Kabinett Zapatero I

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Mit dem Begriff Kabinett Zapatero I wird die spanische Regierung in der Zeit vom 17. April 2004 bis zum 12. April 2008 bezeichnet. Alle Mitglieder des Kabinetts gehörten der Partido Socialista Obrero Español (Spanische Sozialistische Arbeiterpartei, PSOE) an, mit Ausnahme von José Montilla, Joan Clos und Carme Chacón, die Mitglieder der katalanischen Schwesterpartei PSC waren. José Antonio Alonso und María Teresa Fernández de la Vega waren parteilos.

Die PSOE erhielt bei den Parlamentswahlen am 14. März 2004 164 der 350 Sitze im Abgeordnetenhaus, die PP 148. Die übrigen 38 Sitze entfielen auf Abgeordnete von neun Kleinparteien. José Luis Rodríguez Zapatero bildete eine Minderheitsregierung.

Das Kabinett Zapatero I regierte die ganze vierjährige Legislaturperiode. Es war die achte seit der Transition in Spanien. Bei den Parlamentswahlen am 9. März 2008 erhielt die PSOE 1,26 Prozentpunkte mehr als 2004; Zapatero bildete das Kabinett Zapatero II.

Minister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amt Name
Präsident der Regierung
Erste Vizepräsidentin der Regierung und Regierungssprecherin
Zweiter Vizepräsident der Regierung
Äußeres und Entwicklungszusammenarbeit
Justiz
Verteidigung
Wirtschaft und Finanzen
Inneres
Bau und Verkehr
Bildung und Forschung
Arbeit und Soziales
Tourismus und Handel
Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung
Präsidentschaft (entspricht dem deutschen Kanzleramtsminister)
Öffentliche Verwaltung
Kultur
Gesundheit und Konsum
Umwelt
Wohnungsbau

Bei der Verteilung der Ministerien erfüllte Zapatero das Wahlversprechen, ein nach Männern und Frauen paritätisches Kabinett zu bilden. Seit der Umbildung von Juli 2007 gab es zwei Männer mehr im Kabinett.

Veränderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 7. April 2006 kündigte Zapatero den Rücktritt des Verteidigungsministers José Bono Martínez aus familiären Gründen an. José Antonio Alonso, bis dahin Innenminister, übernahm das Verteidigungsministerium; an seine Stelle trat Alfredo Pérez Rubalcaba, der zuvor Fraktionschef der Sozialisten in der Abgeordnetenkammer gewesen war. Ferner wurde María Jesús San Segundo (Bildungsministerium) von Mercedes Cabrera Calvo Sotelo abgelöst.

Am 8. September 2006 verließ José Montilla das Industrieministerium, um für die Präsidentschaft in der Autonomen Region Katalonien zu kandidieren. An seine Stelle trat Joan Clos, zuvor Bürgermeister von Barcelona.

Im Februar 2007 trat Justizminister Juan Fernando López Aguilar zurück, um als Kandidat der PSOE für die Präsidentschaft der Kanarischen Inseln zu kandidieren; ihm folgte Mariano Fernández Bermejo.

Im Juli 2007 übernahm der Wissenschaftler Bernat Soria das Gesundheitsministerium von Elena Salgado, die stattdessen in das Ressort für Öffentliche Verwaltung wechselte. Carme Chacón wurde zur Wohnungsbauministerin ernannt, César Antonio Molina zum Kulturminister.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]