Köm

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Dieser Artikel beschreibt das alkoholische Getränk Köm. Zum Gewässer siehe Köhm.

Der Köm (auch Kööm) ist ein heller oder gelber Aquavit aus Norddeutschland. Er wird entweder kalt getrunken oder als Grundlage für Teepunsch (ein Grog-ähnliches Heißgetränk) verwendet.

Mit Klötenköm oder Klütenkööm (plattdeutsch Klöten, Klüten = Klumpen, Kloß, auch Hoden) bezeichnet man im Verbreitungsbereich des Niederdeutschen den Eierlikör.[1]

Der gelbe (geele) Köm ist ein Korn (mit 32 Vol.-% Alkohol), der mit Kräutern und Gewürzen wie Kümmel und teils auch einem Hauch Anis verfeinert ist. Er wird sowohl in Nordfriesland als auch in Ostfriesland meist für Teepunsch verwendet,[2] aber auch pur getrunken. In Nordfriesland bildet die Arlau traditionell die Grenze: Nördlich wird gelber Köm getrunken, südlich weißer (witte).[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Melzer: Synonymwörterbuch der Umgangssprache. BoD, Norderstedt 2010, ISBN 978-3-8391-5567-7.
  2. Alexandra Bülow: Auszeit mit Tradition. In: morgenweb.de. 4. Januar 2014, abgerufen am 28. September 2016.
  3. Vgl. Routenbeschreibung Radrundtour „Beltringharder Route“. Herausgegeben von: Nordfriesland-Tourismus GmbH, Dagebüll (Zitat: „Die 37 km lange Arlau ist seit jeher Grenze zwischen dem gelben Köm aus dem königlichen Flensburg und dem weißen Köm aus dem herzoglichen Husum.“) PDF, 257 kB; abgerufen am 29. September 2016.