Königlich privilegierte Porzellanfabrik Tettau

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Kuchenplatte Porzellanfabrik Tettau

Die Königlich privilegierte Porzellanfabrik Tettau wurde 1794 unter Mitwirkung von Alexander von Humboldt im oberfränkischen Tettau gegründet. Firmengründer waren Georg Christian Friedmann Greiner aus Kloster Veilsdorf und der Coburger Kaufmann Johann Friedrich Paul Schmidt, denen der preußische König Friedrich Wilhelm II. das königliche Privileg zur Porzellanherstellung erteilte. Greiner entwickelte den reinweißen, transluzenten „Tettauer Scherben“.

Der Betrieb blieb bis 1852 im Besitz der Familie Greiner, wechselte dann mehrmals den Eigentümer. Zwischen 1866 und 1879 war das Werk im Besitz von Wilhelm Sontag (Geiersthal) und Karl Birkner. Ab 1897 bis 1915 wurde es unter der Bezeichnung Porzellanfabrik Tettau, vorm. Sontag & Söhne GmbH geführt. 1915 folgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, die spätere Porzellanfabrik Tettau AG.

Ende des 19. Jahrhunderts zählte des Werk 200 Mitarbeiter. Das Unternehmen hatte im 20. Jahrhundert bis zu 600 Mitarbeiter.[1] Seit 1957 gehört die Porzellanfabrik zur Firmengruppe Seltmann Weiden. 2010 waren noch über 100 Mitarbeiter beschäftigt. An die 20 Tonnen Porzellan verließen jeden Monat den Betrieb. Ende Mai 2019 wird die älteste bayerische Porzellanfabrik, die Porzellanfabrik Tettau, geschlossen.[1] Im Sortiment finden sich u. a. Dekore nach Werken namhafter Künstler wie Paul Klee, Franz Marc und August Macke.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Otto Dees: Die Geschichte der Porzellanfabrik zu Tettau und die Beziehungen Alexander v. Humboldts zur Porzellanindustrie, Saalfeld 1921.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Königlich privilegierte Porzellanfabrik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Gerd Fleischmann: Das Ende einer großen Tradition in Tettau. infranken.de, 2. November 2018