Kaieteur-Fälle

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5.1781111111111-59.482277777778Koordinaten: 5° 10′ 41,2″ N, 59° 28′ 56,2″ W

Kaieteur-Wasserfälle (Guyana)
Kaieteur-Wasserfälle
Kaieteur-Wasserfälle
Am 24. April 1870 angefertigte Ansicht des Wasserfalls vom Entdecker Charles B. Brown
Kaieteur-Fälle

Die Kaieteur-Wasserfälle des Potaro-Flusses liegen am Eingang zur Potaro-Schlucht, in der Region Potaro-Siparuni von Guyana (Südamerika).

Die Kaieteur-Wasserfälle gehören zu den eindrucksvollsten Wasserfällen der Welt und den höchsten Wasserfällen Amerikas. Hier stürzt der Kaieteur-Fluss in einer einzigen Stufe auf einer Breite von fast einhundert Metern über eine Sandstein-Klippe 247 m vom Hochland Guyanas in das etwa auf Meeresniveau liegende Tiefland.

Geschichte[Bearbeiten]

Der britische Geologe und Topograph Charles B. Brown bereiste von 1868 bis 1871 das meist unerforschte Hinterland von Britisch-Guayana. Brown war mit der exakten Vermessung der Flussläufe und geologischen Untersuchungen beauftragt. Am 24. April 1870 erblickte er in Begleitung einheimischer Führer aus der nahen Siedlung Cara-Cara als erster Europäer den Wasserfall und fertigte die nebenstehende Zeichnung an. Der Name des Wasserfalls wurde vom zugehörigen Fluss Kaieteur übernommen, an dessen Mündung sich bereits ein holländischer Militärposten befand, dessen Verwaltung aber keine Kenntnis vom Oberlauf des Flusses hatte.[1]

Nach einer Sage der Patamona-Indianer fand ihr Häuptling Kai im Wasserfall den Tod: sein Stamm wurde von kriegerischen Kariben attackiert, in seiner Not wandte sich Kai an den Geist Makunaima. Dieser forderte ein Opfer. Da bestieg Kai ein Kanu, mit dem er mit den Wassermassen in die Tiefe stürzte. Somit konnte er dem Land seines Stammes Frieden bringen.

Im Jahr 1908 erforschte der deutsch-US-amerikanische Biologe Carl H. Eigenmann ebenfalls das Gebiet.

In der Nähe der Kaieteur-Fälle liegt die Typlokalität des seltenen Minerals Potarit, das nach dem Fluss Potaro benannt ist.[2]

Der Wasserfall ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Landes und Thema des Dokumentarfilms The White Diamond von Werner Herzog.

Tiere[Bearbeiten]

Abseits des Wasserfalls stellt dieser den Lebensraum für etliche exotische Tiere und Pflanzen, sowie für viele seltene Spezies dar, die dort beobachtet werden können. Dort leben u. a. die seltenen goldenen Frösche, welche ihr Versteck in Bromelien entlang der Wanderwege haben. Bei sonnigem Wetter hat man die Möglichkeit Eidechsen zu entdecken, welche sich auf warmen Steinen sonnen. Vogelarten, wie z. B. Aras, Schwalben oder der Guyanische Felsenhahn bauen hier ihre Nester.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Charles B. Brown: Canoe and Camp Life in British Guiana. London 1876. S. 188-223.
  2. Kaietur Falls bei mindat.org

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kaieteur Falls – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien