Howden Turbo

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Howden Turbo GmbH
Rechtsform GmbH (bis 2017)
AG (bis 2006)
Gründung 1899
Sitz Frankenthal (Pfalz), Deutschland
Branche Maschinenbau

Die Howden Turbo GmbH ist ein deutsches Unternehmen des Maschinenbaus mit Sitz in Frankenthal (Pfalz). Das Unternehmen entstand nachdem Colfax Corporation die Siemens Turbomachinery Equipment GmbH (STE) im Oktober 2017 für 195 Mio. Euro von Siemens übernommen hat. Zusammen mit dem pfälzischen Werk seien auch Niederlassungen in Springfield (Missouri/ USA), Helsingör (Dänemark) und Mornago (Italien) mit zusammen 130 Mitarbeitern unter das Dach von Howden gewechselt, informierte die Frankenthaler Geschäftsleitung. Den alteingeführten Markennamen Kühnle, Kopp & Kausch will man nun wieder nutzen. Die Kühnle, Kopp & Kausch AG (AG KK&K) war ein deutsches Unternehmen des Maschinenbaus mit Sitz in Frankenthal (Pfalz). Das Unternehmen wurde von Siemens übernommen und trug bis 2017 den Namen Siemens Turbomachinery Equipment GmbH (STE). Durch den Verkauf an Colfax Cooperation und Eingliederung in Howden wurde das Unternehmen in Howden Turbo GmbH umfirmiert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurde 1899 durch den Zusammenschluss dreier Familienunternehmen durch Georg Adam Kühnle, Hans Kopp und Rudolf Kausch gegründet.

1983 erwarb die Motoren- und Turbinenunion (MTU), München, die Aktienmehrheit. Nachdem MTU zwei Jahre später von Daimler-Benz übernommen worden war, wurde Kühnle, Kopp & Kausch (indirekt) eine Tochtergesellschaft von Daimler-Benz.

Die Penske Corporation erwarb 1994 die Mehrheit von Kühnle, Kopp & Kausch aus dem Besitz der zum Daimler-Benz-Konzern gehörenden MTU.

1997 übernahm BorgWarner Automotive, ein weltweit führender Automobilzulieferer, die Aktienmehrheit an Kühnle, Kopp & Kausch.

Die Erwerbergesellschaft "Turbo Group" bzw. die Frankfurter Private-Equity-Gesellschaft ECM erwarben im März 2005 Kühnle, Kopp & Kausch.[1][2]

Im Juli 2006 wurde Kühnle, Kopp & Kausch von Siemens Power Generation übernommen. Am 22. November 2006 wurde diese Übernahme von Siemens vollzogen.

Kühnle, Kopp & Kausch ergänzte die Siemens PG um Industriedampfturbinen bis fünf Megawatt, bei „Tridem“- und „Quadriga“-Anlagen (drei bzw. vier Turbinen arbeiten gemeinsam) sind bis zu zehn Megawatt möglich. Turboverdichter und Prozessgasverdichter ergänzen das Angebot der Siemens PG, wobei die Turbolader-Sparte für Kfz 1997 an BorgWarner verkauft wurde. Die Turbinen von Kühnle, Kopp & Kausch werden zur Stromerzeugung oder als mechanische Antriebe in der Industrie eingesetzt. Verdichter finden in der chemischen Industrie sowie in der Wasser- und Abwasserwirtschaft Anwendung. Ventilatoren kommen in Kraftwerken, Bergwerken sowie in der Stahl- und der Zementindustrie zum Einsatz.

Am 12. Juni 2007 wurde der Name des Unternehmens in Siemens Turbomachinery Equipment GmbH (STE) geändert.[3]

Im Oktober 2015 hatte Siemens Power Generation angekündigt, die Herstellung von Turbinen aus Kostengründen ins tschechische Werk Brno verlagern zu wollen; das hätte den Abbau von 210 der damals noch 600 Arbeitsplätze bedeutet. Nach heftigen Protesten und vielen Gesprächen, auch mit Betriebsrat und IG Metall, steuerte Siemens Power Generation ab Anfang 2016 dann den Verkauf des kompletten Werks an.

Das schottische Maschinenbauunternehmen Howden mit Hauptsitz in Glasgow hatte im März 2018 angekündigt, den pfälzischen Hersteller von Dampfturbinen und Verdichtern übernehmen zu wollen. Howden gehört zum US-Maschinenbaukonzern Colfax Corporation mit Sitz in Annapolis Junction, (Maryland). Den Kaufpreis hatte Colfax im März auf 195 Millionen Euro beziffert. Zusammen mit dem pfälzischen Werk seien auch Niederlassungen in Springfield (Missouri/ USA), Helsingör (Dänemark) und Mornago (Italien) mit zusammen 130 Mitarbeitern unter das Dach von Howden gewechselt, informierte die Frankenthaler Geschäftsleitung.

Durch den Erwerb durch Howden wurde die Howden Turbo GmbH mit Sitz in Frankenthal am 3. Oktober 2017 gegründet.

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mitarbeiter: 1.400 (davon 580 am Standort Frankenthal)
  • Umsatz: 270 Mio. Euro (2005)
  • EBIT: 34 Mio. Euro (2005)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.ecm-pe.de/de/portfolio-item/agkkk/
  2. https://www.eqtpartners.com/Investments/Divestments/Kuhnle-Kopp-Kausch/
  3. Die Rheinpfalz, Frankenthaler Zeitung, 14. Juni 2007.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]