Kailbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kailbach
Stadt Oberzent
Koordinaten: 49° 32′ 11″ N, 9° 4′ 36″ O
Höhe: 233 m ü. NHN
Fläche: 7,07 km²[1]
Einwohner: 233 (31. Dez. 2018)[2]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1971
Eingemeindet nach: Hesseneck
Postleitzahl: 64760
Vorwahl: 06276
Das Haintalviadukt der Odenwaldbahn auf Kailbacher Gemarkung südlich gegenüber dem Oberdorf von Friedrichsdorf (Baden-Württemberg)

Kailbach ist ein Stadtteil der am 1. Januar 2018 neu gegründeten Stadt Oberzent im südhessischen Odenwaldkreis und hat rund 270 Einwohner.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kailbach liegt im Ittertal dort, wo die Landesstraße L 3108 Richtung Schöllenbach und Beerfelden von der Landesstraße L 2311 abzweigt, die von Eberbach nach Amorbach führt. Auf der Gemarkung von Kailbach liegt das einsame Forsthaus Eduardsthal, das der letzte Rest des in der Mitte des 19. Jahrhunderts aufgegeben und vom Fürstenhaus Leiningen aufgekauften Dorfes Galmbach ist. Auf der westlichen Seite des Ittertales liegt noch der ebenfalls zu Kailbach gehörende Weiler Hohberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1359 wurde Kailbach (unter dem Namen Keilbach) erstmals urkundlich erwähnt. Die ersten Häuser standen wohl auf der Ostseite des Itterbaches der damals die Grenze zwischen den Besitzungen der Klöster Lorsch und Amorbach bildete. Selbst als das Gebiet im Jahre 1806 zum Großherzogtum Hessen übergeben wurde, blieb die Trennung noch bestehen. Es gab Kailbach diesseits, das zur Gemeinde Schöllenbach gehörte und Kailbach jenseits, das ein Teil von Hesselbach war. Erst als sich anlässlich der Gebietsreform in Hessen am 1. Oktober 1971 die bisher selbständigen Gemeinden Hesselbach, Kailbach und Schöllenbach zur neuen Gemeinde Hesseneck zusammenschlossen, wurden beide Teile vereinigt.[3] Durch den Zusammenschluss Hessenecks mit drei weiteren Gemeinden kam Kailbach am 1. Januar 2018 zur neuen Stadt Oberzent.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemarkung Kailbach befinden sich insgesamt elf eingetragene Kulturdenkmäler nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz[4].

Datierung Flur Lage Beschreibung Bild
1880/1882 Flur 18, Flurstück 114/10 Haintalviadukt
1885/1890 Flur 18, Flurstück 114/11 Bahnhofstraße 9 Bahnhofsempfangsgebäude
1927 Flur 1, Flurstück 18/3 Friedrichsdorfer Straße/Ecke Friedhofstraße Bildstock
1838 Flur 1, Flurstück 1/16 Siegfriedstraße 53 Laufbrunnen
18. Jahrhundert Flur 2, Flurstück 20/2 Steinweg 2 Einhaus
17. Jahrhundert Flur 13, Flurstück 21 Hohberg 5 Forsthaus Hohberg
1591 Flur 5, Flurstück 6 Eduardsthal 2 Forstgehöft Eduardsthal
18. Jahrhundert Alter Reisenbacher Weg Bildstock
1582 Leegwald, Bezirk „Saubirn“ Grenzstein
1731 Wüstung Galmbach Bildstock
1744 Wüstung Galmbach Bildstock

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Hesseneck-Kailbach ist mit der Odenwaldbahn über Darmstadt oder Frankfurt erreichbar. Dort verkehren Züge der VIAS GmbH.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kailbach, Odenwaldkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Juni 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Zahlen und Daten. In: Webauftritt. Stadt Oberzent, abgerufen im März 2019.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 358.
  4. Denkmaldatenbank des Hessischen Landesdenkmalamtes (abgerufen am 14. Juli 2014)