Königsbrunn am Wagram

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Marktgemeinde
Königsbrunn am Wagram
Wappen Österreichkarte
Wappen von Königsbrunn am Wagram
Königsbrunn am Wagram (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Tulln
Kfz-Kennzeichen: TU
Fläche: 28,59 km²
Koordinaten: 48° 25′ N, 15° 56′ OKoordinaten: 48° 25′ 0″ N, 15° 56′ 0″ O
Höhe: 197 m ü. A.
Einwohner: 1.412 (1. Jän. 2022)
Bevölkerungsdichte: 49 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3465
Vorwahl: 02278
Gemeindekennziffer: 3 21 15
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Rathausplatz 1
3465 Königsbrunn am Wagram
Website: www.koenigsbrunn.at
Politik
Bürgermeister: Franz Stöger (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(19 Mitglieder)
13
4
2
13 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Königsbrunn am Wagram im Bezirk Tulln
AbsdorfAtzenbruggFels am WagramGrafenwörthGroßriedenthalGroßweikersdorfJudenau-BaumgartenKirchberg am WagramKlosterneuburgKönigsbrunn am WagramKönigstettenLangenrohrMichelhausenMuckendorf-WipfingSieghartskirchenSitzenberg-ReidlingSt. Andrä-WördernTulbingTulln an der DonauWürmlaZeiselmauer-WolfpassingZwentendorf an der DonauLage der Gemeinde Königsbrunn am Wagram im Bezirk Tulln (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Rathaus
Rathaus
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Königsbrunn am Wagram (vor 1960 nur Königsbrunn[1]) ist eine Marktgemeinde im Bezirk Tulln in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königsbrunn am Wagram liegt im niederösterreichischen Weinviertel. Der südliche Teil der Gemeinde liegt im Tullnerfeld. Davon ist der größte Teil fruchtbares Ackerland, das nach Süden in Auwald übergeht. Ein kleiner Teil der Gemeinde liegt südlich der Donau. Nach Norden steigt das Gemeindegebiet zum Wagram an, wo Wein angebaut wird.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 28,59 Quadratkilometer. Davon sind 65 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 22 Prozent der Fläche sind bewaldet und auf 3 Prozent wird Wein angebaut.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sechs Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2022[3]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Bierbaum am Kleebigl, Frauendorf, Hippersdorf, Königsbrunn, Utzenlaa und Zaußenberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großweikersdorf Stetteldorf am Wagram
Kirchberg am Wagram Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Absdorf
Zwentendorf an der Donau Langenrohr Tulln an der Donau

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Springbrunnen im Dorfzentrum der die Königslegende thematisiert
Springbrunnen im Dorfzentrum der die Königslegende thematisiert

Die Namensbedeutung von Königsbrunn erzählt nach einer Legende von einem König, der hier vom Pferd stieg und sich an einem Brunnen labte.[4]

