Kühlenthal

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Offizier siehe Erich Kühlenthal.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kühlenthal
Kühlenthal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kühlenthal hervorgehoben
Koordinaten: 48° 34′ N, 10° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Nordendorf
Höhe: 430 m ü. NHN
Fläche: 7,13 km2
Einwohner: 814 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 114 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86707
Vorwahl: 08273
Kfz-Kennzeichen: A
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 166
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schmutterweg 1
86707 Kühlenthal
Webpräsenz: www.kuehlenthal.de
Bürgermeisterin: Iris Harms
Lage der Gemeinde Kühlenthal im Landkreis Augsburg
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Über dieses Bild

Kühlenthal ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Nordendorf.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bildung moderner politischer Gemeinden in Bayern am Anfang des 19. Jahrhunderts wurden diese vier Orte samt ihrer Gemarkungen zu einer Gemeinde mit einer Gemarkung zusammengelegt:

  • Ahlingen (Weiler)
  • Anzenhof (Einöde / Bauernhof)
  • Fertingen (Weiler)
  • Kühlenthal (Kirchdorf)

Daran hat sich bis heute nichts geändert, und auch bei den Gemeindereformen der 1970er Jahre blieb die Gemeinde so bestehen. Der Haldenhof ist ein neu gegründeter Aussiedlerhof auf der Altgemarkung Kühlental und gilt nicht als Ortsteil.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anhand von Ausgrabungen konnte nachgewiesen werden, dass es im Gemeindegebiet bereits eine keltische Siedlung gegeben hat. Der heutige Gemeindenamen geht jedoch nicht auf die Kelten zurück. Vielmehr trat dieser erst später auf und deutete vermutlich auf sumpfiges Gelände hin. So wird angenommen, dass sich aus dem altschwäbischen Wort „Hülbe“ (sumpfiges Tal) der heutige Gemeindenamen entwickelt hat.[2] In urkundlichen Schriften aus dem 12. Jahrhundert wird dann der Name „Küllental“ erstmals erwähnt.

Hoheitliche Rechte wurden in den Orten der heutigen Gemeinde Kühlental im Alten Reich von verschiedenen Herrschaftsträgern ausgeübt:

  • Ahlingen: Im Weiler Ahlingen hatte das Reichsstift St. Ulrich und Afra in Augsburg Landeshoheit, Steuerrecht und Niedergericht (Ortsherrschaft) inne, die Hochgerichtsbarkeit besaß Österreich.
  • Anzenhof: Auf der früheren Gemarkung der Einöde Anzenhof wurden Hochgericht und Niedergericht (Ortsherrschaft) durch die Grafschaft Fugger-Babenhausen (Oberamt Markt) ausgeübt. Landeshoheit und Steuerrecht lagen bei Österreich.
  • Fertingen: Der Weiler Fertingen wies am Ende des Alten Reiches die gleiche politische Zugehörigkeit auf wie das Dorf Kühlental.

Alle vier Orte hatten keinen eigenen Pfarrer. Kühlental gehörte zur Pfarrei Westendorf, die übrigen drei Orte Ahlingen, Anzenhof und Fertingen zur Pfarrei Ehingen.

1806 wurden alle vier Orte bayerisch. Der Haldenhof entstand erst danach.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat acht Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,6 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  Wählergemeinschaft     5 Sitze  (61,8 %)
  Freie Wähler 3 Sitze (38,2 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Iris Harms ist seit 2014 Bürgermeisterin. Sie ist Nachfolgerin von Erich Stohl (Freie Wähler) (2001–2014).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wird seit 1961 geführt. Die amtliche Wappenbeschreibung lautet:[2]

Über silbernem Schildfuß, darin ein durchgehender oben gezinnter blauer Balken, in Blau eine goldene Sumpfdotterblumenstaude mit zwei Blüten.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Haus der Bayerischen Geschichte – Gemeinde Kühlenthal

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kühlenthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien