KZ Natzweiler-Struthof

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Eingang ins Lager. Dahinter das flammenförmige Holocaust-Denkmal.
Kontrast: Die Villa des Lagerkommandanten, etwa 100 Meter vom Lager entfernt

Das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof war zwischen 1. Mai 1941 und 23. November 1944 ein sogenanntes Straf- und Arbeitslager des nationalsozialistischen Deutschlands nahe dem Ort Natzweiler im besetzten französischen Elsass, etwa 55 Kilometer südwestlich von Straßburg, acht Kilometer vom Bahnhof Rothau entfernt, am Nordhang eines Vogesengipfels auf etwa 700 Metern Höhe.

Etwa 52.000 Häftlinge aus ganz Europa, insbesondere aus den Gefängnissen in den lothringischen Städten Épinal und Nancy sowie Belfort in Franche-Comté wurden dorthin sowie in die angeschlossenen Außenlager deportiert. 22.000 Personen starben an den Haftfolgen, Krankheiten, Kälte, Mangelernährung oder wurden ermordet.

Geschichtlicher Abriss[Bearbeiten]

Die Terrassenbauweise des Lagers

Im September 1940 machte der SS-Oberst und Geologe Karl Blumberg in Frankreich in den elsässischen Vogesen, ein Vorkommen von seltenem rotem Granit ausfindig. Im Auftrag von Albert Speer, der das Steinmaterial für seine NS-Neubauprojekte (Welthauptstadt Germania in Berlin und das Deutsche Stadion in Nürnberg) verwenden wollte, Reichsführer-SS Heinrich Himmler und Oswald Pohl, Leiter des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes, wurde daraufhin beschlossen, hier ein Konzentrationslager für 4000 Gefangene einzurichten. Blumberg war bei den Deutschen Erd- und Steinwerken (DEST) angestellt, einem 1938 von Himmler gegründeten SS-Betrieb, der vorrangig für die gigantischen NS-Projekte Baumaterial liefern sollte. Die Firma war auf den Abbau von Steinen spezialisiert und setzte Deportierte für die härtesten Arbeiten ein. Die Häftlinge wurden auch zum Straßenbau und in Munitionsfirmen eingesetzt.[1]

Stockbetten für Insassen
Tötungseinrichtung
KZ Prügelbock

Am 1. Mai 1941 begann der Bau des KZ Natzweiler-Struthof, am 21. und 23. Mai kamen in zwei Transporten die ersten Deportierten aus dem KZ Sachsenhausen an. In diesem höchst unwirtlichen Klima hatten 900 Gefangene in einem Jahr das Lager zu errichten. Kommandant war der SS-Sturmbannführer Zill, der erste Lagerführer SS-Hauptsturmbannführer Kramer, der erste Lagerarzt der vom KZ Buchenwald dorthin beorderte Hans Eisele, sein Nachfolger der kaum weniger berüchtigte SS-Obersturmführer Max Blancke. Von den 900 „verstarben“ 330, weitere 300 mussten als Invaliden ins KZ Dachau geschafft werden.

Das gefürchtetste Arbeitskommando arbeitete im Steinbruch des KZ. Von den Insassen waren nur etwa 100 arbeitsfähig, und das war die „grüne Lagerprominenz“, die nicht arbeitete. Da jedoch dieses Kommando mindestens 200 Mann umfassen musste, wurden viele, die nicht mehr gehen konnten, in Schubkarren zur Zwangsarbeit gebracht. 60 % der Häftlinge wogen unter 50 Kilogramm. Der Hunger war so groß, dass die Schwächsten von entmenschten Gefangenen deshalb erschlagen wurden, weil sich die Mitgefangenen in den Besitz der kärglichen Tagesration der Toten brachten. In einer einzigen Nacht wurden einmal in das Revier nicht weniger als 30 Mann erschlagen eingeliefert.

Die Behandlung im Häftlings-Krankenbau („Revier“) war oft tödlich. Am 8. Juli 1942 war einer der Revierpfleger Zeuge: „“[2]

Mit rund 7.000 Gefangenen war das Lager gegen Ende des Jahres 1944 überfüllt. Etwa 52.000[3] männliche Personen aus Europa sowie den nahe gelegenen Gefängnissen in Épinal, Nancy und Belfort waren hierhin sowie in die angeschlossenen Außenlager eingeliefert worden. Die meisten Deportierten kamen aus Polen (13.800), der UdSSR (7.600) und Frankreich (6.800), meist aus politischen (60 Prozent) und rassistischen (11 Prozent) „Gründen“. 22.000 Personen starben infolge von Entkräftung, Kälte, Mangelernährung und lagerbedingten Krankheiten oder wurden ermordet. Etwa 3000 im Januar 1945 eingelieferte Gefangene wurden nicht mehr von der SS-Verwaltung registriert. Bis Kriegsende zur Zwangsarbeit genötigt, bleibt ihr genaues Schicksal unaufklärbar.[1]

Gegen Kriegsende kam es kurz vor der Befreiung des KZ durch die Westalliierten am 23. November 1944 zu einer Verlagerung der Verwaltung des Stammlagers ins rechtsrheinische Neckartal nach Guttenbach/Binau. Von September bis Oktober 1944 wurden mindestens 12 linksrheinische Außenlager des KZ geräumt und ungefähr gleichzeitig bis einschließlich Januar 1945 über 20 neue Außenlager rechtsrheinisch eröffnet. Das Stammlager wurde in Guttenbach/Binau unter demselben Namen bis April 1945 geführt.[4] Die Gesamtkommandantur Natzweiler zog ab Anfang März 1945 weiter nach Stuttgart und schließlich nach Dürmentingen (bei Ulm).[5]

Heute erinnert ein Museum sowie das 2005 eröffnete Europäische Zentrum des deportierten Widerstandskämpfers an die Geschichte dieses und anderer KZ.

Lagerkommandanten[Bearbeiten]

Lagerkommandant Zeitpunkt
Hans Hüttig April 1941 – März 1942
Egon Zill Mai 1942 – September 1942
Josef Kramer Oktober 1942 – April 1944
Friedrich Hartjenstein Mai 1944 – Januar 1945
Heinrich Schwarz Februar 1945 – April 1945

Todesrate und Hinrichtungen[Bearbeiten]

Krematorium
Verbrennungsofen, von hinten …
… und von vorne
Raum für medizinische Experimente (Seziertisch)
Gräber der Opfer
Lagergefängnis für Gefangene der Stufe 3

Die Gefangenen mussten bei kargen Mahlzeiten in den umliegenden Steinbrüchen für Speers geplante Monumentalbauten schwere Zwangsarbeit leisten. Die hierdurch verursachte Todesrate betrug fast 40 Prozent.

Im Vergleich:

Lager Todesrate
KZ Stutthof 66,5 %
KZ Auschwitz 57 %
KZ Mauthausen 52,5 %
KZ Neuengamme 50 %
KZ Sachsenhausen 42 %
KZ Bergen-Belsen 40 %
KZ Natzweiler-Struthof 40 %
KZ Buchenwald 25 %

Die Todesraten im KZ Natzweiler nach Zeiträumen:

Von Bis Tote
Mai 1941 März 1942 61
April 1942 Mai 1943 750
Juni 1943 März 1944 700
April 1944 September 1944 2.000
Oktober 1944 April 1945 14.000

Hinzu kommt, dass während des Jahres 1941 87 % der Gefangenen innerhalb der ersten sechs Monate starben. 1942 starben 60 % der Deportierten innerhalb des ersten halben Jahres aufgrund der unmenschlichen Bedingungen.[3] Darüber hinaus wurden Gefangene auf mehrere Arten ermordet: Durch Genickschuss (praktiziert in eigens dafür gebauten Räumlichkeiten), in der Gaskammer. Beim Erhängen gab es zwei Varianten: Bei geheimer Hinrichtung wurde die Person auf einen Schemel gestellt, der dann weg gestoßen wurde. Das Genick brach und der Betroffene starb sofort. Bei öffentlichen Hinrichtungen, die speziell zur Abschreckung circa einmal im Monat stattfanden[3], mussten sich die Todeskandidaten auf eine Falltür stellen. Der Strick um den Hals wurde vorher bereits angezogen, so dass das Genick nicht brach. Die langsam öffnende Tür verursachte dann einen Erstickungstod, der sich über mehrere Minuten hinziehen konnte. Die so Ermordeten wurden im Krematorium verbrannt.

Besonders bekannt geworden ist der Mord an 86 jüdischen Gefangenen. Mit ihnen wollte August Hirt, Direktor des Anatomischen Instituts der Reichsuniversität Straßburg, eine Skelettsammlung anlegen. Dafür wählte er Anfang August 1943 im KZ Auschwitz Frauen und Männer aus acht europäischen Ländern aus und ließ 86 nach Natzweiler-Struthof bringen. Dort wurden sie in der Gaskammer getötet. Mit der Sammlung, die dann aber nicht umgesetzt wurde, wollte Hirt die NS-Rassentheorie und die „Minderwertigkeit von Juden und Jüdinnen“ nachweisen. Die konservierten Körperteile wurden bei der Befreiung des Elsass vorgefunden.

Die NS-Ärzte, Eugen Haagen und Otto Bickenbach, nutzten das KZ für so genannte medizinischen Experimente und Menschenversuche. Sie injizierten Gefangenen Typhuserreger und experimentierten mit den Kampfstoffen Senfgas (Lost) und Phosgen, die Gefangenen starben daran.

Es wurden gefangene Widerstandskämpfer hierher verbracht, um hingerichtet zu werden. So wurden im September 1944, kurz vor der Räumung des KZ, 107 Frauen und Männer der Gruppe „Alliance“ durch Genickschüsse oder den Strang ermordet. Vier britische Frauen, Mitglieder des britischen Geheimdienstes, wurden extra ins KZ Natzweiler-Struthof zur Hinrichtung gebracht. Als Angehörige der Special Operations Executive (SOE) enttarnt, wurden sie am 6. Juni 1944 mit Phenolspritzen getötet.

Lagergefängnisse[Bearbeiten]

Die Häftlinge wurden immer wieder im lagereigenen Gefängnis unter Druck gesetzt, es wurde dabei zwischen drei Inhaftierungsstufen unterschieden.

  • Erste Stufe: In einem hellen Raum mit Tageslicht bei Wasser und Brot, bis zu zehn Tage, mit bis zu 18 anderen Häftlingen zusammen auf etwa 2 m × 3 m. Ein Eimer zur Verrichtung der Notdurft pro Zimmer.
  • Zweite Stufe: In einem dunklen Raum mit Tageslicht, bei Wasser und Brot als Nahrung, bis zu 42 Tage, nur alle vier Tage eine größere Mahlzeit, ansonsten ähnliche Bedingungen wie bei Stufe eins.
  • Stufe drei: Ein Gefangener wurde in eine von fünf kleinen Nischen gesperrt (Höhe etwa 1,50 m, Breite etwa 0,8 m, Tiefe etwa 1 m), in der er bis zu seiner Hinrichtung verharren musste. (Es ist kein Gefangener des KZ bekannt, der diese Prozedur überlebte.) Es gab keine Möglichkeit zur Toilette zu gehen, man konnte nicht stehen oder liegen. Vermutlich gab es wenig bis gar kein Essen. Wie alle Räume des Lagers ist diese Nische im Sommer extrem heiß, im Winter erfror man schnell. Diese kleinen Kammern waren stockdunkel. Ursprünglich waren sie für Heizungsanlagen vorgesehen, aber im KZ Natzweiler-Struthof war nie auch nur eine einzige Heizung in Betrieb.

Fluchtversuche[Bearbeiten]

Häftlingsbrief, hier mit Korrekturen bei Pkt. 5 der Postbestimmungen

Ein Häftling grub während der Arbeit im Steinbruch unbemerkt ein Loch in die Erde und bedeckte sich mit Gras, um nicht gesehen zu werden. Nachdem die anderen Häftlinge am Abend ins Lager zurückmussten, blieb er die ganze Nacht über in seinem Versteck. Tatsächlich war er der Flucht sehr nahe, denn am nächsten Morgen war noch nichts aufgefallen. Beim Morgenappell jedoch, der immer mit größter Sorgfalt abgehalten wurde, fehlte der Mann und Suchhunde wurden benutzt, um alle möglichen Aufenthaltsorte abzusuchen. Als die Suchhunde den „Ausbrecher“ stellten, wurde er festgenommen. Mit grausamen Bisswunden wurde er tagelang gefangengehalten, bis er dann ausnahmsweise wieder im Lager arbeiten „durfte“ (normalerweise wurden Fluchtversuche mit dem Tod durch Erhängen bestraft). Bei einem späteren Transport in ein anderes KZ gelang ihm ein erneuter Fluchtversuch.

Einem Mann gelang es, sich die Uniform des Lagerkommandanten anzueignen. Mit dessen Wagen konnte er zunächst unbemerkt aus dem Lager entkommen, denn die Wachposten salutierten dem perfekt gekleideten „Kommandanten“. Da im Elsass die Résistance sehr aktiv war, konnte der ehemalige Häftling innerhalb weniger Tage bis nach Algerien gelangen. In Algerien hatte er nichts mehr zu befürchten. Dies war die einzige bekannte erfolgreiche Flucht aus dem KZ Natzweiler-Struthof.

Das System der Außenlager[Bearbeiten]

Im lokalen Sprachgebrauch wurden sie am jeweiligen Standort Konzentrationslager genannt. Das waren sie, wenn man die schlechten Überlebensbedingungen für die Häftlinge oder das Unrechtssystem betrachtet, das Insassen auch dort erlitten. Formell waren sie für SS, Polizei und lokalen staatlichen Behörden aber Einrichtungen des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes (WVHA), Berlin, das sich außerhalb der regionalen oder militärischen Befehlskette befand. Lagerbezeichnungen konnten auch die Worte Außenkommando oder Nebenlager enthalten, ohne dass sich an den Grundgegebenheiten für die Häftlinge etwas änderte. Nutznießer der KZ waren in unterschiedlichem Ausmaß staatliche, oft militärische Einrichtungen, aber auch kriegswichtige Industriebetriebe bis hin zu Kleinunternehmen oder Bauernhöfen, die Arbeitskräfte gegen einen minimalen Lohn zugewiesen bekommen konnten. In vielen Fällen war die Anforderung solcher das Startsignal zur Eröffnung eines weiteren Nebenlagers. Das Wort Außenkommando bedeutete im KZ-Jargon zunächst eine Gruppe Häftlinge, die das KZ zu einem Arbeitseinsatz zeitweise verließen. Erst später konnte darunter auch ein separates Nebenlager gemeint sein.

SS-Kommandantur der gesamten Außenlager, Schloss in Binau

Das Rathaus in Guttenbach und das Schloss in Binau, wenige Kilometer flussabwärts, waren Sitz der SS-Kommandantur der gesamten Außenlager des KZ Natzweiler in der Region. Nach der Befreiung Frankreichs 1944 existierte das KZ Natzweiler-Struthof auf dem Papier der deutschen Behörden weiter als Stammlager der vielen Außenlager, die zwischen Südhessen und im gesamten Baden und Württemberg errichtet worden waren bzw. noch errichtet wurden. Die SS versuchte in Guttenbach/Baden eine neue Verwaltung für den Lagerkomplex im Südwesten aufzubauen. Besonders gegen Kriegsende kam es zu einem vielfältigen Austausch von Gefangenen der verschiedenen Lager. Im Rahmen der Luftschutzmaßnahmen kriegswichtiger Industrie (U-Verlagerung) lag die Steuerung dafür allerdings eher bei Dienststellen des Reichssicherheitshauptamtes und des Rüstungsministeriums. Hinter dem Tarnbegriff Evakuierung (Evakuierungsmarsch) verstecken sich Versuche der SS, Häftlinge dem Zugriff der alliierten Truppen durch Abtransport oder Gewaltmärsche (Todesmarsch) zu entziehen. Zum Teil kam es unterwegs zu Massenexekutionen von nicht mehr gehfähigen Gefangenen.

Unternehmen Wüste[Bearbeiten]

Hauptartikel: Unternehmen Wüste

In zehn Außenstellen des KZ Natzweiler-Struthof sollte von 1944 an zwischen Hechingen und Rottweil im Vorland der Schwäbischen Alb im dortigen „Schwarzen JuraÖlschiefer, im Tagebau gebrochen, in Meiler geschichtet und verschwelt, zu Treibstoff verwandeln. Dieses Unternehmen Wüste wurde initiiert, als das Reich kriegsbedingt gegen Ende gravierenden Mangel an Treibstoffen hatte.

Vier dieser „Werke“ begannen später mit der Produktion:

Der Wirkungsgrad des Verfahrens war gering; im KZ Bisingen schüttete der Lagerkommandant ab und zu Öl hinzu, wohl um seinen Posten zu behalten. Die anderen sechs Werke standen nach Errichtung still.

Für das Unternehmen „Wüste“ stellte die SS insgesamt über 10.000 meist jüdische Häftlinge zur Verfügung, die als Arbeitskräfte in den Ölschieferwerken ausgebeutet wurden, von denen mindestens 3.480 starben. In Bisingen erinnern Kreuze am Massengrab, ein Gedenkstein, ein Museum und ein Lehrpfad daran. Einige Massengräber dieser KZs wurden unter der französischen Besatzung von ermittelten NSDAP-Mitgliedern exhumiert.

Weitere Außenlager[Bearbeiten]

Außenlager Sportplatz des Außenkommandos Haslach[Bearbeiten]

Hauptartikel: KZ-Außenlager Haslach

Zwischen September 1944 und Februar 1945 bestand in Haslach im Kinzigtal das Außenlager Sportplatz, in dem bis zu 600 KZ-Häftlinge gefangen gehalten wurden. Die Häftlinge, anfänglich überwiegend französische Widerstandskämpfer, die nach dem Nacht-und-Nebel-Erlass festgehalten wurden, wurden zum Ausbau von Stollen in einem Steinbruch eingesetzt, in die die Produktion von V 1- und V 2-Teilen durch die Firmen Mannesmann und Messerschmitt verlagert werden sollte. Später sollte in die Stollen das Daimler-Benz-Werk Gaggenau verlegt werden. Der französische Historiker Robert Steegmann nennt Haslach „eines der mörderischsten Außenlager“ des KZ Natzweiler.[6] In Haslach bestanden mit den Lagern Vulkan und Kinzigdamm zwei weitere Außenlager, die dem Sicherungslager Schirmeck-Vorbruck unterstanden.

Das Lagerpersonal wurde im Februar 1947 in einem der Rastatter Prozesse zur Verantwortung gezogen. In den 1990er Jahren entstand in Haslach die Initiative Gedenkstätte, die die Geschichte der Außenlager erforschte, eine Gedenkstätte einrichtete und Treffen ehemaliger KZ-Häftlinge und deren Angehörigen organisierte.

Außenlager Echterdingen[Bearbeiten]

Hauptartikel: KZ Echterdingen

Auf dem „Fliegerhorst“ Echterdingen wurde ab November 1944 das KZ Echterdingen eingerichtet. Ungefähr 600 jüdische Inhaftierte wurden in einem Areal rund um einen weißen Hangar, eine sogenannte Eskimohalle, eingepfercht, der heute noch auf dem „South Airfield“ der United States Army steht. Sie mussten unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen Schäden auf dem Flughafen ausbessern und in Steinbrüchen der Umgebung (so im „Emerland“ bei Bernhausen) arbeiten. Die ausgemergelten Häftlinge konnten mitunter nicht mehr aus eigener Kraft zurück ins Lager: Zwei Mithäftlinge mussten sie mitschleifen, oder sie wurden auf einem zweirädrigen Karren transportiert. Bewacht wurden sie von Soldaten des „Fliegerhorstes“. Im Januar 1945 begann die SS mit der Auflösung des Lagers. Zurück blieben Massengräber, so zum Beispiel in der Nähe des Waldstückes „Ramsklinge“ und auf dem Flughafen – und die weiße Halle.

Außenlager Hailfingen/Tailfingen[Bearbeiten]

Mit der Anforderung von 600 jüdischen Häftlingen aus dem KZ Stutthof bei Danzig wurde aus dem Arbeitslager, in dem Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter interniert waren, ein Außenkommando des KZ Natzweiler-Struthof (Elsass). Das KZ-Außenlager Hailfingen /Tailfingen existierte von Mitte November 1944 bis Mitte Februar 1945. In diesen drei Monaten kamen nachweislich 186 Häftlinge ums Leben. Nach der Auflösung des Lagers wurden die als „arbeitsunfähig“ Eingestuften in das „Krankenlager“ Vaihingen/Enz, die anderen in das KZ-Außenlager Dautmergen deportiert.

Außenlager Geislingen/Steige[Bearbeiten]

Dieses Außenlager befand sich in Geislingen/Steige. Die von der Firma angeforderten Häftlinge arbeiteten für die Württembergische Metallwarenfabrik (WMF). Eingerichtet wurde es im Februar 1944 als abgetrennter Teil des bereits bestehenden Fremdarbeitslagers in der Heidenheimer Straße mit einer Fläche von 10.000 Quadratmeter. Die 15 vorgesehenen Aufseherinnen wurden im KZ Ravensbrück „ausgebildet“. Das Lager selbst bestand aus fünf Wohn-, einer Revier- und einer Wirtschaftsbaracke. Die ersten Häftlinge, etwa 700 jüdische Frauen im Alter zwischen 15 und 45 Jahren, trafen am 28. Juli 1944 hier ein und mussten nach einer Quarantäne ab dem 16. August für WMF arbeiten. Am 29. November traf ein weiterer Transport mit ca. 130 Häftlingen, am 28. März 1945 der letzte mit ca. 230 ein. Die WMF zahlte pro Häftling täglich vier Reichsmark an das KZ, erhielt im Gegenzug 0,80 Reichsmark für Essen und Bekleidung. Die Arbeit war in zwei Schichten eingeteilt; von 6:00 Uhr bis 18:00 Uhr und 18:00 Uhr bis 6:00 Uhr. Der erste Lagerführer war SS-Oberscharführer Christian Ahrens und wurde von SS-Mann Schopp abgelöst; im Januar 1945 übernahm schließlich René Roman. Oktober 1944 trafen sechs 'politische' und zehn 'asoziale' (als so klassifizierte) Häftlinge vom KZ Ravensbrück im Lager ein; diese wurden nach üblicher KZ-Praxis als Kapos bzw. Blockälteste eingesetzt. WMF produzierte unter anderem Zubehörteile für Aggregate von Düsenflugzeugen.

