Küstriner Putsch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Küstriner Putsch vom 1. Oktober 1923, nach dem Anführer auch Buchrucker-Putsch genannt, war ein Versuch der Schwarzen Reichswehr, die deutsche Reichsregierung zu stürzen, nachdem diese den passiven Widerstand gegen die Ruhrbesetzung am 26. September 1923 beendet hatte.

Die von Major Bruno Ernst Buchrucker aufgestellten illegalen Verbände wollten die Reichsregierung unter Reichskanzler Gustav Stresemann stürzen und die parlamentarisch-demokratische Republik durch eine nationale Diktatur beseitigen. Ein weiteres Motiv für den Putsch war die von der Reichswehrführung angeordnete Auflösung der Arbeitskommandos, der die wirtschaftliche Existenz vieler ihrer Angehörigen bedrohte.

Der Versuch, die Garnisonsstadt Küstrin zu besetzen, wurde von Einheiten der Reichswehr verhindert. In Berlin-Spandau kontrollierten Putschisten für kurze Zeit die Zitadelle und das Fort Hahneberg, mussten sich dann aber der Reichswehr ergeben. Buchrucker u. a. wurden verhaftet und wegen Hochverrats zu Festungshaft oder Gefängnisstrafen verurteilt. Die Masse der Putschisten, darunter der Offizier Walther Stennes, ging jedoch straffrei aus.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]