Kaiserberg (Duisburg)

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Der Kaiserberg, aus den Ruhrauen betrachtet

Der Kaiserberg ist eine natürliche Erhebung im Duisburger Stadtteil Duissern mit 75 m ü. NN. Er ist der nordwestliche Ausläufer des rechtsrheinischen Schiefergebirges, die nördliche Spitze trägt den Namen Schnabelhuck.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herbstliche Aussicht vom Kaiserberg

Als strategisch wichtiger Geländepunkt war der Kaiserberg seit vorgeschichtlicher Zeit Ort verschiedener Befestigungsanlagen (siehe Burg Kaiserberg). Im frühesten Mittelalter markierte der Kaiserberg einen Punkt der Grenze zwischen dem merowingischen Reich der Franken und dem der Sachsen.

Nördlich der Duissern-Straße lag bis zur Abtragung nach dem Zweiten Weltkrieg der Rest der mittelalterlichen Motte Duissern, die zuletzt nur noch als 1,5 m hoher Hügel von etwa 25 m Durchmesser in der Landschaft zu erkennen war.[1]

Seit 1868 gehört der Kaiserberg zu Duisburg.[2] Mit Ratsbeschluss vom 22. Februar 1881 wurde der ursprünglich „Duissernscher Berg“ genannte Berg in „Kaiserberg“ umbenannt.

Eingang zum Kriegsgräberfriedhof auf dem Kaiserberg

Der nördliche Ausläufer trägt den Namen „Schnabelhuck“. Dieser wurde beim Bau der Eisenbahnstrecke Duisburg–Oberhausen der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft 1846 vom Duissernschen Berg abgetrennt. Das verbliebene Stück, von den Duisburgern „Sauerbraten“ genannt, verschwand beim Bau der Reichsautobahn 1936, der heutigen Bundesautobahn 3.

Der Kaiserberg heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kaiserberg ist heute eine mit altem Baumbestand bestandene und Wanderwegen ausgestattete Anhöhe, die einen Teil des großen Duisburger Stadtwalds bildet.

Am Rand des Kaiserbergs, d. h. in den östlichen Teilen von Duissern, befinden sich die vornehmsten Wohnviertel der Stadt mit einer villenartigen Bebauung.

Seit 1934 befindet sich der Zoo Duisburg auf Teilen des Kaiserberges.[3]

Zum Gedenken an die Schlacht bei Sedan gibt es auf dem Kaiserberg eine „Sedan-Wiese“, auf der am Sedanstag Anfang des 20. Jahrhunderts Veranstaltungen stattfanden. Ein vormals vorhandener Wasserturm, ein Wasserfall und das Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmal bestehen nicht mehr auf dem Kaiserberg. Zurzeit gibt es Bemühungen seitens des Duisserner Bürgervereins zur Wiederherstellung und Neugestaltung des Kaiserbergs.

Aktuell (Stand 2018) entsteht am unmittelbaren Rand des Kaiserbergs (mit einer Stützmauer zum Kaiserberg) das Quartier Wilhelmshöhe. Dieses befindet sich auf einem 6300qm großen Areal der denkmalgeschützten Villa der Familie Henle und umfasst rund 45 Wohneinheiten in sieben Stadtvillen.[4]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Tischtennis gehörte die Damenmannschaft des DTC Kaiserberg (heute: DSC Kaiserberg) von 1957 bis 1989 zu den stärksten Teams in Deutschland.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fälschlicherweise wird gelegentlich die Bezeichnung „Duisburg-Kaiserberg“ für den Stadtteil Duissern an der dortigen gleichnamigen Autobahnausfahrt am Autobahnkreuz Kaiserberg verwendet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kaiserberg (Duisburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Müller-Wille: Mittelalterliche Burghügel "Motten" im nördlichen Rheinland, Beihefte der Bonner Jahrbücher Bd. 16 (1966)
  2. Archivlink (Memento des Originals vom 18. Oktober 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.duisburg.de
  3. Umbenennung des Duissernschen Berges in Kaiserberg (Memento des Originals vom 29. August 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.duisburg.de
  4. Quartier Wilhelmshöhe (mit Bild)

Koordinaten: 51° 26′ N, 6° 49′ O