Ossendorf (Köln)

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Wappen von Köln
Ossendorf
Stadtteil 406 von Köln
Lage von Ossendorf im Stadtbezirk Ehrenfeld
Koordinaten 50° 58′ 7″ N, 6° 54′ 18″ O50.9686111111116.905Koordinaten: 50° 58′ 7″ N, 6° 54′ 18″ O
Fläche 6,81 km²
Einwohner 10.013 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 1470 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Apr. 1888
Postleitzahlen 50827, 50829
Vorwahl 0221
Stadtbezirk Ehrenfeld (4)
Verkehrsanbindung
Autobahn A57
Stadtbahnlinie 5
Buslinien 127 139 148
Quelle: Kölner Stadtteilinformationen – Zahlen 2013

Ossendorf ist ein linksrheinischer Stadtteil im Westen von Köln im Stadtbezirk Ehrenfeld.

Lage[Bearbeiten]

Der Stadtteil Ossendorf grenzt im Osten an Longerich und Bilderstöckchen und im Südosten an Neuehrenfeld, im Südwesten an Bickendorf und Vogelsang, im Westen an Bocklemünd/Mengenich und im Norden an Pesch.

Geschichte[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet des heutigen Ossendorf siedelten bereits vor 5000 Jahren Bauern. Erstmals schriftlich erwähnt wurde Ossendorf am 25. Oktober 980. In der heutigen Frohnhofstraße und der Iltisstraße lagen mehrere Bauernhöfe, so das Gut Frohnhof (erstmals im Jahre 920 als Saalhof erwähnt) und das Gut Pisdorhof. Aus dem 12. Jahrhundert lässt sich das Rittergeschlecht derer von Ossendorp nachweisen, das auch als Namensgeber des heutigen Stadtteils gilt. Im Laufe der Jahrhunderte finden sich mehrere Variationen der Ortsbezeichnung wie Oissendorp, Aissendorp, Ossindorp, Ockindorp, Oyssindorp, Oyssendorp, Ochsendorp oder Ossendorff. Im Wappen und Siegel des Rittergeschlechts wurde ein Ochse verwandt, was auf einen Zusammenhang mit der Ortsbezeichnung schließen lässt.

Grundherr des Frohnhofs war das Ursulastift in Köln. Somit gehörten die Bewohner des kleinen Dorfes Ossendorf auch zur Pfarrkirche St. Maria Ablass in Köln, die dem Ursulastift inkorporiert war. Da der Weg nach Köln zum Kirchgang weit war, wurde spätestens im 14. Jahrhundert eine Kapelle mit benachbartem Friedhof auf dem Gelände des Frohnhofs errichtet.

Auf dem Gelände des Gut Frohnhof errichtete Emil Pfeifer mit August Joest (Sohn von Carl Joest, dem Gründer der Raffinerie "Carl Joest & Söhne"), 1851 die erste Fabrik zur Verarbeitung von Zuckerrüben im Regierungsbezirk Köln. Die Fabrik wurde 1901 stillgelegt und 1909 abgerissen. Seit dem 1. April 1888 gehört Ossendorf im Zuge der 5. Stadterweiterung zu Köln.

Butzweilerhof[Bearbeiten]

Denkmalgeschütztes Gebäude des früheren Flughafens Butzweilerhof
JVA-Eingangsbereich

Auf dem Gelände des Butzweilerhofes, dem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts genutzten ersten zivilen Flughafen der Stadt Köln, befindet sich heute ein Industriegebiet. Hier sind viele Unternehmen aus der Medienbranche angesiedelt, die in Köln-Ossendorf ihre Studios und Produktionshallen betreiben, so zum Beispiel das Produktionsunternehmen Endemol, der Studiodienstleister Magic Media Company, auf dessen Gelände sich das Studio mit dem Haus der Fernsehshow Big Brother befindet. Auch der regionale Telekommunikationsdienstleister NetCologne hat seit 2006 seinen Sitz am Butzweilerhof.

Justizvollzugsanstalt[Bearbeiten]

In Ossendorf befindet sich seit 1969 die Justizvollzugsanstalt Köln mit 1.100 Plätzen, die im Volksmund nach ihrem Vorgänger Klingelpütz genannt wird.

Coloneum[Bearbeiten]

Das Coloneum in Köln-Ossendorf wird von der Firma MMC betrieben. Hier werden viele große deutsche Fernsehproduktionen hergestellt. Neben täglichen Soaps wie Unter uns oder Alles was zählt werden auch große Abendshows wie DSDS, Das Supertalent, Big Brother oder X-Factor produziert. Serien und Filme finden den Platz für Aufnahmen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Edgar Mayer: Glanzlichter der frühen Luftfahrt in Köln. 75 Jahre Butzweilerhof. Schardt-Verlag, Oldenburg 2001, ISBN 3-89841-055-2.
  • Chronik der Familie Pfeifer, um 1975 (nur im Familienkreis veröffentlicht)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Köln-Ossendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien