Köngernheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Köngernheim
Köngernheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Köngernheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 51′ N, 8° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mainz-Bingen
Verbandsgemeinde: Rhein-Selz
Höhe: 138 m ü. NHN
Fläche: 3,63 km2
Einwohner: 1319 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 363 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55278
Vorwahl: 06737
Kfz-Kennzeichen: MZ, BIN
Gemeindeschlüssel: 07 3 39 033
Adresse der Verbandsverwaltung: Sant’Ambrogio-Ring 33
55276 Oppenheim
Webpräsenz: www.koengernheim.de
Ortsbürgermeisterin: Jutta Hoff
Lage der Ortsgemeinde Köngernheim im Landkreis Mainz-Bingen
Breitscheid (Hunsrück)BacharachManubachOberdiebachOberheimbachNiederheimbachWeiler bei BingenTrechtingshausenWaldalgesheimMünster-SarmsheimBingen am RheinIngelheim am RheinBudenheimHeidesheim am RheinWackernheimGrolsheimGensingenHorrweilerAspisheimWelgesheimZotzenheimBadenheimSprendlingenSankt Johann (Rheinhessen)Wolfsheim (Gemeinde)OckenheimGau-AlgesheimAppenheimNieder-HilbersheimBubenheim (Rheinhessen)Ober-HilbersheimEngelstadtSchwabenheim an der SelzJugenheim in RheinhessenStadecken-ElsheimEssenheimOber-OlmKlein-WinternheimNieder-OlmSörgenlochZornheimBodenheimGau-BischofsheimHarxheimNackenheimLörzweilerMommenheim (Rheinhessen)HahnheimSelzenNiersteinOppenheimDienheimDexheimDalheim (Rheinhessen)KöngernheimFriesenheim (Rheinhessen)UndenheimUelversheimUelversheimLudwigshöheGuntersblumWeinolsheimDolgesheimEimsheimHillesheim (Rheinhessen)WintersheimDorn-DürkheimRhein-Lahn-KreisHessenMainzRhein-Hunsrück-KreisLandkreis Bad KreuznachDonnersbergkreisLandkreis Alzey-WormsKarte
Über dieses Bild
Die evangelische Kirche, ein gotischer Saalbau

Köngernheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rhein-Selz an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Oppenheim hat.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weinort liegt zwischen Mainz und Worms an der Selz und ist landwirtschaftlich geprägt. Bis Mainz sind es ca. 20 km, bis Wiesbaden 41 km und bis Frankfurt am Main 57 km.

Zu Köngernheim gehören auch die Wohnplätze Untermühle und Rudolfshof.[2]

Nachbargemeinden sind Friesenheim, Hahnheim, Selzen und Undenheim.

Durch den westlichen Teil Köngernheims fließt die Selz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste bekannte Erwähnung findet sich im Lorscher Codex in einer Urkunde vom 27. Februar 782 über die Schenkung von einem Morgen Land, wobei der Name des Ortes als Cuningesheim (= Königsheim, Ansiedlung der Königsleute) genannt wurde. [3] Eine weitere Erwähnung als Cuningeroheim vom 2. Juni 804 bezieht sich offenbar auf das benachbarte Gau-Köngernheim.[4]

Eine Kirche wird 1299 erstmals erwähnt. Die Sandsteinwände des Portals sowie ein gotisches Fenster der heutigen evangelischen Kirche stammen aus dem 14. Jahrhundert.

Die katholische Kirche wurde 1931/32 erbaut. Bis dahin diente die evangelische Kirche als Simultankirche.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Köngernheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD FWG KLK Gesamt
2014 5 11 16 Sitze
2009 2 5 9 16 Sitze
2004 4 4 8 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Köngernheim
  • KLK = Kreative Liste Köngernheim e. V.

Ortsbürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frau Jutta Hoff ist seit dem 14. Juli 2004 im Amt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köngernheim Rathaus 20100819.jpg
Das alte Rathaus
Köngernheim Katholische Kirche 20100819.jpg
Die katholische Kirche, erbaut 1932


1958 wurde ein neues Ortswappen angenommen:

Wappen von Köngernheim
Blasonierung: „Im oberen Schildteil 2 1/2 Kugeln, im unteren Schildteil ein rotes ‚K‘.“
Wappenbegründung: Vorher führte man als Ortswappen 5 silberne Kugeln auf schwarzem Grund, das Familienwappen der Grafen Sickingen. Ein Gerichtssiegel mit gleicher Darstellung ist jedoch bereits seit 1610 bekannt und ein Originalsiegelabdruck seit 1725 überliefert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Untermühle ist nach mündlicher Überlieferung mit einem Mühlstein aus dem Jahre 1608 im 16. Jahrhundert erbaut. Sie ist heute Restaurant und Hotel.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Köngernheim

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Köngernheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017, S. 107 (PDF; 1,9 MB).
  3. Karl Josef Minst: Lorscher Codex III, Lorsch 1970, Urkunde 1930
  4. Karl Josef Minst: Lorscher Codex III, Lorsch 1970, Urkunde 1292
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Walter Werland: Münsters Professor Landois; Begebenheiten und Merkwürdigkeiten um den Zoogründer, Aschendorff-Verlag Münster, 1977