Kaiser-Maximilian-Preis

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Der Kaiser-Maximilian-Preis für europäische Verdienste auf regionaler und kommunaler Ebene[1] ist der Europapreis für Regional- und Kommunalpolitik des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck.

Ausschreibungskriterien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingereichte Projekte sollen eine innovative Ausrichtung haben, neue Ansätze bzw. Organisationsmethoden verfolgen und eine Bewertung der Auswirkungen bzw. Entwicklungen hinsichtlich der verfolgten Projektziele bzw. der erwarteten Auswirkungen beinhalten. Maßgeblich sind hier die vielfältigen Aspekte der europäischen Integration. Entscheidende Kriterien sind dabei die Wirksamkeit des Projektes, die Nachhaltigkeit und Kreativität sowie der Fokus, weitere Zielgruppen unter eigenständigem Engagement zur Auseinandersetzung mit Europa zu bewegen.[2]

Verleihung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kaiser-Maximilian-Preis wird ab 2019 alle zwei Jahre verliehen. Der Preis besteht aus einer Urkunde, einer Medaille (Schautaler v. 1509 Kaiser Maximilian I.) und einem Geldpreis in der Höhe von 10.000 Euro. Der Geldpreis ist für das ausgezeichnete Projekt zweckgewidmet.[3] 2019 wurde das Projekt "Rückenwind - Solidarity with the forgotten corners" für seine europäischen Verdienste auf regionaler und kommunaler Ebene ausgezeichnet.[4]

Im Jahre 2021 steht der Kaiser-Maximilian-Preis unter dem Motto "Herausforderungen gemeinsam begegnen - Europa stärken". Im Fokus stehen dabei all jene Projekte, die trotz anhaltender, globaler Krise ihre europäische Verbundenheit aufrechterhalten. Bei der international besetzten Jurysitzung Anfang März 2021 wurde #EUROPAgegenCovid19/#EUmythbusters als Siegerprojekt ermittelt, welches bei der Verleihung am 14. Oktober 2021 ausgezeichnet wurde. Die offizielle Verleihung wurde von einem Jugenddialog für Tiroler Schüler sowie einer Informationsveranstaltung für alle interessierten Bürger umrahmt.[5]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nach Kaiser Maximilian I. benannte Preis wurde 1997 vom Land Tirol und der Stadt Innsbruck anlässlich des 85. Geburtstags des Innsbrucker Bürgermeisters Alois Lugger gestiftet. Mit der Verleihung des Preises wurden seither hervorragende Leistungen von Persönlichkeiten und Institutionen der europäischen Regional- und Kommunalpolitik ausgezeichnet.[6] Insbesondere wurden Bemühungen um die Verwirklichung des Grundsatzes der Subsidiarität und der Inhalte der Europäischen Charta der kommunalen Selbstverwaltung sowie der Charta der Regionalen Selbstverwaltung des Europarates gewürdigt.[7]

Im Zuge der Vorbereitungen für das Kaiser-Maximilian-Gedenkjahr 2019 beschlossen Land Tirol und Stadt Innsbruck Anfang 2018 gemeinsam, den bestehenden Ausschreibungs- und Verleihungsprozess grundlegend zu erneuern, um das Gesamtkonzept des Preises noch bürgernäher und inklusiver zu gestalten. Anstatt der Prämierung herausragender Einzelleistungen soll sich die Ausschreibung zukünftig an herausragende Projekte und Initiativen richten, die sich in gemeinsamer, kreativer und nachhaltiger Weise den zentralen Zielen des europäischen Einigungsprozesses verpflichtet fühlen. Außerdem wurde der Preis in Kaiser-Maximilian-Preis für europäische Verdienste auf regionaler und kommunaler Ebene umbenannt. Die Ausschreibung richtet sich von nun an insbesondere an Einzelpersonen, Personengruppen (Gesellschaften und Vereine), Forschungseinrichtungen, Interessensvertretungen und Gebietskörperschaften aller 47 Europaratsstaaten, zuzüglich Belarus. Bewerbungen werden dabei ausschließlich über die in die Homepage integrierte Bewerbungsplattform entgegengenommen[8], wobei das Bewerbungsformular gleichermaßen in deutscher, englischer und französischer Sprache ausgefüllt werden kann. Die Entscheidung über das Siegerprojekt wird dabei jeweils im Anschluss an eine (internationale) Fachjurysitzung bekanntgegeben.[9]

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Namenszusatz, Kaiser-Maximilian-Preis/Stadt Innsbruck; abgerufen am 20. September 2018
  2. Ausschreibungskriterien, Kaiser-Maximilian-Preis-Website; abgerufen am 20. September 2018
  3. Verleihungsfeierlichkeiten, Kaiser-Maximilian-Preis-Website; abgerufen am 20. September 2018
  4. Projekt „Rückenwind“ erhält Kaiser-Maximilian-Preis 2019. Innsbruck informiert, abgerufen am 25. März 2021.
  5. Großes Interesse am Kaiser-Maximilian-Preis 2021. Innsbruck informiert, abgerufen am 25. März 2021.
  6. Hintergrund, Kaiser-Maximilian-Preis-Website; abgerufen am 20. September 2018
  7. Bisherige Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger, Innsbruck informiert, 8. Mai 2015; abgerufen am 20. September 2018
  8. Bewerbung, Kaiser-Maximilian-Preis-Website; abgerufen am 24. September 2018
  9. Neuausschreibung des Kaiser-Maximilian-Preises, Innsbruck informiert, 20. September 2018; abgerufen am 20. September 2018
  10. Kaiser-Maximilian-Preis 2013 verliehen, Innsbruck informiert, 10. Mai 2013; abgerufen am 20. September 2018
  11. Kaiser-Maximilian-Preis 2014 verliehen, Tiroler Tageszeitung, 9. Mai 2014; abgerufen am 20. September 2018
  12. Kaiser-Maximilian-Preis 2015 verliehen, Tiroler Tageszeitung, 8. Mai 2015; abgerufen am 12. März 2020
  13. Kaiser-Maximilian-Preis 2016 verliehen, Innsbruck informiert, 10. Mai 2016; abgerufen am 20. September 2018
  14. Kaiser-Maximilian-Preis 2017: Juryentscheid für Nicola Sturgeon, Innsbruck informiert, 5. Mai 2017; abgerufen am 20. September 2018
  15. Innsbruck: Projekt „Rückenwind“ erhält Kaiser-Maximilian-Preis 2019. Artikel vom 9. Mai 2019, abgerufen am 11. Mai 2019.
  16. Tiroler Tageszeitung: Tiroler Kaiser-Maximilian-Preis 2019 geht an Projekt „Rückenwind“. Artikel vom 9. Mai 2019, abgerufen am 11. Mai 2019.
  17. Kaiser-Maximilian-Preis 2021: Mit Fakten gegen Mythen. In: Innsbruck informiert. Stadt Innsbruck, 14. Oktober 2021, archiviert vom Original am 16. Oktober 2021; abgerufen am 16. Oktober 2021.
  18. Über unsere Aktivitäten. In: #EUROPAgegenCovid19. Europe Direct und Junge Europäische Föderalisten Austria, Wien, 2021, archiviert vom Original am 16. Oktober 2021; abgerufen am 16. Oktober 2021.