Nach Angaben der WWF-Personalabteilung wurde der Kontakt mit Häftlingen äußerst beschränkt und 'Schutzhaft' angedroht. Hunger und Übermüdung trugen zu schweren Arbeitsunfällen bei. Die Krankenzahlen waren allgemein hoch. Überlebenden Häftlinge berichteten, dass die Meister und anderen Mitarbeiter des Unternehmens sie korrekt behandelt und ihnen teilweise sogar Lebensmittel und Medikamente zugesteckten. Die Versorgung der Häftlinge mit Lebensmitteln im Lager war sehr mangelhaft, zum Teil auch, da die wenigen für die Gefangenen bestimmten Lebensmittel durch die Wachmannschaften teilweise unterschlagen wurden. Mindestens zwölf der 1000 überwiegend jüdischen Ungarinnen verstarben im KZ-Lager aus nicht mehr genau ermittelbaren Gründen und wurden vor dem Friedhof verscharrt. Es erging dann die Verfügung, dass

… die Leichen derer, die in den Arbeitskommandos sterben..., von jetzt an zum nächstliegenden Krematorium gebracht werden, oder, wenn das wegen der bestehenden Transportschwierigkeiten nicht möglich ist, auf dem örtlichen Friedhof begraben werden, wenn möglich an einer abgelegenen Stelle, z. B. dort wo man die russischen Kriegsgefangenen oder die Selbstmörder begräbt. Die Leichen sind so zu bekleiden, daß man sie nicht als Häftlinge erkennen kann. Die Beerdigung wird von den Gefangenen selbst vorgenommen.

WVHA, Abteilung D, Konzentrationslager: Verfügung vom 21. September 1944

WMF sah sich gezwungen, die Lebensmittelrationen um eine Zulage von Käse und in den Nachtschichten um 1,5 Liter Suppe zu erweitern. Kranke oder schwangere Frauen wurden in das KZ Auschwitz zur Vergasung nach Auschwitzt transportiert, nach dessen Auflösung auch nach Bergen-Belsen. Leichter verletzte Häftlinge wurden im Krankenlager des Lagers versorgt.[7] Im März 1945 bemühten sich Aufsichtsrat und Vorstand der WMF um Auflösung des Lagers, bevor die US-Truppen die Gegend erreichten. Ab Ende März 1945 arbeiteten die Häftlinge nicht mehr für die WMF; im April wurden die Insassen Richtung Dachau „evakuiert“. Ihr Ziel erreichten sie allerdings nicht, da der Zug von alliierten Truppen gestoppt wurde. Eine Lagerbaracke ist noch in der Karl-Benz-Straße 13 zu sehen.[8]

Außenlager Neckarelz[Bearbeiten]

Hauptartikel: KZ Neckarelz

Für die ausgelagerte Produktion von Flugzeugmotoren des Werkes der Daimler-Benz-Motoren GmbH (Tarnname: Goldfisch GmbH) wurde 1944 das KZ Neckarelz errichtet, in dem gleichzeitig bis zu 7.500 Häftlinge aus verschiedenen KZs von März an ein Jahr lang an und in den Gipswerkstollen unter Tage arbeiteten. Fünf Klassenzimmer einer Schule wurden zu Schlafräumen für die etwa 800 Häftlinge die in Zweischichtbetrieb arbeiteten und auch Baracken errichteten, für Neuzugänge. Der Schulhof wurde nun Appellplatz und es wurden Stacheldrahtverhaue und Wachtürme errichtet. Das KZ Natzweiler-Struthof stand vor der Auflösung, mit einer Lagerstärke von 2.500 Personen wurde das Lager in Neckarelz zum größten der Außenkommandos von Natzweiler, die Häftlinge waren in insgesamt sieben so genannten Neckarlagern untergebracht. Die offizielle Lagerstärke betrug dreitausend Plätze. Insgesamt durchliefen etwa 10.000 Gefangene ein zum Neckarelzer Lager gehörendes Neckarlager, denn sie wurden nach Bedarf zwischen den Kommandos verschoben sowie nicht mehr „arbeitsfähige“ selektiert und danach z. T. ins KZ Natzweiler, Dachau oder Vaihingen deportiert. Allein bis Oktober waren dies, in drei Transporten, mindestens 750 Personen. Das genaue Schicksal der meisten Häftlinge blieb unbekannt. Aufgrund der unmenschlichen Bedingungen waren zahlreiche Tote zu beklagen, unter anderem beim teilweisen Einsturz eines der Stollen im September mit über 20 Toten und bei einer Typhus-Epidemie im Herbst 1944. Bei Luftangriffen auf die Neckarlager wie am am 22. März 1945 gab es zusätzliche Tote unter Bewachern und Gefangenen.[9]

Die statistisch erfassten Todesfälle ergaben eine Summe von circa 350 Toten (viele Leichen wurden anonym verscharrt und sind nicht erfassbar).

Am 28. März 1945 wurden wegen des Vorrückens amerikanischer Truppen in den Neckarraum die 4000 „gehfähigen“, darunter angekommene aus den Außenlagern Heppenheim und Bensheim, von hier über Neuenstadt und Kupferzell zum Bahnhof in Waldenburg (Württemberg) in Marsch gesetzt. Von dort aus erfolgte ein gruppenweiser Bahntransport ins KZ-Dachau. Der „Todesmarsch“ kostete circa 600 Häftlingen das Leben.

Außenlager Bruttig[Bearbeiten]

Hauptartikel: KZ Bruttig-Treis

Ein Eisenbahntunnel, der zwischen den Ortschaften Bruttig und Treis bei Cochem an der Mosel verlief, sollte 1944 zu einer Fabrikhalle ausgebaut werden, deren Fertigstellung zu den ehrgeizigsten Vorhaben des SS-Generals Hans Kammler zählte. Dieser war von der Reichsführung mit dem „Sofortprogramm für bombensichere Unterbringung der Flugzeugindustrie“ betraut worden. Der Tunnel zwischen bot eine Nutzfläche von insgesamt 21.000 Quadratmetern. Für den Ausbau der 2565 Meter langen zweigleisigen Tunnelröhre veranschlagte Kammler gigantische Mengen von Baustoffen: 550 Tonnen Baueisen, 275 Tonnen Maschineneisen, 145 Festmeter Rundholz, 610 Kubikmeter Schnittholz, 1500 Tonnen Zement und 200.000 Ziegelsteine. Das Gesamtbauvolumen betrug dreieinhalb Millionen Reichsmark. Die Durchführung der Bauplanung, sowie die Bauleitung wurde dem Architekturbüro Heese in Berlin und dort federführend Herrn Remagen übertragen. Die ausführende Baufirma war die Firma Fix aus Dernau. Der Tunnel wurde der Firma Bosch in Stuttgart zur Fertigung von Zubehör für Flugzeugmotoren zur Verfügung gestellt. Bereits im April 1944 zogen die ersten Bosch-Arbeiter in den Tunnel ein und begannen mit der Produktion von Zündkerzen.

Die Gesamtleitung des Projektes „A7“ oblag dem SS-Führungsstab, dessen Büro sich in einem Hotel der Stadt Cochem befand. Chef war der SS-Hauptsturmführer Gerrit Oldeboershuis, genannt Oldenburg, sein Stellvertreter SS-Untersturmführer Karl-Heinz Burckhardt. Insgesamt gehörten dem Führungsstab 18 Personen an: Zivilangestellte, Luftwaffeningenieure sowie technische Offiziere und Mannschaften der Waffen-SS. Ein Problem stellte zunächst die mangelnden Arbeitskräften dar, die dieses Großprojekt realisieren sollte. Doch die SS bot sich bereitwillig an, genügend Arbeitskräfte zu „liefern“. Die KZs boten hier eine scheinbar unerschöpfliche Quelle für „Menschenmaterial“.

Menschen aus fast ganz Europa wurden als KZ-Häftlinge an die Mosel verschleppt und zur Zwangsarbeit herangezogen: Franzosen, Belgier, Luxemburger, Holländer, Norweger, Polen, Ukrainer, Russen, Griechen, Italiener, Spanier und einige Reichsdeutsche. Die meisten waren politische Häftlinge oder Kriegsgefangene. Viele trugen die Bezeichnung „AZA“, was verharmlosend für „Ausländische Zivilarbeiter“ stand. Einige, besonders Deutsche, waren als „Kriminelle“ eingestuft. Alle wurden nur zu einem Zweck hierher gebracht: „Vernichtung durch Arbeit“. Zu ihrer Bewachung wurde ein Kommando von Angehörigen der Luftwaffe nach Cochem beordert. Sie mussten bei schwersten Bedingungen den Ausbau des Tunnels vorantreiben. In der Zeit von der Errichtung des Lagers, Anfang März bis zu seiner Evakuierung am 15. September 1944 verloren viele hundert Häftlinge ihr Leben durch Erschöpfung, Unterernährung, Folter und Exekution.

Bei der Auswahl von Gefangenen unterlief der SS im KZ Natzweiler-Struthof ein größerer Geheimhaltungs-Fehler. Sie hatten NN-Gefangene nach Bruttig geschickt. Solche Gefangene durften nicht in Außenlager geschickt werden. „NN“ als Abkürzung für „Nacht und Nebel“ nach dem Nacht-und-Nebel-Erlass weist darauf hin, dass niemand über ihren Verbleib erfahren sollte. Ihr spurloses Verschwinden sollte auch der Abschreckung dienen. Zu dieser Gruppe gehören beispielsweise Widerstandskämpfer. So wurden diese sofort nach ihrer Ankunft ermordet, oder man setzte sie furchtbaren Schikanen aus. Als der SS in Natzweiler-Struthof ihr Fehler bewusst wurde, war sofort der Befehl ergangen, sämtliche NN-Häftlinge in das Stammlager zurückzuschicken. Dieser Befehl erreichte das Lager Anfang April 1944 und wurde am 8. ausgeführt. Der Transport von abgemagerten, mit Exkrementen beschmutzten, teilweise nackten und zu Skeletten abgemagerten französischen Gefangenen verließ den Bahnhof in Cochem. Von den 150 Häftlingen überlebten 40 den ersten Monat nicht.

Außenlager Mannheim-Sandhofen[Bearbeiten]

damalige Friedrichschule, heutige Gustav-Wiederkehr-Schule (mittleres Gebäude)
Lagerkommandant SS-Untersturmführer Heinrich Wicker (überwiegend verdeckt) und General Henning Linden während der Übergabe des Konzentrationslagers Dachau 1945

Das Lager wurde im September 1944 im Stadtteil Mannheim-Sandhofen eingerichtet. Von Oktober 1944 bis März 1945 war es eine Außenstelle des elsässischen KZ Natzweiler. Es diente zur Unterbringung von KZ-Häftlingen, die für Daimler-Benz Mannheim als Zwangsarbeiter beschäftigt wurden. Bei dieser Außenstelle handelte es sich um ein Lager der Endzeit des Dritten Reichs – es war ein Hungerlager. Über 1000 polnische Männer und Jugendliche, die während des Warschauer Aufstands im Sommer 1944 aus ihrer Heimatstadt verschleppt worden waren, wurden hier zur Zwangsarbeit untergebracht. Dies geschah mitten in einem Wohngebiet, und zwar in der damaligen Friedrichschule, der heutigen Gustav-Wiederkehr-Schule. Im Daimler-Benz-Werk brauchte man sie, um den LKW Opel-Blitz zu produzieren. Nach einem Luftschlag der Alliierten auf die Opel-Anlage in Berlin-Charlottenburg waren die Daimler-Funktionäre angehalten, dringend benötigten Militärlastwagen zu produzieren. Jeweils 60 bis 80 Menschen hausten in einem Klassenzimmer der Schule – zusammengepfercht in Stockbetten. Das Erdgeschoss war für die KZ-Verwaltung reserviert. Die Waschräume, die von den Häftlingen nicht benutzt werden durften, befanden sich im Keller. Auf den gegenüberliegenden Straßenseiten befanden sich – ohne dass Sichtschutz aufgebaut worden wäre – Kaufläden, eine Milchablieferungsstelle und drei Gasthäuser. Das KZ war für die Einwohner unübersehbar und wurde für viele ein Teil ihres Alltags. Die mannheimer Daimler-Benz-Werksleitung hatte bei der SS-Zentrale die KZ-Häftlinge beantragt. Um den 20. September 1944 reisten der Personalchef und der Arbeitseinsatzingenieur ins KZ Dachau, um sich dort Häftlinge auszusuchen. Hier war kurz zuvor ein Transport mit Polen angekommen, die während des Warschauer Aufstandes gefangengenommen worden waren. Es waren überwiegend zivile Einwohner der Stadt, nur ein kleiner Teil von zehn bis zwanzig Prozent davon waren Untergrundsoldaten gewesen, alle waren aus Polen und fast nur Warschauer. Unter den 3 034 Männern hatten die Daimler-Manager die erste Wahl. 1 060 Männer kamen am 27. September in Mannheim an. Die angrenzende Turnhalle diente als Lagerküche, der Schulhof war Appellplatz. Die Insassen hatten anfangs 5 Kilometer Distanz zur Arbeit zu Fuß zurückzulegen, fast alle wurden in zwei Hallen bei der LKW-Produktion eingesetzt, überwiegend an Montagebändern. Die Lagerleitung meldete insgesamt 23 Tote im gegenüberliegenden Gemeindebüro, darunter ein Häftling, der hingerichtet wurde. Nach Zeugenaussagen waren es einige mehr. Der Abtransport der Kranken und die soziale Kohärenz innerhalb der Häftlinge bedingten, dass hier im Vergleich zu ähnlich großen Außenlagern wenige unmittelbar starben.

Die etwa sechzig SS-Leute kamen aus unterschiedlichen Einheiten, viele waren zur Waffen-SS versetzte Luftwaffensoldaten. Der erste Lagerführer Bernhard Waldmann war Wehrmachtshauptmann und wurde schon vor Weihnachten 1944 wegversetzt. Sein Nachfolger Heinrich Wicker aus Karlsruhe, ein junger SS-Untersturmführer, wurde später Leiter des „Hessentaler Todesmarsches“ und letzter Lagerkommandant des KZ Dachau[10] Wicker wurde von Häftlingen die überlebt haben als sehr grausam beschrieben. Grausamkeit, das war meist Prügelstrafe. Ein Strafenregister regelte genau, wie viele Schläge es für welches Vergehen gab. Es gab aber auch Schlimmeres, einer der Häftlinge Marian Krainski wurde am 4. Januar 1944 im Schulhof vor Benz-Angestellten, SS-Leuten und Zuschauern, darunter Kinder, wegen angeblicher Sabotage in aller Öffentlichkeit gehängt.[11] Seine eigenen Kameraden wurden dazu gezwungen. Die Anerkennung und der Versuch, dies auch öffentlich mittels einer Gedenktafel darzustellen, stieß über Jahrzehnte hinweg auf massiven Widerstand, da die Häftlinge ja als Zwangsarbeiter für den wichtigsten Arbeitgeber der Stadt, Daimler-Benz, unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten mussten und dies nicht offen zugegeben werden sollte, weder von Teilen der Stadtverwaltung noch von der Firmenleitung von Daimler-Benz selbst. 1978 wurde der Stadtjugendring auf das ehemalige KZ aufmerksam und legte am Volkstrauertag einen Kranz nieder. Durch einen Bericht des Mannheimer Morgen darüber wurde die Öffentlichkeit erstmals wieder informiert. Bei der feierlichen Übergabe 1982 einer Gedenktafel zur Erinnerung an die Häftlinge der ehemaligen KZ-Außenstelle Sandhofen kam es zu einem Eklat: Während einer Rede von CDU-Stadtrat Heinrich Kirsch stellte dieser die Frage „Was soll das, nach so langer Zeit?“.[12] Darauf hin verließ der CDU-Bundestagsabgeordnete Josef Bugl mit den Worten „Das ist ein Skandal“ gemeinsam mit einem Großteil der Zuhörer unter Protest die Feier in der Turnhalle der Gustav-Wiederkehr-Schule. Gegen viele Proteste und Einwände beschloss der Mannheimer Gemeinderat auf Betreiben des Stadtjugendrings e. V. und des DGB am 6. Oktober 1987 die Einrichtung einer Dokumentationsstätte in den Kellerräumen der Gustav-Wiederkehr-Schule. Eine Ausstellung im Keller der heutigen Grundschule erinnert an die Häftlinge. Ein Gürtel, eng zusammengerollt, deutet an, wie ausgehungert die Häftlinge waren. „Die Menschen erzählten sich, dass die Essenrationen, die für die Arbeiter gedacht waren, von den Aufsehern auf dem Schwarzmarkt vertrieben wurden“, berichtet Hans-Joachim Hirsch vom Stadtarchiv – Institut für Stadtgeschichte.[13]

Außenlager Spaichingen[Bearbeiten]

Von Anfang September 1944 bis 18. April 1945 bestand in Spaichingen/Kreis Tuttlingen ein Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof. Die Waffenfabrik Mauserwerke aus Oberndorf am Neckar, damals der Familie Quandt gehörend, verlegte unter dem Tarnnamen „Metallwerke Spaichingen“ einen Teil ihrer Produktion dorthin. In verschiedenen Fabrikräumen wurden KZ-Häftlinge zur Herstellung von Flugzeug-Bordwaffen eingesetzt. Außerdem mussten sie am Rande der Stadt im Gewann „Lehmgrube“ eine Halle hochziehen, die jedoch bis Kriegsende nicht fertig wurde. Zur Unterbringung der KZ-Häftlinge reichten die „Metallwerke“ im Sommer 1944 bei der Stadt einen Plan für die Errichtung von drei Baracken ein, eine davon zweistöckig. Bis Kriegsende waren zwei fertig, eine befand sich noch im Rohbau. Die Küchen des Lagers befanden sich im Gasthaus „Kreuz“. 300 bis 400 Menschen waren im Lager durchschnittlich untergebracht.

Nach Überlebendenberichten waren die Zustände im Außenlager Spaichingen verheerend: SS-Bewacher unter Lagerführer Schnabler und als Kapos eingesetzte „Berufsverbrecher“ misshandelten die Häftlinge. Die Ernährung war völlig unzureichend. Die Lagerleitung und –köche sollen Lebensmittel verschoben haben. Notwendige Kleidung stand kaum zur Verfügung, Krankheiten grassierten.

Das Standesamt Spaichingen beurkundete 1944 zwei und 1945 93 im Lager gestorbene oder ermordete Häftlinge. Als Todesursachen werden Herzlähmung, Herz- und Kreislaufschwäche, Herzschlag, allgemeine Körperschwäche, Tuberkulose, Sepsis, Lungenentzündung, „auf der Flucht erschossen“, „Selbstmord durch Erhängen“ genannt. Von den 95 Opfern ist bei 24 das Herkunftsland unbekannt, bei den übrigen handelte es sich um 21 Ungarn, 20 Italiener, 15 Jugoslawen, fünf Tschechen, fünf Slowaken, zwei Franzosen und jeweils ein Schweizer, Österreicher und Russe. Der Spaichinger Arzt Ruffing, der von Ende September 1944 bis Januar 1945 amtlich zehn Todesfälle feststellen musste, ohne die Leichen gesehen zu haben, schätzte vor Gericht die Toten in diesem Zeitraum auf etwa 80. Zwischen Januar und April sollen nach Auskunft eines polnischen Lagerarztes 78 Menschen gestorben sein. Folglich ließen mindestens 160 Häftlinge hier ihr Leben.

Die Rot-Kreuz-Schwester Margarete Deller besorgte für die Häftlinge Schwerarbeiterkarten beim Wirtschaftsamt in Tuttlingen, um die Ernährungslage etwas zu verbessern. Einzelne Spaichinger Einwohner deponierten Lebensmittel entlang des Weges, den die Arbeitssklaven zweimal täglich durch die Stadt nehmen mussten. Zwei Häftlinge sollen bei dem Versuch, danach zu greifen, von einem SS-Mann erschossen worden sein. Am 11. Oktober 1944 beschwerte sich die SS beim Bürgermeisteramt über den Besitzer des Gasthauses „Kreuz“, weil er Häftlingen, die in den Küchen arbeiteten, Brot zugesteckt hatte. Das Bürgermeisteramt drohte dem Wirt daraufhin mit Lagerhaft.

Als das Lager am 18. April 1945 aufgelöst wurde, folgte für die rund 400 Häftlinge ein etwa zehntägiger Marsch in Richtung Allgäu. Über die Zahl der Toten auf diesem Evakuierungsmarsch liegen widersprüchliche Aussagen vor. Ein ehemaliger Häftling berichtete als Zeuge vor dem Gericht in Rastatt, dass nur etwa die Hälfte der Männer das Ende des Marsches in Füssen erlebte. In Rastatt waren SS-Leute, Wachmannschaften und Kommandoführer auch des KZ Spaichingen angeklagt wegen Mordes, Beihilfe zum Mord, Diebstahls und Kriegsverbrechens. Nach den Prozeßakten sind von den zunächst zur Verantwortung gezogenen sieben Angehörigen des KZ-Personals drei zum Tode verurteilt worden, einer zu lebenslänglicher Zwangsarbeit, ein anderer zu fünf Jahren Gefängnis. Der Direktor der „Metallwerke Spaichingen“, Jakob Hartmann, erhielt im Laufe des Jahres 1947 mehrere Jahre Gefängnis, weil er u. a. für die schlechte Ernährung der Häftlinge verantwortlich gemacht wurde.

