KZ-Außenlager Kaufering IV – Hurlach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Niedergebrannte Erdhütten im KZ-Außenlager Kaufering IV – Hurlach, am 27. April 1945, Tag der Befreiung durch die US-Armee. (United States Holocaust Memorial Museum)
KZ-Außenlager Kaufering IV – Hurlach (Bayern)
(48° 6′ 10,24″ N, 10° 50′ 42,84″O)
KZ-Außenlager
Kaufering IV – Hurlach
Lokalisierung von Bayern in Deutschland
Lage KZ-Außenlager Kaufering IV – Hurlach in Bayern.
Schematische Karte KZ-Außenlager Kaufering IV – Hurlach, 1945. (s. a. Luftbilder)

Das KZ-Außenlager Kaufering IV – Hurlach war ein großes der 169 Außenlager des nationalsozialistischen KZ Dachau nahe dem Ort Hurlach. Es war das vierte der elf zum KZ-Außenlagerkomplex Kaufering gehörenden Lager rund um Kaufering und Landsberg. Hier waren vor allem Menschen jüdischen Glaubens interniert, um sie für die deutsche Rüstungsproduktion in der Endphase des Zweiten Weltkrieges einzusetzen. Ab September 1944 mussten hier bis zu 3000 Gefangene Zwangsarbeit bei Leonhard Moll Eisenbahn- und Betonbau und der Firma Holten leisten.[1] Das KZ-Außenlager bestand aus 72 Erdhütten für die männlichen Gefangenen, zudem acht für die weiblichen.[2]

Zum Jahreswechsel 1944/45 wurde das KZ-Außenlager Kaufering IV – Hurlach zum „Sterbelager“ des Lagerkomplexes umfunktioniert und unter Quarantäne gestellt, mit zunächst etwa 1400 und im April 1945 über 3000 Gefangenen.[3] Darmkrankheiten, Ödeme, Krätze, Schwäche, Typhus und Lungentuberkulose waren typische Krankheiten. Medikamente, Verbandmaterial oder medizinische Instrumente gab es kaum, selbst an Wäsche mangelte es. Ein internierter Arzt schrieb, seine ärztliche Tätigkeit habe sich daher auf das Ausstellen von Totenscheinen und die Beschriftung der Leichen beschränkt.[4] So starben alleine in diesem Lager wöchentlich 100 bis 200 Menschen.[5] Bei der Befreiung des Außenlagers durch die US-amerikanische Armee trafen die Soldaten auf noch rauchende Trümmer der Hütten, die von der SS in Brand gesteckt wurden. In diesen fanden sie 360 Tote vor, die möglicherweise bei lebendigem Leibe verbrannt wurden.[3]

Teil der Kriegsproduktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lager existierte nach dem „Verzeichnis der Haftstätten unter dem Reichsführer SS“ des Internationalen Suchdienstes in Arolsen für Frauen vom 1. August, für Männer vom 25. August 1944 bis zum 25. April 1945. Es diente als Unterkunft für die beim unterirdischen Fabrikbau und auf dem Flugplatz Lechfeld Beschäftigten und als Krankenlager.

Körper neben verkohlten Barackenruinen im KZ-Außenlager Kaufering IV. (Foto: Edward C. Newell, 27./28. April 1945. United States Holocaust Memorial Museum.)

Errichtung und Betrieb des KZ-Außenlagers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Gefangene des Lagers IV – Hurlach waren unter anderem Zalman Grinberg, späterer Direktor des Beilinson-Krankenhauses in Petach Tikwa, der verantwortliche Herausgeber der hebräischen Untergrund-Zeitschrift „Nitzotz“ und späterer Chefredakteur der Vierteljahresschrift des World Jewish Congress Shlomo Shafir, der spätere jüdisch-rumänische Journalist und Buchautor Oliver Lustig, sowie Bernard Offen, polnisch-amerikanischer Überlebender des Holocaust und Filmproduzent.

Räumung des Lagers und Brandlegung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Räumung konnten die Gefangenen dieses Lagers wegen ihres kranken Zustands nicht zu Fuß auf den Todesmarsch nach Dachau geschickt werden. Daher wurden sie am nahen Gleis in einen Zug Richtung Dachau geladen.[6] Bei Schwabhausen (Weil) wurde – wie Gefangene später berichteten – der Zug von der SS als Deckung eines Flak-Zuges genutzt[7] und so von einem alliierten Tieffliegerangriff getroffen, 180 Gefangene starben. Der Zug fuhr nach Kaufering zurück, um die Toten am Bahndamm auszuladen.[6]

Am Morgen des 27. April 1945 steckte die SS auf Befehl des Lagerarztes Max Blancke das KZ Kaufering IV samt den nicht mehr gehfähigen Häftlingen in Brand.[6]

Befreiung und juristische Aufarbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die amerikanische Armee erreichte wenige Stunden später das Lager. Die Befreier fanden in diesem Lager viele verbrannte,[8] auch um das Lager herumliegende Tote vor, zusammen 360, die im neu angelegten KZ-Friedhof Hurlach direkt am Lager beerdigt wurden.[6] Während des Lager-Betriebs gab es ungezählte Todesopfer. Das War Crimes Investigation Team entdeckte östlich des Lagers zwei Massengräber mit je 2000 bis 2500 Toten, die heutigen KZ-Friedhöfe Kaufering-Süd & Kaufering-Nord,[9] und stellte fest, dass allein während der fünf Monate als „Krankenlager“ in Kaufering IV – Hurlach fast 3000 Menschen zu Tode kamen.[8]

Der Lagerkommandant Johann Baptist Eichelsdörfer, Arbeitsdienstführer Wilhelm Tempel des Lagers Kaufering IV – Hurlach wie auch Walter Adolf Langleist als Verantwortlicher, wurden 1945 als Kriegsverbrecher zur Rechenschaft gezogen, zum Tode verurteilt, die Urteile Ende Mai 1946 vollstreckt.

Internationale Wahrnehmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Befreiung von Kaufering IV, 8 Min. (Dokumentation US-Armee, 29. April 1945). United States. National Archives and Records Administration.

Der später weltberühmte Autor J.D. Salinger befand sich unter den amerikanischen Soldaten, die an der Befreiung Süddeutschlands beteiligt waren. Während seines Militäreinsatzes in Deutschland schrieb er den Roman Der Fänger im Roggen.[10] Salinger gehörte der Einheit der 4th Infantry Division an. Um den 28. April besuchte er den gerade erst befreiten KZ-Außenlagerkomplex Kaufering,[11] seine Einheit befand sich in der Nähe dieses durch die 12th Armored Division befreiten KZ-Außenlagers IV – Hurlach.

J. D. Salinger äußerte sich nie öffentlich zu den Eindrücken aus dem April 1945. Aufgrund der Abläufe und seiner Erinnerungen liegt es nahe, dass es dieses Außenlager IV – Hurlach gewesen sein muss.[10] Salingers Tochter Margaret Salinger zitierte ihren Vater im Jahr 2000 mit den Worten:[12]

“You never really get the smell of burning flesh out of your nose entirely, no matter how long you live.”

„Den Geruch von verbranntem Fleisch bekommst du nie ganz aus der Nase, egal wie lange du lebst.“

Jerome David Salinger: Biographie „Salinger“, Shields & Salerno, 2013[13][12]

Steven Spielberg verfilmte die die Befreiung des Lagers Kaufering IV in Folge 9 der Mini-Serie Band of Brothers. Zahlreiche Fotografien der amerikanischen und französischen Befreier dienten als Vorlagen für originalgetreue Kulissen.[14]

Gedenkorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erinnerungsort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers Kaufering-IV – Hurlach, das ab 1990 als Kiesgrube genutzt wurde (2021)

Der größte Teil des Geländes des ehemaligen KZ-Außenlagers wurde ab 1990 als Kiesgrube genutzt. Es gibt kein Hinweisschild auf das ehemalige KZ-Außenlager.[15]

KZ-Friedhof Hurlach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedhof und Gedenkstätte für die 360 am letzten Tag verbrannten Opfer des Lagers Kaufering IV – Hurlach. (Foto: 2014)

Über die Augsburger Straße am nördlichen Ortsausgang von Kaufering zweigt nach 600 Metern bei Hurlach-Süd ein Feldweg ab bei einem Hinweisschild, von dort folgt ein Fußweg von etwa 700 Metern Richtung Westen, dann links in das kleine Wäldchen (während es rechts zum als Kiesgrube genutzten Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers geht). Auf dem versteckt liegenden KZ-Friedhof südlich des Feldweges[16] trägt ein dreiteiliger Gedenkstein mit dem Davidstern die Inschrift (s. Foto):[17]

Ihr zoget durch ein Meer von Leid
360 KZ-Opfern zum Gedenken errichtet 1950
Nun ruht in Gott und Ewigkeit

Auf diesem KZ-Friedhof sind in einem Sammelgrab 360 Opfer des Außenlagers IV – Hurlach – des KZ-Außenlagerkomplex Kaufering bestattet.[16]

Tausende weiterer Tote wurden während des Lagerbetriebs in Massengräbern östlich des KZ-Außenlagers Kaufering IV – Hurlach verscharrt, später darauf die KZ-Friedhöfe Kaufering-Süd und Kaufering-Nord errichtet.[9][8]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autobiografisch

  • Jehuda Garai, Angelika Censebrunn-Benz: Pécs - Auschwitz - Kaufering – Stationen einer verlorenen Jugend. Autobiografie. Metropol, Berlin 2006, ISBN 978-3-938690-26-0 (249 S., u. a. Kaufering IV – Hurlach).
  • Sam Berger: Die unvergeßlichen sechseinhalb Jahre meines Lebens, 1939 - 1945. Erlebnisbericht. Fischer, Frankfurt/M. 1985, ISBN 3-88323-566-0, Kaufering Lager 3, Lager 4, Flucht, S. 110–151 (260 S., Kaufering III – Kaufering, Kaufering IV – Hurlach).

KZ-Außenlager Kaufering IV – Hurlach

  • Edith Raim: Die Dachauer KZ-Außenkommandos Kaufering und Mühldorf – Rüstungsbauten und Zwangsarbeit im letzten Kriegsjahr 1944/45, München, Universität, Philos. Fak. für Geschichts- und Kunstwissenschaften, Dissertation 1992, Neumeyer, Landsberg am Lech 1992, 317 S., ISBN 3920216563, S. 151f, 170–174, 193–195, 272.
  • Barbara Fenner: Emotionen, Geschichtsbewusstsein und die Themenzentrierte Interaktion (TZI) am Beispiel des Unterrichtsprojekts zum Außenlagerkomplex Kaufering/Landsberg „Wir machen ein KZ sichtbar“ – Aus der Geschichte lernen. Augsburg, Univ., Diss., 2012. Wißner, Augsburg 2014, OCLC 862808883, S. 137–139, 149, 153–155, 158–160, 182, 186–190, 200, 234, 248 (298 S., Dissertation 2012, Universität Augsburg [PDF; 9,7 MB; abgerufen am 1. November 2020]).
  • Gernot Römer: Für die Vergessenen, KZ Außenlager in Schwaben – Schwaben in Konzentrationslagern, Berichte, Dokumente, Zahlen und Bilder, Verlag Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg 1984, 231 Seiten, ISBN 3-89639-047-3, ISBN 978-3-89639-047-9, S. 182–196
  • Eberhard Alsen: J. D. Salinger im Frankenland. In: Große Kreisstadt Weißenburg i. Bayern (Hrsg.): villa nostra – Weißenburger Blätter – Geschichte, Heimatkunde, Kultur. Nr. 1. Weißenburg i. Bayern 2017, OCLC 1050952666, S. 5–16 (24 S., weissenburg.de [PDF; 2,0 MB; abgerufen am 14. September 2021]).

Enzyklopädien

Ergänzend

  • Constanze Werner: KZ-Friedhöfe und -Gedenkstätten in Bayern – „Wenn das neue Geschlecht erkennt, was das alte verschuldet …“ Hrsg.: Bayerischen Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. 1. Auflage. Schnell & Steiner, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7954-2483-1, S. 69 ff. (439 S.).

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • United States Holocaust Memorial Museum: Oral history interview with William McWorkman. In: Film, Audio and Video / Testimony. ushmm.org, abgerufen im September 2021 (englisch, ab Minute 1:45 / Accession Number 1995. A.1269.15, RG Number RG-50.470.0015): „being with the 12th Armored Division during WWII […] entering into Landsberg concentration camp; seeing hundreds of dead prisoners; interacting with the former prisoners […] told not to get too close to the prisoners because of typhus; giving the former prisoners clothing and food, but not too much food; the battalion surgeon who said not to overfeed them“
  • Olin, United States, Army, Signal Corps: Landsberg camp and burials. (35 mm s/w über Betacam SP NTSC auf MP4, ohne Ton, Länge 7:57 Minuten) ushmm.org, United States Holocaust Memorial Museum, 29. April 1945, abgerufen am 7. September 2021 (englisch, Accession Number 1994.119.1, RG Number RG-60.2261, Film ID 837, Source Archive Number 111 ADC 4182, Timecode 03:01:12:00 – 03:09:09:00, über Zustand nach Befreiung und Bestattungen KZ-Außenlager Kaufering IV – Hurlach).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: KZ-Außenlager Kaufering IV – Hurlach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Edith Raim: Die Dachauer KZ-Außenkommandos Kaufering und Mühldorf - Rüstungsbauten und Zwangsarbeit im letzten Kriegsjahr 1944/45, München, Universität, Philos. Fak. für Geschichts- und Kunstwissenschaften, Dissertation 1992, Neumeyer, Landsberg am Lech 1992, 317 S., ISBN 3920216563, S. 151f, 170–174, 193–195, 272.
  2. Gerhard Roletschek: Ausstellungskatalog Neu V6, Landsberg am Lech, S. 33. / siehe auch Luftaufnahme 1940er Jahre.
  3. a b Edith Raim: Frühe Lager, Dachau, Emslandlager. In: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors: Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Band 2. C.H.Beck, München 2005, ISBN 3-406-52962-3, S. 366–373.
  4. Edith Raim: Frühe Lager, Dachau, Emslandlager. In: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors – Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Band 2. C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-52962-3, S. 367 f.
  5. J. Ramming, D. Stonus: Machbarkeitsstudie für einen Dokumentationsort zum ehemaligen KZ-Außenlagerkomplex Landsberg / Kaufering. (PDF; 20 MB) FranKonzept, Würzburg, April 2016, S. 38, abgerufen am 8. September 2021 (198 Seiten): „Kiesgrube (seit 1990 Abbau durch die Firma Riedel) […] die wöchentliche Todesquote lag zu dieser Zeit bei 100 bis 200 Opfern.“
  6. a b c d Edith Raim: Frühe Lager, Dachau, Emslandlager. In: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors – Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Band 2. C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-52962-3, S. 369 f.
  7. Ulrich Bigalski und weitere: Augenzeugen und Bilder berichten – Die Häftlinge aus den KZ-Außenlagern Landsberg/Kaufering auf dem Todesmarsch im April 1945 durch den Landkreis Fürstenfeldbruck nach Dachau. Hrsg.: Arbeitskreis Mahnmal Fürstenfeldbruck, Landratsamt Fürstenfeldbruck. Fürstenfeldbruck März 2007, OCLC 213514618, S. 24, 30 (lra-ffb.de [PDF; 1,3 MB; abgerufen am 14. September 2021] mit Quellen): „Gegen 8 Uhr früh, stand dort auf dem Geleise ein Flak- und Verpflegungszug der deutschen Luftwaffe […] Daraufhin wurde der Flakzug ausrangiert und an dieser Stelle platzierte man den langen Häftlingszug mit nahezu 3500 Häftlingen, von denen 95 Prozent Juden waren. Der Flakzug begab sich auf ein zweites Gleis und wurde durch den Häftlingszug gedeckt. […] Gegen 10 Uhr bewiesen sich am Himmel die ersten amerikanischen Jagdbomber. […] „Wer den Zug verlässt, der wird erschossen, auch während eines Luftangriffs!““
  8. a b c Headquarters, Third US Army and Eastern Military District – Office of Judge Advocate: /dachau-war-crimes-trials, Review of proceedings of central military court in the case of United States vs. […] Johann Baptist Eichelsdorfer […] Wilhelm Tempel […] Walter Adolf Langleist. Original. Hrsg.: Jewish Virtual Library. Dachau Dezember 1945, S. 12 (englisch, 167 S., jewishvirtuallibrary.org [PDF; 39,9 MB; abgerufen am 24. September 2021] /dachau-war-crimes-trials – The Dachau Trials: Dachau Cases (1945 - 1947), Case No. 000-50-2, Trial concluded 13 Dec 1945): “Captain [John] Barnett, member of the War Crimes Investigation Team 6823, Seventh US Army, investigated these camps on 30 April 1945 […] The fence had apparently been electrified […] The camp had been burned and 268 bodies were still lying around […] Many had unrecognizably burned. […] Two burial pits were found east of the camp (R 582). These were opened and bodies stacked five high in lines of 30 were found (R 583, Pros Ex 70). The bodies were tied together and the legs and the arms intertwined to conserve space (R 583). The manner in which this was accomplished may best be seen from the photographs made at the time (Pros Ex 71 and 72). Each pit had 2000 to 2500 dead bodies (R583). […] The hut was about 12 meters long (R 590). There was 1 meter and 70 centimeters on each side of the central trench where the prisoners slept (R 590). […] As many as 62 prisoners occupied one hut […] All the inmated were jews […] In the five months as a sick camp, there were almost 3000 deaths (R 602). […] Captain Barnett found that Kaufering Number 1 looked similar to Number 4 […] Kaufering Number 3 was similar to Number 1. It used the same burial pits as Number 4 (R 585).”
  9. a b Ungenannte/r Autor/en, Ausführung durch Birke und Partner, Kommunikationsagentur für Storytelling, Markenführung, History Marketing und integrierte Kommunikation: Landsberg-Kaufering erinnern – Erinnerungsorte des ehemaligen KZ-Außenlagerkomplexes Landsberg/Kaufering. In: Inhaltsverzeichnis / KZ-Friedhöfe / Kaufering-Nord & -Süd. Gemeinsames Projekt von Stadt Landsberg am Lech, Landkreis Landsberg am Lech, Marktgemeinde Kaufering mit Unterstützung der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, April 2021, abgerufen am 25. September 2021 (Hilfe: Oben rechts auf „Inhaltsverzeichnis“ klicken): „Wie viele Opfer in beiden KZ-Friedhöfen bestattet liegen, ist nicht bekannt. Ein Angehöriger des War Crimes Investigation Team gab im Dachauer Prozess an, dass vor Ort zwei Massengräber mit etwa 2.000 bis 2.500 Toten entdeckt worden waren. […] Im April 1973 wurden bei Bauarbeiten südlich der beiden KZ-Friedhöfe weitere 48 Skelette von KZ-Häftlingen gefunden.“
  10. a b Eberhard Alsen: J. D. Salinger im Frankenland. In: Große Kreisstadt Weißenburg i. Bayern (Hrsg.): villa nostra – Weißenburger Blätter – Geschichte, Heimatkunde, Kultur. Nr. 1. Weißenburg i. Bayern 2017, OCLC 1050952666, S. 5, 8 (24 S., weissenburg.de [PDF; 2,0 MB; abgerufen am 14. September 2021]).
  11. E. Alsen: J. D. Salinger and the Nazis. The University of Wisconsin Press, Madison/Wisconsin 2018, ISBN 978-0-299-31570-2, S. 83.
  12. a b Margaret Salinger: Dream Catcher: A Memoir. Washington Square Press, New York 2000, ISBN 0-671-04281-5, S. 55.
  13. David Shields, Shane Salerno: Salinger. Biographie. 1. Auflage. Simon & Schuster, New York 2013, ISBN 978-1-4767-4485-8, S. 158.
  14. Die Amerikanische Armee entdeckt den Holocaust – aus dem Archiv von Anton Posset. Bürgervereinigung zur Erforschung der Landsberger Zeitgeschichte, abgerufen am 29. April 2019.
  15. Ulrike Puvogel, Martin Stankowski: Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus - Eine Dokumentation, Bundeszentrale für politische Bildung, Verlag Edition Hentrich Berlin, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 154: „Die benachbarte Kiesgrube, in der seit 1990 Kies trotz mancher Proteste abgebaut wird, ist mit dem Gelände des ehemaligen KZ-Lagers Kaufering IV identisch.“
  16. a b Constanze Werner: KZ-Friedhöfe und -Gedenkstätten in Bayern – „Wenn das neue Geschlecht erkennt, was das alte verschuldet …“ Hrsg.: Bayerischen Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. 1. Auflage. Schnell & Steiner, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7954-2483-1, S. 69 ff.
  17. Ulrike Puvogel, Martin Stankowski: Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus - Eine Dokumentation (PDF; 25 MB), Bundeszentrale für politische Bildung, Verlag Edition Hentrich Berlin, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 149.

Koordinaten: 48° 6′ 10,2″ N, 10° 50′ 42,8″ O