KV Mechelen

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KV Mechelen
Logo
Basisdaten
Name Yellow Red Koninklijke
Voetbalclub Mechelen
Sitz Mechelen, Belgien
Gründung 1904
Farben gelb-rot
Präsident Johan Timmermans
Website kvmechelen.be
Erste Mannschaft
Cheftrainer Wouter Vrancken
Spielstätte AFAS-Stadion
Plätze 17.500
Liga Zweite Division
2018/19 1. Platz
Heim
Auswärts

Der KV Mechelen ist ein belgischer Fußballverein aus der Stadt Mechelen. Der Verein wurde 1904 gegründet und trägt die Farben gelb und rot.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde viermal belgischer Meister und hatte seine größten Erfolge Ende der 1980er Jahre mit finanzieller Unterstützung von John Cordier. Trainer in dieser Zeit war Aad de Mos. Höhepunkt war der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1988. Das Finale in Straßburg wurde gegen Ajax Amsterdam mit 1:0 gewonnen. Bekannteste Spieler bei diesem Erfolg waren Michel Preud’homme, Graeme Rutjes, Erwin Koeman, Marc Emmers und Lei Clijsters.

2002 bekam der KV Mechelen schwere finanzielle Probleme. Eine Streichung aus dem Vereinsregister konnte durch eine Sammelaktion von Mark Uytterhoeven, Piet den Boer und Fi Van Hoof verhindert werden. Dennoch stieg der Verein in die Dritte Division ab. In der Saison 2004/05 wurde das Team dort Meister und stieg in die Zweite Division auf. In der Saison 2006/07 belegte der KV Mechelen den 2. Platz in der zweiten Liga und schaffte in der Aufstiegsrunde die Rückkehr in die Erste Division. In der Saison 2017/18 der Ersten Division belegte Mechelen, aufgrund einer um ein Tor schlechteren Tordifferenz, den letzten Platz und stieg daher in die Zweite Division ab.

Im Folgejahr wurde am 20. August 2018, nach nur zwei Punkten in drei Spielen zum Saisonstart, Wouter Vrancken als neuer Trainer verpflichtet. Er erhielt einen Zweijahresvertrag.[1] Unter seiner Führung belegte die Mannschaft in der ersten Tranche Platz 1 und nahm somit an den Aufstiegsspielen teil. Diese gewann sie gegen den Ersten der zweiten Tranche, KFCO Beerschot Wilrijk, sodass der direkte Wiederaufstieg gelang. Zugleich konnte der Verein in dieser Saison den belgischen Fußballpokal gewinnen. Daraufhin verlängert der Verein den Vertrag mit Vrancken auf unbestimmte Zeit.[2]

Der Verein trägt seine Heimspiele im AFAS-Stadion, das 17.500 Zuschauern Platz bietet, aus.

Zwangsabstieg 2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juni 2019 entschied der Beschwerdeausschuss der Belgischen Fußballunion, Mechelen wegen der Manipulation des Spieles KV Mechelen gegen Waasland-Beveren am 11. März 2018 in der Saison 2017/18 der Ersten Division, den Aufstieg in die Erste Division abzuerkennen. Mechelen verbleibt in der Saison 2019/20 in der Division 1B und erhält dort in jeder Tranche sechs Punkte abgezogen. Außerdem darf Mechelen nicht an der Europa League teilnehmen und ist in der Saison 2019/20 auch von der Teilnahme am Belgischen Fußballpokal ausgeschlossen. Vier Verantwortliche des Vereins wurden für zehn bzw. sieben Jahre für alle Aktivitäten im Bereich der Belgischen Fußballunion gesperrt. Anstelle von Mechelen steigt der Verlierer der Aufstiegsspiele, der KFCO Beerschot Wilrijk, in die Erste Division auf.[3][4]

Gegen diese Entscheidung hat der Verein am 6. Juni 2019 Beschwerde beim belgischen Schiedsgericht für den Sport eingelegt. Bis zu dessen Entscheidung kann das Urteil nicht vollzogen werden.[5]

Vereinsänderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1904: FC Malines
  • 1929: Royal FC Malines
  • 1953: KFC Malines
  • 1970: KV Mechelen
  • 2003: Yellow-Red KV Mechelen

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1987/88 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Rumänien 1965Rumänien Dinamo Bukarest 3:0 1:0 (H) 2:0 (A)
2. Runde SchottlandSchottland FC St. Mirren 2:0 0:0 (H) 2:0 (A)
Viertelfinale SowjetunionSowjetunion FK Dinamo Minsk 2:1 1:0 (H) 1:1 (A)
Halbfinale ItalienItalien Atalanta Bergamo 4:2 2:1 (H) 2:1 (A)
Finale NiederlandeNiederlande Ajax Amsterdam 1:0 1:0 in Straßburg
1988/89 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde LuxemburgLuxemburg FC Avenir Beggen 8:1 5:0 (H) 3:1 (A)
2. Runde BelgienBelgien RSC Anderlecht 3:0 1:0 (H) 2:0 (A)
Viertelfinale Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Eintracht Frankfurt 1:0 0:0 (A) 1:0 (H)
Halbfinale ItalienItalien Sampdoria Genua 2:4 2:1 (H) 0:3 (A)
1989/90 Europapokal der Landesmeister 1. Runde NorwegenNorwegen Rosenborg Trondheim 5:0 0:0 (A) 5:0 (H)
2. Runde SchwedenSchweden Malmö FF 4:1 0:0 (A) 4:1 (H)
Viertelfinale ItalienItalien AC Mailand 0:2 0:0 (H) 0:2 n. V. (A)
1990/91 UEFA-Pokal 1. Runde PortugalPortugal Sporting Lissabon 2:3 0:1 (A) 2:2 (H)
1991/92 UEFA-Pokal 1. Runde GriechenlandGriechenland PAOK Thessaloniki 1:2 1:1 (A) 0:1 (H)
1992/93 UEFA-Pokal 1. Runde SchwedenSchweden Örebro SK 2:1 2:1 (H) 0:0 (A)
2. Runde NiederlandeNiederlande Vitesse Arnheim 0:2 0:1 (A) 0:1 (H)
1993/94 UEFA-Pokal 1. Runde SchwedenSchweden IFK Norrköping 2:1 1:0 (A) 1:1 n. V. (H)
2. Runde UngarnUngarn MTK Budapest FC 6:1 5:0 (H) 1:1 (A)
3. Runde ItalienItalien Cagliari Calcio 1:5 1:3 (H) 0:2 (A)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 37 Spiele, 18 Siege, 11 Unentschieden, 8 Niederlagen, 49:26 Tore (Tordifferenz +23)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Profikader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 10. Januar 2017[6]

Nr. Position Name
3 MarokkoMarokko AB Ahmed El Messaoudi
4 BelgienBelgien AB Seth De Witte
5 SerbienSerbien AB Uroš Vitas
7 BelgienBelgien MF Tim Matthys
8 Costa RicaCosta Rica MF Randall Leal
10 FrankreichFrankreich MF Yohan Croizet
10 MarokkoMarokko AB Faycal Rherras
11 BelgienBelgien MF Mats Rits
15 Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina AB Edin Cocalić
16 SerbienSerbien AB Aleksandar Bjelica
17 GriechenlandGriechenland ST Dimitris Kolovos
21 GriechenlandGriechenland MF Sotirios Ninis
Nr. Position Name
22 BelgienBelgien AB Elias Cobbaut
26 BelgienBelgien TW Colin Coosemans
28 BelgienBelgien TW Anthony Swolfs
29 BelgienBelgien AB Jules Van Cleemput
33 BelgienBelgien MF Jeff Callebaut
34 BelgienBelgien MF Mohamed Zeroual
47 BelgienBelgien ST Andy Kawaya
49 LuxemburgLuxemburg TW Anthony Moris
55 SlowenienSlowenien MF Željko Filipović
77 BelgienBelgien MF Glenn Claes
27 Burkina FasoBurkina Faso ST Hassane Bandé

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinswappenhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. KV Mechelen bevestigt: Wouter Vrancken is nieuwe coach. Gazet van Antwerp, 21. August 2018, abgerufen am 30. Mai 2019 (niederländisch).
  2. Contract Wouter Vrancken wordt opengebroken. KV Mechelen, 28. Mai 2019, abgerufen am 30. Mai 2019 (niederländisch).
  3. Noah Fajersztajn: La Pro League prend acte. In: sport.be. Jupiler League, 1. Juni 2019, abgerufen am 2. Juni 2019 (französisch).
  4. Matchfixing-Prozess: Mechelen steigt ab, Waasland-Beveren freigesprochen. Belgischer Rundfunk, 1. Juni 2019, abgerufen am 2. Juni 2019.
  5. KV Mechelen in beroep bij het bas. KV Mechelen, 6. Juni 2019, abgerufen am 6. Juni 2019 (niederländisch).
  6. Spelers – KV Mechelen. Abgerufen am 17. Juli 2017 (niederländisch).