Nach Kriegsende ließ die französische Besatzungsmacht ein Steinkreuz auf einem Massengrab errichten. 1963 wurde in Spaichingen ein KZ-Ehrenmal – eine Stahlplastik des Tuttlinger Bildhauers Roland Martin – eingeweiht. 1994 wurde zum 50.Jahrestag der Errichtung des Lagers mit einer mehrwöchigen Ausstellung gedacht, welche von 2200 Menschen besucht wurde. Seit 9. November 2005 erinnern drei Bronzeplatten als „Stolpersteine“ im Stadtzentrum an das Außenlager. Das Gelände des ehemaligen KZ ist das Zentrum des heutigen Spaichingen, dort entstanden Rathaus, Evangelisches Gemeindehaus, Post, Büros, Geschäfte, Wohnungen und ein Busbahnhof.

Außenlager Heppenheim[Bearbeiten]

Heppenheim an der Bergstraße war seit 28. Mai 1942 Außenlager. Die erste Schließung erfolgte am 18. Dezember 1942. Neueröffnung als KZ-Außenlager Heppenheim war am 15. Juni 1943, die endgültige Schließung erfolgte dann am 27. März 1945. Jedenfalls in der ersten Phase waren die in Heppenheim internierten KZ-Häftlinge in der Landwirtschaft beschäftigt. Ferner übten sie als Kommando Dachau in Heppenheim Tätigkeiten in der (SS-eigenen) Einrichtung Deutsche Versuchsanstalt für Ernährung und Verpflegung (DVA) aus, vornehmlich im Pflanzenbau.

Aufgaben der DVA waren der Anbau und die Erforschung von Gewürz- und Heilkräutern, die Versorgung deutscher und ausländischer Märkte mit „deutschen Drogen“, die Herstellung und Mischung neuer Drogen, die Unterhaltung von Laboren, der Grundstückserwerb sowie der Vertrieb der erstellten Produkte.[14]

Der „Kräutergarten“ im KZ Dachau (Name des Arbeitskommandos: „Plantage“) und die Plantage im Außenlager Heppenheim (Name des Arbeitskommandos: „Dachau“) waren die bekanntesten Projekte.

Die Gefangenen des Außenlagers Heppenheim wurden am 22. März 1945, also unmittelbar vor der der Besatzung Heppenheims durch US-Truppen am 27. März 1945, streng bewacht auf einen langen Marsch nach Schwäbisch Hall gebracht und von da aus am 31. März 1945 per Zug ins KZ Dachau weitertransportiert. Etliche der Gefangenen kamen dort ums Leben, bevor der größte Teil am Tegernsee befreit wurde.

Außenlager Geisenheim[Bearbeiten]

Alte Werkshalle (Geisenheim)

Die Alte Werkshalle (Geisenheim) war Produktionsstätte der Maschinenfabrik Johannisberg. Ende 1943 musste ein Teil der Werksanlage für den Rüstungskonzern Friedrich Krupp AG Essen geräumt werden. Daraus ging die Kriegsgemeinschaft Krupp-Essen und Maschinenfabrik Johannisberg hervor. Um den stetig steigenden Rüstungsbedarf trotz kriegsbedingtem Arbeitermangel zu befriedigen, entstand am 26. September 1944 in Geisenheim auf Sonderbefehl des KZ-Kommandanten von Natzweiler-Struthof das Außenlager. Am 12. Dezember 1944 kamen 200 weibliche KZ-Gefangene (überwiegend polnische Jüdinnen aus dem Ghetto Lodz) hierher. Die Häftlinge waren im KZ-Auschwitz als „arbeitsfähig“ selektiert worden. Von dort aus waren sie über Bergen-Belsen nach Geisenheim gebracht worden, hier mußten sie Verschlüsse für Flak-Geschütze herstellen. Das Lager bestand aus drei „Wohn“-, einer Waschbaracke und einer für die SS-Aufseherinnen und war zwischen der Bahnlinie Rüdesheim-Wiesbaden, der Winkeler Straße und der Tankstelle Reutershan gelegen. Vor Kriegsende am 18. März 1945 erfolgte die Räumung und die Frauen wurden in einem „Evakuierungsmarsch“ in das Dachauer Außenlager Allach bei München verbracht. In Allach fanden Misshandlungen an den Frauen statt.[15]Es erfolgte zwar die Befreiung der Frauen am 30. April durch die 7. US-Armee, bis Mitte Mai 1945 wurde das Lager aber mit diesen wegen Typhus unter Quarantäne gestellt.

Gedenkstätte[Bearbeiten]

Beinahe die Hälfte der jährlich etwa 170.000 Besucher der eingerichteten Gedenkstätte sind Schüler, vor allem aus dem Elsass, der Schweiz und Deutschland.[16]

Ein im November 2005 auf dem Gelände der Gedenkstätte des KZ durch den damaligen französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac eingeweihtes Museum erinnert an die Geschichte der gefangen genommenen und deportierten Widerstandskämpfern im Zweiten Weltkrieg:

Strafrechtliche Aufarbeitung[Bearbeiten]

Kramer, in der britischen Öffentlichkeit als „Bestie von Belsen“ bezeichnet, musste sich ab September 1945 im Bergen-Belsen-Prozess vor einem britischen Militärgericht wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Am 17. November 1945 wurde er, der auf „nicht schuldig“ plädierte, zum Tode durch den Strang verurteilt. Das Urteil wurde am 13. Dezember 1945, trotz einem zuvor bei Feldmarschall Bernard Montgomery gestellten Gnadengesuch, im Zuchthaus Hameln vollstreckt.

Gerichtssaal im Schloss Rastatt während Verhandlung 1946

Rastatter Prozesse:

Am 2. Juli 1954 wurden der frühere Lagerkommandant Friedrich Hartjenstein (Peine) und die früheren Angehörigen der Wachmannschaften Franz Ehrmannstraut (Worschweiler), Albert Fuchs (Kehl), Robert Nitsch, Herbert Oehler (Dieringhausen) und Wolfgang Süss (Nürnberg) durch einen französischen Militärgerichtshof im Metz wegen Mordes und Grausamkeit zum Tode verurteilt.[19]

1961 kam es, nach mehreren Gerichtsverfahren, zu einem Wiederaufnahmeverfahren bei Zill. Am 14. Dezember 1961 reduzierte das Landgericht München II die lebenslängliche Haft Zills auf 15 Jahre.[20] Im Jahr 1963 wurde Zill entlassen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Comité National du Struthof: K.Z. Lager Natzweiler-Struthof. Nancy 1990, S. 83 (offizielle Broschüre, die dort verkauft wird).
  • Hans Adamo, Florence Hervé: Natzweiler Struthof. Blicke gegen das Vergessen. Regards au-delà de l'oubli. Klartext, Essen 2002, ISBN 3-89861-092-6.
  • Metty Barbel: Student in Hinzert und Natzweiler, Erlebnisaufsätze von KZ Nr. 2915 alias 2188. Luxembourg 1992, S. 192.
  • Anita Awosusi, Andreas Pflock, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma (Hrsg.): Sinti und Roma im Konzentrationslager Natzweiler-Struthof. Anregungen für einen Gedenkstättenbesuch. Geschichte – Rundgang – Biografien – Informationen. Heidelberg 2006.
  • Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. 9 Bände. C. H. Beck, München 2005– . ISBN 978-3-406-52960-3 (i. Dr.; Inhaltsregister)
    • 6: Natzweiler und die Außenlager. In: Natzweiler, Groß-Rosen, Stutthof. ISBN 978-3-406-52966-5, S. 21–190.
  • Bernhard Brunner, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg/Referat Gedenkstättenarbeit (Hrsg.): Auf dem Weg zu einer Geschichte des Konzentrationslagers Natzweiler. Forschungsstand – Quellen – Methode. Stuttgart 2000.
  • Albert Hornung: Le Struthof (Camp de la Mort). Vorworte von Yves Bouchard und René Stouvenel. Ed. Novelle Revue Critique, Paris, F, 1945 (frz. Eine sehr frühe Arbeit über das KZ, die Einleitung datiert vom 1. Febr. 1945; mit Fotografien aus der Zeit nach der Befreiung; online verfügbar)
  • Robert Steegmann: Das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof und seine Außenkommandos an Rhein und Neckar 1941–1945. Berlin 2010, ISBN 978-3-940938-58-9
  • Robert Steegmann: Le Camp de Natzweiler-Struthof. Paris 2009.
  • Jürgen Ziegler: Mitten unter uns. Natzweiler-Struthof: Spuren eines Konzentrationslagers. Hamburg, 1986.
  • Patrick Wechsler: La Faculté de Médecine de la Reichsuniversität Straßburg, 1941–1944. Med. Dissertation, Strasbourg 1991.
  • Boris Pahor: Nekropolis. Berlin Vlg 2001 (Ü. Mirella Urdih-Merkú)

