Ihre Stadt wurde daraufhin ebenfalls gebrandschatzt. Nach der Verwüstung verstärkten die Kölner die maroden Mauern aus der Römerzeit, was sich im folgenden Jahr, 883, beim nächsten Wikingerbesuch als sehr nützlich erwies. Denn Köln ging in diesem Jahr, anders als die soeben wieder errichteten Städte Bonn und Andernach, nicht in Flammen auf.

Unter den Ottonen spielte Köln eine wichtige Rolle bei der Annäherung des ostfränkisch-deutschen Reichs an das Byzantinische Reich, seit die Kaiserin Theophanu, gebürtige Griechin und Gattin Ottos II., dort als Reichsverweserin residierte. Ab dem 10. Jahrhundert setzte eine Serie von Stiftsgründungen ein, die romanische Kirchenbauten hervorbrachten. In der Folge errang Köln unter der Führung bedeutender und politisch versierter Erzbischöfe einen unangefochtenen Rang als geistliches Zentrum. Der Erzbischof von Köln war Kurfürst des Mitte des 10. Jahrhunderts gegründeten Erzstiftes und Kurfürstentums Köln. Die Überführung der Gebeine der Heiligen drei Könige von Mailand nach Köln durch Erzbischof Rainald von Dassel im Jahr 1164 machte die Stadt zu einem wichtigen Ziel für Pilger.

Größte Stadt im mittelalterlichen Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln wurde im Hochmittelalter mit etwa 40.000 Einwohnern[27] größte Stadt des deutschsprachigen Raums, sodass ihre Stadtbefestigungen mehrfach erweitert werden mussten. Ab dem Jahre 1180 (Urkunden vom 27. Juli und 18. August 1180) wurde die damals längste Stadtmauer mit zwölf Torburgen und 52 Wehrtürmen in der Ringmauer, 22 Pforten und kleinen Toren in der Rheinmauer gebaut und etwa 1250 fertiggestellt. Sie war gewaltiger als die fast zur gleichen Zeit errichtete Mauer König Philipps II. Augustus in Paris und 7,5 km lang. Die zwölf Tore - sieben gewaltige Doppelturmtorburgen, (davon erhalten das Eigelsteintor und Hahnentor), drei riesige Turmtorburgen, (davon erhalten das Severinstor), und zwei kleinere Doppelturmpforten (siehe Ulrepforte) – in die halbkreisförmige Stadtmauer integriert – sollten an das himmlische Jerusalem erinnern.

Hochmittelalterliche Stadtmauer am Hansaring, März 2005

Seit dem 12. Jahrhundert führte Köln neben Jerusalem, Konstantinopel und Rom die Bezeichnung Sancta im Stadtnamen: Sancta Colonia Dei Gratia Romanae Ecclesiae Fidelis FiliaHeiliges Köln von Gottes Gnaden, der römischen Kirche getreue Tochter. Der Name Dat hillige Coellen oder die hillige Stat van Coellen war ein Begriff dieser Zeit. Noch heute heißt Köln im Volksmund „et hillije Kölle“.[28] Es wurde beschlossen, ein unerreicht großes und beeindruckendes Gotteshaus zu errichten, um den Reliquien einen angemessenen Rahmen zu geben. Die Grundsteinlegung des Kölner Domes erfolgte 1248.

Spätmittelalterliches Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 7. Mai 1259 erhielt Köln das Stapelrecht, das den Kölner Bürgern ein Vorkaufsrecht aller auf dem Rhein transportierten Waren sicherte und so zum Wohlstand der Stadt beitrug. Die jahrelangen Kämpfe der Kölner Erzbischöfe mit den Patriziern endeten 1288 vorläufig durch die Schlacht von Worringen, bei der das Heer des Erzbischofs Siegfried von Westerburg (1275–1297) gegen das des Grafen Adolf V. von Berg und der Kölner Bürger unterlag. Fortan gehörte die Stadt nicht mehr zum Erzstift, und der Erzbischof durfte sie nur noch zu religiösen Handlungen betreten. Die offizielle Erhebung zur Freien Reichsstadt dauerte allerdings noch bis 1475. Die Auseinandersetzungen zwischen dem patrizischen Rat und den nicht im Rat vertretenen Zünften führte am 20. November 1371 zum blutigen Kölner Weberaufstand.

Gotisches Siegel der Stadt Köln (1396)

1396 wurde durch eine unblutige Revolution die Patrizierherrschaft in Köln endgültig beendet. An ihre Stelle trat eine ständische Verfassung, die sich auf die Organisation der Gaffeln stützt. Vorausgegangen war eine Auseinandersetzung innerhalb des kölnischen Patriziats, bei dem die Partei der Greifen mit ihrem Führer Hilger Quattermart von der Stesse von der Partei der Freunde des Konstantin von Lyskirchen entmachtet wurde. Hilger Quattermarts Verwandter Heinrich von Stave wurde am 11. Januar 1396 auf dem Neumarkt hingerichtet, viele der Greifen wurden zu lebenslanger Kerkerhaft verurteilt.

Am 18. Juni 1396 versuchte Konstantin von Lyskirchen, alte patrizische Rechte wiederherzustellen. Die dagegen protestierenden Handwerker- und Kaufleutezünfte wurden von ihm „vom hohen Ross herab“ nach Hause geschickt. Daraufhin nahmen die Zünfte die Freunde in ihrem Versammlungsraum gefangen. Die Greifen wurden befreit. Am 24. Juni 1396 trat ein 48-köpfiger provisorischer Rat aus Kaufleuten, Grundbesitzern und Handwerkern zusammen.

Der Stadtschreiber Gerlach von Hauwe formulierte daraufhin den so genannten Verbundbrief, der am 14. September 1396 von den 22 so genannten Gaffeln unterzeichnet und in Kraft gesetzt wurde. Die Gaffeln sind heterogen zusammengesetzt. In ihnen sind die entmachteten Patrizier, Ämter, Zünfte und Einzelpersonen zusammengefasst, hingegen nicht die zahlenmäßig sehr starke Geistlichkeit; jeder kölnische Bürger musste einer Gaffel beitreten. Der Verbundbrief konstituierte einen 49-köpfigen Rat, mit 36 Ratsherren aus den Gaffeln und 13 Gebrechtsherren, die berufen wurden. Der Verbundbrief blieb bis zum Ende der Freien Reichsstadt 1794 in Kraft.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln 1531 Anton Woensam Ausschnitt von der Waschpforte bis zum Frankenturm

Ab 1500 gehörte Köln zum neu geschaffenen Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis, das Umland (Kurköln) hingegen zum 1512 neu geschaffenen Kurrheinischen Reichskreis. 1582 sagte sich der Kölner Erzbischof Gebhard Truchsess von Waldburg von der katholischen Kirche los, proklamierte die Gleichstellung von Katholizismus und Protestantismus in seinem Herrschaftsgebiet und heiratete später die protestantische Stiftsdame Agnes von Mansfeld. Da er sich jedoch weigerte, die im Augsburger Religionsfrieden von 1555 verankerte Klausel des „geistlichen Vorbehalts“ (einer Ausnahme des ansonsten geltenden, im Vertragswerk festgelegten Grundsatzes „cuius regio, eius religio“) auf sich anzuwenden und somit entsprechend der Klausel auf das ihm übertragene Amt des Kölner Erzbischofs - immerhin einer von drei mit der Kurwürde ausgestatteten Fürstbischöfen des Reichs und als solcher zugleich in Personalunion Reichserzkanzler von Reichsitalien - zu verzichten, wurde er von Papst Gregor XIII. exkommuniziert und der verlässliche katholische Ernst von Bayern, der bei der Wahl Gebhards zum Kölner Erzbischof unterlegen gewesen war, zu seinem Nachfolger bestimmt. Hätte Gebhard Truchsess von Waldburg seinen Plan verwirklichen können, wäre zudem die katholische Mehrheit im Kurfürstenkollegium gebrochen gewesen. Da er entgegen den Reichstagsbeschlüssen auf seiner Position verharrte, kam es zum Truchsessischen Krieg (Kölner Krieg), der von 1583 bis 1588 dauerte und in dessen Verlauf Deutz, Bonn und Neuss verwüstet wurden. Der Krieg gab in seiner Zerstörungskraft einen Vorgeschmack auf die kommenden konfessionellen Auseinandersetzungen im Heiligen Römischen Reich.

Köln und Umgebung im Jahre 1692: Kupferstich des Mainzer Kartographen Nikolaus Person

Der Dreißigjährige Krieg ließ die Stadt unversehrt. Das lag zum Teil daran, dass sich die Stadt durch Geldzahlungen an heranziehende Truppen von Belagerungen und Eroberungen freikaufte. Köln verdiente an dem Krieg durch Waffenproduktion und -handel prächtig.[29] Köln wird zum Fluchtzentrum für hohe Katholikenführer, die von Köln aus versuchen, die gegen Schweden oder andere protestantische Mächte verlorenen Gebiete zurückzuerobern. Außerdem sind reiche Kölner Geschäftsleute als hohe Kreditgeber an die katholischen Mächte in den Dreißigjährigen Krieg verwickelt – ganz im Sinne des Vatikans.[30]

Bis auf Deutz gehörten die rechtsrheinischen Stadtbezirke Kölns bis 1802 zum Herzogtum Berg. Das Gebiet innerhalb des Bischofswegs, was in etwa den heutigen vier Stadtteilen zu Alt- und Neustadt entspricht, bildete die Freie Reichsstadt Köln. Die übrigen Stadtbezirke waren Teil des Kurfürstlichen Erzstifts Köln.

Französische Herrschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mairiebeschlüsse der französischen Verwaltung, 1808, hier über den ruinösen Zustand von St. Jakob

Mit dem Einzug der französischen Truppen am 6. Oktober 1794 während der Koalitionskriege endete die Geschichte der freien Reichsstadt. Die Stadt, die versucht hatte, neutral zu bleiben, wurde kampflos an den Befehlshaber des linken Flügels der Rheinarmee, Jean-Étienne Championnet, übergeben.[31] Wie das gesamte linksrheinische Gebiet wurde die Stadt Bestandteil der französischen Republik und 1798 in das Département de la Roer eingegliedert, dessen Hauptstadt nicht Köln, sondern Aachen wurde. Köln wurde Sitz eines Unterpräfekten des Arrondissement de Cologne. Viele Kölner Bürger begrüßten die französischen Revolutionstruppen als Befreier, am Neumarkt wurde ein Freiheitsbaum errichtet. Die bis dahin benachteiligten Juden und protestantischen Christen wurden gleichgestellt. Trotz der oft drückenden Kontributionen blieben die Bürger loyal zum Kaiserreich Napoleons. Bei seinem Besuch der Stadt am 13. September 1804 wurde er begeistert empfangen. 1812 wurde der Stadt der Titel einer Bonne ville de l’Empire français verliehen.

Preußische Herrschaft, Schreibweise „Cöln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1815 wurde das Rheinland mit der Stadt Köln nach den Befreiungskriegen infolge des Wiener Kongresses Teil des Königreichs Preußen.

Mit der Angliederung an Preußen gewann nationalistisches Denken zunehmend an Bedeutung. Die liberalen französischen Gesetze wie der Code civil blieben jedoch in Kraft. Der Name der Stadt wurde sofort „germanisiert“. Der preußische Innenminister bestimmte 1900 durch einen Erlass, hinter dem der König und deutsche Kaiser Wilhelm II. stand, dass die Stadt fortan nur mit C geschrieben werden durfte. Die liberalen Zeitungen wie die Kölnische Zeitung hielten sich allerdings nicht daran. Nach dem Ende des Kaiserreichs 1918 verkündete das Städtische Nachrichtenamt unter Oberbürgermeister Konrad Adenauer am 1. Februar 1919:

„Der Städtenamen Köln wird von jetzt an im Bereich der städtischen Verwaltung wieder mit K geschrieben.“[32]

Die fortifikatorische Entwicklung der Stadt Köln bis zum preußischen Festungsring

Köln wurde nicht zuletzt wegen des Engagements der Kölner Bankhäuser im Laufe der folgenden Jahrzehnte zur wichtigsten Stadt in Preußen nach Berlin. 1880 wurde nach 632 Jahren auf Betreiben des Königs von Preußen und deutschen Kaisers der Bau des Kölner Doms abgeschlossen – zumindest weitgehend, denn damals waren Reparaturarbeiten aufgrund des jahrhundertelangen Stillstands notwendig, ebenso wie heute infolge insbesondere der Schäden im Zweiten Weltkrieg und Umwelteinflüssen. Weil diese Arbeiten vermutlich nie abgeschlossen sein werden, wird der Dom als die „ewige Baustelle“ bezeichnet, was Heinrich Heine schon 1844 persiflierte:

„Er ward nicht vollendet – und das ist gut. – Denn eben die Nichtvollendung – Macht ihn zum Denkmal von Deutschlands Kraft – Und protestantischer Sendung.“

Heinrich Heine

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt durch Kauf und Schleifung der Stadtmauer, Wälle und Bastionen in den Festungsrayon erweitert. Begrenzt wurde die Stadt durch den Festungsring Köln. Die Besiedlung der Neustadt (Köln-Neustadt-Nord, Köln-Neustadt-Süd) stellte den Kontakt zu den schnell wachsenden Umlandgemeinden her und schuf die Voraussetzung für deren Eingemeindungen. Vom Abriss der alten Stadtmauer blieben nur wenige exemplarische Bauwerke aufgrund einer Intervention des preußischen Kulturministeriums verschont.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hohestraße - 1912

1915 wurde in Köln anlässlich des Ersten Weltkriegs ein so genanntes Nagelbild aufgestellt, Dä kölsche Boor en Iser. Die Figur gilt als eine der künstlerisch wertvollsten in Deutschland und befindet sich heute im Kölner Stadtmuseum.

Cöln Notgeld Banknote 10 Pfg 1918, unterschrieben von Oberbürgermeister Konrad Adenauer, auf der Rückseite das Historische Rathaus Kölns
Widmungskarte von Konrad Adenauer
Kölns zerstörte Innenstadt, 1945
Zerstörte Gebäude nach einem Bombenangriff im Dezember 1943; im Hintergrund der Dom
Ein US-Soldat steht am Kölner Dom vor dem wenige Wochen vorher beim Gefecht am 6. März 1945 zerstörten deutschen Panzer vom Typ „Panther“,
4. April 1945
Hohe Straße bei Nacht, 1968

Am 28. September 1917 wurde Konrad Adenauer erstmals zum Kölner Oberbürgermeister gewählt. In seine Amtszeit fallen unter anderem die Anerkennung der größten Musikhochschule Deutschlands am 5. Oktober 1925 und die Ansiedlung des damals größten Arbeitgebers in Köln, den Ford-Werken, am 18. Oktober 1929.

Köln litt – wie die ganze Weimarer Republik – unter einer Inflation der Jahre bis 1923. Nach Hyperinflation 1922/23 kam es zu einer Währungsreform: zunächst wurde die Rentenmark und Ende August 1924 die Reichsmark eingeführt. Wie vielerorts gab es in Köln lokales Notgeld.[33] Unter der Weltwirtschaftskrise ab Herbst 1929 litt Köln. Im Mai 1931 begann in ganz Mitteleuropa eine Banken- und Finanzkrise.

Köln in der Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Reichstagswahl am 5. März 1933 erzielte die NSDAP im Wahlkreis Köln-Aachen 30 % (Zentrum 35,9 %); am 6. November 1932 waren es erst 17,4 % gewesen (Zentrum 39,3 %).[34]

Adenauer wurde nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 13. März 1933 beurlaubt und am 17. Juli 1933 endgültig aus seinem Amt entlassen.[35]

Im Zweiten Weltkrieg fielen die ersten Bomben am 18. Juni 1940 auf Köln. Das britische RAF Bomber Command intensivierte ab 1942 den Luftkrieg. Köln war Ende Mai 1942 das Ziel des ersten Angriffs mit über 1000 Bombern - der „Operation Millennium“. Am 29. Juni 1943 wurde die Stadt nachts durch Maschinen der Royal Air Force und tagsüber von Bombern der USAAF schwer getroffen, durch die Flächenbombardements war die Innenstadt nun zu über 90 Prozent zerstört; dabei wurde der Kölner Dom schwer beschädigt. Am 2. März 1945, wenige Tage vor dem Einmarsch der US-Armee, gab es einen letzten Luftangriff auf die Stadt am Rhein. Die Einwohnerzahl von Köln sank von über 772.000 (Mai 1939) bis Kriegsende auf rund 104.000 Einwohner (42.000 linksrheinisch am 4. April 1945, 62.000 rechtsrheinisch am 5. Mai 1945; 491.380 bei der ersten Volkszählung nach dem Krieg am 29. Oktober 1946), die nach dem Einmarsch der US-Truppen am 4. März 1945 registriert wurden.[36] Die 1. US-Armee erreichte Köln im Rahmen der Operation Lumberjack am 5. März. Im Zuge der Endphaseverbrechen wurden von Januar bis März 1945 in Köln 1800 in- und ausländische Widerstandskämpfer und etwa 8000 jüdische Kölner von den Nationalsozialisten ermordet.

Köln nach dem Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Köln nach dem Krieg

Erst im Verlauf des Jahres 1959 erreichte die Bevölkerungszahl Kölns wieder den Stand vom Mai 1939. Mit der durch das Köln-Gesetz 1975 durchgeführten Gebietsreform überschritt die Einwohnerzahl die Millionengrenze und Köln wurde neben West-Berlin, Hamburg und München zur vierten Millionenstadt Deutschlands. Nach der Wiederausgliederung Wesselings am 1. Juli 1976 lag die Einwohnerzahl jedoch bis zum Mai 2010 wieder unter einer Million.

St. Gereon
St. Andreas
St. Kunibert
St. Aposteln
St.Cäcilien
St. Maria Lyskirchen
St. Georg
Groß St. Martin
St. Pantaleon
St. Severin
St. Ursula

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Religionen in Köln

Historisch ist Köln wie das gesamte Rheinland, abgesehen von Teilen des Bergischen Landes und einigen Städten am Niederrhein (Duisburg, Moers), katholisch geprägt; so waren Ende 2014 36,3 Prozent der Einwohner katholisch sowie 15,9 Prozent evangelisch. 47,8 Prozent sind demnach konfessionslos oder Anhänger einer anderen Religion.[37]

Christentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spätestens seit dem Jahr 313 ist Köln Bischofssitz (Erzbistum Köln). Die Bischofskirche dieser Zeit ist nicht bekannt. Der Kölner Dom gilt erst seit der Gotik als das prägende Wahrzeichen der Stadt. Die romanische Kirche des Benediktinerklosters Groß St. Martin und der Rathausturm bestimmten bis zur Fertigstellung des Domes im deutschen Kaiserreich die Silhouette der Stadt maßgeblich mit.

Köln hatte nach der Überführung der mutmaßlichen Gebeine der Heiligen Drei Könige am 23. Juli 1164 schnell den Rang als einer der wichtigsten Wallfahrtsorte im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation inne. Die erste Reise der frisch gekrönten Kaiser und Könige führte von Aachen an den Dreikönigenschrein, den Erzbischof Philipp I. von Heinsberg für die Gebeine anfertigen ließ. Die Pilgermassen brachten viel Geld mit in die Stadt, was zu einer verstärkten Ansiedlung und einem sprunghaften Anstieg der Stadtbevölkerung führte.

Die Nachfolger Philipp I. von Heinsbergs ließen ab 1248 einen neuen Dom bauen, dessen Errichtung aufgrund von Streitigkeiten mit dem Stadtrat und der darauf folgenden Vertreibung des Fürstbischofs aus Köln immer langsamer voranging und schließlich völlig zum Erliegen kam.

Köln entwickelte sich im Mittelalter zu einem Zentrum des Reliquienhandels, da die mittelalterlichen Menschen hofften, durch den Besitz eines heiligen Gegenstandes oder Knochen einer oder eines Heiligen der Erlösung näher zu kommen. Diese Bedeutung der Stadt brachte ihr den Namen „heiliges Köln“ ein. Die Bedeutung der Religion zeigt sich im Stadtwappen, auf dem die drei Kronen der Heiligen Drei Könige und die elf Flammen der heiligen Ursula von Köln und ihrer Gefährtinnen, die in Köln den Märtyrertod erlitten haben sollen, dargestellt sind.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer der zahlreichen Höhepunkte in der jahrtausendelangen christlichen Geschichte Kölns war der 20. Weltjugendtag vom 15. August bis 21. August 2005. Rund 26.000 Freiwillige aus 160 Staaten begrüßten Gäste aus 196 Staaten in den Städten Köln, Bonn und Düsseldorf. Zu diesem Großereignis der „jungen katholischen Kirche“ waren bis zur Abschlussmesse auf dem Marienfeld, einem stillgelegten Tagebau nahe dem Vorort Frechen, über eine Million Menschen im Kölner Großraum. Papst Benedikt XVI. unternahm zu diesem Anlass seine erste Pontifikalreise nach seiner Amtseinführung und besuchte die Stadt vom 18. August bis 21. August. Bei dieser Gelegenheit bestätigte er den Titel „heiliges Köln“.

Köln war vom 6. bis 10. Juni 2007 zum zweiten Mal nach 1965 Gastgeberin für den 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag mit etwa 160.000 Teilnehmern. Der Evangelische Kirchenkreis Köln und Region umfasst 299.000 Protestanten gegenüber 420.000 Katholiken allein im Stadtkreis.

Wallfahrtsorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Stadt Köln haben neben den Heiligen drei Königen und der heiligen Ursula und ihren Gefährtinnen der heilige Albertus Magnus in St. Andreas und die heilige Edith Stein (Theresia Benedicta a Cruce), eine von den Nationalsozialisten ermordete Philosophin und Ordensfrau, eine Bedeutung für Wallfahrten. Dazu kommen noch:

Judentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kölner Synagoge in der Roonstraße, Oktober 2006

Die jüdische Gemeinde in Köln ist die älteste nördlich der Alpen.[41] Sie bestand schon 321 zur Zeit von Kaiser Konstantin. Demnach muss es eine ältere Kölner Synagoge gegeben haben.

1183 wies der Erzbischof den Juden ein eigenes Gebiet zu, in dem sie einigermaßen in Frieden leben konnten. Dieses Viertel in der Altstadt, das mit eigenen Toren geschlossen werden konnte, war umrissen von der Portalgasse, der Judengasse, Unter Goldschmied und Obenmarspforten. Es war ausschließlich den Juden vorbehalten. Damit war das erste Ghetto in Köln geschaffen. Die unter dem Rathausvorplatz liegende Mikwe kann über einen separaten Zugang besichtigt werden.

In der Bartholomäusnacht 1349 kam es zu einem Pogrom,[42] der als „Judenschlacht“ in die Stadtgeschichte einging. Ein aufgebrachter Mob drang in das Judenviertel ein und ermordete die meisten Bewohner. In dieser Nacht vergrub eine Familie hier ihr Hab und Gut. Der Münzschatz wurde bei Ausgrabungen 1954 entdeckt und ist im Stadtmuseum ausgestellt. 1424 wurden die Juden „auf alle Ewigkeit“ aus der Stadt verbannt.[42] Zwischen 1424 und dem Ende des 18. Jahrhunderts durfte sich ohne Erlaubnis des Kölner Rats kein Jude in der Stadt aufhalten. Nach dem Einzug der französischen Revolutionsarmee wurden die jüdischen und protestantischen Bürger den katholischen gleichgestellt. Erst 1801 entstand unter französischer Verwaltung eine neue jüdische Gemeinde.[43]

Bis 1933 lebten wieder rund 18.000 Juden in Köln. Sie hatten sich unter preußischer Herrschaft wieder ansiedeln dürfen. Während der Novemberpogrome 1938 wurden die Synagogen Synagoge Glockengasse (Glockengasse), in der Roonstraße, auf der Mülheimer Freiheit und in der Körnerstraße sowie ein Betsaal in Deutz in Brand gesteckt. Die bis 1941 in Köln verbliebenen Kölner jüdischen Glaubens wurden in Sammellagern des Fort IX (eine der ehemaligen preußischen Festungsanlagen im Festungsring Köln im Kölner Grüngürtel) und auf dem Kölner Messegelände eingesperrt und später deportiert. 8000 jüdische Kölner wurden in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet.

Die heutige Synagogengemeinde hat wieder über 4850 Mitglieder. Sie besitzt einen Friedhof, eine Grundschule, einen Kindergarten, eine Bibliothek, einen Sportverein (Makkabi), ein koscheres Restaurant, ein Jugendzentrum und ein Altersheim mit Seniorentreff. Die Gemeinde wird von zwei orthodoxen Rabbinern geleitet. Ihre 1959 wieder aufgebaute große Synagoge steht in der Roonstraße am Rathenauplatz. Seit 1996 gibt es außerdem die kleine jüdische liberale Gemeinde Gescher Lamassoret („Brücke zur Tradition“), die zur Union progressiver Juden in Deutschland gehört. Ihre Synagoge liegt im Souterrain der evangelischen Kreuzkapelle in Köln-Riehl.

Islam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen des im Verhältnis zur übrigen Bundesrepublik vor 1990 hohen Anteils von Einwanderern aus der Türkei und deren Nachkommen sowie der damals zentralen Lage im Land richteten die wichtigsten islamischen Organisationen ihren Sitz in Köln und Umgebung (Kerpen) ein.

Am Hauptsitz der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) entsteht im Kölner Stadtteil Ehrenfeld die DITIB-Zentralmoschee Köln mit einer 35 Meter hohen Kuppel und zwei 55 Meter hohen Minaretten samt frei zugänglichem Innenhof, die das bisherige Zentrum – ein früheres Fabrikgebäude – ersetzt. Nach Protesten und Diskussionen wurde die Planung modifiziert: Im Innern wurden weniger Geschäfte und Nebenräume eingeplant, die äußerliche Gestaltung nach dem Entwurf des Kölner Architekten Paul Böhm blieb hingegen erhalten. Der Gebetsraum soll bis zu 1200 Gläubigen Platz bieten. Der tägliche Ruf des Muezzins soll ausschließlich im Inneren der Moschee zu hören sein. Am 7. November 2009 fand die Grundsteinlegung für den Neubau statt.[44]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln war in den 1970er-Jahren infolge von Eingemeindungen aufgrund des Köln-Gesetzes kurzzeitig Millionenstadt: im Zuge der letzten Eingemeindungen zum 1. Januar 1975 wurde die Bevölkerungszahl von einer Million erreicht. Nachdem die Stadt Wesseling jedoch zum 1. Juli 1976 durch eine Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs für das Land Nordrhein-Westfalen wieder ausgegliedert werden musste, sank die Einwohnerzahl erneut unter die Millionengrenze. Seit dem 31. Mai 2010 ist Köln nach Angaben des Landesbetriebes Information und Technik Nordrhein-Westfalen mit 1.000.298 Einwohnern (nur Hauptwohnsitze)[45] wieder offiziell die vierte Millionenstadt Deutschlands.[46] In den kommenden Jahren soll Kölns Bevölkerungszahl weiter wachsen. In der aktuellen Modellrechnung im Auftrag der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen vom 28. April 2015 rechnet der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen mit einer deutlich stärkeren Zunahme der Einwohnerzahl für die Stadt Köln auf rund 1.243.000 bis zum Jahr 2040.

Köln ist die größte deutsche Stadt, die weder (wie Berlin und Hamburg) ein eigenes Bundesland bildet, noch die Hauptstadt eines Bundeslandes ist.

2015 hatte die Stadt Köln 198.819 Ausländer (Bevölkerung ohne deutsche Staatsangehörigkeit).[47] 393.793 Personen bzw. 36,8 Prozent hatten 2015 einen Migrationshintergrund (Bevölkerung mit deutscher Staatsangehörigkeit und zugleich ausländischer Herkunft), von den Unter-18-Jährigen hatten 88.321 Personen bzw. 52,0 Prozent einen Migrationshintergrund.[48]

Mundart (Kölsch)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Kölsch (Sprache)

Kölsch ist die in der Stadt Köln und im Umland (in verschiedenen Varianten und in unterschiedlicher Ausprägung) gesprochene Mundart. Es zählt zum Ripuarischen innerhalb des Mittelfränkischen, das sich mit der Benrather Linie (maache-make-Grenze) bei Düsseldorf zum Niederfränkischen Platt abgrenzt. Im Süden und Osten von Köln verlaufen weitere Mundartlinien, die im Rheinischen Fächer dargestellt werden (siehe Kölsch (Sprache)).[49]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl des Kölner Stadtrates 2014
in Prozent
 %
30
20
10
0
29,4
27,2
19,5
6,9
5,1
3,6
2,6
2,1
3,6
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+1,4
-0,7
-2,2
+2,1
-4,3
+3,6
-2,8
+2,1
+0,8
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
Sitzverteilung im
Kölner Stadtrat 2014[50]
          
Von 90 Sitzen entfallen auf:
Kölns Historisches Rathaus mit dem 1414 vollendeten, repräsentativen Rathausturm und der im 16. Jahrhundert erbauten Renaissance-Laube, die in dieser Form nördlich der Alpen einzigartig ist (im Oktober 2004 vor Beginn der umfangreichen archäologischen Ausgrabungen auf dem Rathausvorplatz).

In römischer Zeit leitete der jeweilige Admiral der Classis Germanica die städtische Verwaltung. Später wurde die römische Munizipalverfassung eingeführt. Da die Stadt Sitz eines Erzbistums war, erlangte der Erzbischof später die vollständige Machtausübung in Köln. Doch versuchte die Stadt, sich vom Erzbischof zu lösen, was ihr schließlich im 13. Jahrhundert gelang (ab 1288 de facto Freie Reichsstadt). Bereits ab 1180 ist ein Rat der Stadt nachweisbar. Ab 1396 waren die 22 Gaffeln das politische Rückgrat der Stadtverwaltung. Sie wählten den 36-köpfigen Rat, der wiederum 13 Personen hinzuwählen konnte. Die Zusammensetzung des Rates wechselte halbjährlich, indem die Hälfte der Mitglieder ersetzt wurde. Der Rat wählte jährlich zwei Bürgermeister. Während der französischen Besatzung ab 1794 wurde 1798 die Munizipalverfassung eingeführt, die an französischen Vorbildern orientiert war. An der Spitze der Stadtverwaltung stand ein von der französischen Regierung ernannter Maire (Bürgermeister). Nach dem Übergang an Preußen 1815 wurde Köln 1816 eine kreisfreie Stadt und gleichzeitig Sitz des Landkreises Köln, der erst bei der Gebietsreform 1975 aufgelöst wurde. An der Spitze der Stadt stand seit 1815 ein Oberbürgermeister, weiterhin gab es einen Rat. 1856 wurde die preußische Städteordnung der Rheinprovinz eingeführt. Die Stadtverordnetenversammlung wählte den Oberbürgermeister als formelles Oberhaupt und Leiter der Verwaltung der Stadt.

1933 wurde der damalige Oberbürgermeister Konrad Adenauer von den Nationalsozialisten vertrieben. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg ernannte die Militärregierung der britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister und führte 1946 die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat der Stadt, der aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Ratsvorsitzenden und Repräsentanten der Stadt wählte, welcher ehrenamtlich tätig war. Neu war das Amt des ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektors, der als Leiter der Stadtverwaltung fungierte.

Im Jahr 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt von den Einwohnern Kölns gewählt. Dem Oberbürgermeister stehen weitere Bürgermeister zur Seite, Gegenwärtig (Stand 2013) vier, die von den stärksten Fraktionen des Rats gestellt werden.

Traditionen, Mentalität und Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kölns ehemaliges Stadtoberhaupt, Oberbürgermeister Jürgen Roters, hier mit seiner Ehefrau Angela.

Die lange Tradition einer freien Reichsstadt, die lange ausschließlich katholisch geprägte Bevölkerung und der jahrhundertealte Gegensatz zwischen Kirche und Bürgertum (und innerhalb dessen zwischen Patriziern und Handwerkern) hat in Köln ein eigenes politisches Klima erzeugt. Verschiedene Interessengruppen formieren sich häufig aufgrund gesellschaftlicher Sozialisation und daher über Parteigrenzen hinweg. Das daraus entstandene Beziehungsgeflecht, das Politik, Wirtschaft und Kultur untereinander in einem System gegenseitiger Gefälligkeiten, Verpflichtungen und Abhängigkeiten verbindet, wird Kölner Klüngel genannt. Heinrich Böll hat in seinem Essay Was ist kölnisch dieses historisch geprägte Geflecht beschrieben.[51] Dieser Klüngel hat z. B. häufig zu einer ungewöhnlichen Proporzverteilung in der Stadtverwaltung geführt und artete bisweilen in Korruption aus: Der 1999 aufgedeckte „Müllskandal“ über Bestechungsgelder und unzulässige Parteispenden brachte nicht nur den Unternehmer Hellmut Trienekens in Haft, sondern ließ fast das gesamte Führungspersonal der regierenden SPD stürzen.

War die Stadt aufgrund ihrer katholischen Tradition in Kaiserreich und Weimarer Republik fest der Partei Zentrum verbunden, wechselte bald nach dem Krieg die politische Mehrheit von der CDU (in der das Zentrum aufging) zur SPD. Diese regierte über 40 Jahre lang, teilweise mit absoluter Ratsmehrheit. Aufgrund liberaler Traditionen war Köln stets eine Hochburg der FDP, wegen ihres toleranten gesellschaftlichen Klimas eine der Grünen. Beide Parteien machen – mit wechselndem Erfolg – den Volksparteien zunehmend die Mehrheiten streitig.

Rat der Stadt Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ratssaal während der Vereidigung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker

Im Kölner Stadtrat sitzen 90 Ratsfrauen und -herren, vertreten sind die SPD (26 Mitglieder), die CDU (25 Mitglieder), Grünen (18 Mitglieder), die Linke (6 Mitglieder), die FDP (5 Mitglieder), die AfD (3 Mitglieder), die Wählergruppe Deine Freunde (2 Mitglieder), die Piratenpartei (2 Mitglieder), die Bürgerbewegung pro Köln (2 Mitglieder) und die Freien Wähler Köln (1 Mitglied). Derzeit übernehmen die stellvertretenden Bürgermeister die Aufgabe der Leitung der Ratssitzungen.

Bis zum 19. Mai 2015 zählte die sozialdemokratische Fraktion aufgrund eines Auszählungsfehlers einen Ratsherrn mehr, der Sitz ging an die CDU.[50]

Zu Repräsentationszwecken erwarb der Rat der alten Handels- und Binnenhafen-Stadt 1938 ein Ratsschiff, die heute unter Denkmalschutz stehende Stadt Köln.


Henriette Reker Jürgen Roters Fritz Schramma Harry Blum Norbert Burger (Köln) John van Nes Ziegler Theo Burauen Ernst Schwering Robert Görlinger Ernst Schwering Robert Görlinger Ernst Schwering Hermann Pünder Willi Suth Konrad Adenauer Willi Suth

Oberbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberbürgermeisterin der Stadt Köln ist Henriette Reker (parteilos). Als gemeinsame Kandidatin von CDU, Grünen und FDP erhielt sie am 18. Oktober 2015 bei der Kommunalwahl 52,66 Prozent der abgegebenen Stimmen.[2]

Seit 1999 repräsentieren in Nordrhein-Westfalen die Oberbürgermeister ihre Städte und Gemeinden nicht mehr ausschließlich politisch, sondern leiten wieder gleichzeitig die Kommunalverwaltungen,[52] die zwischen 1945 und 1999 von einem zusätzlichen Hauptamtlichen, dem Oberstadtdirektor in Großstädten, geführt wurden.

Stadtverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Stadtverwaltung Köln

Die Stadtverwaltung Köln besteht aus sieben Dezernaten, die jeweils von einem berufsmäßigen Stadtrat als kommunalem Wahlbeamten geleitet werden und dem Dezernat des Oberbürgermeisters. Bei der Kölner Stadtverwaltung sind rund 17.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Bezirksvertretungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parallel zu den Wahlen des Rates wird in jedem der neun Stadtbezirke nach den Vorgaben der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalens je eine Bezirksvertretung gewählt. Diese vertreten die Interessen der Bezirke und der dazugehörenden Stadtteile gegenüber dem Stadtrat. In Fragen geringerer Bedeutung, die nicht über die Bezirksgrenzen hinaus wirken, haben sie Entscheidungsbefugnis. Die Stadtbezirke werden durch den Bezirksbürgermeister vertreten.

Hoheitssymbole der Stadt Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Kölner Wappen
Wappen von Köln
Wappenbeschreibung:

„Unter rotem Schildhaupt, darin balkenweise drei goldene dreiblättrige Kronen, in Silber 11 schwarze Flammen (5:4:2).“

Wappenbegründung:

Das Wappen der Stadt Köln zeigt den doppelköpfigen Reichsadler, der Schwert und Zepter hält. Er erinnert daran, dass die Stadt im Mittelalter seit 1475 offiziell als Freie Reichsstadt zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehörte. Der Adler hat zwei Köpfe, weil der Kaiser zugleich der römisch-deutsche König war.

Der Schild hat die Farben Rot und Weiß, die Farben der Hanse. Köln gehörte als bedeutende Handelsmetropole nicht nur diesem Bund der Kaufleute und Städte an, sondern war – zusammen mit Lübeck – Mitbegründerin der deutschen Hanse und damit eine der ältesten Hansestädte in Deutschland.

Die drei Kronen sind seit dem 12. Jahrhundert das Hoheitszeichen der Stadt; sie erinnern an die Heiligen Drei Könige, deren Reliquien 1164 der Kölner Erzbischof Reinald von Dassel aus Mailand mitbrachte und die in einem goldenen Schrein hinter dem Hochaltar des Doms aufbewahrt werden.

Flagge der Stadt Köln mit Stadtwappen

An den sehr populären Kult der heiligen Ursula erinnern die elf schwarzen „Flammen“, die seit dem 16. Jahrhundert im Kölner Stadtwappen auftauchen. Ursula war der Legende nach eine bretonische Prinzessin, die auf der Rückfahrt von einer Pilgerreise nach Rom mitsamt ihren Gefährtinnen von den Hunnen ermordet wurde, die damals gerade Köln belagerten. Die elf oder 11.000 legendären Jungfrauen werden im Stadtwappen durch die elf tropfenförmigen Hermelinschwänze symbolisiert, die wiederum an das Wappen der Bretagne – der Heimat Ursulas – erinnern könnten, das aus Hermelinfell besteht.

Die Flagge der Stadt Köln ist rot-weiß längs gestreift.[53] Sie wird häufig mit aufgelegtem Stadtwappen gezeigt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln gehört zu den sechs europäischen Städten, die 1958 erstmals eine Ringpartnerschaft ins Leben riefen. Dieser unmittelbar nach Gründung der EWG erfolgte Akt sollte die europäische Verbundenheit unterstreichen, indem je eine Stadt aus jedem damaligen Mitgliedsland mit allen übrigen eine Städtepartnerschaft abschloss. 1993 wurde die Partnerschaft zwischen den beteiligten Städten Köln, Turin, Lüttich, Esch an der Alzette, Rotterdam und Lille nochmals bekräftigt.[54]

Durch die eingemeindeten Städte und Gemeinden übernahm Köln deren partnerschaftliche Beziehungen mit den Städten Benfleet/Castle Point (Vereinigtes Königreich), Igny (Frankreich), Diepenbeek (Belgien), Brive-la-Gaillarde (Frankreich), Dunstable (Vereinigtes Königreich), Eygelshoven (Niederlande) und Hazebrouck (Frankreich).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kölner Dom

Im Mittelalter wurde Köln zu einem bedeutenden kirchlichen und zu einem wichtigen künstlerischen und edukativen Zentrum. Der Kölner Dom ist die größte gotische Kirche in Nordeuropa und beherbergt den Dreikönigenschrein, in dem angeblich die Reliquien der Heiligen Drei Könige aufbewahrt werden, daher die drei Kronen im Stadtwappen. Der Kölner Dom – 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt – ist das Wahrzeichen der Stadt und dient als inoffizielles Symbol. Köln wurde im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört, heute ist die Stadt eine kulturelle Metropole mit vielen wichtigen Museen, Galerien und Kunstmessen sowie einer lebendigen Musikszene.

2012 wurde mit städtischen Mitteln nach längerer Vorbereitung die Akademie der Künste der Welt gegründet, die vorerst virtuell agierend und mit lokalen Institutionen und Initiativen zusammenarbeitend international hervorgetretene Künstler als Mitglieder beruft, die ihre Projekte dann in Köln realisieren können.

Ausländische Kulturinstitute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Standort einer Reihe von ausländischen Kulturinstituten ausgewählt. Das Haus des British Council von 1950 und das Amerika-Haus von 1954 haben ihre Aufgaben mittlerweile geändert. Das italienische, das französische und das japanische Kulturinstitut sind weiterhin in und über Köln hinaus aktiv. Das kleinere Belgische Haus fungiert als Kultur-Mittler.

Stadtbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Stadtentwicklung in Köln
Römerturm
Eigelsteintorburg
Jugendstilhäuser im Belgischen Viertel
Das Dischhaus

Die Altstadt Kölns und angrenzende Bereiche wurden durch Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg zu 80 Prozent zerstört. Beim Wiederaufbau wurden zwar die Straßenverläufe und die historischen Straßennamen häufig beibehalten, die Bebauung erfolgte jedoch oft im Stil der 1950er-Jahre. Somit sind weite Teile der Stadt von Nachkriegsarchitektur und markanten Hochhäusern geprägt; dazwischen befinden sich einzelne Bauten aus der Vorkriegszeit, die erhalten geblieben oder aufgrund ihrer Bedeutung rekonstruiert worden sind. Insbesondere die meisten historischen Kirchbauten wurden weitgehend originalgetreu wiederaufgebaut.

Römisches Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Der römische Feldherr Agrippa siedelte 19/18 v. Chr. den Stamm der Ubier am Rhein an und sorgte für eine Infrastruktur nach römischem Vorbild. Das antike Straßennetz hat teilweise noch bis heute Bestand. Aus dem römischen cardo maximus wurde die Hohe Straße und der decumanus maximus ist heute die Schildergasse. Reste römischer Bauwerke finden sich im gesamten Innenstadtbereich. Teilweise sind sie unterirdisch unter dem Kölner Rathaus oder in Parkhäusern und Kellern zugänglich. Darunter ist das sogenannte Ubiermonument, das älteste datierte Gebäude aus Stein in Deutschland. Oberirdisch kann man Reste der römischen Stadtmauer, zum Beispiel den Römerturm, besichtigen.

Mittelalterliches Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedeutende mittelalterliche Profanbauten sind erhalten oder wieder aufgebaut worden: Beispiele sind das Rathaus, das Stapelhaus, der Gürzenich und das Overstolzenhaus, ältestes erhaltenes Wohngebäude der Stadt. Teile der mächtigen mittelalterlichen Stadtmauern sind ebenfalls erhalten, darunter mehrere Stadttore wie das Eigelsteintor und die Stadtmauer am Hansaring (neben dem früheren Standort des Stadtgefängnisses Klingelpütz), das Severinstor, das Hahnentor oder die Ulrepforte samt der Stadtmauer am Sachsenring und der „Weckschnapp“. Das malerische Martinsviertel besteht nur noch zum Teil aus mittelalterlicher Bausubstanz. Viele Gebäude wurden nach dem Zweiten Weltkrieg mehr oder weniger stilgerecht wieder aufgebaut.

Preußisches Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Römerturm 3 liegt das einzige noch erhaltene klassizistische Wohnhaus.[57] Der erste Kölner Festungsring liegt in der gründerzeitlichen Neustadt und wurde Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet. Auf Grund des massiven Bevölkerungswachstums der Stadt und der vergrößerten Artilleriereichweite wurde die Verteidigung Kölns in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts jedoch in die links- und rechtsrheinischen Vororte der Stadt verlegt, wo ein neuer moderner Festungsgürtel errichtet wurde. Die veralteten Forts in der Neustadt bestanden jedoch weiterhin und wurden erst nach dem Ersten Weltkrieg teilweise geschleift. Bis heute können noch viele der Forts besichtigt werden. Dazu zählen unter anderem das Fort I im Friedenspark, das Fort IV im Volksgarten (Köln) oder das Fort X in der nördlichen Neustadt.

Die Neustadt ist eine ringförmig um die historische Altstadt angelegte Stadterweiterung, die sich von der abgebrochenen mittelalterlichen Stadtmauer bis zum inneren Festungsring erstreckt. Sie wurde ab 1881 bis etwa 1914 erbaut und war die größte ihrer Zeit in Deutschland. Einst war sie ein geschlossenes Ensemble mit allen Stilrichtungen vom Historismus über Jugendstil bis hin zum Expressionismus; erhebliche Kriegsschäden und Abrisswut in der Nachkriegszeit schmälerten ihren Charme. Dennoch lässt sich die ursprüngliche Gestalt der Neustadt in mehreren Vierteln noch gut nachvollziehen: Dazu zählen die Südstadt (Ubierring, Alteburger Straße – hauptsächlich Jugendstil), das Universitätsviertel (Zülpicher Straße, Rathenauplatz – hauptsächlich historisierende wilhelminische Häuser), die Patrizierhäuser im Belgischen Viertel (Aachener Straße, Lütticher Straße) und das Agnesviertel. Die Kirche St. Agnes, nach der das Viertel benannt wurde, ist ein gelungenes Beispiel rheinischer Neugotik. Heute ist die Neustadt kein reines Wohngebiet mehr, sondern Zentrum verschiedenster kultureller und geschäftlicher Aktivitäten (Mediapark, Galerien, Kneipenviertel etc.).

1914 investierte die Stadt fünf Millionen Mark in die Kölner Werkbundausstellung, bei der führende Architekten des Deutschen Werkbundes exemplarische und zeitgemäße Gebäude errichteten.

Zwischen den Weltkriegen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem damaligen Oberbürgermeister Konrad Adenauer entstanden in den 1920er-Jahren in Köln einige bedeutende Bauwerke. Das Messegelände (heute „Koelnmesse“) mit dem markanten Messeturm ist im Stil des Backsteinexpressionismus errichtet, wobei die Bauten über ein Skelett aus Stahlbeton verfügen und die ornamentale Fassade aus Blendklinkern besteht. Im selben Stil ist das Hansahochhaus am Innenstadtring gebaut worden. Zum Zeitpunkt des Richtfestes 1924 war es das höchste Haus Europas.

Adenauer ernannte 1926 den Künstler Professor Richard Riemerschmid zum Gründungsdirektor der stadtkölnischen Kunsthochschule Kölner Werkschulen, einer Parallelgründung zum Bauhaus in Dessau.

Ein Beispiel für den Baustil der Neuen Sachlichkeit ist das Disch-Haus, die Universität wurde im Stil des Werkbundes bis 1929 errichtet. In den 1920er-Jahren erlebte der Siedlungsbau in Köln einen Höhepunkt: Ganze Stadtteile wie Zollstock und Höhenhaus wurden von Wohnungsbaugenossenschaften zumeist nach den städtebaulichen Idealen der Zeit und oft nach den Prinzipien der Gartenstadt errichtet.

In der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur sollte Köln als Gauhauptstadt einen entsprechenden Rahmen erhalten: Geplant war der Abriss von Teilen der Altstadt und großen Teilen des Stadtteiles Deutz, um Platz für Aufmarschstraßen und ein gigantisches Gauforum auf der rechten Rheinseite zu schaffen. Das als erhaltenswert eingestufte Altstadtgebiet um Groß St. Martin wurde bis 1939 komplett saniert. Die Abrissarbeiten für die großzügig geplante Verkehrsschneise in West-Ost-Richtung konnte wegen des Krieges lediglich begonnen werden.

Nachkriegszeit und neue Entwicklungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museum Ludwig
Kölntriangle bei Sonnenuntergang

Nachdem große Teile von Köln 1945 zerstört waren, übernahm die amerikanische, später die britische Militärregierung erste Schritte zur Wiedererrichtung der Stadt. Der vollständige, autogerechte Neubau der Innenstadt wurde bald zugunsten einer Kompromisslösung aufgegeben, die das Straßennetz mit dem tradierten, schmalen Zuschnitt der Grundstücke beibehielt und breite Trassen durch die Innenstadt vorsah. Die Schaffung günstigen Wohnraumes stand im Vordergrund, so dass sich das Stadtbild des Nachkriegs-Köln durch architektonisch wenig interessante, hastig errichtete Mietshäuser häufig sehr gleichförmig darstellte. Gleichwohl ragen aus dieser Zeit einzelne stilbildende und wegweisende Projekte heraus, die Köln in den 1950er-Jahren zu einem bedeutenden Ort des modernen Städtebaus machten. Zu erwähnen ist die Gestaltung des Domplatzes mit dem Blau-Gold-Haus, der von Wilhelm Riphahn gestaltete Komplex aus Oper und Schauspielhaus und die West-Ost-Achse, die bereits Ende der 1940er-Jahre mit lichten Pavillons und werksteinverkleideten Geschossbauten ausgestaltet wurde. Der Gebäudekomplex der Gerling-Versicherung war aufgrund seiner Formensprache aus den 1930er-Jahren dagegen sehr umstritten.

1967 wurde die Hohe Straße, eine bekannte Kölner Einkaufsstraße, als erste Straße in Köln in eine Fußgängerzone umgewandelt.

Die 1960er und 1970er-Jahre bescherten Köln vor allem Architektur aus funktionalem Beton, die Schäden am Stadtbild verursachte, welche teilweise bis heute nicht behoben werden konnten. Erst in den 1980er-Jahren besannen sich die Kölner wieder mehr auf Qualität: Nach dem Bau des Fernmeldeturmes Colonius wurde verstärkt die Aufwertung der Innenstadt betrieben, welche bis heute andauert. Das Museum Ludwig, die Kölner Philharmonie und der Rheinufertunnel verbanden die Stadt seit 1986 durch eine ansprechend eingerahmte Uferpromenade wieder mit dem Rhein; gleichzeitig wurde durch die teilweise Verlegung der Stadtbahn in Tunnel der Innenstadtring entlastet und in neuer Gestaltung 1987 eingeweiht. In den 1990er-Jahren folgte der Mediapark auf dem Gelände des Güterbahnhofs sowie die KölnArena (heute Lanxess Arena) in Deutz. Der Rheinauhafen mit den markanten Kranbauten, das Wallraf-Richartz-Museum, das Weltstadthaus oder die geplante Messe-City in Deutz sind Beispiele für die aktuelle Umgestaltung der Innenstadt.

In den ersten Jahren des neuen Jahrtausends entstand mit dem Kölntriangle im rechtsrheinischen Stadtteil Deutz ein neues Hochhaus mit einer Aussichtsplattform in 103 Metern Höhe.

Bedeutende Sakralbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groß St. Martin ist die größte und markanteste der romanischen Kirchen. Im Vordergrund Rheinfront mit Stapelhaus.
Das Innere der Kapelle Maria in den Trümmern.

Das hervorragendste Kölner Wahrzeichen ist der gotische Dom St. Petrus, eine der größten Kirchenbauten der Gotik. Bis zu seiner Vollendung vergingen etwa 600 Jahre; erst 1880 wurde er fertiggestellt. Hier sind die Reliquien der Heiligen Drei Könige aufbewahrt, die Köln zu einem Pilgerziel ersten Ranges machten. Sie sind im prunkvoll gestalteten Dreikönigenschrein (spätes 12. Jahrhundert / erste Hälfte 13. Jahrhundert) im Chorraum des Domes aufbewahrt.

Kulturgeschichtlich nicht weniger bedeutsam sind die insgesamt zwölf großen romanischen Kirchen im Innenstadtbereich: St. Severin, St. Maria in Lyskirchen, Basilika St. Andreas, St. Aposteln, St. Gereon, St. Ursula, St. Pantaleon, St. Maria im Kapitol, Groß St. Martin, St. Georg, St. Kunibert und St. Cäcilien. Die meisten von ihnen wurden im Krieg schwer beschädigt, erst 1985 war die Wiedererrichtung abgeschlossen.

In der Innenstadt finden sich außerdem die gotischen Kirchen St. Peter und die Minoritenkirche sowie die Barockkirchen St. Mariä Himmelfahrt, St. Maria in der Kupfergasse, St. Maria vom Frieden und die Ursulinenkirche St. Corpus Christi. Die Protestanten durften in Köln erst ab 1802 öffentliche Gottesdienste feiern. Zu diesem Zweck bekamen sie von den Franzosen die gotische Antoniterkirche übereignet. Ähnlich verhält es sich mit der Kartäuserkirche, welche 1923 in evangelischen Besitz überging. Die in der Nähe des Heumarkts befindliche Trinitatiskirche ist die erste als solche errichtete evangelische Kirche im linksrheinischen Köln. Im Stadtteil Mülheim, das damals zum Herzogtum Berg gehörte, wurde allerdings bereits 1786 die Friedenskirche errichtet. Zwei Vorgängerbauten wurden zerstört. St. Engelbert in Köln-Riehl ist der erste moderne Kirchenbau Kölns.

Zwei Kirchenruinen sind noch im Stadtbild vertreten: Alt St. Alban in der Nähe des Rathauses mit einer von Käthe Kollwitz entworfenen Skulptur im ehemaligen Kirchenschiff und die Reste von St. Kolumba. Hier wurde in den 1950er-Jahren um eine erhalten gebliebene Marienfigur die Kapelle St. Maria in den Trümmern errichtet, die völlig zerstörte Kirche behielt nur provisorisch gesicherte Stümpfe der Umfassungsmauern. 2005 wurde auf diesen Ruinen das neue Diözesanmuseum von Peter Zumthor errichtet, dessen Neubau die Integration der Überreste deutlich betont.

In der Neustadt und den Vororten gibt es zahlreiche weitere Sakralbauten, unter anderem mehrere kleine romanische und gotische Kirchen sowie Beispiele für den modernen Kirchenbau. Besonders sehenswerte Bauten werden in den Artikeln der jeweiligen Stadtteile beschrieben.

Rheinbrücken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Deutzer Rheinufer auf die Hohenzollernbrücke, den Kölner Dom und das Museum Ludwig
Severinsbrücke von Westen, Februar 2005
Fernwärmetunnel unter dem Rhein

Die erste Rheinbrücke in Köln, die Konstantinbrücke, wurde von den Römern 310 erbaut und zwei Jahrhunderte später von den Franken zerstört. Die Reste wurden wahrscheinlich um 960 entfernt. 1822 wurde eine Pontonbrücke zwischen Köln und Deutz und 1889 eine weitere zwischen Köln-Riehl und Mülheim errichtet.[58] 1945 wurde nach den kriegsbedingten Zerstörungen aller Brücken als erste eine amerikanische Pontonbrücke zwischen Bayenthal und Köln-Poll errichtet. Sie wurde im Juni 1945 wieder abgebaut, nachdem zwischen Köln und Deutz neben der eingestürzten Hindenburgbrücke ein provisorischer Rheinübergang fertiggestellt wurde.[59] Einen weiteren provisorischen Rheinübergang, eine Bailey-Brücke (Pattonbrücke), unterhielt die englische Armee über den Rhein 1946 bis 1951 in Höhe des Rheinparks.[60]

Acht Brücken überspannen heute im Kölner Stadtgebiet den Rhein auf seiner Stromlänge von acht Kilometer durch die Stadt, davon zwei Eisenbahnbrücken und sechs Straßenbrücken:

  • die Hohenzollernbrücke in der Achse des Domes ist die am meisten befahrene Eisenbahnbrücke Europas,
  • die Südbrücke entlastet die Hohenzollernbrücke vom Güterverkehr.

Zwei Autobahnbrücken verbinden die links- und rechtsrheinischen Teile des Kölner Autobahnrings:

Vier grün gestrichene städtische Straßenbrücken lenken den Verkehr im inneren Stadtgebiet über den Rhein:

  • die Deutzer Brücke war der erste Brückenneubau der Nachkriegszeit, nachdem die amerikanische Armee neben der im Zweiten Weltkrieg eingestürzten Hindenburgbrücke 1945 bis 1946 eine Pfahlbrücke über den Rhein gebaut hatte.[61]
  • die Mülheimer Brücke ist ähnlich ihrem Vorkriegsmodell eine Hängebrücke nach Mülheim;
  • die Severinsbrücke, eine Schrägseilbrücke von 1959, bietet der Innenstadt ebenso wie
  • die Zoobrücke weiter nördlich eine Anbindung an das rechtsrheinische Autobahnsystem.

Charakteristisch für vier der acht Brücken ist der Anstrich, der daraufhin die Bezeichnung Kölner Brückengrün erhielt. Im Jahre 1929 wurde diese spezielle Farbe vom damaligen Oberbürgermeister Konrad Adenauer beim Bau der Mülheimer Brücke durchgesetzt.

Eine weitere Rheinquerung ist ein 1984 geschaffener, begehbarer, 470 Meter langer Fernwärmetunnel des Kölner Energieversorgers Rheinenergie, unter dem Rhein nördlich der Hohenzollernbrücke.[62][63] Dieser Tunnel ist nicht allgemein zugänglich, jedoch werden gelegentlich Termine zur Besichtigung der Tunnelanlage angeboten.[64]

Neben den Brücken bestehen in Köln noch einzelne Fährverbindungen über den Rhein:

  • Autofähre von Köln-Langel nach Leverkusen[65]
  • Personenfähre von Köln-Altstadt nach Messe/Rheinpark[66]
  • Personenfähre von Köln-Weiß nach Porz-Zündorf[67]

Parks und Grünflächen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wasserterrassen im Botanischen Garten Köln

Köln besitzt linksrheinisch zwei Grüngürtel – den Inneren und den Äußeren. Der Innere Grüngürtel ist sieben Kilometer lang, mehrere 100 Meter breit und hat eine Fläche von 120 Hektar. Die Festungsgürtel der Stadt mussten nach dem Ersten Weltkrieg im Rahmen der Versailler Verträge abgerissen werden, so dass hier diese große städtische Grünanlage entstehen konnte. Durch Aufschüttung von Trümmern des Zweiten Weltkrieges entstand im Inneren Grüngürtel der heute dicht bewachsene 25 Meter hohe Herkulesberg. Der Innere Grüngürtel beherbergt 25 Baumarten, Wiesen und mehrere Wasserflächen.

Der Äußere Grüngürtel ist auf dem Gelände des äußeren Festungsringes entstanden. Die zum Teil baumbestandene größte Kölner Grünanlage sollte ursprünglich fast die gesamte Stadt umschließen, was aus wirtschaftlichen Gründen nie realisiert wurde. Dennoch entstanden in den 1920er-Jahren 800 Hektar Grünfläche, unter anderem der Beethovenpark. Die Festungsanlagen auf der rechten Rheinseite wurden, wo möglich, in Grünanlagen umgewandelt.

Der fünf Hektar (ursprünglich elf Hektar) große Stadtgarten ist der älteste Park in Köln. Die 175 Jahre alte Anlage wurde als Landschaftspark angelegt und besitzt seit über 100 Jahren ein Restaurant mit Biergarten. Dort ist heute ein Jazzclub zu finden.

Im über 100 Jahre alten Volksgarten der Südstadt finden in der warmen Jahreszeit nächtelange Grill-Happenings statt, zu denen sich oft Trommler und andere Instrumentalisten einfinden. Klein- und Straßenkünstler sind hier zu finden. Der Park ist außerdem Ort für viele kulturelle Veranstaltungen, so werden beispielsweise in der Orangerie Theaterstücke aufgeführt.

Die auf einer Anhöhe gelegene Grünfläche am Aachener Weiher ist insbesondere bei Studenten ein beliebter Treffpunkt. Der sanfte Hügel entstand ebenfalls durch Aufschüttung von Trümmern des Zweiten Weltkriegs. Seit dem 7. August 2004 erinnert ein neuer Name an die Opfer des Krieges: Hiroshima-Nagasaki-Park. Köln ist seit 1985 Mitglied des internationalen Städtebündnisses gegen Atomwaffen, des so genannten „Hiroshima-Nagasaki-Bündnisses“.

Der Blücherpark im Stadtteil Bilderstöckchen und der Vorgebirgspark in Raderthal wurden beide, obwohl sehr unterschiedlich gestaltet, Anfang des 20. Jahrhunderts nach den Plänen des Gartenarchitekten Fritz Encke angelegt. Der Klettenbergpark in Köln-Klettenberg wurde zwischen 1905 und 1908 in einer ehemaligen Kiesgrube als Höhenpark angelegt. Der Fritz-Encke-Volkspark in Köln-Raderthal ist trotz der Verluste (teilweise Bebauung in den 1950er-Jahren) eine der bedeutendsten Anlagen der 1920er-Jahre.

Die mit der Stadterweiterung nach 1881 angelegte Ringstraße auf den ehemaligen Bollwerken vor der mittelalterlichen Stadtmauer war mit zahlreichen parkähnlichen Anlagen ausgestattet, so am Sachsenring, Kaiser-Wilhelm-Ring, Hansaring und Hansaplatz, Ebertplatz und Theodor-Heuss-Ring. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Anlagen verändert oder weitgehend entfernt, und nur der westliche Teil des Parks am Theodor-Heuss-Ring mit Weiher befindet sich noch fast im ursprünglichen Zustand.

Auf der rechten Rheinseite liegt der Rheinpark, das weitläufige Gelände der Bundesgartenschau 1957 und 1971 in Köln-Deutz, das durch die Rheinseilbahn mit den linksrheinischen Anlagen Zoo und Flora verbunden ist. Etwas weiter entfernt liegen die Groov in Köln-Zündorf sowie der Thurner Hof.

Im Kölner Norden befindet sich das Naherholungs- und Sportgebiet Fühlinger See. Es besteht aus sieben miteinander verbundenen Seen und einer Regattastrecke. Das Areal bietet sich zum Baden, Schwimmen, Tauchen, Angeln, Windsurfen, Kanufahren und Rudern an. Die U-förmig um die Regattastrecke verlaufende Straße wird häufig von Inline-Skatern genutzt.

Die Naherholungsgrünzonen am Rande Kölns werden durch einen Rundwanderweg, den Kölnpfad, dessen Etappen durch öffentliche Verkehrsmittel erreichbar sind, erschlossen und verbunden.

Der nahe gelegene Naturpark Rheinland jenseits der Ville dient ebenfalls der Stadtbevölkerung als Erholungsgebiet. Die Stadt gehört zu den Trägern des Naturparks.

Zoo und Botanische Gärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kölner Zoo wurde 1859 erbaut, ist etwa 20 ha groß und beherbergt 700 Tierarten mit etwa 7000 Tieren. Besonders bekannt ist er für die vielen in den Jahren 2006 und 2007 geborenen Elefanten. Das neue Heim der Elefanten, der Elefantenpark, wurde 2005 mit Hilfe privater Spenden erbaut und hat etwa 15 Millionen Euro gekostet.

Der Botanische Garten Kölns wird Flora genannt. Er ist in das European Garden Heritage Network eingebunden und 2004/2005 als herausragend in die Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas aufgenommen worden. Im äußeren Grüngürtel im Stadtteil Rodenkirchen liegt der Forstbotanische Garten mit seiner Landschaftsparkerweiterung, dem Friedenswald.

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte des Kölner Theaters hat ihre Wurzeln im Mittelalter. Im heutigen Köln sind zahlreiche Theater ansässig. Die Stadt ist Träger der „Bühnen der Stadt Köln“ mit Schauspielhaus und Oper Köln.

In der Stadt Köln gibt es zudem rund 70 professionelle freie und private Theater als Tourneetheater oder solche mit eigenen Spielstätten. Der Großteil der Theater ist in der „Kölner Theaterkonferenz e. V.“ organisiert, der die städtischen Bühnen angehören. Eine Besonderheit in der Kölner Theaterlandschaft ist die Initiative „JuPiTer“ (Junges Publikum ins Theater), in der Kindertheatermacher gemeinsam für die Stärkung des Kinder- und Jugendtheaters arbeiten. Die Kölner Theaterszene bildet das gesamte Spektrum vom Autorentheater über experimentelles Theater, Kabarett, klassisches Sprechtheater, Figurentheater, Märchenspiele, Performance, Tanztheater bis hin zum Volkstheater ab.

Bekannte Bühnen sind das Arkadaş Theater, Artheater, Atelier-Theater, Casamax-Theater, Cassiopeia Theater, Comedia Theater, Drama Köln, Freies Werkstatt-Theater, Galant-Theater, Gloria-Theater, Hänneschen-Theater (Puppenspiele der Stadt Köln), Horizont-Theater, Kölner Künstler-Theater, Klüngelpütz Kabarett-Theater, Millowitsch-Theater, Piccolo Puppenspiele, Senftöpfchen-Theater, Studiobühne Köln, Theater am Dom, Theater am Sachsenring, Theater der Keller, das Theater im Bauturm, Theater im Hof, Theater in der Filmdose, Theater Tiefrot und das Theaterhaus Köln.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kölner Gürzenich
Opernhaus am Offenbachplatz – bis auf Weiteres geschlossen

Sinfonie- und Kammerorchester[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Köln ist eine ganze Reihe renommierter Sinfonie- und Kammerorchester zu Hause. Das Gürzenich-Orchester wurde 1857 anlässlich der Einweihung des gleichnamigen Kölner Konzertsaals als Nachfolgeorganisation der „Musikalischen Gesellschaft“ gegründet. Seit 1888 ist die Stadt Träger des Orchesters. Es spielt in der Oper Köln und gibt zahlreiche Konzerte, zum Beispiel in der Kölner Philharmonie. Bekannte Musikdirektoren des Orchesters waren Conradin Kreutzer, Hermann Abendroth und Günter Wand. Seit 2003 wird das Gürzenich-Orchester von Markus Stenz geleitet.

Das zweite berühmte Sinfonieorchester ist das WDR-Sinfonie-Orchester; es wird seit 2010 von Jukka-Pekka Saraste geleitet. Dieses Orchester wurde 1945 als Nachfolgeeinrichtung des 1926 gegründeten Orchesters des Reichssenders Köln gegründet. An Kammerorchestern, teilweise mit hochspezialisiertem Repertoire und internationalem Renommee (Alte Musik), sind zu nennen: Camerata Köln (gegründet 1979), das Kölner Kammerorchester (gegründet 1923; 1976 bis 1986 als Capella Clementina),[68] Cappella Coloniensis (in Trägerschaft des WDR), Collegium Aureum (gegründet 1964), Concerto Köln (gegründet 1985) und Musica Antiqua Köln (gegründet 1973).

Chöre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln verfügt über eine reichhaltige Chorszene. Ein Dutzend Konzertchöre sind im Netzwerk Kölner Chöre organisiert,[69] einer bundesweit einmaligen Lobbyorganisation.

Rund um den Kölner Dom existiert die Kölner Dommusik, bestehend aus vier Chören (Kölner Domchor (Knabenchor), der Mädchenchor am Kölner Dom, die Domkantorei Köln, das Vokalensemble Kölner Dom). Der Domchor wurde 1863 wiedergegründet.

Der Kölner Jugendchor Sankt Stephan wurde 1984 gegründet und zählt zu den größten und erfolgreichsten Jugendchören Deutschlands.

Der Kölner Männer-Gesang-Verein mit seinen rund 190 aktiven Sängern ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

Außerdem gibt es in Köln eine sehr vielfältige Szene von „freien“, also nicht als klassischer Konzertchor organisierten oder an Kirchengemeinden gebundenen Chören, die sehr unterschiedliche Hintergründe und Schwerpunkte haben.

Musikschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule für Musik und Tanz Köln als Europas größte Musikhochschule trägt zum musikalischen Leben der Stadt erheblich bei. Für Kinder und Jugendliche bietet die Rheinische Musikschule an mehreren Standorten in Köln flächendeckend Musikunterricht an. Unter dem Titel Signale aus Köln finden am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln Begegnungen mit zeitgenössischen Komponisten statt.

Weitere Spielstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine wichtige Spielstätte für Musik ist die Kölner Philharmonie mit einem breiten Spektrum von klassischer Musik über Musik der Gegenwart bis hin zu Jazz und populärer Musik. Die Lanxess Arena, das E-Werk in Köln-Mülheim, das Palladium und die Live Music Hall sind neben dem Tanzbrunnen im Rheinpark (Freilichtbühne) weitere vielbesuchte Veranstaltungsorte.

In den Sendesälen des Westdeutschen Rundfunks und des Deutschlandfunks finden regelmäßig Konzerte statt. Der WDR unterhält neben dem oben erwähnten Sinfonieorchester auch eine Big Band, die als eine der besten Big Bands Europas gilt. Das Jazzhaus im Stadtgarten hat ein reichhaltiges Programm der aktuellen Spielarten des Jazz und der Weltmusik; im Loft wird insbesondere die improvisierte Musik gepflegt. Im alten Ballsaal des mittelalterlichen Köln, dem Gürzenich, wird ebenfalls Musik aufgeführt.

Kölsche Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine feste Größe in Köln ist die durch den Karneval geprägte Volksmusik. Dabei ist Volksmusik nur bedingt in Anlehnung an allgemeine Volksmusik zu sehen. Sie wird fast durchgängig in Mundart gesungen, also auf Kölsch. Dabei variieren die Stilrichtungen von Schlager über Pop und Hip-Hop bis hin zu Karnevalsliedern. In jüngerer Vergangenheit hat sich eine A-cappella-Szene gebildet. Eine Variante der kölschen Musik ist der Kölschrock, der vor allem durch BAP geprägt wurde und dem Gruppen wie Brings oder Kasalla entsprangen.

Einige Künstler, die sich um die Kölner Musikszene verdient gemacht haben, waren zum Beispiel Willi Ostermann und Willy Schneider und sind gegenwärtig beispielsweise die Bläck Fööss, Höhner, Paveier oder Wise Guys. Köln ist auch der Heimatort der 1968 gegründeten Krautrock-Band Can, die im Laufe der 1970er-Jahre zu einer der international einflussreichsten deutschen Rockbands wurde.

Elektronische Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den frühen 1950er-Jahren war Köln ein Zentrum moderner elektronischer Musik. Insbesondere das seit seiner Gründung 1951 von Herbert Eimert geleitete „Studio für elektronische Musik“ war als erstes seiner Art weltweit von internationalem Rang, neben Karlheinz Stockhausen, der das Studio seit 1963 leitete, arbeiteten hier beispielsweise Pierre Boulez, Mauricio Kagel, Pierre Henry und Pierre Schaeffer.

In den 1990er-Jahren blühte in Köln die elektronische Musik erneut auf, diesmal jedoch unter weniger akademischen Vorzeichen. Ausgehend von Techno, Intelligent Dance Music und unter Rückgriff auf populärmusikalische Avantgardegenres wie Industrial, Noise, Ambient, Krautrock, Free Jazz und Free Improv etablierte sich unter dem Stichwort Sound of Cologne ein breitgefächertes Spektrum moderner elektronischer Musik und konnte international erfolgreich sein. Musiker und Bands wie Wolfgang Voigt, Whirlpool Productions oder Mouse on Mars waren die bekanntesten Vertreter dieser Strömung, die allerdings stilistisch äußerst uneinheitlich und eher ein soziales Phänomen war. Bedeutende Labels des Sound of Cologne sind zum Beispiel Kompakt oder A-Musik.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Goethe über Heine bis Celan haben namhafte Autoren sich von Köln und seinen Eigenarten zu Gedichten und Balladen inspirieren lassen. Zahlreiche deutschsprachige Romane spielen in Köln. Hans Bender und Dieter Wellershoff leben hier, Nobelpreis­träger Heinrich Böll und Rolf Dieter Brinkmann gehörten zu den in Köln ansässigen bekannten Autoren. Literaturhaus und Lit.Cologne laden Schriftsteller aus dem In- und Ausland zu literarischen Veranstaltungen ein, während die heimischen Literaten beispielsweise bei der Lesebühne am Brüsseler Platz oder bei Veranstaltungen in Buchhandlungen, Cafés und Kneipen auftreten. Neben großen Verlagen wie Kiepenheuer & Witsch und DuMont beleben Spezialverlage wie der Musikverlag Dohr und Kleinverlage wie Emons, edition fundamental, Krash Verlag, LUND, parasitenpresse, Supposé Verlag und Tisch 7 das literarische Feld. Literarische Gruppen wie die Kölner Autorenwerkstatt setzen eigene Akzente. Die Stadt vergibt zwei Literaturpreise: den Heinrich-Böll-Preis und das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium.

Das Literaturhaus Köln und der Kölner Stadt-Anzeiger veranstalten jährlich die Aktion Ein Buch für die Stadt. Die Bürgerstiftung Köln stellt mit dem Projekt Eselsohr öffentliche Bücherschränke im Stadtgebiet auf und veranstaltet gemeinsam mit Stadtteil-Bürgerstiftungen offene Leserunden.

Bildende Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist ein wichtiges internationales Kunstzentrum. Mit der Art Cologne beherbergt sie die älteste Kunstmesse der Welt, die heute zu den weltweit wichtigsten Kunstmessen gehört. Das Wallraf-Richartz-Museum für klassische und das Museum Ludwig für moderne Kunst genießen internationalen Ruf. Weiterhin gibt es unter anderem Museen für mittelalterliche Kunst, ostasiatische Kunst und Kunstgewerbe (siehe Abschnitt Museen). Der 1839 gegründete Kölnische Kunstverein bietet der Gegenwartskunst Förderung und Ausstellungsfläche. Über 100 Galerien und Kunsthändler sind vor Ort, z. B. das Kunsthaus Lempertz, die Galerien Karsten Greve, Boisserée und Jablonka. Einige renommierte Künstler wohnen in Köln, etwa Gerhard Richter und Rosemarie Trockel.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Liste der Museen in Köln
Römisch-Germanisches Museum
Das Schokoladenmuseum im revitalisierten Rheinauhafen, Oktober 2004
Das Kölnische Stadtmuseum im Zeughaus. Auf dem Turm das umstrittene Flügelauto
Duftmuseum im Farina-Haus, hier entstand das Eau de Cologne bzw. Kölnisch Wasser

Als traditionsreiche Kulturstadt verfügt Köln über eine stattliche Anzahl von Museen, die umfangreiche und hochkarätige Sammlungen beherbergen. Die wichtigsten Kunstmuseen sind das Museum Ludwig, in dessen postmodernem, die Rheinfront unübersehbar prägenden Gebäudekomplex die Moderne und Gegenwartskunst untergebracht ist, und das Wallraf-Richartz-Museum, das im Herzen der historischen Altstadt 2001 einen eigenen Bau bezogen hat und Kunst aus den Epochen vom Mittelalter bis zum frühen 20. Jahrhundert zeigt. Einer der jüngsten bedeutenden Museumsneubauten ist das Erzbischöfliche Diözesanmuseum Kolumba, das, über den Resten einer romanischen Kirchenruine errichtet, bedeutende Werke aus verschiedenen Epochen zeigt. Gegenwartskunst findet sich im Kölnischen Kunstverein und im Museum für angewandte Kunst, das außerdem eine große Sammlung von Designstücken beherbergt. Wegweisend in ihrer Richtung sind zudem die artothek Köln für junge Kunst, das Käthe-Kollwitz-Museum, das Museum für Ostasiatische Kunst und das Museum Schnütgen für mittelalterliche Kunst, das seit 2010 in einen gemeinsam mit dem Rautenstrauch-Joest-Museum belegten neuen Gebäudekomplex expandiert ist. Letzteres ist das einzige völkerkundliche Museum in Nordrhein-Westfalen. Der Skulpturenpark Köln zeigt Außenskulpturen der Gegenwartszeit.

Flaggschiff der Kölner historischen Museen ist das Römisch-Germanische Museum, das Kunst-, Schmuck und Alltagsgegenstände aus der römischen und merowingischen Epoche ausstellt. Angeschlossen sind der ehemalige römische Statthalterpalast und die Mikwe, das mittelalterliche jüdische Kultbad auf dem Rathausvorplatz. Auf diesem werden umfangreiche Grabungen unternommen, die Fundamente und Kellergeschosse des mittelalterlichen Köln zutage fördern. Nach Abschluss der Arbeiten soll hier das Haus der Jüdischen Geschichte entstehen.

Die Kölner Stadtgeschichte wird im Kölnischen Stadtmuseum im Zeughaus präsentiert, während das nahebei gelegene EL-DE-Haus als das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (NSDOK) die Geschichte Kölns im Nationalsozialismus dokumentiert. Erwähnenswert sind außerdem das Agfa Foto-Historama für Historische Fotografie (seit 2005 Teil des Museum Ludwig), der Ausstellungsraum Jawne über das ehemalige jüdische Gymnasium Kölns, das Kölner Festungsmuseum und das Duftmuseum im Farina-Haus, dem Geburtshaus des Kölnisch Wasser.

Im Rheinauhafen befinden sich das Schokoladenmuseum in einem Bau der 1980er-Jahre und das Deutsche Sport & Olympia Museum, das in einer ehemaligen Zollhalle aus dem Jahr 1896, auf über 2000 m², direkt am Rhein untergebracht ist. Weitere wichtige, meist private und stiftungsgetragene Museen sind das Geldgeschichtliche Museum, das Kölner Karnevalsmuseum, das KünstlerMuseum Beckers°Böll im Kunsthaus Rhenania, das Odysseum, das Radiomuseum, das Rheinische Industriebahn-Museum, die Photographische Sammlung der SK Stiftung Kultur, die Theaterwissenschaftliche Sammlung Schloss Wahn und das Weinmuseum.

Archive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibliotheken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südseite des RheinEnergieStadions

Sportstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überregional bekannt sind vor allem der Müngersdorfer Sportpark mit dem Rheinenergiestadion und die Lanxess Arena in Deutz, eine der größten Mehrzweckhallen Europas, in der Eishockey-, Handball- und Basketballspiele ausgetragen werden. Daneben verfügt die Stadt über eine Radrennbahn, eine Pferderennbahn, eine Regattastrecke und zahlreiche weitere Sporteinrichtungen. Köln ist aufgrund seiner Infrastruktur regelmäßig Austragungsort von in Deutschland stattfindenden internationalen Sportveranstaltungen.

Die Deutsche Sporthochschule Köln ist die einzige Einrichtung ihrer Art in Deutschland.

Vereine und Traditionsveranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Köln werden 775 Sportvereine durch die Stadt finanziell gefördert. Der Vereinssport umfasst alle wichtigen Breitensportarten; die bekanntesten Fußballvereine sind der 1. FC Köln, der dreimal Deutscher Meister wurde, der SC Fortuna Köln und der FC Viktoria Köln. Sehr erfolgreich sind zudem die Kölner Haie im Eishockey, die achtmal Deutscher Meister wurden. Überregionale Bekanntheit genießen die Cologne Crusaders im Rugby und TR Colonia im Touch-Rugby.

Mit den Cologne Crocodiles, den Cologne Falcons und den Cologne Ronin vertreten die Stadt zudem gleich drei Mannschaften im American Football, mit den Cologne Centurions gab es darüber hinaus von 2003 bis 2007 einen Ableger der NFL in Köln. Im Basketball hatte die Stadt eine sehr erfolgreiche Zeit mit dem BSC Saturn Köln. Von 1999 bis zur Insolvenz 2009 war die Stadt mit den Köln 99ers in der Bundesliga vertreten. Der Amateurverein ist weiterhin der deutsche Basketballverein mit den meisten Mitgliedern und ging am 12. Juni 2013 zusammen mit dem MTV Köln 1850 in der Spielgemeinschaft Rheinstars Köln auf, deren Ziel fortan der Aufstieg in die Basketball-Bundesliga ist.[72]

Der SC Colonia 06 ist ein Kölner Amateur-Boxverein. Gegründet im Jahre 1906 ist er heute der älteste aktive Amateurboxverein Deutschlands. Boxer des Vereins errangen bereits in den 1920er-Jahren erste Europameistertitel. Insgesamt stellte der Verein bislang vier Europameister, drei Vize-Europameister, 37 Deutsche Meister und 86 Westdeutsche Meister bei den Senioren. Der Baseballverein Cologne Cardinals spielt in der Baseball-Bundesliga und war 1990 Deutscher Meister.

Seit 1997 findet jedes Jahr im Herbst der Köln-Marathon statt, und der Radsportklassiker Rund um Köln wird bereits seit 1908 jährlich durchgeführt. Seit 1984 wird der Köln-Triathlon veranstaltet.

Nachtleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor allem am Wochenende tummeln sich in der Innenstadt Einheimische und Touristen, Jugendliche und Studenten in zahlreichen Diskotheken[73] , Clubs, Bars und Kneipen. Hauptanlaufpunkte sind dabei die Altstadt, das Studentenviertel „Kwartier Latäng“ um die Zülpicher Straße, das Friesenviertel in der Nähe des Friesenplatzes, das Belgische Viertel und die Ringe zwischen Kaiser-Wilhelm-Ring und Rudolfplatz, sowie die Südstadt zwischen Chlodwigplatz und Alteburger Straße.

Karneval[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kölner Dreigestirn 2005 (v. l. Jungfrau, Prinz, Bauer)
Karnevalssitzung am 22. Februar 2006 im Gürzenich

Der Kölner Karneval – die „fünfte Jahreszeit“ – beginnt alljährlich am 11. November um 11:11 Uhr auf dem Alter Markt. Nach einem kurzen, heftigen Auftakt legt der Karneval bis Neujahr eine Pause ein. Dann beginnt die eigentliche „Session“, die bis zum Aschermittwoch mit dem traditionellen Fischessen dauert. Dieser Abschied vom bunten Karnevalstreiben wird durch die sogenannte Nubbelverbrennung um Mitternacht von Karnevalsdienstag auf Aschermittwoch eingeläutet.

Während der Karnevalssession finden zahlreiche Sitzungen und Bälle statt. Der „offizielle“, vom Festkomitee Kölner Karneval kontrollierte traditionelle Sitzungskarneval findet seine Anhängerschaft überwiegend im älteren und konservativeren Publikum. Vor allem zu den Prunk-Sitzungen findet sich die lokale Polit- und Geldprominenz ein.

In den letzten Jahrzehnten etablierte sich mit dem „alternativen“ Karneval eine Gegenbewegung, deren Aushängeschild die Stunksitzung im E-Werk ist. Sie ist mit über 40 Veranstaltungstagen die mittlerweile umsatzstärkste Karnevalsveranstaltung. Dazu kommt noch die schwul-lesbische Rosa Sitzung, ihre verschiedenen Sprösslinge und die Kneipenbewegung „Loss mer singe“, die jedes Jahr schon vor Karneval Tausende von Menschen beim „Einsingen“ auf die neuen Lieder der Session einstimmt.

Die Session gipfelt im Straßen- und Kneipenkarneval. Dieser beginnt an Wieverfastelovend (Weiberfastnacht), also dem Donnerstag vor Rosenmontag und versetzt die Stadt am Rhein für die nächsten sechs Tage in eine Art Ausnahmezustand, in dem das öffentliche Leben (Behörden, Schulen, Geschäfte) zu einem großen Teil zum Erliegen kommt. In dieser Zeit finden die zahlreichen Karnevalszüge in den einzelnen Stadtvierteln statt, deren größter der Rosenmontagszug in der Innenstadt ist.

Eine Besonderheit ist der Geisterzug: 1991, als wegen des Zweiten Golfkriegs der offizielle Straßenkarneval und mit ihm der Rosenmontagszug ausfiel, lebte die alte Tradition des Geisterzugs wieder auf. So folgen nichtorganisierte Gruppen dem Ääzebär, der die kalte Jahreszeit vertreiben soll. Seitdem findet fast jedes Jahr am Karnevalssamstag der Kölner Geisterzug statt, der nachts durch verschiedene Viertel der Stadt zieht.

Regelmäßige Veranstaltungen und Festivals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CSD-Parade, 2006

Die größte öffentliche Veranstaltung in Köln ist der Karneval, zu dessen Sessionen und Umzügen in der Karnevalswoche jährlich etwa zwei Millionen Gäste erwartet werden. Auf dem zweiten Platz folgt am ersten Juliwochenende mit regelmäßig über einer Million Besuchern der Cologne Pride, die größte Lesben- und Schwulen-Parade in Deutschland. Im Juli finden die Kölner Lichter, ein Musik- und Feuerwerksspektakel am Rhein hunderttausende Zuschauer.

Seit dem Wegzug der Musikmesse Popkomm nach Berlin ist in Köln eine Großveranstaltung weggefallen. Mit der c/o pop (Cologne On Pop), einem Festival für elektronische Popkultur, versucht die Stadt ein kleiner und spezieller dimensioniertes Musikfest zu etablieren. Weitere Musikveranstaltungen sind die MusikTriennale Köln, ein Festival mit Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, der Summerjam, größtes Reggae-Festival Europas am ersten Juli-Wochenende sowie die Orgelfeierstunden, international besetzte Orgelkonzerte im Kölner Dom.

Weitere Veranstaltungen sind das fünftägige Literaturfestival Lit.Cologne, das Internationale Köln Comedy Festival, die Lesebühne am Brüsseler Platz und die Jüdischen Kulturtage im Rheinland, an denen die Stadt regelmäßig teilnimmt, sowie das Kinderfilmfest Cinepänz. Es gibt zwei große Jahrmärkte, die Frühjahrs- und die Herbstkirmes am Deutzer Rheinufer. Die Bierbörse, ein internationales Bierfestival, findet ebenso jährlich statt wie der „Tag der Forts“, bei dem die preußischen Militäranlagen der Kölner Stadtbefestigungen kostenfrei der Öffentlichkeit mit zahlreichen Veranstaltungen zugänglich gemacht werden.

Küche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Muscheln rheinische Art
Rievkooche

Köln ist geprägt von einer langen kulinarischen Tradition, die mit importierten, teils exotischen Elementen bereichert wurde. Wegen der herausragenden Position im internationalen Handel wurden in der Küche bereits in früher Zeit Hering, Muscheln und viele Gewürze verwendet. Im Mittelalter, als der Lachs, in Köln meist als Salm bezeichnet, und der Maifisch noch reichlich im Rhein vorhanden war, galten diese Fische als Arme-Leute-Essen, während der Hering in der bürgerlichen Küche sehr beliebt war. Der rheinische Heringsstipp mit Äpfeln, Zwiebeln und Sahne zeugt noch heute davon. Muscheln rheinische Art sind heute Teil der Gastronomie.

Wie im Rheinland üblich, wird Süßes und Herzhaftes häufig kombiniert. Der gute Boden und das Klima sorgen zudem für eine große Rolle von Gemüse in der Kölner Küche. Ein süß-saures Gericht der Kölner Küche sind der Rheinische Sauerbraten, der ursprünglich mit Pferdefleisch zubereitet wurde und das einfachere Himmel un Ääd, vermengtes Kartoffel- und Apfelmus, zu dem es gebratene Blutwurst („Flönz“) gibt. Wirsing und Spargel werden häufig als Saisongemüse angeboten.

Eine besondere Rolle in Köln spielen die Brauhäuser. Diese dienten ursprünglich zur Bierausgabe der Kölner Brauereien und haben sich zum Hauptanbieter bürgerlicher Küche in Köln entwickelt. Neben den erwähnten Gerichten sind hier deftige Mahlzeiten wie Krüstchen, Eisbein („Hämchen“), Hachse und Reibekuchen („Rievkooche“) zu erhalten. Aufgrund des Herstellungsaufwandes gibt es letztere häufig nur an bestimmten Tagen. Beliebt zum Kölsch, das in den Brauhäusern direkt aus dem Fass gezapft wird, sind Tatar, Flönz oder Halver Hahn.

Gebäckspezialitäten sind Mutze, Mutzemandeln und Krapfen sowie eine Vielzahl an gedeckten und ungedeckten Torten, die hauptsächlich mit Äpfeln und Pflaumen garniert werden. Gesüßt wird bisweilen mit Zuckerrübensirup („Rübenkraut“), das als Brotaufstrich verwendet wird.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Wirtschaft Kölns

Die Wirtschaft Kölns ist geprägt durch einen lang anhaltenden und tief greifenden Strukturwandel. Während Handel und Verkehr schon seit dem Mittelalter einen stabilen, tragenden Pfeiler der lokalen Wirtschaft darstellen, sind viele der traditionsreichen produzierenden Gewerbe mittlerweile aus dem Stadtbild verschwunden. Durch die fortschreitende Tertiarisierung sind jedoch im Dienstleistungssektor neue Beschäftigungsimpulse entstanden. Gemeinhin wird Köln als Auto-, Maschinenbau-, Chemie-, Versicherungs- und Medienstadt angesehen. Das liegt unter anderem daran, dass sich im Fahrzeugbau, Maschinenbau, Versicherungswesen und in der Film- und Fernsehproduktion sehr viele Firmenzentralen in Köln angesiedelt haben. Der Ruf einer Medienstadt wird von der Kölner Politik nach Kräften gefördert, wobei neben Verlagswesen und Filmstudios zunehmend Musikproduktion, Computerspiele und elektronischer Handel in die öffentliche Wahrnehmung rücken. Die traditionell hohe Arbeitslosigkeit im Kölner Stadtgebiet ist im Mai 2010 erstmals seit Langem wieder unter die Marke von zehn Prozent gesunken.[74] In den letzten Jahren entwickelt sich Köln als Zentrum der BioRegio Rheinland zu einer der führenden Biotech- und Life-Science-Regionen in Europa.[75] 2015 wurde Köln in einer Rangordnung der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) und des Geographischen Instituts der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zur „digitalsten Stadt Deutschlands“ gekürt.[76]

Wirtschaftsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln hat eine sehr diversifizierte Wirtschaftsstruktur, die schrumpfende Branchen ebenso wie Wachstumsbranchen beinhaltet. So ist vom ehemals bedeutenden Bankenplatz Deutschlands um das Jahr 1800 (Sal. Oppenheim, Bankhaus J. H. Stein oder dem A. Schaaffhausen’scher Bankverein) nicht viel übriggeblieben. Am 2. März 1705 wurden hier durch die dann durch Kurfürst Johann Wilhelm II gegründete Banco di gyro d’affrancatione die ersten Banknoten Deutschlands, die Bancozettel, ausgegeben. Der Beitrag aller Sektoren der Kölner Wirtschaft zum Gesamtumsatz im Land Nordrhein-Westfalen macht die Stadt zu einer der deutschen Wirtschaftsmetropolen. Eine besondere Stellung nehmen traditionell die Automobilfertigung und die Energie- und Wasserversorgung ein. Die chemische Industrie, die Lebensmittelindustrie und das Verlagsgewerbe gehören zu den wesentlichen Sektoren. Insbesondere das Versicherungsgewerbe behauptete sich gegen den Bundestrend und stärkte so Kölns Position als „Versicherungshauptstadt“ Deutschlands. Im Sektor Finanz- und Versicherungsdienstleistungen arbeiteten 6 % aller Beschäftigten, während 5,5 % im Sektor Information/Kommunikation beschäftigt waren (2010).

2010 arbeiteten der Industrie- und Handelskammer zu Köln (IHK) zufolge[77] insgesamt in der Kölner Wirtschaftsregion 13,6 % aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten des Landes Nordrhein-Westfalen. Mit 82,4 % dominiert dabei das Dienstleistungsgewerbe, der Rest entfällt auf das produzierende Gewerbe. Gemessen an der Bruttowertschöpfung von 61 Milliarden Euro (2008) liegt der Dienstleistungssektor in Köln mit knapp 52 % Anteil an erster Stelle, gefolgt vom Finanzierungs- und Vermietungsgewerbe (23 %) und Handel/Gastgewerbe/Verkehr mit 13 %. Selbst der kleinste Sektor, das produzierende Gewerbe, erzielte in Köln mit 26,5 Milliarden Euro (2010) 8,8 % vom Gesamtumsatz dieses Sektors in Nordrhein-Westfalen. Stark vertreten ist darin der Fahrzeugbau mit einem Umsatzanteil von 56 % in Köln. Die Wirtschaftsmetropole liegt mit einer Exportquote von 58 % deutlich über dem Durchschnitt des Landes Nordrhein-Westfalen von 43 %.

Im Dezember 2010 verfügte die Stadt über eine Hotelbetten-Kapazität von 28.000, die zu 46 % ausgelastet war. 2011 verzeichnete Köln mit 126 Millionen Besuchern einen neuen Rekord. Diese verteilten sich auf 2,8 Millionen Hotelgäste mit fast fünf Millionen Übernachtungen, zehn Millionen private Übernachtungen und 120 Millionen Tagesgäste. Damit gehört Köln zu den meistbesuchten Orten Deutschlands und Europas. Von den 6,8 Milliarden Euro Umsätzen der Touristen verblieben 170 Millionen Euro Steuereinnahmen für die Stadt. Den größten Anteil an den Hotelgästen haben mit zwei Millionen (71,4 %) die deutschen Besucher, gefolgt von Briten (109.000; 3,9 %), Niederländern (92.000; 3,3 %) und Nordamerikanern (81.000). Die Messen und sonstigen Veranstaltungen wurden von 3,3 Millionen Teilnehmern besucht. Von 28.900 Ausstellern kamen 57,6 % aus dem Ausland, bei den Besuchern lag der Ausländeranteil bei 30,7 %. Aus diesem Grund wuchs Kölns Tourismus gegenüber dem Jahr 2010 mit 8,1 % stärker als in Nordrhein-Westfalen (5,1 %) und Gesamt-Deutschland (4 %).[78]

Die Geschichte der Wirtschaft Kölns und der Region wird dokumentiert und aufbereitet im Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsarchiv (RWWA).

Messen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der Koelnmesse

Die bekanntesten Messen der Koelnmesse sind:

  • Anuga, Fachmesse der Ernährungswirtschaft und Nahrungsmittelindustrie
  • Art Cologne, Fachmesse für Moderne Kunst
  • gamescom, Messe für interaktive Unterhaltungselektronik
  • imm cologne, Fachmesse für Möbel und Einrichtung
  • intermot, Internationale Motorrad- und Rollermesse
  • Photokina, Fachmesse der Foto-Industrie
  • spoga+gafa, Fachmesse für Sportartikel, Campingbedarf und Gartenmöbel

Einzelhandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schildergasse ist Kölns meistbesuchte Einkaufsstraße

In Köln gibt es zahlreiche Geschäfte der günstigen bis mittleren Preiskategorie sowie teure Luxusgeschäfte. Laut einer Untersuchung von Jones Lang LaSalle im Jahr 2014 sind Schildergasse und Hohe Straße die meistfrequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands.[79] Darüber hinaus existieren in Köln diverse Einkaufszentren, wie etwa das Rhein-Center im linksrheinischen Weiden oder die Köln Arcaden im rechtsrheinischen Kalk.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln ist seit jeher eine verkehrsgünstig gelegene Stadt, die zur Römerzeit mit einem bedeutenden Hafen ausgestattet und in das römische Fernstraßennetz eingebunden war. Das Straßen- und Schienenverkehrsaufkommen zählt im Personen- und im Gütertransport zu den höchsten in ganz Deutschland.

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kölner Autobahnring und wichtige Verkehrsadern

Das Kölner Straßensystem hat sich insbesondere auf der linken Rheinseite im Zuge der Stadterweiterung nach dem Ring-Radial-Prinzip entwickelt und folgte dabei zum Teil militärischen Erfordernissen. Die Ausfallstraßen werden von insgesamt fünf konzentrisch angeordneten Straßenringen gekreuzt, die zum Teil die alten Befestigungsanlagen nachzeichnen. Von innen nach außen sind es: die Ringe (dem Verlauf der mittelalterlichen Stadtmauer folgend); der Straßenzug Innere Kanalstraße/Universitätsstraße, der den inneren preußischen Festungsgürtel verband; die Gürtel; die Militärringstraße, die den äußeren preußischen Festungsgürtel verband, und der 1965 geschlossene Kölner Autobahnring, der im Westen und Norden von der Autobahn A 1, im Osten von der A 3 und im Süden von der A 4 gebildet wird.

An den Ringen beginnt eine Vielzahl von Radialstraßen, die nach den Orten benannt sind, in deren Richtung sie von Köln aus führen (u. a. Neußer Straße, Venloer Straße, Aachener Straße, Dürener Straße, Luxemburger Straße, Bonner Straße). Im Zusammenhang mit der Planung der Kölner Stadtautobahn wurden mit der Bundesstraße B 55a und der A 559 zwei autobahnartig ausgebaute Ein- und Ausfallstraßen angelegt. Weitere wichtige Zubringerstrecken sind im Südosten die A 59, ein Teil der „Flughafenautobahn“, die den Flughafen Köln/Bonn mit Köln und Bonn verbindet, und im Nordwesten die A 57, die von der Kölner Stadtmitte über Neuss nach Krefeld verläuft.

Trotz der guten Verkehrsanbindungen ist der Kölner Autobahnring aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens von häufigen Staus betroffen. Als Gegenmaßnahme wurden unter anderem Teile der A 3 auf bis zu zehn Spuren ausgebaut. Durch die notwendig gewordene Sanierung und den ab 2017 geplanten Neubau der Leverkusener Autobahnbrücke, die den Kölner Autobahnring im Norden schließt, entsteht ein weiteres Nadelöhr.[80]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Empfangshalle des Kölner Hauptbahnhofs

Der Kölner Hauptbahnhof ist die westliche Drehscheibe des deutschen Schienenfernverkehrs. Von hier führen Bahnstrecken nach

Luftfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flughafen Köln/Bonn, Terminal 1, August 2005

Das erste Ereignis der Kölner Luftfahrtgeschichte scheint sich 1785 zugetragen zu haben. Am 21. Oktober 1785 beantragte der durchreisende Franzose Jean-Pierre Blanchard beim Rat der Stadt Köln, mit seinem Ballon aufsteigen zu dürfen. Dies wurde ihm als Gotteslästerung ausgelegt und somit verboten. Er durfte allerdings seinen Ballon öffentlich zeigen. 1788 ließ Georg Haffner in dem damals noch nicht zu Köln gehörenden Deutz einen selbstgebauten Ballon steigen. Er zählte zu den wenigen professionellen Luftfahrern, die sich Aeronauten nannten und die sich ihre Kunst durch Auftritte in Vergnügungszentren bzw. Jahrmärkten finanzieren mussten. Derartige Auftritte von meist ausländischen Aeronauten sind für 1808, 1847 und 1878 dokumentiert. Der Kölner Maximilian Wolff war Mitgründer des Ballon-Sport-Clubs Cöln, gegr. 1888 und 1890 Gründer des Vereins zur Förderung der Luftschifffahrt, Cöln. Er bot in dieser Zeit u. a. an der Ausflugsgaststätte Goldenes Eck in Köln-Riehl Ballonfahrten mit Passagieren als ständige Attraktion an.[81]

Der bis 1861 als Maschinenbauingenieur bei der Kölnischen Maschinenbau AG in Bayenthal tätige Mainzer Paul Haenlein patentierte am 1. April 1865 die Idee eines lenkbaren Luftschiffs. Im Oktober 1871 demonstrierte er mit einem Luftschiffmodell in Mainz einige Flugversuche. 1872 baute er ein lenkbares Luftschiff.

Seit ca. 1900 landeten auf dem Gelände des Bauernhofes Butzweiler Hof in Köln-Ossendorf vereinzelt Ballone und Flugzeuge. Ebenso fanden Starts und Landungen auf den rechtsrheinisch Exerzierplätzen in der Merheimer Heide und in der Mülheimer Heide statt. Diese Anlagen konnten jedoch nur behelfsmäßig benutzt und nur auf Widerruf zur Verfügung gestellt werden.

Ausländische Flieger wie Blériot und der erste Looping-Flieger Adolphe Pegoud zeigten auf der Rennbahn in Köln Merheim (linksrheinisch) ihre fliegerischen Leistungen.[82] Der Kölner Flug- und Automobilpionier Arthur Delfosse machte 1902 erste Gleitflugversuche mit einem selbstgebauten Flugzeug auf der Mülheimer Heide.

1912 wurde in Köln-Ossendorf auf dem Gelände des ehemaligen Bauernhofes Butzweiler Hof der Grundstein zu einem Flughafen gelegt. Dieser wurde 1913 in Betrieb genommen und entwickelte sich bis zum Zweiten Weltkrieg zum Verkehrskreuz des Westens. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er von der englischen und später der belgischen Armee bis 1993 als Militärflugplatz genutzt.[83] Daneben gab es in Köln einen einfachen Start- und Landeplatz in Porz-Westhoven bei den Mannesmann-Flugzeugwerken.

Von 1937 bis 1945 befand sich ein militärischer Flugplatz in Köln-Ostheim.[84]

Im Südosten des Stadtgebiets, im Stadtbezirk Porz, befindet sich der Flughafen Köln/Bonn. Er entwickelte sich aus einem Artillerieschießplatz. 1904 nahmen Berliner Luftschiffer mit Drachenballonen dort an Schießübungen als Artillerie-Beobachter teil.[85] Am 5. April 1913 landete Leutnant August Joly vom Flieger-Bataillon 3, Köln Butzweilerhof, als Erster mit seiner Rumpler-Taube auf einem kleinen Platz zwischen der Kommandantur und einem Munitionsschuppen auf dem Schießplatz der Wahner Heide.[86] Er ist heute einer der umschlagsstärksten deutschen Frachtflughäfen (über 650.000 Tonnen im Jahr 2005), das Europa-Drehkreuz von UPS Airlines und ein wichtiger Standort für Billigflieger (9,85 Millionen Passagiere 2010). Auf dem militärischen Teil sind die Flugzeuge und die Führung der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung stationiert. Seit 1994 trägt er den Namen Konrad-Adenauer-Flughafen. Der Flughafen Köln/Bonn gehört mit den Flughäfen Leipzig/Halle, Münster/Osnabrück und Nürnberg zu den stadtnahen deutschen Flughäfen ohne Nachtflugbeschränkung. Es werden 139 Flugziele in 38 Ländern angeboten.

Die erste Luftschiffhalle ließ im Jahr 1907 der Kölner Gummiwarenfabrikant Clouth auf seinem Gelände an der Niehler Straße errichten. 1909 begann das Kriegsministerium in Berlin mit dem Bau bzw. der Fundamentierung der Luftschiffhalle in Köln-Bickendorf zwischen Venloer Straße und Ossendorfer Weg. Hieraus entstand der Luftschiffhafen Köln und die Halle erhielt den Titel Reichsluftschiffhalle.[87]

Ab 1927 wurden am Rhein Wasserflughäfen in Niehl und am Kunibertsufer eingerichtet.[88]

Schiffsverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Köln gibt es mehrere Rheinfähren, deren Bedeutung durch Brücken zwar stark zurückging, die nicht ausschließlich touristische Bedeutung haben. Die weiße Flotte der KD (Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG) befördert Personen auf dem gesamten Rhein und in geringem Umfang anderswo.

Für den Güterverkehr auf dem Rhein war Köln durch das Stapelrecht im gesamten Mittelalter Drehkreuz zwischen den „niederen Landen“ und dem höher gelegenen Deutschland. 1848 waren in Köln drei Handelsschiffe beheimatet.[89] Köln hat zahlreiche Häfen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Bedeutung der Innenstadthäfen allmählich zurück, dagegen wurden die Kapazitäten zugleich mit der Stadterweiterung durch neue Hafenanlagen im Norden erweitert. Der Güterverkehr stieg von 1990 mit 10.054.000 Tonnen Fracht bis 2007 auf 15.948.000 Tonnen, sank bis 2009 auf 12.009.000 Tonnen. Damit ist Köln nach Duisburg zweitgrößter deutscher Binnenhafen. [90]

Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kölner Stadtbahn der KVB
Ein Triebwagen der Baureihe 420 der S-Bahn Köln als S12 im Bahnhof Köln Messe/Deutz (Mai 2016).

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen S-Bahn-Linien, die Stadtbahn- und Buslinien der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) sowie Buslinien anderer Verkehrsgesellschaften. Alle Verkehrsmittel in Köln sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) benutzbar. Dieser ist mit dem benachbarten Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) verzahnt. Die für 2011 geplante Fertigstellung der Nord-Süd-Stadtbahn verzögert sich möglicherweise bis 2023.[91]

In Köln gibt es ungefähr 2000 Taxifahrer in rund 1200 zugelassenen Fahrzeugen.[92]

Eine Besonderheit ist die Rheinseilbahn, sie war bis 2010, vor dem Bau der Rheinseilbahn zur Bundesgartenschau 2011 in Koblenz, die einzige in Betrieb befindliche Seilbahn zur Überquerung eines Flusses in Deutschland. Angelegt wurde sie anlässlich der Bundesgartenschau 1957.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln ist Sitz zahlreicher Körperschaften des öffentlichen Rechts. Neben einer Vielzahl von Bundes- und Landesbehörden haben kirchliche Organisationen, Verbände und Vereine ihren Hauptsitz in Köln. Allgemeine Gerichte sind bis zur Ebene der Oberlandesgerichte in Köln ansässig. Die Finanz-, Sozial-, Verwaltungs- und Arbeitsgerichtsbarkeit ist dort vertreten.

Bundesoberbehörden mit Sitz in Köln sind der Militärische Abschirmdienst, das Bundesamt für Güterverkehr, das Bundesamt für Verfassungsschutz, das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, die Germany Trade and Invest, das Bundesverwaltungsamt, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, das Zollkriminalamt und das DIMDI.

Die Bundeswehr hat in Köln eine Reihe von Schlüsselbehörden eingerichtet. Hier sitzen unter anderem das Heeresamt, das Luftwaffenamt und das Luftwaffenführungskommando, die Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr (ACFüKrBw), das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw) und eine Sportfördergruppe.

Landesbehörden wie das hbz und übergeordnete kommunale Einrichtungen wie der Deutsche Städtetag, die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände, der Landschaftsverband Rheinland und die deutsche Sektion des Rat der Gemeinden und Regionen Europas haben ebenfalls ihren Sitz in Köln. Mit der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) ist eine europäische Behörde vertreten.

Wichtige Verbände, Vereine und kirchliche Organisationen mit Sitz in Köln sind unter anderem:

Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Hochschulen in Köln

Derzeit gibt es elf staatliche und private Hochschulen in Köln mit zahlreichen unterschiedlichen Studienrichtungen. Die Gesamtzahl der Studierenden in Köln liegt bei etwa 100.000. Damit gehört die Stadt neben Berlin, München und Hamburg zu den vier größten Hochschulstädten Deutschlands [93]. Den Ruf als multikulturelle Stadt hat Köln unter anderem aus dem Grund, weil zahlreiche ausländische Studenten vor Ort sind.

Panorama-Aufnahme des Hauptgebäudes der Universität zu Köln am Albertus-Magnus-Platz in Köln-Lindenthal aus dem Jahr 2009

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln ist neben Berlin, Hamburg und München mit etwa 30.000 bis 40.000 Beschäftigten in diesem Bereich einer der größten und wichtigsten Standorte für Massenmedien in Deutschland. Die Medienlandschaft ist vielseitig; neben den großen Unternehmen und Anstalten der Fernseh- und Hörfunkproduktion und den großen Verlagshäusern hat sich in Köln eine sehr differenzierte Zulieferindustrie entwickelt, die von Agenturen über Produktionsfirmen bis zu technischen Ausstattern ein breites Spektrum umfasst.

Hörfunk, Fernsehen und Musikindustrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allein der Westdeutsche Rundfunk (WDR) beschäftigt an seinem Hauptsitz in Köln 3500 Mitarbeiter und betreibt neben dem WDR-Fernsehen fünf Hörfunkprogramme. Der Deutschlandfunk hat als öffentlich-rechtlicher Sender hier seinen Sitz, bis zu ihrem Umzug nach Bonn im Jahre 2003 außerdem die Deutsche Welle. Zwischen Januar 1954 und Oktober 1990 war im Kölner Stadtteil Marienburg der britische Militärsender BFBS angesiedelt. Der Hörfunk ist in Köln neben den öffentlich-rechtlichen Sendern mit der lokalen Welle Radio Köln sowie diversen kleineren Radiosendern vertreten.

Die zur RTL Group gehörenden privaten Fernsehsender RTL Television, Super RTL, VOX und n-tv haben ihren gemeinsamen Hauptsitz nach Köln-Deutz verlegt. Vom Oktober 2005 bis einschließlich dem 31. Dezember 2014 berichtete der Fernsehsender center.tv täglich ausschließlich über das Geschehen in und um Köln. Seit dem 5. Januar 2015 sendet der Sender unter dem neuen Namen Köln.tv weiterhin Beiträge aus Köln und Umgebung. In Köln hat zudem die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) ihren Sitz.

Neben EMI Music Germany, die im August 2000 ihren Hauptsitz vom Maarweg im Stadtteil Braunsfeld in den Mediapark und anschließend nach Köln-Bickendorf verlegte, sind in Köln noch weitere kleinere Plattenlabels und Musikverlage ansässig.

Druckmedien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln verfügt mit dem Verlag M. DuMont Schauberg über ein Zeitungshaus von deutschlandweiter Bedeutung: Der Kölner Stadt-Anzeiger und die Kölnische Rundschau, deren gemeinsames Verbreitungsgebiet neben Köln und dem unmittelbaren Umland bis weit in die Eifel und das Bergische Land reicht, erscheinen hier. Das im selben Hause produzierte Boulevardblatt Express wird zusätzlich zu Köln im Raum Düsseldorf verbreitet. Als in Köln erscheinende Druckmedien sind außerdem die Wirtschaftszeitschriften Capital und Impulse zu nennen. Örtliche Bedeutung haben die monatlich erscheinenden Stadtillustrierten StadtRevue und Kölner sowie der Kölner Wochenspiegel, der von der Kölner Anzeigenblatt GmbH & Co. KG herausgegeben wird.

