Kaliumformiat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Strukturformel von Kaliumformiat
Allgemeines
Name Kaliumformiat
Summenformel CHKO2
CAS-Nummer 590-29-4
PubChem 2735122
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 84,12 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,91 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

165–168 °C[1]

Löslichkeit

sehr leicht in Wasser[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [2]
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−679,7 kJ/mol[3]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Kaliumformiat ist das Kaliumsalz der Ameisensäure mit der Formel K(HCOO). Es ist eine farblose, zerfließliche Substanz in kristalliner, rhombischer Form. Die Dichte beträgt 1,91 g/cm3, der Schmelzpunkt liegt bei 167,5 °C. Kaliumformiat tritt als Zwischenprodukt im inzwischen technisch unbedeutenden Formiat-Pottasche-Verfahren zur Herstellung von Kaliumcarbonat auf. Der Namensbestandteil -formiat geht auf das lateinische Wort formica (Ameise) zurück.

Kaliumformiat wird als Flächenenteisungsmittel, beispielsweise auf Straßen und Flughäfen, eingesetzt und hat sich in einer Untersuchung des Finnish Environment Institute (SYKE) im Vergleich zu kochsalzhaltigen Auftaumitteln als verhältnismäßig umweltschonend erwiesen.[4]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaliumformiat kann durch Salzbildungsreaktion aus Kaliumhydroxid und Ameisensäure hergestellt werden.

Ebenso ist die Synthese aus Kaliumcarbonat und Ameisensäure unter Entwicklung von Kohlendioxid möglich.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Datenblatt Kaliumformiat bei AlfaAesar, abgerufen am 26. März 2010 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c Eintrag zu Kaliumformiat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 9. Mai 2017 (JavaScript erforderlich).
  3. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-19.
  4. Alternative de-icer found (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive), Pressemitteilung des Finnischen Umweltministeriums vom 2. Oktober 2004.
  5. T. Meisel, Z. Halmos, K. Seybold, E. Pungor: "The thermal decomposition of alkali metal formates", in: Journal of Thermal Analysis and Calorimetry, 1975, 7 (1), S. 73–80 doi:10.1007/BF01911627