KAA Gent

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KAA Gent
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Basisdaten
Name Koninklijke Atletiek Associatie Gent
Sitz Gent
Gründung 1864 (Fußball ab 1900)
Farben blau-weiß
Präsident Ivan De Witte
Website kaagent.be
Erste Mannschaft
Cheftrainer Jess Thorup
Spielstätte Ghelamco Arena
Plätze 20.000
Liga Jupiler Pro League
2018/19 5. Platz – Meisterrunde
Heim
Auswärts

Die KAA Gent (Koninklijke Atletiek Associatie Gent) ist ein Profifußballverein aus dem belgischen Gent. Der Verein wurde am 1. Januar 1898 gegründet und spielt derzeit in der Jupiler Pro League. Zu dem Wappen des stilisierten Sioux-Häuptlings kam es, weil um die Jahrhundertwende Buffalo Bill (William Frederick Cody) mit seinem Western-Zirkus durch Europa zog und auch in Gent Station machte. Dort trat er eine Welle der Begeisterung los.

Der Klub wurde 2015 erstmals belgischer Meister. Den belgischen Pokal gewann der Verein dreimal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die KAA Gent spielte bis zum Ende der Saison 2012/13 im 1920 eröffneten Jules Ottenstadion, das den Zuschauern 12.919 Sitzplätze bietet. Ursprünglich sollte ein neues Stadion des Vereins schon 2006 fertiggestellt sein. Der Bau konnte jedoch durch eine Verzögerung in der Vergabe der Baugenehmigung erst ab März 2008 begonnen werden. Nach weiteren Verzögerungen konnte die Eröffnung der Ghelamco Arena am 17. Juli 2013 gefeiert werden. Die neue Heimstätte bietet 19.999 Zuschauern Platz. Die Trikots des Vereins, der auch „Buffalos“ genannt wird, sind blau-weiß.

Ab der Saison 2008/09 trainierte der ehemalige belgische Welttorhüter Michel Preud’homme die KAA und wurde damit Nachfolger des Norwegers Trond Sollied. Mit Preud'homme gewann die Mannschaft 2010 den belgischen Pokal und wurde Dritter in der Meisterschaft. Nachdem Michel Preud'homme im Sommer 2010 seinen Wechsel zum niederländischen Meister FC Twente Enschede bekannt gegeben hatte, wurde Franky Dury neuer Trainer des KAA Gent. Doch bereits nach einer Saison wurde er durch Trond Sollied ersetzt, der in letzten Jahren schon zweimal Trainer in Gent gewesen war.

Durch den dritten Platz in der Saison 2009/10 spielte KAA Gent in der Saison 2010/11 in der Qualifikation zur UEFA Champions League. In der 3. Qualifikationsrunde schied die Mannschaft gegen den Favoriten Dynamo Kiew aus. Gent spielte in den Play-offs zur UEFA Europa League. Dort kam es zu einer Überraschung, als Feyenoord Rotterdam ausgeschaltet wurde. KAA Gent stand nun zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder im Europapokal. Die Mannschaft erreichte zudem erstmals die Gruppenphase eines UEFA-Wettbewerbs.

Den größten Erfolg der Vereinsgeschichte erreichte die KAA Gent am 21. Mai 2015, als man durch einen 2:0-Sieg gegen Standard Lüttich zum ersten Mal die belgische Meisterschaft gewinnen konnte. Dadurch war Gent zudem in der folgenden Saison automatisch für die Gruppenphase der UEFA Champions League qualifiziert. Als Verein mit dem drittgeringsten Klub-Koeffizienten war man in Lostopf 4 gesetzt und wurde zusammen mit dem russischen Meister Zenit Sankt Petersburg, dem FC Valencia und dem französischen Vize-Meister Olympique Lyon in eine Gruppe gelost. Die erste Champions League-Begegnung der Vereinshistorie fand am 16. September 2015 im Heimspiel gegen Lyon statt und endete 1:1 unentschieden. Nach zwei 1:2-Niederlagen in Sankt Petersburg und Valencia konnten die restlichen drei Partien der Vorrunde gewonnen werden (1:0 gegen Valencia, 2:1 in Lyon, 2:1 gegen Sankt Petersburg), wodurch man die Gruppenphase hinter Zenit als Zweitplatzierter abschloss und als erste belgische Mannschaft in die K.o.-Runde einzog. Dort schied Gent im Achtelfinale gegen den deutschen Pokalsieger VfL Wolfsburg aus.

In der Saison 2015/16 schloss man die reguläre Runde als Zweiter ab, rutschte aber in den Meister-Play-offs auf Platz 3 ab, so dass der Verein sich nur für die 3. Qualifikationsrunde der Europa League 2016/17 qualifizierte. Durch Siege über Cork City und KF Shkëndija wurde die Gruppenphase erreicht. Gent schloss die Gruppe als Zweiter ab. Im Sechzehntelfinale wurde Tottenham Hotspur bezwungen. Im Achtelfinale kam es zu einem rein belgischen Duell gegen den KRC Genk, wo Gent mit insgesamt 3:6 ausschied.

Auch in der nächsten Saison beendete der Verein die Meister-Play-offs auf Platz 3. Er scheiterte aber in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League 2017/17 am österreichischem Verein SCR Altach. In der Saison 2017/18 konnte der Verein nur den vierten Platz am Ende der Meister-Play-offs erreichen. Da Standard Lüttich als Pokalsieger auf Platz 2, reichte in diesem Jahr aber der 4. Platz zum Erreichen der 3. Qualikationsrunde zur Europa League 2018/19. Diese Runde gewann man gegen den polnischen Verein Jagiellonia Białystok. In den Play-off-Spielen schied man gegen Girondins Bordeaux aus.

Die Saison 2018/19 wurde als Fünfter der Meister-Play-off beendet, so dass Gent für keinen europäischen Wettbewerb qualifiziert ist.

Vereinsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1864 = Société Gymnastique 1864 La Gantoise
  • 1891 = Association Athlétique La Gantoise
  • 1914 = Association Royale Athlétique La Gantoise
  • 1971 = Koninklijke Atletiek Associatie Gent

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1963/64 Messestädte-Pokal 1. Runde DeutschlandDeutschland 1. FC Köln 2:4 1:3 (A) 1:1 (H)
1964/65 Europapokal der Pokalsieger Vorrunde EnglandEngland West Ham United 1:2 0:1 (H) 1:1 (A)
1966/67 Messestädte-Pokal 2. Runde FrankreichFrankreich Girondins Bordeaux 1:0 1:0 (H) 0:0 (A)
3. Runde SchottlandSchottland FC Kilmarnock 1:3 0:1 (A) 1:2 n. V. (H)
1970/71 Messestädte-Pokal 1. Runde DeutschlandDeutschland Hamburger SV 1:8 0:1 (H) 1:7 (A)
1982/83 UEFA-Pokal 1. Runde NiederlandeNiederlande SBV Haarlem 4:5 1:2 (A) 3:3 (H)
1983/84 UEFA-Pokal 1. Runde FrankreichFrankreich RC Lens 2:3 1:1 (H) 1:2 n. V. (A)
1984/85 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde SchottlandSchottland Celtic Glasgow 1:3 1:0 (H) 0:3 (A)
1986/87 UEFA-Pokal 1. Runde LuxemburgLuxemburg Jeunesse Esch 3:2 2:1 (A) 1:1 (H)
2. Runde Rumänien 1965Rumänien Sportul Studențesc 4:1 3:0 (A) 1:1 (H)
Achtelfinale SchwedenSchweden IFK Göteborg 0:5 0:1 (H) 0:4 (A)
1991/92 UEFA-Pokal 1. Runde SchweizSchweiz FC Lausanne-Sport 1:1
(4:1 i. E.)
0:1 (H) 1:0 n. V. (A)
2. Runde DeutschlandDeutschland Eintracht Frankfurt 1:0 0:0 (H) 1:0 (A)
Achtelfinale SowjetunionSowjetunion FK Dynamo Moskau 2:0 2:0 (H) 0:0 (A)
Viertelfinale NiederlandeNiederlande Ajax Amsterdam 0:3 0:0 (H) 0:3 (A)
2000/01 UEFA-Pokal Qualifikation IslandIsland ÍA Akranes 6:2 3:0 (A) 3:2 (H)
1. Runde NiederlandeNiederlande Ajax Amsterdam 0:9 0:6 (H) 0:3 (A)
2001 UEFA Intertoto Cup 2. Runde Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina NK Čelik Zenica 2:1 0:1 (A) 2:0 (H)
3. Runde DeutschlandDeutschland Werder Bremen (a)3:3(a) 3:2 (A) 0:1 (H)
Halbfinale FrankreichFrankreich Paris Saint-Germain 1:7 0:0 (H) 1:7 (A)
2002 UEFA Intertoto Cup 2. Runde IrlandIrland St Patrick’s Athletic (a)3:3(a) 2:0 (H) 1:3 (A)
3. Runde SpanienSpanien FC Málaga 1:4 0:3 (A) 1:1 (H)
2004 UEFA Intertoto Cup 1. Runde IslandIsland Fylkir Reykjavík 3:2 2:1 (A) 1:0 (H)
2. Runde NordmazedonienNordmazedonien Vardar Skopje 1:1
(3:4 i. E.)
0:1 (A) 1:0 n. V. (H)
2005 UEFA Intertoto Cup 1. Runde IrlandIrland Bohemians Dublin 3:2 0:1 (A) 3:1 (H)
2. Runde TschechienTschechien FC Tescoma Zlín 1:0 1:0 (H) 0:0 (A)
3. Runde SpanienSpanien FC Valencia 0:2 0:0 (H) 0:2 (A)
2006 UEFA Intertoto Cup 3. Runde SchweizSchweiz Grasshopper Club Zürich 2:3 1:2 (A) 1:1 (H)
2007 UEFA Intertoto Cup 2. Runde NordirlandNordirland Cliftonville FC 6:0 2:0 (H) 4:0 (A)
3. Runde DanemarkDänemark Aalborg BK 2:3 1:1 (H) 1:2 (A)
2008/09 UEFA-Pokal 2. Qualifikationsrunde SchwedenSchweden Kalmar FF 2:5 2:1 (H) 0:4 (A)
2009/10 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde WeissrusslandWeißrussland Naftan Nawapolazk (a)2:2(a) 1:2 (A) 1:0 (H)
3. Qualifikationsrunde ItalienItalien AS Rom 2:10 1:3 (A) 1:7 (H)
2010/11 UEFA Champions League 3. Qualifikationsrunde UkraineUkraine Dynamo Kiew 1:6 0:3 (A) 1:3 (H)
2010/11 UEFA Europa League Play-offs NiederlandeNiederlande Feyenoord Rotterdam 2:1 0:1 (A) 2:0 (H)
Gruppenphase BulgarienBulgarien Lewski Sofia 3:3 2:3 (A) 1:0 (H)
FrankreichFrankreich OSC Lille 1:4 1:1 (H) 0:3 (A)
PortugalPortugal Sporting Lissabon 4:6 1:5 (A) 3:1 (H)
2012/13 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde LuxemburgLuxemburg FC Differdingen 03 4:2 1:0 (A) 3:2 (H)
3. Qualifikationsrunde UngarnUngarn Videoton FC 0:4 0:1 (A) 0:3 (H)
2015/16 UEFA Champions League Gruppenphase FrankreichFrankreich Olympique Lyon 3:2 1:1 (H) 2:1 (A)
RusslandRussland Zenit Sankt Petersburg 3:3 1:2 (A) 2:1 (H)
SpanienSpanien FC Valencia 2:2 1:2 (A) 1:0 (H)
Achtelfinale DeutschlandDeutschland VfL Wolfsburg 2:4 2:3 (H) 0:1 (A)
2016/17 UEFA Europa League 3. Qualifikationsrunde RumänienRumänien FC Viitorul Constanța 5:0 5:0 (H) 0:0 (A)
Play-offs NordmazedonienNordmazedonien KF Shkëndija 6:1 2:1 (H) 4:0 (A)
Gruppenphase PortugalPortugal Sporting Braga 3:3 1:1 (A) 2:2 (H)
TurkeiTürkei Konyaspor 3:0 2:0 (H) 1:0 (A)
UkraineUkraine Schachtar Donezk 3:10 0:5 (A) 3:5 (H)
Sechzehntelfinale EnglandEngland Tottenham Hotspur 3:2 1:0 (H) 2:2 (A)
Achtelfinale BelgienBelgien KRC Genk 3:6 2:5 (H) 1:1 (A)
2017/18 UEFA Europa League 3. Qualifikationsrunde OsterreichÖsterreich SCR Altach 2:4 1:1 (H) 1:3 (A)
2018/19 UEFA Europa League 3. Qualifikationsrunde PolenPolen Jagiellonia Białystok 4:1 1:0 (A) 3:1 (H)
Play-offs FrankreichFrankreich Girondins Bordeaux 0:2 0:0 (H) 0:2 (A)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 108 Spiele, 37 Siege, 25 Unentschieden, 46 Niederlagen, 121:192 Tore (Tordifferenz −71)

Kader der Saison 2018/19[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 8. Januar 2019)[1]

Nr. Position Name
1 BelgienBelgien TW Thomas Kaminski
2 FrankreichFrankreich AB Arnaud Souquet
4 NorwegenNorwegen AB Sigurd Rosted
5 UkraineUkraine AB Ihor Plastun
6 BelgienBelgien MF Birger Verstraete
7 GeorgienGeorgien MF Giorgi Tschakwetadse
8 BelgienBelgien MF Vadis Odjidja-Ofoe
9 BelgienBelgien ST Stallone Limbombe
10 NorwegenNorwegen ST Alexander Sørloth
11 FrankreichFrankreich ST Jean-Luc Dompé
13 GeorgienGeorgien ST Giorgi Kwilitaia
16 KanadaKanada ST Jonathan David
17 UkraineUkraine ST Roman Jaremtschuk
18 UkraineUkraine MF Roman Besus
Nr. Position Name
19 BelgienBelgien MF Brecht Dejaegere
20 BelgienBelgien TW Yannick Thoelen
21 GhanaGhana AB Nana Asare
22 BelgienBelgien ST Aboubakary Koita
24 BelgienBelgien MF Nicolas Raskin
27 KolumbienKolumbien AB Anderson Arroyo
28 TunesienTunesien AB Dylan Bronn
29 BelgienBelgien AB Thibault De Smet
32 NigeriaNigeria ST Philip Azango
34 AgyptenÄgypten MF Ahmed Mostafa
44 NigeriaNigeria MF Anderson Esiti
76 BelgienBelgien AB Timothy Derijck
92 BelgienBelgien TW Colin Coosemans

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kaagent.be – Spelers - KAA Gent
  2. KAA Gent neemt afscheid van Yves Vanderhaeghe. KAA Gent, 8. Oktober 2018, abgerufen am 12. Oktober 2018 (niederländisch).
  3. Jess Thorup nieuwe coach KAA Gent. KAA Gent, 10. Oktober 2018, abgerufen am 12. Oktober 2018 (niederländisch).