Künstlergilde Esslingen

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Die Künstlergilde Esslingen e.V. ist ein Selbsthilfeverein von Künstlern. Der Verein wurde federführend von Ernst Schremmer errichtet: "1948 war er Mitbegründer und in der Folge Geschäftsführer der Künstlergilde: Verband der Heimatvertriebenen Kulturschaffenden in Esslingen am Neckar."[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gilde hat heute rund vierhundert Mitglieder der verschiedensten Berufe, darunter Maler, Sänger, Musiker, Schauspieler, Schriftsteller und Wissenschaftler. Sie sieht ihre Arbeit in der Tradition der deutschen Kulturlandschaften im Osten und Südosten Europas und fördert Arbeiten und führt Ausstellungen durch, die den Kulturraum reflektieren.

Die Künstlergilde ist in Landesgruppen organisiert und in folgende Fachgruppen aufgeteilt:

  • Bildende Kunst (die mitgliederstärkste Gruppe)
  • Literatur
  • Musik
  • Fotografie
  • Darstellende Kunst
  • Publizistik

Seit Anfang 1990 vergibt die Künstlergilde Esslingen den Andreas-Gryphius-Preis, einen Literaturpreis, der erstmals 1957 in Düsseldorf verliehen wurde. Die Ehrung führt die Gilde in Glogau durch, dem Geburtsort von Andreas Gryphius. Der Namensgeber des Preises war der bedeutendste deutsche Sonettdichter des 17. Jahrhunderts.

Weitere Preise, die die Künstlergilde verleiht, sind der Lovis-Corinth-Preis für Bildende Kunst, der Nikolaus-Lenau-Preis für Lyrik, der Literaturwettbewerb für Lyrik und Kurzprosa, die Pro-Arte-Medaille sowie der Johann-Wenzel-Stamitz-Preis für hervorragende Leistungen im Bereich der Musik und der Georg-Dehio-Preis[2] für kulturgeschichtliche, geistesgeschichtliche und kunstgeschichtliche Publikationen zu historischen deutschen Kulturlandschaften Mittel-, Ost- und Südosteuropas.

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe auch Kunstforum Ostdeutsche Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gründung und Zusammenarbeit mit Walter Boll; Kulturdezernent in Regensburg bei der Gründung der Museumseinrichtung in Regensburg Bundesarchiv: Ostdeutsche Galerie in Regensburg

„Ernst Schremmer war zudem lange Jahre als Vorsitzender des Stiftungsrats der Ostdeutschen Galerie in Regensburg tätig,“[4] wohin eine Sammlung an Kunstwerken gegangen ist, die die Basis der neugegründeten Galerie (angeblich) gebildet haben: [5] „Die Bestände des Adalbert Stifter Vereins und der Künstlergilde werden hier vereint.“ [6][7]

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Schulz: Die Künstlergilde. In: Treffpunkt Berlin. Die Künstlergilde e.V. Landesgruppe Berlin. Hg.: Stiftung Deutschlandhaus Berlin, Berlin 1991, S. 5f (Katalog zur Ausstellung Treffpunkt Berlin, gezeigt im Deutschlandhaus Berlin vom 17. Februar bis 1. April 1991 und im Alten Rathaus Esslingen vom 5. April bis 5. Mai 1991).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.literaturportal-bayern.de/nachlaesse?task=lpbestate.default&id=1102
  2. Wolfgang Freericks: Begrüßungsansprache zur Verleihung des Georg-Dehio Preises 1997. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 17, 1998, S. 565–567.
  3. „Nach seiner Promotion zum Dr. phil. war er 1940-45 als Kriegsersatz-Ange­stell­ter Pressereferent beim Reichsstatthalter in Reichenberg Konrad Henlein .“http://kulturportal-west-ost.eu/biographien/schremmer-ernst
  4. http://kulturportal-west-ost.eu/biographien/schremmer-ernst
  5. aus der Pressearbeit nicht unbekannt: https://www.irmalangscheer.net/der-adalbert-stifter-verein.html?page-id=562
  6. Presseinformation: http://www.kunstforum.net/pressemitteilungen/geschichte_kog.pdf
  7. https://www.irmalangscheer.net/das-heutige-kunstforum-ostdeutsche-galerie.html?page-id=561