Der Taschen-Verlag, sowie der Verlag der Buchhandlung Walther König sind als international operierende Buchverlage mit thematischen Schwerpunkten in Kunst, Architektur und Erotik bekannt. Mit Kiepenheuer & Witsch und dem DuMont Buchverlag beherbergt die Stadt bedeutende literarische Verlage. Der 1918 gegründete subreport Verlag Schawe hat seinen Sitz seit seiner Gründung in Köln. Die Verlagsgruppe Lübbe, einer der größten Buchverlage in Deutschland, siedelte 2010 von Bergisch Gladbach nach Köln-Mülheim über.

Einrichtungen und Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kölnturm im Mediapark, Januar 2005

Wichtige Medien-Einrichtungen in Köln sind beispielsweise die Kunsthochschule für Medien Köln, die Internationale Filmschule Köln und die GAG Academy für Nachwuchskomiker. Köln ist Sitz des Filmbüros Nordrhein-Westfalen. Besonders im Belgischen Viertel sind viele kleine Filmproduktionsfirmen angesiedelt, die meist nicht selbst drehen, sondern größere Filmproduktionsfirmen mit einzelnen Dienstleistungen und technischer Ausstattung unterstützen.

Medienstandorte sind in Köln über das ganze Stadtgebiet verteilt. Innerstädtisch gelegen ist neben den Hauptsitzen der großen Sender der Mediapark am Hansaring (20 ha, 174.000 m² Bürofläche), der von 1992 bis 2003 auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Gereon errichtet wurde. In den modernen Gebäuden im Mediapark, darunter der 148 Meter hohe Kölnturm, sind etwa 250 Firmen mit etwa 5000 Beschäftigten angesiedelt, von denen gut 60 Prozent im Medien- und Kommunikationsbereich tätig sind.

Flächenverbrauchende Studios und Filmproduktionsstätten dagegen liegen an der Peripherie, wie etwa die WDR-Studiogelände in Bocklemünd oder das Medienzentrum Mülheim. Auf Teilen eines ehemaligen Fabrikgeländes haben sich dort rund um die große Veranstaltungshalle E-Werk viele Künstler und Agenturen angesiedelt. Einige Fernsehstudios sind dort zu finden, in denen unter anderen für Sat.1 und ProSieben produziert wird.

Außerdem befindet sich im Nordwesten der Stadt (auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes Butzweilerhof) das Coloneum, Europas größter Studiokomplex mit einer Fläche von 35 Hektar und 20 Studios (25.000 m²) mit bis zu 30 Meter Deckenhöhe. Im Südwesten der Stadt zwischen Köln und Hürth wurden große Studiokomplexe für Nobeo und MMC errichtet, in denen viele Shows für Sat.1 und RTL produziert werden, unter anderem von der Produktionsfirma action concept.

Truppen und Streitkräfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln war nicht zuletzt aufgrund seiner strategischen Lage über die Jahrhunderte immer wieder Ausgangspunkt, Ziel und Angriffspunkt kämpferisch-militärischer Aktionen.

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte der Stadt Köln

Die nachgewiesene Geschichte von Streitkräften in Köln beginnt mit einer ersten Besetzung durch die Römer um 57 v. Chr., die die Eburonen vertrieben hatten. Sie siedelten anschließend die Ubier vom östlichen Rheinufer nach Köln um. Um 68 waren die Bataver in Köln. Von 260 bis 274 übernahmen aufständische römische Grenztruppen die Macht in Köln, 274 überfielen Germanen Köln, 355 die Franken, die schließlich 454 die Macht übernahmen. 557 fielen die Sachsen in das später, 1888, eingemeindete Deutz ein. Im Winter 881/882 kamen die Normannen den Rhein hoch. 1096 sammelten sich in Köln Kreuzritter vom Niederrhein. 1583 kam es in Köln und Deutz zu Kämpfen zwischen kurpfälzischen und bayrisch-spanischen Truppen. Um 1587 kamen niederländische Truppen nach Köln.

Die erste Stehende Truppe nach der Römerzeit scheint erst wieder im Jahr 1681 dokumentiert zu sein. Köln baute nach der Reichsmatrikel von 1681 eine Söldnertruppe mit 383 Mann in drei Kompanien auf. Sie erhielten volkstümlich den Namen Rote Funken.

Französische Truppen besetzten ab dem 6. Oktober 1794 Köln, denen 1814 die Preußen folgten, die Köln zu einer Festung ausbauten. Ab 1871 wurden die Landstreitkräfte als Deutsches Heer bezeichnet, das Köln weiter ausbaute.

Auf Grund des Versailler Vertrages wurde das Rheinland und somit Köln nach dem Ersten Weltkrieg entmilitarisierte Zone und somit durften in Köln keine deutschen Einheiten stationiert sein, bis 1936 die Wehrmacht in Köln im Rahmen der Rheinlandbesetzung einmarschierte.

Erster Weltkrieg bis Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infolge der Niederlage im Ersten Weltkrieg und dem Waffenstillstandsabkommen von Compiegne wurde Köln ein britischer Brückenkopf mit einer 30 km großen Besatzungszone im französisch besetzten Rheinland. Als erste britische Einheit marschierte die 1st. Cavalry Division am 6. Dezember 1918 in Köln ein. Dort entstand ab 19. Dezember das Hauptquartier der britischen Besatzung, die erst am 20. Februar 1920 abzog.[94] In Riehl bezogen die britischen Streitkräfte die Barbara-Kaserne.[95] An der Bonner Straße, Ecke Gaedestraße wurde die 1911 gebaute Kaserne Arnoldshöhe bezogen.[96] Am 10. Dezember 1918 erreichte die Kavallerie der 1. und 2. Kanadische Division Köln. In Köln entstand das Hauptquartier der 1. Division bis zum vollständigen Rückzug am 28. Januar 1919.[97][98] Am 23. Dezember 1918 errichteten neuseeländische Einheiten in Holweide ihr Hauptquartier. Die 2. Brigade lag in Mülheim und ab dem 26. Dezember folgte eine Artillerie-Einheit nach Mülheim und Deutz. Das 3. und 4. Bataillon wurden in Dellbrück und Dünnwald einquartiert. Ab dem 9. März 1919 wurden weitere Einheiten nach Mülheim in die Hacketäuerkaserne verlegt – bis zum Abzug am 25. März 1919 mit 700 Mann aus Deutschland.[99][100] Der Truppenübungsplatz Wahner Heide wurde 1918 zunächst von kanadischen und britischen Einheiten übernommen, die sie von 1920 bis 1926 an französische Einheiten übergaben.[101]

Es wurden kasernierte Einheiten der Landespolizei aufgebaut, die nach der Machtergreifung Hitlers 1933 militärisch organisiert wurden und später in die Wehrmacht übergingen. Einheiten der Landespolizei lagen in Westhoven, Wahn und Longerich. 1936 marschierten deutsche Truppen in das entmilitarisierte Köln ein. Einheiten der Wehrmacht waren u. a. an den Flughäfen Butzweilerhof, Ostheim und Porz-Wahn stationiert sowie in den Kasernen Arnoldshöhe,[96] Etzel, Mudra, Unverzagt und Hacketäuer in Mülheim.[101][102]

Besatzung nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegsschäden von 1945, immer noch sichtbar im Jahre 1984

Das linksrheinische Köln wurde am 6. März 1945 von Truppen der 3. US-Panzerdivision erobert.[103] Am 11. April 1945 erreichten amerikanische Panzerspitzen, die zuerst in Remagen den Rhein überschritten hatten, Porz. Am 14. April 1945 wurden die rechtsrheinischen Stadtteile vollständig besetzt. Die US-Army überquerte den Rhein mit Hilfe einer Ponton-Brücke zwischen den Stadtteilen Poll und Bayenthal.[59] Am 9. März 1945 wurde die US-amerikanische Militärregierung in Köln etabliert. Innerhalb von 100 Tagen förderten die amerikanischen Besatzer die Instandsetzung der Kölner Infrastruktur, trieben die Entnazifizierung voran und legten die Grundlagen für den Wiederaufbau Kölns. Außerdem schufen sie Sammelstellen für Displaced Persons: in Junkersdorf, Etzelkaserne für Polen, in Ossendorf für Sowjetbürger und in Brauweiler für Franzosen und Italiener.[104] Am 21. Juni 1945 löste eine britische Militärregierung die Amerikaner in Köln ab. Im Januar 1954 wurde der Radiosender der Britischen Streitkräfte BFN, später BFBS, von Hamburg nach Köln-Marienburg in die Villa Tietz verlegt. Am 15. Juni 1945 übergaben die amerikanischen Streitkräfte den Flughafen Wahn und das Camp Wahn an britische Streitkräfte (RAF und Heer). Von 1950 bis 1955 residierte der britische Hohe Kommissar mit 560 Beamten in der Wahner Kaserne. 1955 zog der britische Hohe Kommissar nach Bonn um und wurde zum Grundstock der britischen Botschaft.[105] Im Niehler Hafen soll ein Wasserflugzeug der Royal Navy stationiert gewesen sein.[106] Nach dem Abzug der Einheiten am 18. Juli 1957 soll nur ein Detachement in Köln verblieben sein.[107]

Belgische Garnison ab 1946[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurze Zeit nach Ende des Zweiten Weltkrieges begann in Köln und Umgebung die Stationierung erster Einheiten der belgischen Streitkräfte in Köln.[108] Ab 1951 wurden sie immer weniger Teil der Besatzungstruppen des Belgischen Korridors im Süden der Britischen Zone, sondern wurden zum Vorreiter der NATO.[109] 1947 wurde das Hauptquartier der belgischen Streitkräfte von Lüdenscheid über Bonn nach Köln-Weiden verlegt. Im Kölner Raum wurden entweder noch bestehende Einrichtungen der ehemaligen Wehrmacht benutzt oder neue Kasernen gebaut. In der Nähe der Kasernen entstanden Wohnsiedlungen für die Angehörigen der Streitkräfte. Zeitweise war Köln die größte belgische Garnison im Ausland.

Ab 1988 wurden die Belgischen Streitkräfte umstrukturiert, 1993 wurde die Wehrpflicht in Belgien abgeschafft und ab 1996 das Hauptquartier zurück nach Belgien verlegt. Damit verbunden war eine Verkleinerung der Einheiten in Deutschland bis hin zu deren Auflösung. Die Kasernen und Einrichtungen wurden danach in Teilen abgerissen, umgenutzt oder zu Wohnzwecken umgebaut. Die zugehörigen Wohnsiedlungen wurden nicht zuletzt Dank ihrer Lage im Außenbereich und überdurchschnittlich großer Grundstücke begehrte Wohnobjekte. Viele der Angehörigen der Streitkräfte verblieben nach dem Abzug oder der Auflösung ihrer Einheit in Deutschland.[110]

Bundeswehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Gründung der Bundeswehr 1955 wurde Köln zu einem der größten Bundeswehrstandorte in Deutschland.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ferdinand Franz Wallraf, Erster Ehrenbürger Kölns

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln hat zwischen 1823 und 2007 23 Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen.

Alternative Kölner Ehrenbürgerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alternative Kölner Ehrenbürgerschaft ist eine Ehrung für Kölner Bürger. Entstanden ist sie im Jahr 2002 in Opposition gegen die damalige Verleihung der Kölner Ehrenbürgerschaft an den Verleger Alfred Neven DuMont und den Schokoladenfabrikanten Hans Imhoff.

Dreißig Kölner Persönlichkeiten, darunter Martin Stankowski und der Kabarettist Heinrich Pachl, gründeten den Initiativkreis alternative Ehrenbürgerschaft. Beisitzer des Komitees sind unter anderem der Schriftsteller Günter Wallraff, die Schauspielerin Marie-Luise Marjan, die Musiker Tommy Engel und Wolfgang Niedecken, der Kabarettist Jürgen Becker sowie die Schriftstellerin Elke Heidenreich.[111]

Das Bürgerkomitee möchte mit der Auszeichnung die Aufmerksamkeit auf Bürger und Netzwerke lenken, die sich ohne finanzielle Ressourcen und oft abseits des Mainstreams der öffentlichen Meinung in Köln engagieren.

Die Auszeichnung wird unregelmäßig vergeben.

Preisträger

  • 2002 Pfarrer Franz Meurer, der sogenannte Don Camillo aus Köln-Vingst, für sein soziales Engagement in der Gemeinde Köln-Höhenberg/Vingst, in der er ein umfangreiches soziales Netzwerk aufgebaut hat.[112]
  • 2006 Gunter Demnig, der mittlerweile rund 22.000 Stolpersteine in über 530 Ortschaften in Deutschland, den Niederlanden, Polen, Österreich, Tschechien, der Ukraine, Ungarn und Spanien zum Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus verlegt hat.
  • 2011 Hedwig Neven DuMont (Ehefrau des Kölner Verlegers Alfred Neven DuMont), als Vorsitzende des Vereins Wir helfen, sowie Kurt Holl (1938–2015). Er engagierte sich in Köln für die Einrichtung der NS-Dokumentationsstelle in der ehemaligen Gestapo-Zentrale im EL-DE-Haus. Sein zentraler ehrenamtlicher Arbeitsschwerpunkt war seit 1980 der Einsatz für Sinti und Roma in Köln. 1990 initiierte er die erste Ausstellung zu deren Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Holl gehörte zu den Gründern des „Rom e.V.“; 2004 konnte er „Amaro Kher“ eröffnen, ein Projekt für die schulische Integration von Roma-Flüchtlingskindern.[113]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedeutende Persönlichkeiten Kölns sind in der Liste von Söhnen und Töchtern der Stadt Köln (und Liste der sonstigen berühmten Kölner) und in der Liste der Erzbischöfe und Bischöfe von Köln zu finden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Über Köln sind bisher sieben Merian-Hefte erschienen: 1948 (Nr.3), August 1960, Dezember 1979, Juli 1988, Januar 1994, März 2002 und September 2012

Bildbände und Lexika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtebücher und Atlanten, Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hansgerd Hellenkemper, Emil Meynen: Stadtmappe Köln. In: Heinz Stoob, Wilfried Ehbrecht, Jürgen Lafrenz, Peter Johannek (Hrsg.): Deutscher Städteatlas. Band 2, Teil 2. Dortmund 1979, ISBN 3-89115-317-1.
  • Dorothea Wiktorin (Hrsg.): Köln, der historisch- topographische Atlas. Emons Verlag, Köln 2001, ISBN 3-89705-229-6.
  • Erich Keyser (Hrsg.): Rheinisches Städtebuch. Band III 3. Teilband aus Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages. Stuttgart 1956.
  • Helmut Signon, Klaus Schmidt: Alle Straßen führen durch Köln. 3. Auflage. Greven, Köln 2006, ISBN 3-7743-0379-7.
  • Ansgar Bach: Literarisches Köln. 80 Autoren – Wohnorte, Wirken und Werke. Verlag Jena 1800, Berlin 2002, ISBN 3-931911-23-3.
  • Uwe Schwarz: Köln und sein Umland in alten Karten. Von der Eifelkarte zur Generalstabskarte (1550 bis 1897). Herausgegeben von Werner Schäfke. Köln, Emons Verlag 2005, ISBN 3-89705-343-8.
  • Rüdiger Schünemann-Steffen: Kölner Straßennamen-Lexikon, Jörg Rüshü Selbstverlag, Köln 1999, ³/2013

Monographien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Curdes, Markus Ulrich: Die Entwicklung des Kölner Stadtraumes. Der Einfluss von Leitbildern und Innovationen auf die Form der Stadt. Dortmunder Vertrieb für Bau- und Planungsliteratur, Dortmund 1997, ISBN 3-929797-36-4.
  • Werner Eck: Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum. Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6 (Geschichte der Stadt Köln in 13 Bänden. Band 1).
  • Hiltrud Kier: Kleine Kunstgeschichte Kölns. Beck, München 2001, ISBN 3-406-47170-6.
  • Martin Rüther: Köln im Zweiten Weltkrieg. Alltag und Erfahrungen zwischen 1939 und 1945. Emons, Köln 2005, ISBN 3-89705-407-8 (Schriften des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln. Band 12).
  • Christian Schuh: Kölns 85 Stadtteile. Geschichte, Daten, Fakten, Namen. Von A wie Altstadt bis Z wie Zündorf. Emons, Köln 2003, ISBN 3-89705-278-4.
  • Arnold Stelzmann, Robert Frohn: Illustrierte Geschichte der Stadt Köln. 11. Auflage. Bachem, Köln 1990, ISBN 3-7616-0973-6 (1. Auflage 1958).
  • Bernhard van Treeck: Street Art Köln. Edition Aragon, Moers 1996, ISBN 3-89535-434-1.
  • Gerta Wolff: Das Römisch-Germanische Köln. Führer zu Museum und Stadt. Bachem, Köln 2000, ISBN 3-7616-1370-9.

Reiseliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Kuffner: „Zeitreiseführer Köln 1933–1945.“ Ein zeithistorischer Reiseführer. Helios, Aachen 2009, ISBN 978-3-938208-92-2.
  • Maik Kopleck (Hrsg.), Gregory Piatkowski: Von der Colonia Agrippina bis zum „Deutschen Herbst“. PastFinder, Düsseldorf 2008, ISBN 978-988-99780-4-4 (Reihe PastFinder ZikZak.).
  • Dieter Luippold (Redaktion), Achim Bourmer u. a.: Köln. 10. Auflage. Baedeker, Ostfildern 2007, ISBN 978-3-8297-1131-9 (Reihe Baedeker-Allianz-Reiseführer.).
  • Martin Stankowski Darum ist es am Rhein so schön. Vom Kölner Dom zur Loreley. Der andere Reiseführer. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2009, ISBN 978-3-462-04107-1.
  • Kirstin Kabasci: Köln. Reise-Know-How-Verlag, Bielefeld 2006, ISBN 3-8317-1396-0.

Historisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geschichte in Köln. Zeitschrift für Stadt- und Regionalgeschichte. (erscheint jährlich mit einem Band; 2008 erschien Band 55, SH-Verlag Köln)
  • Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins e. V. (erscheint jährlich mit einem Band, 2008 erschien Jahrbuch 79, SH-Verlag Köln; in unregelmäßigen Abständen erscheinen Beihefte)

Monographien und Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Historisches Archiv der Stadt Köln (Hrsg.): Musik. Theater. Tanz. Literatur. Museen – Kunst und Kultur in Köln nach 1945. Wienand Verlag, Köln 1996, ISBN 3-87909-455-1.
  • Christian Bartz: Köln im Dreißigjährigen Krieg. Die Politik des Rates der Stadt (1618–1635). Vorwiegend anhand der Ratsprotokolle im Historischen Archiv der Stadt Köln. (= Militärhistorische Untersuchungen, Bd. 6). Frankfurt u. a. 2005 (zugleich Diss. Univ. d. Bundeswehr München 2004).
  • Carl Dietmar, Werner Jung: Kleine illustrierte Geschichte der Stadt Köln. 10. Auflage. Bachem, Köln 2009, ISBN 978-3-7616-2226-1 (Sonderausgabe Historisches Archiv der Stadt Köln).
  • Carl Dietmar und Werner Jung: Köln. Die große Stadtgeschichte, Klartext, Essen 2015, ISBN 978-3-8375-1487-2.
  • Barbara und Christoph Driessen: Köln. Eine Geschichte. Greven, Köln 2015, ISBN 3774306532
  • Mario Kramp: Vom Traum zum Alptraum. Köln und der Beginn des Bombenkrieges. Greven Verlag, Köln 2014, ISBN 978-3-7743-0652-3.
  • Horst Matzerath: Köln in der Zeit des Nationalsozialismus 1933–1945. Greven, Köln 2009, ISBN 978-3-7743-0429-1 (Geschichte der Stadt Köln. Band 12).
  • Klaus Müller: Köln von der französischen zur preußischen Herrschaft, 1794–1815. Greven, Köln 2005, ISBN 3-7743-0375-4 (Geschichte der Stadt Köln. Band 8).
  • Martin Rüther: Köln im Zweiten Weltkrieg. Alltag und Erfahrungen zwischen 1939 und 1945. Emons, Köln 2005, ISBN 3-89705-407-8.
  • Werner Schäfke, Marcus Trier (Hrsg.): Mittelalter in Köln. Eine Auswahl aus den Beständen des Kölnischen Stadtmuseums. Emons, Köln 2009, ISBN 978-3-89705-654-1.
  • Klaus Schmidt: Glaube, Macht und Freiheitskämpfe. 500 Jahre Protestanten im Rheinland, mit einem Nachwort von Günther van Norden, Greven, Köln 2016, ISBN 978-3-7743-0385-0.
  • Robert Steimel: Kölner Köpfe, Steimel Verlag, Köln-Zollstock 1958.
  • Paul Wietzorek: Das historische Köln. Bilder erzählen. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2006, ISBN 978-3-86568-115-7.

Architektur, Denkmalpflege und Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Barbara Schlei, Uta Winterhager und Tobias Groß (Hg.): Architekturführer Köln, Zeitgenössische und Moderne Bauten und Quartiere; Buchhandlung Walther König, Köln 2015 [115] 2016 von der Stiftung Buchkunst als eins der 25 schönsten Bücher des Jahres ausgezeichnet.[116]
  • Peter Bergthaller: Glasmalerei in Kölner Kirchen. Künstler und Werke 1945–2012. B. Kühlen Verlag, Mönchengladbach 2013, ISBN 978-3-87448-367-4.
  • Hugo Borger, Frank Günter Zehnder: Köln. Die Stadt als Kunstwerk. Stadtansichten vom 15. bis 20. Jahrhundert. Greven, Köln 1982, ISBN 3-7743-0181-6.
  • Die 60er Jahre, Kölns Weg zur Kunstmetropole, Vom Happening zum Kunstmarkt. (Hrsg.): Wulf Herzogenrath und Gabriele Lueg, Kölnischer Kunstverein, Köln 1986 (ohne ISBN).
  • Carl Dietmar, Marcus Trier: Mit der U-Bahn in die Römerzeit. 2. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2006, ISBN 3-462-03575-4.
  • Hiltrud Kier: Die kleinen romanischen Kirchen. Führer zur Geschichte und Entwicklung Kölner Vororte, J. P. Bachem, Köln 2015, ISBN 978-3-7616-2944-4.
  • Günther A. Menne, Christoph Nötzel (Hrsg.), Helmut Fußbroich, Celia Körber-Leupold: Evangelische Kirchen in Köln und Umgebung. Bachem, Köln 2007, ISBN 978-3-7616-1943-8.
  • Alexander Kierdorf (Hrsg.): Köln. Ein Architekturführer. Architectural Guide to Cologne. Reimer, Berlin 1999, ISBN 3-496-01181-5 (deutsch und englisch).
  • Birgit Kilp: Josef Haubrich. Ein Anwalt der Kunst, Wienand, Köln 2016, ISBN 978-3-86832-223-1.
  • Udo Mainzer: Kleine illustrierte Kunstgeschichte der Stadt Köln, Bachem, Köln 2015, ISBN 978-3-7616-2888-1.
  • Werner Schäfke: Kölns romanische Kirchen. Architektur, Kunst, Geschichte. Emons, Köln 2004, ISBN 3-89705-321-7.
  • Irene Schoor und Marion Kranen: Kino in Köln. Von Wanderkinos, Lichtspieltheatern und Filmpalästen, Emons, Köln 2016, ISBN 978-3-95451-869-2.
  • Bernd Streitberger, Anne Luise Müller (Hrsg.): Architekturführer Rechtsrheinisches Köln, DOM publishers, Berlin 2011, ISBN 978-3-86922-163-2.
  • Dezernat Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr der Stadt Köln mit dem Haus der Architektur Köln (Hrsg.): Kölner Perspektiven – Städtebau – Architektur – Öffentlicher Raum. JOVIS Verlag Berlin 2016, ISBN 978-3-86859-403-4.
  • Irene Schoor und Marion Kranen: Kino in Köln. Von Wanderkinos, Lichtspieltheatern und Filmpalästen, Emons, Köln 2016, ISBN 978-3-95451-869-2.

Unterhaltsames über Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Böll: Was ist kölnisch?, in: Merian-Heft 8-XIII Köln (1960), S. 3–7
  • Jürgen Becker: Biotop für Bekloppte. Ein Lesebuch für Immis und Heimathirsche. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1995, ISBN 3-462-02423-X.
  • Friedhelm Biermann: Drei Könige, elftausend Jungfrauen und noch etwas mehr. Ein unterhaltsamer Streifzug durch die Kölner Jahrhunderte. Emons, Köln 2001, ISBN 3-89705-228-8.
  • Stephan Grünewald: Köln auf der Couch. Die Unzerstörbarkeit der Sehnsucht. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, ISBN 978-3-462-03814-9.
  • Hanns Dieter Hüsch: Köln. Eulen, Freiburg 1993, ISBN 3-89102-235-2.
  • Bernd Imgrund: Ohne Rhein kein Dom. 33 spannende und ungewöhnliche Gespräche aus dem Kölner Leben. Emons, Köln 2010, ISBN 978-3-89705-713-5.
  • Falko Rademacher: Köln für Imis. Ein Leitfaden durch die seltsamste Stadt der Welt. Emons, Köln 2006, ISBN 3-89705-249-0.
  • Thomas R. P. Mielke: Colonia, Roman einer Stadt. Zweitausend Jahre Kölner Geschichte unterhaltsam erzählt. Lübbe, Bergisch Gladbach 2003, ISBN 3-404-14855-X.
  • August Kopisch: Die Heinzelmännchen zu Köln:
    „Gemütlich auf der faulen Haut liegen, einen erfrischenden Schlaf genießen und wenn man aufsteht, ist die Arbeit getan. Wer träumt nicht auch von solch paradiesischen Zuständen?! In Köln am Rhein waren sie einst Wirklichkeit.“ Die Heinzelmännchen bei gutenberg.spiegel.de, ISBN 3-933070-89-9.
  • Bartholomäus Figatowski (Hrsg.): Wovon träumt der Dom? Phantastische Geschichten aus Köln. Schmenk Verlag, Oberhausen 2013, ISBN 978-3-943022-21-6.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rheinhard Zeese: 1900 Jahre befestigtes Köln. LEB, Brühl 2006 (CD-ROM).
  • Rheinhard Zeese: Historische Parks und öffentliche Gärten in Köln 1801 bis 1932. LEB, Brühl 2007 (CD-ROM).
  • Hermann Rheindorf: Chronik der Kölner Rheinbrücken. DVD, ISBN 3-9813237-4-2, Distributor: KÖLNPROGRAMM, 2010.
  • Hermann Rheindorf: Köln im Dritten Reich Teil 1 Der Weg in die NS-Diktatur, Teil 2 Alltag unter dem Hakenkreuz, Teil 3 Köln im Krieg. DVD, KÖLNPROGRAMM 2012 (2+3 2013)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Portal: Köln – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Köln

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 23. September 2015. (Hilfe dazu)
  2. a b Inge Schürmann: Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat Amt angenommen. Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 22. Oktober 2015, abgerufen am 22. Oktober 2015.
  3. Landesdatenbank NRW – Strukturdaten für die kreisfreie Stadt Köln, Stand 17. Juli 2012, abgerufen am 16. November 2012.
  4. Bezirksregierung Köln: Topografische Karte 1:50.000 (TK 50), Blatt L 5106 Köln. Köln 2012, ISBN 978-3-89439-420-2.
  5. Bezirksregierung Köln: Topografische Karte 1:50.000 (TK 50), Blatt L 5108 Köln-Mülheim. Köln 2012, ISBN 978-3-89439-422-6.
  6. Herbert Liedtke, Joachim Marcinek (Hrsg.): Niederrhein und Kölner Tieflandsbucht. In: Physische Geographie Deutschlands. Gotha 1995, ISBN 3-623-00840-0, S. 314–315.
  7. Ministerium f. Umwelt, Raumordnung u. Landwirtschaft von Nordrhein-Westfalen: Klima-Atlas von Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf 1989, DNB 901161098.
  8. Deutscher Wetterdienst: Klimainformationen Koeln. World Meteorological Organization, abgerufen am 4. Januar 2013.
  9. Deutscher Wetterdienst > Klimadaten Deutschland > Klimadaten ausgewählter deutscher Stationen > Mittelwerte: Download der Mittelwerte des Niederschlags für den Zeitraum 1961–1990 (338 kB)
  10. Urban Audit: How cities rank (englisch) (Memento vom 4. Februar 2012 im Internet Archive)
  11. Urban Audit: How cities rank (englisch) (Memento vom 4. Februar 2012 im Internet Archive)
  12. Halle ist die regnerischste Stadt Europas. In: Spiegel Online. 23. September 2008, abgerufen am 6. Januar 2010.
  13. Josef Klostermann: Quartär der Niederrheinischen Bucht. Krefeld 1992, ISBN 3-86029-925-5.
  14. Bahnen im Rheinland, Cologne underground, (1) Das Lehrbergwerk unter der Universität Status: 12. November 2009, abgerufen am 1. März 2010.
  15. Harald Frater: Geologische Streifzüge – Köln, Bergisch Gladbach und Umgebung. Köln 2004, ISBN 3-7616-1754-2, S. 24–31.
  16. Geologisches Landesamt NRW: Bodenkarte von NRW 1:50.000, Blatt L5106 Köln. Krefeld 1973, ISBN 3-86029-462-8.
  17. Geologisches Landesamt NRW: Bodenkarte von NRW 1:50.000, Blatt L5108 Köln-Mülheim. Krefeld 1980, ISBN 3-86029-463-6.
  18. Karte der Beben-Stationen in der Niederrheinischen Bucht, Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 5. März 2010.
  19. Rolf Pelzing: Erdbeben in Nordrhein-Westfalen. Krefeld 2008, ISBN 978-3-86029-971-5.
  20. Seismisches Forschungsnetz Niederrheinische Bucht (SeFoNiB), unter anderem finanziert von Deutsche Forschungsgemeinschaft, Hochschulbauförderung (HBFG), abgerufen am 5. März 2010.
  21. Liste der letzten zehn registrierten natürlichen Erdbeben, Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 5. März 2010.
  22. Der Pegel ist abzulesen an der Zeigerstellung der Pegeluhr auf dem Foto (bei Originalauflösung)
  23. steb-koeln.de Pegelnull in Köln
  24. Statistisches Jahrbuch 2013, Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln
  25. Info der Kölner Jägerschaft (PDF) Zugriff Okt. 2011.
  26. Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Erlangen 1863, S. 515–599 (online)
  27. Edith Ennen: Die europäische Stadt des Mittelalters, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1972 (4. Auflage 1987, ISBN 3-525-01341-8), S. 201.
  28. ksta.de Oberbürgermeister Schramma: „Et hillije Kölle“. Abgerufen am 11. August 2011.
  29. Zur Geschichte der Stadt Köln im Dreißigjährigen Krieg vergleiche: Hans-Wolfgang Bergerhausen: Die Stadt Köln im Dreißigjährigen Krieg. In: Stefan Ehrenpreis (Hrsg.): Der Dreißigjährige Krieg im Herzogtum Berg und in seinen Nachbarregionen. Verlagsdruckerei Schmidt, Neustadt an der Aisch 2002 (Bergische Forschungen. Quellen und Forschungen zur bergischen Geschichte, Kunst und Literatur. Bd. 28), S. 102–131.
  30. Sonderausstellung des Stadtmuseums Köln 2014 „Köln in unheiligen Zeiten. Die Stadt im Dreißigjährigen Krieg“
  31. Arnold Stelzmann, Robert Frohn: Illustrierte Geschichte der Stadt Köln. 11. Auflage. Bachem, Köln 1990, ISBN 3-7616-0973-6, S. 233 f.
  32. Carl Dietmar: Schreiben Sie Coburg mit K. In: Kölner Stadtanzeiger. 21. Dezember 2007, S. 32.
  33. PDF bei www.geldgeschichte.de (PDF).
  34. www.wahlen-in-deutschland.de Wahlkreis Köln-Aachen
  35. www.konrad-adenauer.de: „Am 13. März 1933 verließ Adenauer früh morgens Köln Richtung Berlin, das Rathaus wurde besetzt und Regierungspräsident Elfgen beurlaubte ihn. Im April 1933 wurde Adenauer vorläufig vom Dienst suspendiert […] Das Dienststrafverfahren gegen ihn wurde am 4. Juni 1934 zu Adenauers Gunsten eingestellt.“
  36. Carl Dietmar, Werner Jung: Kleine illustrierte Geschichte der Stadt Köln. 9. Auflage. Bachem, Köln 2002, ISBN 3-7616-1482-9, S. 271.
  37. Statistisches Jahrbuch 2015 (PDF), abgerufen am 11. September 2015.
  38. a b c d www2.erzbistum-koeln.de (PDF; 513 kB)
  39. Oberdreeser Maternuswallfahrt nach Rodenkirchen
  40. Rodenkirchen erinnert sich – Runder Tisch zur Geschichte Rodenkirchens, Maternuswallfahrten 16. Sept rodenkirchen.de
  41. Ernst Weyden: Geschichte der Juden in Köln am Rhein von der Römerzeit bis in die Gegenwart. Nebst Noten und Urkunden. Köln 1867 (online).
  42. a b Detlev Arens, Marianne Bongartz, Stephanie Henseler: Köln. DuMont, Ostfildern 2003, ISBN 3-7701-6025-8, S. 19.
  43. Suska Döpp: Jüdische Jugendbewegung in Köln 1906–1938. LIT, Münster 1997, ISBN 3-8258-3210-4, S. 29.
  44. Homepage der Zentralmoschee Köln
  45. Stadt Köln: Endlich amtlich: Köln ist Millionenstadt, vom 27. September 2010.
  46. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen: Jetzt amtlich: Köln ist Millionenstadt, vom 27. September 2010.
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  48. 2015 Einwohner Migrationshintergrund Gesamt. In: offenedaten-koeln.de. Stadt Köln, abgerufen am 17. Juni 2016.
  49. Internetportal des LVR: Rheinischer Fächer und Darstellung der Mundartgrenzen Webseite abgerufen am 10. Oktober 2013
  50. a b Neues Ergebnis für Kölner Briefwahlbezirk. Wahlausschuss hat nachgezählt – Sitzverteilung im Rat ändert sich. 2015-05-19, abgerufen am 19. Mai 2015 (Über die Gültigkeit des neu festgestellten Wahlergebnisses werden der Wahlprüfungsausschuss am 22. Juni 2015 und der Rat am 23. Juni 2015 entscheiden.).
  51. Merian Heft XIII/8 Köln, S. 3–7.
  52. www.stadt-koeln.de
  53. § 2 Abs. 4 der Hauptsatzung der Stadt Köln (Stand: 17. April 2014).
  54. Städtepartnerschaften. Stadt Köln, abgerufen am 4. Januar 2015.
  55. Städtepartnerschaft Koeln – Istanbul koeln-istanbul.de. Abgerufen am 26. Juni 2014.<
  56. Presse-Information der Stadt Köln vom 19. September 2011: Die Unterzeichnung des Vertrages fand am 19. September 2011 durch den Oberbürgermeister von Rio, Eduardo da Costa Paes, und Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters in Rio de Janeiro statt.
  57. www.bilderbuch-koeln.de
  58. Stadt Koeln, Geschichte der Kölner Rheinbrücken
  59. a b Poller Heimatmuseum, Geschichte/n, Brücken
  60. Pattonbrücke auf www.ebertplatz.de
  61. Bilderbuch Köln, zerstörte Deutzer Brücke
  62. Die GEW- Werke Köln AG baut einen begehbaren Rheintunnel 1983–1985 abgerufen am 19. Dezember 2012
  63. Stadt Köln, 111 Kölner Orte, Fernwärmetunnel abgerufen am 19. Dezember 2012
  64. Hinter den Kulissen der RheinEnergie – Besichtigung des Fernwärmetunnels abgerufen am 19. Dezember 2012
  65. Autofähre Köln-Langel
  66. www.willkommeninkoeln.de
  67. Personenfähre Zündorf
  68. Geschichte des Kölner Kammerorchesters, abgerufen am 23. Januar 2012.
  69. Internetseite des Netzwerks Kölner Chöre
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  71. Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, zentrale bibliothekarische Einrichtung der Universität zu Köln, für andere Kundenkreise zugänglich, abgerufen am 10. Mai 2010.
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  74. Vgl. statistik.arbeitsagentur.de, Arbeitslosenquote Mai 2011: 9,6 %
  75. Stadt Köln, Wirtschaftsstandort, Biotechnologie und Life-Science
  76. Stadt Köln, Köln ist Spitzenreiter in der digitalen Entwicklung
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  79. www.ksta.de
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  83. luftfahrtarchiv-koeln.de
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  115. Besprechung im KStA vom 18. Juni 2015 online
  116. Buch bei Buchkunst
Dieser Artikel wurde am 2. Juli 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.