Kaffeekartell (2000–2008)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Kaffeekartell wurde eine zwischen den Oligopolisten Tchibo, Melitta, Alois Dallmayr Kaffee und Kraft Foods (Jacobs Kaffee) ab dem Jahre 2000 getroffene Preisabsprache bezeichnet. Das illegale Abkommen blieb bis zu einer vom Bundeskartellamt veranlassten Durchsuchung der Unternehmen im Juli 2008 unentdeckt.

Die Behörde konnte anhand der sichergestellten Unterlagen das kartellartige Verhalten nachweisen und verfügte gegen die Unternehmen eine Geldbuße von insgesamt 159,5 Millionen Euro.[1][2]

Kraft Foods musste keine Strafe zahlen, da das Unternehmen Selbstanzeige beim Bundeskartellamt erstattete. Melitta will keine Geldbuße zahlen, da das Unternehmen mit den Kartellbehörden zusammengearbeitet habe.

Am 26. Dezember 2009 meldete Spiegel Online weitere Verdachtsfälle in dem Verfahren.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. gem. einer Pressemitteilung des Bundeskartellamtes vom 21. Dezember 2009
  2. gem. Artikel Kaffeekartell muss Millionenstrafe zahlen im Tagesspiegel vom 22. Dezember 2009
  3. gem. Artikel Neue Ermittlungen gegen Kaffeekartell bei Spiegel Online am 26. Dezember 2009
Rechtshinweis Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!