Kaffeekanne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit dem Haushaltsgerät. Für den Radevormwalder Ortsteil siehe Kaffeekanne (Radevormwald).
Ohne Dekor: Kanne von Hermann Gretsch, Porzellanfabrik Arzberg, 1931
Stapelbares Kaffeekännchen mit kippgeschützem Deckel, Margarete Jahny, Colditz Porzellan
Anonyme Thermos-Kaffeekanne, um 2000

Eine Kaffeekanne ist ein Gefäß zur Aufbewahrung von zubereitetem Kaffee.

Vor der Erfindung der Kaffeemaschine wurde Kaffee meist in Teekannen-ähnlichen Gefäßen aufbewahrt und serviert. Da man das Getränk früher für gesundheitlich zumindest bedenklich hielt, waren diese jedoch ursprünglich sehr viel kleiner als Teekannen. Kaffeekannen wurden meist aus Porzellan oder Steingut hergestellt, da diese die Wärme weniger leiten als die bei Teekannen auch üblichen Materialien wie dünnwandiges Porzellan, Silber oder Messing. Die Verwendung von Stövchen hat sich anders als bei Tee hier nicht durchgesetzt. Dafür benutzte man oft textile Kaffeehauben (Kaffeewärmer), die zur Verbesserung der Isolation über die Kanne gestülpt wurden.

Da sich die Zubereitung von Kaffee und Tee beim Brühvorgang stark unterscheiden, sollten Kaffeekannen die Wärme weniger stark ableiten als Teekannen, da ansonsten der Kaffee zu stark abkühlen kann. Bei der Teezubereitung wird die gesamte Wassermenge auf einmal in die Kanne gegeben, während bei der Kaffeezubereitung der Kaffee erst langsam durch den Filter tropfenweise in die Kanne kommt, und auch im Filter bereits abzukühlen beginnt.

Heute werden Kaffeekannen auch als Bestandteil der Kaffeemaschine verkauft. Günstigere Modelle sind aus Glas und kühlen relativ schnell aus, weshalb die Kaffeemaschine meist eine Wärmeplatte besitzt. Alternativ werden auch Filterkaffeemaschinen mit Isolierkannen angeboten.

Als Serviergefäß standen Kaffeekannen aus Steingut oder Porzellan früher im Blickpunkt jeder Kaffeetafel. So gab es sie in den verschiedensten Farben, Formen und Größen, rein sachlich-funktionell oder auch figürlich-kitschig. Die Kaffeekanne wurde zum Sammelobjekt. Eine der größten Kaffeekannensammlungen Europas mit über 5000 Exponaten findet sich im Kaffeekannenmuseum in Schöppenstedt. Ein weitere Sammlung mit rund 5000 Kaffeekannen befindet sich in Büchlberg.

Sonstiges[Bearbeiten]

In Helmut Kraussers Geschichte „Die Hunde von Pompeii“ trägt die Hauptfigur, ein kleiner neapolitanischer Hund, den Namen „Kaffeekanne“.

„Anne Kaffeekanne“ ist der Titel eines Kinderliederbuches von Fredrik Vahle (auch als Hörbuch), vertont mit Dietlind Grabe.

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Jabana: Kaffeekanne in Äthiopien und Sudan

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Kaffeekanne – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Kaffeekanne – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien