Kösching

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Kösching
Kösching
Deutschlandkarte, Position des Marktes Kösching hervorgehoben
Koordinaten: 48° 49′ N, 11° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Eichstätt
Höhe: 389 m ü. NHN
Fläche: 55,67 km2
Einwohner: 9523 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 171 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85092
Vorwahl: 08456
Kfz-Kennzeichen: EI
Gemeindeschlüssel: 09 1 76 139
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
85092 Kösching
Webpräsenz: www.koesching.de
Bürgermeisterin: Andrea Ernhofer (SPD)
Lage des Marktes Kösching im Landkreis Eichstätt
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Kösching (bairisch Kesching) ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Eichstätt und liegt nordöstlich von Ingolstadt. Der Markt Kösching erstreckt sich über eine Gesamtfläche von mehr als 5550 ha, davon 279 ha bebaut. Er hat etwa 9500 Einwohner.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markt Kösching besteht seit der Gemeindegebietsreform aus fünf Gemeindeteilen, dem Hauptort Kösching, den Pfarrdörfern Bettbrunn und Kasing, dem Weiler Desching und der Einöde Hellmannsberg.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altmannstein, Mindelstetten, Oberdolling, Großmehring, Ingolstadt, Lenting (Autobahnausfahrt A9), Hepberg (Autobahnraststätte „Köschinger Forst“) und Stammham.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl es Hinweise auf noch ältere germanische Siedlungen gibt, wird die Gründung Köschings offiziell auf das Jahr 80 n. Chr. datiert. Die Römer überquerten die Donau und gründeten das „Castellum Germanicum“, um diese natürliche Grenze gegen die Übergriffe der Germanen zu sichern. Später unterstützte das „Castellum Germanicum“ den Limes, welcher einige Kilometer weiter nördlich im Wald verlief. Um 245 wurde dieses Kastell aufgegeben. Germanische Siedlungen am nördlich gelegenen Eixelberg bestanden weiterhin. Um 895 wird erstmals der Ort „Cheskingen“ genannt und um 1000 trug der Wald bereits den Namen „Keschinger Forst“. 1293 fielen die Burg Kösching und der Forst an die Wittelsbacher. Noch heute befindet sich ein beträchtlicher Teil des Forstes im Besitz des Wittelsbacher Ausgleichsfonds (WAF).

Im Jahre 1310 wurde Kösching in der Landesteilungsurkunde von Herzog Ludwig IV. von Oberbayern und Pfalzgraf bei Rhein (dem späteren Kaiser Ludwig dem Bayern) zum ersten Mal als Markt urkundlich erwähnt. 1366 wurden die Rechte des Bannmarktes bestätigt. Seit dieser Zeit trägt Kösching den Titel Markt. In den Jahren 1649/50 wurde Kösching von einer Pestepidemie heimgesucht. 1651 entstand daher nach dem Ende der Pest gemäß einem Gelöbnis die „Bruderschaft des Heiligen Sebastian“. Seitdem pilgert die Bruderschaft (abgesehen von einigen Unterbrechungen) jährlich über Schambach zur Kirche des Hl. Sebastian nach Arnsberg.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Zweiten Weltkrieg überstand Kösching, ohne allzu große Sachschäden daraus davonzutragen. Jedoch wurde der Markt anschließend von etwa 1200 Heimatvertriebenen, überwiegend aus dem Sudetenland und Ungarn, in seiner sozialen Kompetenz herausgefordert. In den folgenden Jahrzehnten wuchs Kösching zu einem größeren Ort heran.

Kösching besaß mit der gleichnamigen Station einen Eisenbahnanschluss an der Bahnstrecke Ingolstadt–Riedenburg. Personenverkehr bestand zwischen dem 1. Mai 1903 und der endgültigen Betriebseinstellung am 28. Mai 1972.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Oktober 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Kasing eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam Bettbrunn hinzu.[3]

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ort Einwohner
Kösching 8438
Kasing 1320
Bettbrunn 267
Interpark 4
Stand: 1. August 2016

[4] Haupt- und Zweitwohnsitze

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung seit 2014:

  • SPD 6 Sitze
  • Unabhängige Wählergemeinschaft 6 Sitze
  • CSU 8 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. März 2014 wurde Andrea Ernhofer (* 1969) zur neuen Bürgermeisterin gewählt, sie trat das Amt am 1. Mai 2014 an.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung:

„Gespalten; vorne weiß-blau gerautet (bayerische Wecken), hinten in Silber auf grünem Bogenschildfuß ein Laubbaum in natürlichen Farben.“

Der Baum stand bis vor einigen Jahren in rotem Feld, das Wappen wurde jedoch nach neuesten geschichtlichen Aspekten geändert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktplatz von Kösching mit Osterbrunnen und Kirche „Maria Himmelfahrt“

Die Ausstellung im Museum Kösching veranschaulicht die kontinuierliche Siedlungsgeschichte des Landkreises sowie das Leben seiner Menschen von der Altsteinzeit bis in die Gegenwart.

Auf Köschinger Gebiet befinden sich vier Kirchen: die Barockkirche „Maria Himmelfahrt“, die Peterskirche aus dem 16. Jahrhundert, die Kirche „St. Martin“ in Kasing und die Wallfahrtskirche „St. Salvator“ in Bettbrunn mit der ältesten Hostienwallfahrt seit dem Jahr 1125. Von Bettbrunn aus führt der Ostbayerische Jakobsweg von Regensburg kommend weiter durch den Köschinger Forst in Richtung Eichstätt. Dabei wird der Weg von verschiedenen künstlerisch gestalteten Ruhe- und Raststationen gesäumt.

Baudenkmäler

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der größte Verein Köschings ist der TSV Kösching 1897. Folgende Sportarten werden angeboten: Fußball, Badminton, Judo, Radsport, Schach, Ski, Tennis, Turnen/Gymnastik sowie Volleyball.
  • Außerdem gibt es noch die DJK Kösching, die als reiner Tischtennisverein fungiert.
  • In Kösching befindet sich zudem ein Hallenfreibad und eine Dreifachturnhalle.

Soziale und wirtschaftliche Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kösching stehen für Kinder vier Kindergärten zur Verfügung, der Stegbach-Kindergarten und die Kindergärten „im Bogen“, Schlehenstein und Kasing. Weiterhin gibt es eine Montessori-Kinderkrippe sowie einen Kinderhort. Im Ort befinden sich drei Schulen die Rudolph Winterstein Volksschule, die Montessori-Grundschule und die Realschule Kösching.

Neben einem Seniorenwohnheim mit Pflegestation gibt es in Kösching eine Caritas Sozialstation, eine Rettungswache des Bayrischen Roten Kreuzes und das Kreiskrankenhaus für den Landkreis Eichstätt, das den Rang einer Klinik hat.

Daneben gibt es in Kösching eine Vielzahl von Einkaufsmöglichkeiten und Discount-Märkten. Seit 1990 ist Kösching an den Ingolstädter Verkehrsverbund INVG angeschlossen und wurde 2005 zusammen mit der Nachbargemeinde Großmehring als wirtschaftliches Unterzentrum eingestuft.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsneckname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsneckname der Köschinger ist Mantelflicker.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Markt Kösching in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 28. Dezember 2017
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 492.
  4. Einwohnerzahlen | Markt Kösching. Abgerufen am 17. Februar 2017.
  5. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kösching – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien