Kadavar (deutsche Band)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kadavar
Kadavar auf dem Maifeld Derby 2016
Kadavar auf dem Maifeld Derby 2016
Allgemeine Informationen
Genre(s) Psychedelic Rock, Proto-Metal, Stoner Rock
Gründung 2010
Website www.facebook.com/KadavarOfficial
Aktuelle Besetzung
Christoph „Lupus“ Lindemann
Simon „Dragon“ Bouteloup (seit 2013)
Christoph „Tiger“ Bartelt
Ehemalige Mitglieder
Philipp „Mammut“ Lippitz (bis 2013)
Kadavar 2017 auf dem Zelt Musik Festival in Freiburg
Christoph „Tiger“ Bartelt

Kadavar ist eine deutsche Rockband aus Berlin und wurde im Jahr 2010 gegründet. Sie wird den Stilrichtungen Proto-, Stoner-, und Psychedelic-Rock zugerechnet. Die aktuelle Besetzung besteht aus drei Mitgliedern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung und erstes Album (2010 bis 2012)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Grundstein zur Band wurde durch die beiden als Kern der Band geltenden Musiker Philipp „Mammut“ Lippitz an der Gitarre und Schlagzeuger Christoph „Tiger“ Bartelt gelegt. Diese begannen im Jahr 2010 zusammen zu spielen. Nach wenigen Proben stieß Christoph „Lupus“ Lindemann dazu, der ursprünglich den Part des Bassisten und Sängers besetzen sollte, sich aber bald für die Gitarre entschied. So konnte nun Mammut an den Bass wechseln.[1] Die Gründungsväter Kadavars und kommen aus so unterschiedlichen Gebieten wie Thüringen, Münster oder Österreich.

In einem Interview beschreibt Lupus Lindemann die Entwicklung des Kleidungsstils in erster Linie durch Geldnot und die Auswahl an Second-Hand-Läden in Berlin.[2] Im Jahre 2012 erschien das selbstbetitelte Debütalbum Kadavar, dessen Erstauflage bereits vor der Veröffentlichung nur durch die Vorbestellungen ausverkauft war. Aufgrund von Visa-Problemen konnte eine eigentlich geplante Tournee während einer USA-Reise bis auf den Auftritt beim Festival South by Southwest nicht stattfinden. Um die Zeit zu nutzen, reiste die Band durch das Land und drehte den Videoclip zum Song Come Back Life.[2]

Abra Kadavar und Berlin (2012 bis 2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte des Jahres 2013 stieg Bassist „Mammut“ aus der Band aus. Bei den letzten Liveauftritten wurde er bereits durch Simon „Dragon“ Bouteloup ersetzt, der offiziell als neues Mitglied der Band vorgestellt wurde.[3] Bouteloup spielt seit Ende des Jahres 2012 auch bei der Metal-Band The Oath. Deren erste Single wurde von Christoph „Tiger“ Bartelt produziert, der Schlagzeuger bei Kadavar ist.[4] Das zweite Album Abra Kadavar stieg auf Platz 42 der deutschen Charts ein.[5] Es folgte eine Tournee mit Wolfmother durch Europa. Am 6. Juni 2014 wurde das Live-Album Live in Antwerp veröffentlicht und Kadavar spielten den Festivals Vainstream Rockfest, Rock’n’Heim und dem Hammer of Doom.

Anfang 2015 begannen Kadavar mit den Arbeiten an ihrem dritten Studioalbum. Berlin wurde am 21. August 2015 veröffentlicht und stieg auf Platz 18 der deutschen Albumcharts ein. Darüber hinaus schaffte die Band erstmals den Sprung in die österreichischen und schweizerischen Charts. Kadavar spielten bei den Festivals Rock am Ring und Summer Breeze. Eine Headlinertournee durch Europa zusammen mit den Vorgruppen The Shrine und Horisont folgte im Herbst 2015. Im Februar 2016 veröffentlichte die Band eine kostenfreie Split-Single gemeinsam mit der finnischen Thrash-Metal-Band Lost Society, bevor einen Monat später eine Europatournee mit Death Alley sowie Festivalauftritte beim Rock Hard Festival, dem Graspop Metal Meeting und dem Rockavaria folgten. Im Herbst 2016 spielten Kadavar zusammen mit Blues Pills und der Vorgruppe Stray Train eine Co-Headlinertournee durch Europa.

