KS Flamurtari Vlora

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KS Flamurtari Vlorë
Vereinslogo
Basisdaten
Name Klubi Sportiv Flamurtari Vlorë
Sitz Vlora
Gründung 23. März 1923
Farben rot-schwarz
Präsident Sinan Idrizi
Website skflamurtari.com
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Albanien Dritan Resuli
Spielstätte Stadium Flamurtari
Plätze 8.500
Liga Kategoria e parë
2020/21   9. Platz, Kategoria e Parë
Heim
Auswärts
Stadion

KS Flamurtari Vlora ist ein albanischer Fußballverein aus Vlora. Der Verein spielt derzeit in der Kategoria e dytë, der dritthöchsten albanischen Liga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1923 unter dem Namen SK Jeronim Vlora gegründet, 1930 unter SK Vlora, erhielt der Klub 1935 einen neuen Namen: Zehn Jahre lang hieß er KS Ismail Qemali Vlora nach dem Staatsgründer Ismail Qemali, ehe man sich am Kriegsende zum ersten Mal den heutigen Namen KS Flamurtari (deutsch: Sportklub Fahnenträger) gab. 1949 als Vlora, taufte der Verein sich 1950 in Puna Vlora (deutsch: Arbeit Vlora). Acht Jahre später erfolgte die nächste Umbenennung, als man sich wiederum den alten Namen SK Flamurtari gab, der bis heute Bestand hat. 1930 gehörte der Sportklub zu den Gründungsmitgliedern der ersten Meisterschaft.

Der Verein musste bis in die 1980er Jahre warten, ehe sich die ersten Erfolge einstellten. 1985 gelang gegen FK Partizani Tirana durch einen 2:1-Erfolg der erste Sieg im Albanischen Pokal, 1988 erfolgte mit einem 1:0 gegen denselben Gegner der zweite Triumph in diesem Wettbewerb. Daneben stehen noch acht weitere Finalteilnahmen, in denen der Klub jeweils unterlegen war. So zum Beispiel 1990 gegen KS Dinamo Tirana nach Elfmeterschießen. Da diese jedoch gleichzeitig Landesmeister wurden, spielte man im albanischen Supercup gegeneinander und Flamurtari holte sich den Titel.

Das national erfolgreichste Jahr für Flamurtari war 1991, als man den Landesmeistertitel holte und erst im Pokalfinale an Partizani Tirana im Elfmeterschießen scheiterte. Diese besiegte man jedoch im Supercup, so dass man dort den Titel verteidigte und zwei Trophäen mit nach Hause nehmen konnte. Seither wartet die in rot und schwarz auflaufende Mannschaft auf einen ähnlichen Erfolg und musste 2004 sogar den Gang in die zweite Liga antreten, aus der man 2006 wieder aufstieg.

An internationalen Vereinswettbewerben nahm Flamurtari insgesamt zehnmal teil. In der Saison 1987/88 wurde nach Erfolgen gegen FK Partizan Belgrad mit einem 2-0 Zuhause sowie gegen BSG Wismut Aue auch mit 2-0 erreichte man erfolgreich das Achtelfinale des UEFA-Pokals. Dort scheiterten die Albaner, wie im Jahr zuvor, gegen den FC Barcelona. Als einer der wenigen Vereine erreichte Flamurtari damit eine ausgeglichene Europapokal-Bilanz gegen die Katalanen (1 Sieg, 2 Unentschieden, 1 Niederlage).

Erst in der Saison 2011/12 überstand Flamurtari im Duell mit dem montenegrinischen Vertreter FK Budućnost Podgorica wieder eine Runde eines europäischen Wettbewerbs, scheiterte dann jedoch an FK BAUMIT Jablonec.

In der Saison 2019/20 wurde Flamurtari Zweitletzter und musste absteigen. Unter dem neuen portugiesischen Trainer Rui Sampaio spielte man nach dem Abstieg eine schwache Saison. Am Ende der Saison 2020/21 steigte der Verein in der Kategoria e dytë, die dritthöchste albanische Liga, ab. Der Klub scheiterte in der Relegation beim Elfmeterschießen gegen den KF Tërbuni Puka.[1] Der Trainer Rui Sampaio verließ schlussendlich den Verein. Neuer Trainer wurde Dritan Resuli.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flamurtari bestreitet seine Heimspiele im Stadium Flamurtari, einem Mehrzweckstadion. Es bietet derzeit circa 8.500 Zuschauern Platz.

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1985/86 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Finnland HJK Helsinki 3:5 2:3 (A) 1:2 (H)
1986/87 UEFA-Pokal 1. Runde Spanien FC Barcelona (a)1:1(a) 1:1 (H) 0:0 (A)
1987/88 UEFA-Pokal 1. Runde Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik FK Partizan Belgrad 3:2 2:0 (H) 1:2 (A)
2. Runde Deutschland Demokratische Republik 1949 FC Erzgebirge Aue 2:1 0:1 (A) 2:0 (H)
3. Runde Spanien FC Barcelona 2:4 1:4 (A) 1:0 (H)
1988/89 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Polen 1980 Lech Posen 2:4 2:3 (H) 0:1 (A)
1990/91 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Griechenland Olympiakos Piräus 1:5 1:3 (A) 0:2 (H)
1991/92 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Schweden IFK Göteborg (a)1:1(a) 0:0 (A) 1:1 (H)
1996/97 Europapokal der Pokalsieger Qualifikation Slowakei Chemlon Humenné 0:3 0:1 (A) 0:2 (H)
2009/10 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde Schottland FC Motherwell 2:8 1:0 (H) 1:8 (A)
2011/12 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Montenegro Budućnost Podgorica 4:3 3:1 (A) 1:2 (H)
2. Qualifikationsrunde Tschechien FK BAUMIT Jablonec 1:7 0:2 (H) 1:5 (A)
2012/13 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Ungarn Honvéd Budapest 0:3 0:1 (H) 0:2 (A)
2014/15 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Georgien Sioni Bolnissi (a)4:4(a) 3:2 (A) 1:2 (H)
2. Qualifikationsrunde Rumänien Petrolul Ploiești 1:5 0:2 (A) 1:3 (H)
Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 30 Spiele, 6 Siege, 4 Unentschieden, 20 Niederlagen, 27:56 Tore (Tordifferenz −29)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. VIDEO/ Katastrofë në Vlorë! Flamurtari fundoset në të Dytën, ngjitet Tërbuni. Abgerufen am 23. November 2021 (albanisch).