Körper (Wein)

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Als Körper wird in der Kellerwirtschaft der Gesamtextrakt (Substanz) eines Weines bezeichnet. Extrakt und Körper sind nicht dasselbe.[1]

Bei exquisiten Weinen steht der Körper in einem ausgewogenen Verhältnis zu Säure und Tannin, die ihm im Zuge der Reifung seine Eleganz verleihen. Die Weinsprache verwendet für die geschmackliche Beschreibung des Körpers beispielsweise Begriffe wie körperreich, vollmundig oder voll für extraktreiche Weine und dünn, flach oder kurz für extraktarme Weine.

Oft wird der Körper mit dem Alkoholgehalt verwechselt, tatsächlich wird er aber von allen rund 500 im Wein vorkommenden Stoffen und Substanzen (wie Tannine, Restsüße, Säure) gebildet. Ein körperreicher Wein muss daher nicht viel Alkohol besitzen, sondern einen reichen Extrakt.

Je weniger Trauben ein Rebstock trägt, beziehungsweise je weniger Wasserbestandteile die Beeren haben, umso höher ist ihr Gesamtextrakt. Menge und Zusammensetzung des Extrakts entscheiden über die spätere Farbe, das Aroma und das Bouquet genauso wie über Qualität und Haltbarkeit des Weines.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kleines Wein-ABC. In: Weingut Lambauer. Abgerufen am 26. April 2015.