Rough Times (seit 2017)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anschließend begannen Kadavar mit den Aufnahmen zu ihrem vierten Studioalbum Rough Times, dass am 29. September 2017 erschien und Platz 30 der deutschen Albumcharts erreichte. Zwischenzeitlich spielte die Band auf verschiedenen Festivals wie dem Rockharz Open Air oder dem Wacken Open Air. Für Oktober 2017 ist eine Europatournee mit den Vorgruppen Mantar und Stray Train geplant.

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Kadavar stand von Anfang an eine authentische Umsetzung der Ideen von Doom-, Space- und sogar Krautrock- und Proto-Metal-Urvätern der zweiten Reihe, wie Pentagram, Hawkwind oder Grand Funk Railroad, im Vordergrund. Authentizität der 1970er ist auch bei der Aufnahmetechnik ein wichtiges Kriterium; so wird ausschließlich live auf originalem Equipment der Zeit aufgenommen. Mit der als „hartes Panning“ bezeichneten Verteilung der Tonspuren (Gitarre auf dem linken Kanal, Bass auf dem rechten, Schlagzeug auf dem halbrechten sowie Gesang in der Mitte) soll dabei eine möglichst originalgetreue Reproduktion der Live-Auftritte der Gruppe erzielt werden.

Entgegen äußerer Behauptungen (z. B. durch die Labelseite Nuclear Blast, die Kadavar als „leaders of the German occult rock movement“ bezeichnet)[6], sieht sich die Band nicht als „Okkult- oder Satanisten-Rocker“.[7]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[8]
Abra Kadavar
  DE 42 29.04.2013 (2 Wo.)
Berlin
  DE 18 28.08.2015 (3 Wo.)
  AT 56 04.09.2015 (1 Wo.)
  CH 88 30.08.2015 (1 Wo.)
Rough Times
  DE 30 06.10.2017 (1 Wo.)
  AT 43 13.10.2017 (… Wo.)
  CH 71 08.10.2017 (… Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012: Creature of the Demon / Living in Your Head (7″, This Charming Man Records)
  • 2016: A Thousand Miles Away from Home / Words of evil (7", Nuclear Blast Records)

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012: White Ring (Split-Doppel-12″ mit Aqua Nebula Oscillator, This Charming Man Records)
  • 2014: Live in Antwerp (Live-Album, Nuclear Blast)
  • 2016: Words of Evil / Braindead (Split-Downloadsingle mit Lost Society)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mathias Freiesleben: KADAVAR: Interview mit Tiger, Lindemann und Mammut. Powermetal.de, abgerufen am 21. Februar 2016.
  2. a b Beeho: Figuring out the fascinating animal that is KADAVAR with its frontman Wolf Lindemann. The Heavy Chronicles, abgerufen am 21. Februar 2016 (englisch).
  3. KADAVAR – verkünden Besetzungswechsel! Nuclear Blast, abgerufen am 21. Februar 2016.
  4. Interview with Kadavar. Occult Rock Magazine, abgerufen am 21. Februar 2016 (englisch).
  5. KADAVAR – stürmen die deutschen Albencharts! Nuclear Blast, abgerufen am 21. Februar 2016.
  6. Kadavar. Nuclear Blast, abgerufen am 21. Februar 2016.
  7. Thomas Jentsch: Disneyland für Satanisten. Helldriver Magazine, abgerufen am 21. Februar 2016.
  8. Chartquellen: DeutschlandÖsterreichSchweiz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kadavar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien