Kaliumsalz

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Ein Kaliumsalz ist das Salz einer anorganischen oder einer organischen Säure. Es entsteht durch die Reaktion der Säure mit Kalium, Kalilauge oder Kaliumsalzen schwächerer Säuren.

Kaliumsalze einzelner Fettsäuren
Oelic Acid Potassium Salt Structural Formula V.2.svg
Kaliumoleat, das Kaliumsalz der Ölsäure.
Palmitic Acid Potassium Salt Structural Formula V.2.svg
Kaliumpalmitat, das Kaliumsalz der Palmitinsäure.
Stearic Acid Potassium Salt Structural Formula V.2.svg
Kaliumstearat, das Kaliumsalz der Stearinsäure.

Organische Kaliumsalze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaliumformiat, HCOOK, ist das Kaliumsalz der Ameisensäure; Kaliumacetat, CH3COOK, ist das Kaliumsalz der Essigsäure.

Arzneistoffe

In der Galenik werden saure Arzneistoffe bisweilen in Kaliumsalze überführt, da diese stabiler, besser löslich oder membrangängiger sind als der Arzneistoff selbst. Ein Beispiel für derartige Kaliumsalze ist Diclofenac-Kalium.[1]

Kosmetik

Die Kaliumsalze von Fettsäuren werden als Seifen benutzt und exakter als Kaliumseifen bezeichnet.

Anorganische Kaliumsalze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beispiele für wichtige anorganische Kaliumsalze sind Kaliumfluorid, Kaliumchlorid, Kaliumbromid, Kaliumiodid, Kaliumsulfat, Kaliumhydrogencarbonat und Kaliumcarbonat.

Manche Säuren, z. B. die Phosphorsäure, können drei verschiedene Natriumsalze bilden:

Diese sind in der Europäischen Union als Lebensmittelzusatzstoffe unter der gemeinsamen Nummer E 340 zugelassen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Europäisches Arzneibuch, Deutscher Apotheker Verlag Stuttgart, 6. Ausgabe, 2008, S. 2296–2298, ISBN 978-3-7692-3962-1.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]