Kaiserslautern Military Community

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Als Kaiserslautern Military Community (KMC) wird die Gesamtheit der Einrichtungen der US-amerikanischen Streitkräfte (US Army und US Air Force) in und um Kaiserslautern bezeichnet. Mit rund 52.000 US-Militärangehörigen (Stand: September 2013)[1] bildet die KMC weltweit den größten US-Militärstützpunkt außerhalb der Vereinigten Staaten.[2] Zum Stand 30. September 2013 lag der Beitrag der KMC zur lokalen Wirtschaft bei 2,26 Milliarden US-Dollar.[1]

Wesentliche militärische Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den wesentlichen militärischen Einrichtungen innerhalb der KMC gehören im Bereich der Army die Daenner-Kaserne (Kaiserslautern), die Kleber-Kaserne (Kaiserslautern), die Panzer-Kaserne (Kaiserslautern), Sembach Annex, das Miesau Army Depot (Bruchmühlbach-Miesau), die Husterhoeh-Kaserne (1946–1997) und das „USAMMCE“ (US Army Medical Materiel Center, Europe) in Pirmasens.

Die Air Force hält die Einrichtungen Einsiedlerhof (Warrior Preparation Center), Rhine Ordnance Barracks (Kaiserslautern), Kapaun Air Station (Kaiserslautern), Pulaski-Barracks (Kaiserslautern) und die Ramstein Air Base (Ramstein-Miesenbach).

Die Army betreibt überdies noch das Landstuhl Regional Medical Center. Hinzu kommt noch die Vogelweh Housing Area in Kaiserslautern.

Militärische Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waren früher in und um Kaiserslautern auch viele Kampfeinheiten der US-Streitkräfte stationiert, so hat sich die Rolle der KMC zwischenzeitlich hin zum wichtigsten Logistikstützpunkt außerhalb der USA entwickelt. Über die Ramstein Air Base wird der Großteil der Logistik der US-Streitkräfte für die Einsätze beispielsweise im Irak oder in Afghanistan abgewickelt. Infolgedessen sind in Kaiserslautern zwischenzeitlich primär Logistik- und Unterstützungseinheiten stationiert.

Das Landstuhl Regional Medical Center als größtes US-Militärhospital außerhalb der USA ist unter anderem zentraler Anlaufort für die Behandlung von Soldaten, die während ihres Einsatzes in Irak oder in Afghanistan verwundet wurden.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die rein militärischen Einrichtungen hinaus umfasst die KMC eine umfangreiche Infrastruktur für die in Kaiserslautern und Umgebung lebenden US-Bürger. Hierzu gehören eigene Wohnsiedlungen (z.B. Vogelweh), Läden, Freizeit- und Sporteinrichtungen, Restaurants, etc., aber auch eine eigene Polizei und Feuerwehr. Die Schulen sind dem Department of Defense Dependents Schools unterstellt.

Auf der Ramstein Air Base wurde im Oktober 2009 das Kaiserslautern Military Community Center (KMCC) eingeweiht, in welchem Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten gebündelt werden sollen.[3] Der AAFES-Store innerhalb des KMCC ist mit rund 50.000 m² Fläche die derzeit größte AAFES-Anlage weltweit.[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jörg Zorbach: The Kaiserslautern Borderland: Reverberations of the American Leasehold Empire. Peter Lang, 2014 (zugl. Dissertation Universität Mainz).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Economic Impact Statement (AFD-120328-005) (Memento vom 1. September 2014 im Internet Archive) Ramstein Air Base, abgerufen am 30. Oktober 2015.
  2. Kaiserslautern Military Community, Globalsecurity.org
  3. Neues Einkaufszentrum auf der Airbase Ramstein Sendung vom 10. November 2009 im SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz
  4. Ramstein to open final phase of KMCC, world’s largest AAFES store, Ramstein.af.mil, Meldung vom 17. September 2009