Mit der NÖ. Kommunalstrukturverbesserung wurden zum 1. Jänner 1968 die ehedem selbständigen Gemeinden Hippersdorf, Zaußenberg und Königsbrunn am Wagram vereinigt[5], und mit 1. Jänner 1972 dann noch Bierbaum am Kleebühel eingemeindet.[6] Am 5. Dezember 1981 wurde Königsbrunn zur Marktgemeinde erhoben.[7] Bis zum 13. Dezember 2015 besaß die Ortschaft Königsbrunn eine Bahnhaltestelle am Kremser Ast der Franz-Josefs-Bahn, welche mit Unterstockstall geteilt wurde und in der nebenliegenden Marktgemeinde Kirchberg am Wagram lag.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 gab es 1330 Einwohner, nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 waren es 1270. 1991 hatte die Marktgemeinde 1162 Einwohner, 1981 1178 und im Jahr 1971 1197 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das WagramFenster in Königsbrunn am Wagram
Das WagramFenster in Königsbrunn am Wagram
  • Katholische Pfarrkirche Bierbaum am Kleebühel hl. Laurentius
  • Katholische Pfarrkirche Königsbrunn am Wagram hl. Johannes der Täufer: Die Kirche wurde inmitten des Ortes auf einer Anhöhe des Wagrams errichtet. An dem jetzigen Platz der Kirche befand sich zuvor eine gotische Kapelle. Die Kirche wurde über jenem Brunnen errichtet, der dem Ort seinen Namen gab. Der ursprünglich barocke Saalbau wurde 1755/1757 von dem aus Krems stammenden Baumeister Josef Koch gebaut, dann um 1898 verlängert und 1936 zu einer kreuzförmigen Anlage mit Rundapsis und Turm erweitert. Die Kirche war zur Bauzeit eine Filiale von Kirchberg am Wagram und wurde 1783 zur Pfarrkirche erhoben. Die Südfassade ist späthistoristisch gestaltet mit gestaffelten Pilastern und Rundbogenfenstern. Der Turm hat schmale Rundbogenfenster und einen Pyramidenhelm. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg (1947) malte E. Peter die Kirche mit biblischen Szenen aus: Mariae Verkündigung, hl. Josef in seiner Werkstatt, Flucht aus Ägypten, Letztes Abendmahl, Fischfang Petri, Heilung des Blinden. Im Jahre 1983 wurde die Kirche umfangreich restauriert.
  • Das WagramFenster ist eine Freiluftbühne, welche direkt an der Kante des Wagrams errichtet wurde. Das Bauwerk wurde speziell für diese besondere Lage konzipiert und es thematisiert durch seine Form den Blick auf die sich darunter ausbreitende weite Landschaft. Die weiße Struktur des Bauwerks hebt sich von der Ferne gesehen markant vom blauen Himmel ab und sie weist auf diese Weise den Weg zum Veranstaltungsort. Das Bauwerk versteht sich allerdings nicht nur als Bühne, sondern auch bzw. eigentlich sogar in erster Linie als eine begehbare Skulptur. Da die Bühne nicht ständig als solche genutzt wird, sollte das Bauwerk auch unabhängig von dieser Nutzung „funktionieren“. Es dient somit als weithin sichtbare Landmarke für den Weinbauort Königsbrunn am Wagram. Das Bauwerk wurde von Martin und Werner Feiersinger entworfen (und durch deren aktive Teilnahme am Errichtungsprozess auch mitgebaut).[8][9][10]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 32, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 76. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 626. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 50,31 Prozent.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Königsbrunn befinden sich ein Kindergarten[11] und eine Volksschule.[12]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eisenbahn: Obwohl sowohl die Franz-Josefs-Bahn als auch die Bahnlinie Absdorf-Hippersdorf – Krems durch das Gemeindegebiet verlaufen, besitzt Königsbrunn keine Bahnhaltestelle. Der nächste Bahnhof Absdorf befindet sich 4 Kilometer südöstlich des Ortes Königsbrunn. Von dort gibt es stündliche Verbindungen nach Krems und Wien.[13]
  • Straße: Über die Stockerauer Schnellstraße S5 gibt es eine leistungsfähige Straßenverbindung nach Krems, St. Pölten und Wien.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1972–1980 Franz Bayer (ÖVP), Weinhauer, Königsbrunn am Wagram
  • 1980–1996 Franz Leuthner (ÖVP), Landwirt, Königsbrunn am Wagram
  • 1996–2012 Karl Solich (ÖVP), Gastwirt, Bierbaum am Kleebühel
  • seit 2012 Franz Stöger (ÖVP), Landwirt, Hippersdorf[20]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Königsbrunn am Wagram – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 98. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 8. Juni 2022
  2. Ein Blick auf die Gemeinde Königsbrunn am Wagram, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 12. November 2021.
  3. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2022 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2022) (ODS)
  4. Die Königslegende in Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich unter der Ens, Band 3, Wien 1834 auf books.google.at
  5. Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 20. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 8. Juni 2022
  6. Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 43. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 8. Juni 2022
  7. Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 123. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 8. Juni 2022
  8. Eröffnung der Bühnenskulptur WagramFenster (Memento des Originals vom 23. November 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kulturredaktion.at
  9. WagramBühne – Die Bühne als Skulptur
  10. WagramFenster – Permanente Bühnenskulptur
  11. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 8. November 2020.
  12. Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 2. Oktober 2020.
  13. Fahrplan. ÖBB, abgerufen am 12. November 2021.
  14. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Königsbrunn am Wagram. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 29. Januar 2020.
  15. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Königsbrunn am Wagram. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 29. Januar 2020.
  16. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Königsbrunn am Wagram. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 29. Januar 2020.
  17. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Königsbrunn am Wagram. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 29. Januar 2020.
  18. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Königsbrunn am Wagram. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 29. Januar 2020.
  19. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Königsbrunn am Wagram. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 29. Januar 2020.
  20. Bürgermeister (auf der Gemeinde-Website)