Kajal (Slowakei)

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Kajal
Wappen Karte
Wappen fehlt
Kajal (Slowakei)
Kajal
Kajal
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Trnavský kraj
Okres: Galanta
Region: Dolné Považie
Fläche: 13,825 km²
Einwohner: 1.538 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km²
Höhe: 117 m n.m.
Postleitzahl: 925 92
Telefonvorwahl: 0 31
Geographische Lage: 48° 11′ N, 17° 47′ OKoordinaten: 48° 11′ 4″ N, 17° 47′ 14″ O
Kfz-Kennzeichen: GA
Kód obce: 503843
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: November 2014)
Bürgermeister: Lívia Farkasová
Adresse: Obecný úrad Kajal
č. 20
925 92 Kajal
Webpräsenz: www.kajal.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Kajal (bis 1927 slowakisch „Zemanský Kajal“; ungarisch Nemeskajal – bis 1907 Kajal) ist eine Gemeinde im Westen der Slowakei mit 1538 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015), die zum Okres Galanta, einem Teil des Trnavský kraj gehört.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich im slowakischen Donautiefland, genauer in dessen ebenem Teil. Der bebaute Teil ist fast völlig von verschiedenen Bächen und Kanälen umgeben. Das Gemeindegebiet reicht im Osten bis zum Stausee Kráľová an der Waag und ist von Au- beziehungsweise Schwarzböden bedeckt. Das Ortszentrum befindet sich auf einer Höhe von 117 m n.m. und ist sechs Kilometer von Galanta sowie sieben Kilometer von Šaľa entfernt.

Nachbargemeinden sind Váhovce im Norden, Šoporňa im Nordosten (durch den Stausee getrennt), Kráľová nad Váhom im Osten, Topoľnica im Süden sowie Galanta im Westen und Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde zum ersten Mal 1297 als Quayol schriftlich erwähnt und gehörte zu verschiedenen Geschlechtern aus dem niederen Adel. 1828 zählte man 175 Häuser und 1.250 Einwohner, die vorwiegend in Landwirtschaft beschäftigt waren.

Bis 1918 gehörte der im Komitat Pressburg liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heute Slowakei. In der ersten tschechoslowakischen Republik gab es häufige Streiks der landwirtschaftlichen Arbeiter, so in den Jahren 1920, 1928, 1929, 1931 und 1932. Auf Grund des Ersten Wiener Schiedsspruchs lag der Ort 1938–1945 noch einmal in Ungarn.

Zur Gemeinde gehört einstiges Dorf und heutige Siedlung Únovce (ungarisch Úny), zum ersten Mal 1251 als Own schriftlich erwähnt.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß der Volkszählung 2011 wohnten in Kajal 1.499 Einwohner, davon 891 Magyaren, 496 Slowaken, elf Roma, vier Tschechen, jeweils drei Deutsche und Ukrainer, zwei Russinen und ein Kroate. 88 Einwohner machten keine Angabe.[1] 1.067 Einwohner gehörten zur römisch-katholischen Kirche, 92 Einwohner zur evangelischen Kirche A. B., sieben Einwohner zur griechisch-katholischen Kirche, sechs Einwohner zur reformierten Kirche, vier Einwohner zu den Zeugen Jehovas, drei Einwohner zu den Siebenten-Tag-Adventisten, jeweils zwei Einwohner zur evangelistischen Kirche und zur orthodoxen Kirche und jeweils ein Einwohner zur jüdischen Gemeinde und zur neuapostolischen Kirche; zwölf Einwohner waren anderer Konfession. 178 Einwohner waren konfessionslos und bei 123 Einwohnern ist die Konfession nicht ermittelt.[2]

Ergebnisse nach der Volkszählung 2001 (1.447 Einwohner):

Nach Ethnie:

  • 70,85 % Magyaren
  • 25,26 % Slowaken
  • 2,89 % Roma
  • 0,35 % Deutsche
  • 0,28 % Ukrainer
  • 0,21 % Tschechen

Nach Konfession:

  • 75,58 % römisch-katholisch
  • 14,26 % konfessionslos
  • 7,76 % evangelisch
  • 0,92 % keine Angabe
  • 0,07 % griechisch-katholische
  • 0,07 % andere

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • römisch-katholische Kirche aus dem 16. Jahrhundert, ursprünglich im Renaissancestil gestaltet, erweitert am Ende des 19. Jahrhunderts
  • evangelische Kirche im neogotischen Stil aus dem Jahr 1898

Infrastruktur und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die grundlegende Infrastruktur ist bis auf Kabelfernsehnetz gut ausgebaut, es gibt Wasser- und Gasleitungen, Kanalisation und Anschluss an eine Kläranlage. Weiter ist Kajal Standort eines Kindergartens und einer ungarischsprachigen Grundschule (bis zur vierten Klasse) und es gibt ein Postamt. Südlich des Ortes verläuft die Straße 1. Ordnung 75, Anschluss an die Bahnstrecke Bratislava–Budapest besteht in Topoľnica (Haltestelle) oder in Galanta und Šaľa (Bahnhof).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 nach Ethnie (slowakisch)
  2. Volkszählung 2011 nach Konfession (slowakisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]