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Küstenwüste

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Das sogenannte Sandmeer der Namib-Wüste im südwestlichen Afrika (dunkelgelber Bereich). Der Ausschnitt umfasst in Nord-Süd-Richtung etwa 750 km, von Walvis Bay im Norden bis Lüderitz im Süden.
Diese Nebelbank in der Wüste Namib driftete 110 km ins Landesinnere bis nach Aus (2018)

Die Küstenwüste ist ein extremer Wüstentyp im Küstenbereich, der sich in den Tropen und Subtropen unter Einfluss eines kalten Meeresstromes entwickelt. Die Trockenheit in diesem Bereich wird verstärkt durch Auftrieb von kaltem Tiefenwasser nahe der Küste, hervorgerufen durch trockene ablandige Passatwinde. Küstenwüsten sind, bedingt durch die Corioliskraft, ausschließlich an den Westseiten von Kontinenten zu finden.[1]

Durch die Überlagerung warmer Passat-Luftmassen auf kalte Meeresluft entsteht eine stabile Inversionsschicht, wodurch das Aufsteigen von großen Luftmassen (siehe auch: atmosphärische Konvektion) und damit auch die Bildung von Niederschlag verhindert wird. Hingegen bildet sich an der entstehenden Dunstschicht, an der Unterseite der Inversion, Nebel, da die Meeresluft sehr feucht ist. Im entsprechenden Küstenstreifen ist eine Küstenwüste dann als Nebelwüste ausgebildet.[1]

Als Nebelwüste zählen insbesondere die Namib an der südwestafrikanischen Küste, die Atacama an der chilenischen und peruanischen Küste Südamerikas, der südwestliche Teil der Sonora-Wüste in Niederkalifornien an der Pazifikküste Mexikos[2] sowie der zu Saudi-Arabien, Jemen und Oman gehörende südliche und südwestliche Küstenstreifen der arabischen Halbinsel.[3][4]

Einige Merkmale einer Nebelwüste besitzen die westlichen Ausläufer der Sahara an der Nordwestküste Afrikas und die vorgelagerten östlichsten Inseln der Kanarischen Inseln, die Nordwestküste Australiens sowie die Küste von Somalia.[2]

Einzelnachweise

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  1. a b Wüsten ganz nah am Meer. Küstenwüsten. Bayerischer Rundfunk, 5. Juni 2015, abgerufen am 21. Januar 2017.
  2. a b Logan, Richard F.: Causes, climates and distribution of deserts. In: Brown, G. W., jr. (Hrsg.): Desert biology: special topics on the physical and biological aspects of arid regions I. 2013, ISBN 978-1-4832-2371-1, IV. Coal Costal Deserts, S. 37–41 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche – Erstausgabe: Elsevier, 1968, Grenzfälle einschließlich Somalia: S. 38).
  3. siehe auch en:Arabian Peninsula coastal fog desert
  4. World Wildlife Fund, ed. (2001). "Arabian Peninsula coastal fog desert" (Archiv-Link. 8.3.2010). WildWorld Ecoregion Profile. National Geographic Society