Kaliumsorbat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Struktur von Kaliumsorbat
Allgemeines
Name Kaliumsorbat
Andere Namen

E 202

Summenformel C6H7KO2
CAS-Nummer 24634-61-5
Kurzbeschreibung

weißes geruchloses Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 150,22 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,36 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

270 °C[1]

Löslichkeit

leicht löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319
P: 262​‐​302+352 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/38
S: 24/25
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Kaliumsorbat ist das Kaliumsalz der Sorbinsäure. Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff mit der Nummer E 202 zugelassen.

Vorkommen, Gewinnung[Bearbeiten]

In der Natur kommt Kaliumsorbat in den unreifen Früchten der Eberesche vor. Industriell wird es in mehreren Schritten synthetisiert.

Verwendung[Bearbeiten]

Kaliumsorbat wird als Konservierungsmittel für Lebensmittel wie etwa Margarine, Remoulade, Mayonnaise, Sojasauce, Marmelade, Oliven, Datteln, Wein, Sirup, Eistee oder Saftschorle verwendet, kann jedoch deren Eigengeschmack beeinträchtigen. Es wird auch zur Konservierung von kosmetischen Produkten oder Tabak eingesetzt.

Gesundheit[Bearbeiten]

Bei gesunden Menschen wird es wie eine Fettsäure verstoffwechselt. Seit 2009 ist bekannt, dass Kaliumsorbat genotoxische Effekte auf menschliche Lymphozyten haben kann. [3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Eintrag zu CAS-Nr. 24634-61-5 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 30.08.2007 (JavaScript erforderlich).
  2. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist nur noch auf Altbeständen zu finden und von rein historischem Interesse.
  3. S. Mamur, D. Yüzbaşioğlu, F. Unal, S. Yilmaz: Does potassium sorbate induce genotoxic or mutagenic effects in lymphocytes? In: Toxicology in vitro : an international journal published in association with BIBRA. Band 24, Nummer 3, April 2010, S. 790–794, ISSN 1879-3177. doi:10.1016/j.tiv.2009.12.021. PMID 20036729.

Weblinks[Bearbeiten]