Kölschhausen

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Koordinaten: 50° 37′ 55″ N, 8° 23′ 52″ O

Kölschhausen
Gemeinde Ehringshausen
Höhe: 200 m ü. NHN
Fläche: 6,21 km²[1]
Einwohner: 773 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1977
Postleitzahl: 35630
Vorwahl: 06440
Karte

Lage von Kölschhausen in Ehringshausen

Kölschhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Ehringshausen im hessischen Lahn-Dill-Kreis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt am Rande des Gladenbacher Berglands, östlich der 354 m hohen Koppe und innerhalb des gleichnamigen Naturschutzgebietes. Am östlichen Ortsrand fließt die Lemp. Der Kernort Ehringshausen befindet sich etwa 4 Kilometer südlich von Kölschhausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft wird erstmals im August 1253 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Altenberg als Culshusen erwähnt.[2] Kölschhausen war sowohl als Filiale des Kirchspiels als auch als Dorf im Gerichtsbezirk des Centgerichts dem nahegelegenen Dillheim zugeordnet. Gleichzeitig befand sich im Ort ein Vogtgericht. Nachdem die Reformation im Jahr 1566 das Dorf erreicht hatte, bildete Kölschhausen ein eigenes Kirchspiel mit fünf Filialkirchen.

Kölschhausen gehörte zum Amt Greifenstein, das Teil der Grafschaft Solms-Braunfels war. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Untere Dilltal preußisch und der Bürgermeisterei in Aßlar zugeordnet. Am 1. April 1884 wurde im Ort eine Posthilfstelle für die Beförderung von Ehringshausen nach Altenkirchen eingerichtet.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen kam die bis dahin selbstständige Gemeinde Kölschhausen am 1. Januar 1977 durch einen Zusammenschluss per Landesgesetz mit Ehringshausen und vier weiteren Gemeinden zur neuen Gemeinde Ehringshausen.[3]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Territorien bzw. Verwaltungseinheiten denen Kölschhausen unterstand im Überblick:[4][5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belegte Einwohnerzahlen bis 1970 sind:[5]

  • 1834: 318 evangelische Einwohner, 1 Katholik, 10 Juden
  • 1905: 446 Einwohner
  • 1939: 528 Einwohner
  • 1950: 694 Einwohner
  • 1961: 669 Einwohner
  • 1970: 680 Einwohner
Kölschhausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr     Einwohner
1834
  
329
1840
  
350
1846
  
422
1852
  
411
1858
  
380
1864
  
373
1871
  
396
1875
  
407
1885
  
443
1895
  
418
1905
  
446
1910
  
471
1925
  
525
1939
  
528
1946
  
653
1950
  
694
1956
  
680
1961
  
669
1967
  
655
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Evangelische Pfarrkirche

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe Liste der Kulturdenkmäler in Kölschhausen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kölschhausen besitzt einen Kindergarten, eine Freiwillige Feuerwehr und ein Ortsgericht. Des Weiteren gibt es eine Geschäftsstelle der Volksbank Mittelhessen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich von Kölschhausen befindet sich die Anschlussstelle Ehringshausen der Bundesautobahn 45. Die L 3052 führt von Leun kommend nach Hohenahr. Im Ort zweigt die K 388 nach Breitenbach und Bechlingen ab.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Daten der Ortsteile in Internetauftritt der Gemeinde Ehringshausen, abgerufen im Februar 2017.
  2. Gemeinde Ehringshausen - OT Kölschhausen
  3. Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen vom 13. Mai 1974. In: GVBl. I S. 237
  4. Verwaltungsgeschichte Land Hessen bei M. Rademacher, Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990
  5. a b Kölschhausen, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 24. November 2016)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kölschhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien