Kaliumhypochlorit

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Strukturformel
K+-Ion     Hypochlorition
Allgemeines
Name Kaliumhypochlorit
Andere Namen

Javelwasser (wässrige Lösung)

Summenformel KClO
CAS-Nummer 7778-66-7
PubChem 23665762
Kurzbeschreibung

nur in wässriger Lösung beständig[1]

Eigenschaften
Molare Masse 90,55 g·mol−1
Löslichkeit

mischbar mit Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]

für die wässrige KClO-Lösung

05 – Ätzend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314​‐​400
EUH: 031
P: ?
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]

für die wässrige KClO-Lösung

Ätzend
Ätzend
(C)
R- und S-Sätze R: 31​‐​34
S: (1/2)​‐​28​‐​45​‐​50
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Kaliumhypochlorit (KClO) ist das Kaliumsalz der Hypochlorigen Säure (Unterchlorige Säure).

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wird durch Einleiten von Chlorgas in Kalilauge oder durch Elektrolyse einer Kaliumchlorid-Lösung hergestellt.

Bei Abkühlen der konzentrierten Lösung auf −10 °C scheidet sich kristallines Hydrat ab, welches sehr reaktionsfähig ist und brandfördernd wirkt.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaliumhypochlorit ist nur in wässriger Lösung haltbar und besitzt in dieser Form eine gelbgrüne Färbung. Die wässrige Lösung reagiert stark alkalisch. Beim Erhitzen zersetzt sich die Verbindung, wobei Chlorverbindungen wie Chlorwasserstoff frei werden.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verdünnte Lösungen werden als Eau de Javel (Javelwasser) verkauft. Diese werden zum Bleichen, Oxidieren oder, wegen seiner antimikrobiellen Wirkung, zum Desinfizieren verwendet. Ferner findet es Verwendung bei der Entgiftung cyanidhaltiger Abwässer.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Eintrag zu Kaliumhypochlorit-Lösung mit aktivem Chlor in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 11. September 2015 (JavaScript erforderlich)
  2. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.