Zu den Außenkommandos

  • Detlef Ernst, Klaus Riexinger: Vernichtung durch Arbeit. Die Geschichte des KZ Kochendorf/Außenkommando des KZ Natzweiler-Struthof. Erw. Aufl. 2003, Bad Friedrichshall 1996.
  • Ulrich Haller: Zwangsarbeit und Rüstungsproduktion in Geislingen an der Steige 1939–1945. In: Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte (ZWLG). 57. 1998, S. 305–368.
  • Ernst Heimes: Ich habe immer nur den Zaun gesehen. Suche nach dem KZ Außenlager Cochem. 4. Auflage, Koblenz 1999.
  • Ernst Heimes: Schattenmenschen, Erzählung über das KZ Außenlager Cochem. 2. Auflage, Frankfurt 2005.
  • Jochen Kastilan: Das Konzentrationslager in Spaichingen. In: Spaichinger Stadtchronik. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1990.
  • Manfred Kersten, Walter Schmid: Der Mauser-Zug. Tagebuch einer Odyssee. Selbstverlag.
  • Manfred Kersten: Gerichtsprotokolle. („Nichtamtliche Übersetzung aus dem Französischen, z. T. Inhaltsmäßig und auszugsweise“) vom 9. Dezember 1946 bis Januar 1947. Kreisarchiv Tuttlingen.
  • Hans-Joachim Lang: Die Namen der Nummern. Wie es gelang, die 86 Opfer eines NS-Verbrechens zu identifizieren. Hoffmann & Campe, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09464-3. (Fischer-TB, Frankfurt 2007, ISBN 978-3-596-16895-8. Ausgezeichnet mit: Prix Fondation Auschwitz 2004 siehe: [1])
  • Manuel Werner: Macht und Ohnmacht jugendlicher Luftwaffenhelfer. Ein Beispiel vom Fliegerhorst und KZ Echterdingen/Filder. In: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg/Erzieherausschuss der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart (Hrsg.): Durch Faszination zur Macht – die Faszination der Macht. Bausteine zum Verhältnis von Macht und Manipulation. Handreichungen für den Unterricht. Stuttgart 2003.
  • Joanna Skibinska: Die letzten Zeugen. Gespräche mit Überlebenden des KZ-Außenlagers „Katzbach“ in den Adlerwerken Frankfurt am Main. Hanau 2005.
  • Christine Glauning: Entgrenzung und KZ-System: das Unternehmen „Wüste“ und das Konzentrationslager in Bisingen 1944/45. Metropol, Berlin 2006, ISBN 3-938690-30-5. (Reihe: Geschichte der Konzentrationslager 1933–1945, Bd. 7) (Zugleich Göttingen, Univ., Diss., 2004)
  • Thomas Faltin u. a.: Im Angesicht des Todes: Das KZ-Außenlager Echterdingen 1944/45 und der Leidensweg der 600 Häftlinge. Stadtarchive Filderstadt + Leinfelden-Echterdingen 2008, ISBN 978-3-934760-10-3.
  • Dorothee Wein, Volker Mall, Harald Roth: Spuren von Auschwitz ins Gäu – Das KZ-Außenlager Hailfingen/Tailfingen. Filderstadt 2007, ISBN 978-3-935129-31-2.
  • Volker Mall, Harald Roth: „Jeder Mensch hat einen Namen“ – Gedenkbuch für die 600 jüdischen Häftlinge des KZ-Außenlagers Hailfingen/Tailfingen. Metropol, Berlin 2009, ISBN 978-3-940938-39-8.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: KZ Natzweiler-Struthof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Zu einzelnen Außenkommandos, Nebenlagern:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Badische Zeitung, 8. März 2004.
  2. Eugen Kogon: Der SS-Staat. Das System der deutschen Konzentrationslager. München 1974, S. 242 ff.
  3. a b c Mémoire Vivante, Bulletin de La Fondation pour la Mémoire de la Déportation, nummero 44 Special Dossier Natzweiler, Seite 5
  4. Verlagerung der Strukturen des KZ Natzweiler nach Guttenbach und Binau.
  5. Zit. nach Markowitsch, Rautnig, 2005, S. 185
  6. Robert Steegmann: Das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof und seine Außenkommandos an Rhein und Neckar 1941–1945. Metropol und La Nuée Bleue, Berlin und Straßburg 2010, ISBN 978-3-940938-58-9, S. 308.
  7. Kleine Dokumentation zur Geschichte der Zwangsarbeit und des KZ-Außenlagers Geislingen an der Steige, Herausgegeben vom Stadtarchiv Geislingen anläßlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar 2001 ,http://www.geislingen.de/index.php?id=30#suchergebnis
  8. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation. Band I, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 38.
  9. Die Bomben kamen wie aus heiterem Himmel. In: Fränkische Nachrichten, Tauberbischofsheim, vom 22. März 2005
  10. http://www.gedenkstaettenbw.de/gedenkstaetten_anzeige.html&tx_lpbgedenkstaetten_pi1%5BshowUid%5D=487&cHash=c2ba7be0c3
  11. http://www.morgenweb.de/mannheim/mannheim-stadt/offentliche-hinrichtung-im-schulhof-1.355036
  12. Mannheimer Morgen 8. März 1982
  13. http://www.morgenweb.de/mannheim/mannheim-stadt/erinnerung-an-ns-opfer-in-sandhofen-1.1029111
  14. Daniella Seidl, 2007. S.60
  15. http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/xsrec/id/1993/current/1/sn/nstopo?q=YTozOntzOjM6Im9ydCI7czoxMDoiR2Vpc2VuaGVpbSI7czoxMDoidHJ1bmtpZXJlbiI7czoxOiIxIjtzOjU6Im9yZGVyIjtzOjM6Im9ydCI7fQ==
  16. Bärbel Nückles: Kriegsrelikte für Touristen. In: Badische Zeitung, 28. April 2012. Abgerufen am 2. Mai 2012.
  17. Pendaries (1995): Les Procès de Rastatt (1946–1954), S. 181–209.
  18. Pendaries (1995): Les Procès de Rastatt (1946–1954), S. 171–180.
  19. Archiv der Gegenwart v. 8. Juli 1954
  20. DA-20429/2, Dokumente zum Urteil vom 14. Dezember 1961

48.4566666666677.2538888888889Koordinaten: 48° 27′ 24″ N, 7° 15′ 14″ O