Königlich Bayerisches 7. Feldartillerie-Regiment „Prinzregent Luitpold“

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Erinnerungsabzeichen zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des 1. Feldartillerie-Regiments und zum 24-jährigen Gründungsjubiläum des 7. Feldartillerie-Regiments, 1924
Bronze-Erinnerungsplakette an das Regiment, mit Relief des Prinzregenten, von Adolf von Hildebrand

Das 7. Feldartillerie-Regiment „Prinzregent Luitpold“ war ein Artillerieregiment der Bayerischen Armee.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Regiment wurde am 1. Oktober 1900 aus der III. Abteilung und dem Stab der Reitenden Abteilung des 1. Artillerie-Regiments gebildet und hatte seinen Friedensstandort in München. Zusammen mit dem 1. Feldartillerie-Regiment bildete sie die 1. Feldartillerie-Brigade, die der 1. Division unterstand. Regimentsinhaber war Prinzregent Luitpold, dessen Namen das Regiment als Zusatz trug.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Beginn des Ersten Weltkriegs war das Regiment als Teil der Divisionsartillerie der 1. Infanterie-Division der 6. Armee an der Westfront eingesetzt, wo es den ganzen Krieg über verblieb. Im Frühjahr 1917 wurde das Regiment dem Artilleriekommandeur der neugebildeten 15. Infanterie-Division unterstellt.

Verbleib[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Waffenstillstand von Compiègne marschierten die Reste des Regiments in die Garnison zurück. In München erfolgte ab 22. Dezember 1918 die Demobilisierung und anschließende Auflösung des Regiments. Aus demobilisierten Teilen bildete sich eine Volkswehr-Batterie, die in der Vorläufigen Reichswehr im leichten Reichswehr-Artillerie-Regiment 21 aufging.[1]

Die Tradition übernahm in der Reichswehr durch Erlass des Chefs der Heeresleitung General der Infanterie Hans von Seeckt vom 24. August 1921 die 6. Batterie des 7. (Bayerisches) Artillerie-Regiments in Landsberg am Lech. In der Wehrmacht führte das Artillerieregiment 7 die Tradition fort.

Kommandeure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum[2]
Oberst Ludwig von Perfall 1. Oktober 1900 bis 25. Oktober 1901
Oberst Alfred von Kesling 26. Oktober 1901 bis 26. Mai 1905
Oberst Albert Seekirchner 27. Mai 1905 bis 3. August 1908
Oberst Robert Paul 4. August 1908 bis 22. April 1911
Oberst Maximilian Siebert 23. April 1911 bis 25. Dezember 1914
Oberstleutnant Emanuel von Holnstein aus Bayern 26. Dezember 1914 bis 12. August 1917
Major Richard Schwarzenberger 13. August 1917 bis Dezember 1918
Oberstleutnant Karl von Malaisé Dezember 1918 bis Januar 1919

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürgen Kraus: Handbuch der Verbände und Truppen des deutschen Heeres 1914–1918. Teil IX: Feldartillerie. Band 1. Verlag Militaria. Wien 2007, ISBN 978-3-902526-15-1. S. 508.
  2. Günter Wegmann (Hrsg.), Günter Wegner: Formationsgeschichte und Stellenbesetzung der deutschen Streitkräfte 1815–1990. Teil 1: Stellenbesetzung der deutschen Heere 1815–1939. Band 3: Die Stellenbesetzung der aktiven Regimenter, Bataillone und Abteilungen von der Stiftung bzw. Aufstellung bis zum 26. August 1939. Kavallerie, Artillerie, Pioniere, Kraftfahr- und Fahr-Abteilungen, Panzertruppe, Verkehrstruppe und Nachrichten-Abteilungen. Biblio Verlag. Osnabrück 1993, ISBN 3-7648-2413-1. S. 450.